zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft
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Film- und Fernsehtipps

(Foto: pixelio/wrw)
(Foto: pixelio/wrw)

Glaubwürdig: Angelika Urbas

Angelika Urbas ist Arbeitsvermittlerin für junge Leute ohne Berufsabschluss. Die daraus entstehenden Probleme lassen sie auch nach der Arbeit nicht wirklich los. Urbas stand selbst nicht immer auf der Sonnenseite des Lebens. Die Palette reicht von Arbeitslosigkeit, dem Scheitern der Ehe bis hin zum täglichen Exis­tenzkampf. So war sie emotional schwer angeschla­gen. Auch ihre christliche Erziehung half nicht weiter. Ganz an Gott zweifeln ließ sie schließlich der unerwartete Tod der Tochter. Sie fiel in ein tiefes Loch. Doch lang­sam beginnt sie, den erlittenen Verlust zu akzeptieren und findet ein neues Verhältnis zum Glauben.

Samstag, 6. März
MDR, 18.45 bis 18.50 Uhr

Gero von Boehm begegnet ­Daniel Libeskind

Im März wird der Architekt Daniel Libes­kind vom Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit mit der Buber-Rosen­zweig-Medaille ausgezeichnet. Daniel Libes­kind wurde 1946 in Lodsch in Polen geboren. Er war elf Jahre alt, als seine Eltern mit ihm zusammen nach Israel auswan­derten. Ein Stipendium der America-Israel Cultural Foundation ermöglichte ihm ei­nen Studienaufenthalt in New York, wohin die Familie 1960 übersiedelte. Dort stu­dierte Libeskind zunächst Musik, später Malerei und Mathematik. Den Lebensunterhalt verdiente er sich als professioneller Musiker. Seine Mutter überzeugte ihn dann aber davon, Architekt zu werden. Sein ­Architekturstudium schloss Libeskind 1972 ab. Weniger die Praxis als die Theorie bestimmten die ersten Jahrzehnte seines ­Berufs. Er erhielt zahlreiche Preise für Entwürfe.

Montag, 8. März
3sat, 22.25 bis 23.10 Uhr

Kino: Crazy Heart

Jeff Bridges ist die prägende Figur des Musik-Dramas Crazy Heart. Er spielt den Country-Sänger Bad Blake, dessen Karriere sich dem Ende zuneigt. Mit Auftritten in kleinen Pubs und Bowlinghallen hält sich der viermal Geschiedene und Alkoholabhängige gerade noch so über Wasser. Bis eines Tages die junge Journalistin und alleinerziehende Mutter Jean auftaucht. Bad und Jean verlieben sich ineinander, wissen aber beide, dass ihre Beziehung alles andere als leicht werden wird. Der Plot mag vorhersehbar klingen, die schauspielerische Leistung von Jeff Bridges und die Musik von Stephen Bruton und T-Bone Burnett machen den Film jedoch zum Erlebnis.

(empfohlen von epd Film)

Start: 4.3.
Länge: 112 Min.
USA 2009
Regie:
Scott Cooper

Wer ist der Teufel?

Film von Gerald Teufel. Mit Paul Chaim ­Eisenberg (Wiener Oberrabbiner), Elisabeth Göttlicher (Oberin der Ursulinen), Carla Amina Baghajati (Islamische Glaubensgemeinschaft), Josef Dworak ­(Satanologe aus Wien), Richard Picker (Psychotherapeut) und Gerhard Schwarz (Philosoph und Gruppendynamiker).

Einer Umfrage des Magazins P.M. zufolge glauben 23 Prozent aller Deutschen an die Existenz eines leibhaftigen Bösen. 9 Prozent fürchten den Teufel, und 14 Pro­zent halten es sogar für möglich, einen Pakt mit ihm zu schließen. Ist der Teufel, wie so manche christlichen und islami­schen Fundamentalisten glauben, also auf dem besten Weg, die Weltherrschaft zu übernehmen?

Freitag, 12. März
3sat, 12.00 bis 12.45 Uh

Liebe, Mystik und Visionen: Das Kloster Helfta im dritten Jahrtausend

Es war ein Wunder, dass im Herbst 1999 nach rund 450 Jahren das alte Kloster St. Marien zu Helfta mit seiner Kirchweihe zu neuem Leben erwachte. Es ist ein Wun­der, dass dieses mittelalterliche Zentrum der deutschen Frauenmystik heute, zehn Jahre später, zu einem ganz normalen, akzeptierten Teil der Lutherstadt geworden ist. Wochenendkurse und Kloster auf Zeit gehören ebenso dazu wie das Montessori-Kinderhaus, ein Hotel mit Brauerei­gast­stätte, das St. Mechthild-Pflegeheim, der einladende Klostergarten und eben die Nonnen. Ein ganz normales Kloster.

Mittwoch, 17. März
mdr, 21.15 bis 21.45 Uhr

Mein Gott. Dein Gott. Kein Gott: Konfessionslose in der Schweiz

Film von Paul Riniker, 2. Teil

Die sechsteilige Reihe dokumentiert den Umbruch der Religionslandschaft Schweiz und rückt neben Menschen aus wachsenden religiösen Gemeinschaften wie Frei­kirchen, Islam, Judentum, Hinduismus, Buddhismus und Migrationskirchen auch Atheisten in den Mittelpunkt. Die zweite Folge handelt vom Leben ohne Gott und Glauben.

Freitag, 19. März
3sat, 12.00 bis 12.30 Uhr

Kino: "Der Räuber"

Rettenberg ist ständig in Bewegung. Er wurde gerade aus dem Gefängnis entlassen, wo er wegen Bankraubs sieben Jahre eingesessen hatte. Jetzt rennt Rettenberger: Er trainiert, nimmt an Marathonläufen teil und flüchtet zu Fuß vor der Polizei - denn mit dem Überfallen von Banken hat er auch nach seiner Haftentlassung nicht aufgehört. Der Räuber basiert auf der wahren Geschichte des Bankräubers, Mörders und Lang­streckenläufers Johann Kastenberger, die Martin Prinz als Vorlage für seinen gleichnamigen Roman diente. Die Verfilmung dieses Stoffs von Nachwuchs-Regisseur Benjamin Heisenberg feierte ihre Deutsch­land-Premiere im Februar auf der Berlinale, wo der Film im Wettbewerb lief.

(empfohlen von epd Film)

Start: 4.3.
Länge: 96 Min.
Österreich 2009
Regie: Benjamin Heisenberg

Kino: Ein Prophet

Der 19-jährige Malik El Djebena wird zu sechs Jahren Haft verurteilt. Anfangs hat der arabischstämmige Franzose unter rassistischen Angriffen und den Hierarchien unter den Gefängnisinsassen zu leiden, bis er zu einer korsischen Mafiagruppe Kontakt knüpft und sich durch verschiedene Aufträge in der Rangordnung nach oben arbeitet. Was niemand ihm zutraut: Malik arbeitet im Geheimen gegen seine Lehrer und übernimmt ei­nes Tages selbst die "Macht". Jaques Audiard sprengt mit seinem Thriller die Gren­zen des bloßen Gefängnisfilms: Er konzentriert sich auf die Figur Maliks, die er in all ihren Nuancen beschreibt und von der ausgehend er ein packendes Soziogramm entwickelt.

(empfohlen von epd Film)

Start: 11.3.
Länge: 150 Min.
Frankreich / Italien 2009
Regie: Jaques Audiard

Erschienen in zeitzeichen März 03/2010.

 

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