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(Foto: dpa/ picture alliance)
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Gegen rassistische Sprechchöre

Der italienische Fußball-Erstligist Juventus Turin will auf rassistische Sprechchöre seiner Fans künftig mit Spielabbruch reagieren. Sollten die Fans erneut Spieler der gegnerischen Mannschaft wegen ihrer Hautfarbe verunglimpfen, werde Mannschaftskapitän Alessandro Del Piero zunächst persönlich einschreiten und versuchen, die Fans zum Schweigen zu bringen, sagte Trainer Claudio Ranieri der Tageszeitung La Repubblica. In einem nächsten Schritt werde die Mannschaft geschlossen das Spielfeld verlassen.

Juventus Turin war wegen rassistischer Sprechchöre seiner Fans von einem Sportrichter verurteilt worden, gegen den US Lecce vor leeren Tribünen zu spielen. Juventus-Anhänger hatten im Stadion den Stürmer von Inter Mailand, Mario Balotelli, wegen seiner dunklen Hautfarbe beschimpft. Balotelli ist ein in Palermo geborener Italiener ghanaischer Herkunft.

Berliner Dom bleibt Publikumsmagnet

Der Berliner Dom baut seine Funktion als Publikumsmagnet in der deutschen Hauptstadt weiter aus. Im vorigen Jahr besuchten knapp 737.000 Menschen das Bauwerk 

Was denken Calvinisten über Geld und Sex?

Einen Calvin-Test hat die niederländische Zeitung Trouw ins Internet gestellt. "Berechnen Sie Ihren 'calvinistischen Faktor'", heißt es aus Anlass des 500. Geburtstags des Kirchen­reformators Johannes Calvin im Juli dieses Jahres.

Gefragt wird auf Deutsch unter anderem nach dem persönlichen Umgang der Calvinisten mit Geld, Sex und Gefühlen. Die Wertungen reichen von "Vollblut-Calvinist" bis: "Calvinistisch bist Du bestimmt nicht. Schon eher katholisch." Allerdings, wird zugleich gewarnt, wäre es für Calvinisten undenkbar, ihre Zeit mit solchen Spielchen zu verbringen. "Was hätte man in diesen fünf Minuten nicht alles Gutes tun können! Müßiggang ist aller Laster Anfang. Ein Calvinist ruht nie."

Ein Lutherforum für das Ruhrgebiet

Im Ruhrgebiet entsteht ein Kulturzentrum, das Bürgern das Erbe der Reformation nahebringen will. Dafür soll die Markuskirche in Gladbeck ab März zum "Martin Luther Forum Ruhr" umgebaut werden. Der achtköpfige Initiatorenkreis übernahm die Pacht für das Gebäude. Die Umbaukos­t­en und die Ausstellung sollen rund 1,2 Millionen Euro kosten. Das Land will 760.000 Euro zuschießen, die Stadt gibt 100.000 Euro. Der Rest wird von Spendern und Förderern getragen. Das Forum ist als Projekt der Ruhr.2010 GmbH für die Kulturhauptstadt anerkannt.

Aber die Initiatoren blicken noch weiter: Bis 2017 soll sich das Forum als "reformatorisches Kompetenzzentrum" etablieren. Neben der Dauerausstellung "Reformation und Ruhrgebiet" sind wissenschaftliche Tagungen, Vorträge und Seminare geplant.

im Herzen Berlins, etwa 2.000 mehr als 2007. Übertroffen wird die Besucherzahl hinsichtlich der evangelischen Kirchen nur von der wieder aufgebauten Frauenkirche in Dresden: Sie kommt auf über eine Million Besucher.

2008 nahmen im Berliner Dom rund 125.000 Personen an Gottesdiensten und Vespern teil; 511.000 zahlten als Besucher eine Domerhaltungsgebühr von fünf Euro (ermäßigt drei Euro) als Eintritt. An Führungen nahmen 14.000, an Konzerten 51.000 Personen teil. Zu Sonder-

(Foto: hk)
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veranstaltungen wie der Langen Nacht der Museen und dem Tag der Offenen Tür kamen 32.000 Frauen und Männer. Der Berliner Dom beschäftigt 42 Mitarbeiter und hat einen Jahresetat von 4,3 Millionen Euro. Davon werden zwei Prozent durch Kirchensteuereinnahmen gedeckt; das Land Berlin gibt einen Zuschuss von 100.000 Euro. Etwa die Hälfte des Etats wird durch die Domerhaltungsgebühren aufgebracht; daneben tragen Kollekten, Spenden und Konzerteinnahmen zur Deckung der Kosten bei. Pro Tag muss der Berliner Dom mehr als 10.000 Euro erwirtschaften.

Passionsspiele 2010

Die Passionsspiele im kommenden Jahr finden vom 15. Mai
bis 3. Oktober statt. Die Veranstalter erwarten dazu rund 500.000 Gäste aus aller Welt. Die Ortskirchen planen zur Spielzeit eigene Angebote: Die katholische Kirche St. Peter und Paul wird täglich zwei Messen in englischer und deutscher Sprache feiern. Die evangelische Kreuzkirche wird an allen Spieltagen zu einer Mittagsandacht, einem Orgelkonzert in der Nachmittagspause und einem Nachtgebet nach Spielende um 22.45 Uhr einladen. Zudem werden eigens zu den Passionsspielen zwei zusätzliche evangelische Pfarrer sowie ein Organist extra beschäftigt. Das umfangreiche protestantische Begleitprogramm begründet der zuständige Tourismus- und Seelsorgereferent der bayerischen Landeskirche, Thomas Roßmerkel, mit der Besucherstruktur: "80 Prozent der Gäste sind evangelisch." 

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Vor allem Besucher aus England und den USA seien Protestanten. Ob das Nachtgebet zu später Stunde angenommen werde, sei ein Experiment, so Roßmerkel weiter. Bedarf für seelsorgerliche Begleitung sieht er in jedem Fall: Das Passionsspiel konfrontiere die Besucher mit ihren Erfahrungen von Leid und Tod. "Viele wollen sich danach in der Kirche ihres eigenen Glaubens vergewissern", so der Theologe.

Alle zehn Jahre, so hatten es die Urahnen der Oberammergauer während des Dreißigjährigen Kriegs 1633 geschworen, sollte das "Spiel vom Leiden, Sterben und Auferstehen unseres Herrn Jesus Christus" aufgeführt werden, wenn nur die grassierende Pest keine weiteren Opfer mehr forderte.

Portal evangelisch.de

Das neue Internetportal der evangelischen Kirche, ev­angelisch.de, wird am
24. September freigeschaltet. Es soll "eine evangelische Sichtweise auf Deutschland und die Welt" bieten - so Melanie Huber, Leiterin des Portals. Angesprochen seien vor­nehm­lich Men­schen zwischen 30 und 55 Jahren. Geplant seien drei Hauptbereiche: Bei den "Themen des Tages" wolle man aktuelle Ereignisse und die "Geschichte hinter den Ereignissen" schildern, ein zweiter Bereich umfasse Service, Tipps und Adressen, ein Community-
Bereich diene der virtuellen Gemeinschaft.

Magdeburg: Geburtsort der deutschen Gotik

In Magdeburg wurde ab 1209 der erste gotische deutsche Dom errichtet. Zum 800. Jahrestag der Grundsteinlegung lädt 2009 ein Festjahr zum aus­giebigen Feiern ein. Die Organisatoren planen unter anderem eine Sonder­aus­stellung "Aufbruch in die Gotik" im Kulturhistorischen Museum, Tagungen, eine Konzertreihe und im September "Dom-Festspiele".

Das Programm solle sich an alle Bevölkerungsschichten unabhängig von einer religiösen Bindung wenden, betont Dompfarrerin Jutta Noetzel.
Mit besonderem Interesse werden im Festjahr sicher auch die neuesten Erkenntnisse der Archäologen zur Kenntnis genommen, die ebenfalls im April ihre jüngste Grabungskampagne abschließen wollen.

Denn noch immer sind nicht alle Geheimnisse des Doms geklärt - vor allem, was seinen Vorgängerbau betrifft. Als gesichert gilt bislang nur, dass auf seinem Gelände zwei Kirchen aus ottonisch­-romanischer Zeit gestanden haben. Allein aber für die historische Zuordnung des Sakralbaus, dessen Fundamente in den Jahren 2001 bis 2003 auf dem Domplatz ausgegraben wurden, bestünden mindestens fünf seriöse Theorien, erläutert Ausgrabungsleiter Rainer Kuhn. 

Originelle Schöpfung

Rätselfans und Sprachliebhaber sind gefordert bei Juli Gudehus ungewöhnlichem Projekt: Die Schöpfung dargestellt in Piktogrammen. Der Hamburger Carlsen Verlag hat nun eine neue Ausgabe des künstlerischen Projekts herausgeben.

Juli Gudehus: Genesis. Die Schöpfung. Carlsen Verlag, Hamburg 2009, 48 Seiten, Euro 12,90.

 

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