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Notabene

(Foto: pixelio/thommyS)
(Foto: pixelio/thommyS)

Ägyptens Fußballnationaltrainer stellt nur noch fromme Spieler auf, wie die Süddeutsche Zeitung berichtete. Nur Kicker, die ihr Leben in vorbildlich muslimischer Weise führen und regelmäßig beten, schickt Coach Hassan Schehata auf den Rasen. Damit wolle er vor al­lem seine Mannschaft zusammenschweißen. Schon lange sind alle Spieler im Team vom Nil Muslime. Der letzte bekannte ägyptische Christ am runden Leder war Hany Ramzy. Er spielte bei Werder Bremen.

Auf die Frage, ob Literatur helfen könne, Angst zu bewältigen, antwortete die Literaturnobelpreisträgerin Hertha Müller in der taz: "Ich hatte immer meine Gedichte, die ich mir aufsagen konnte. Sogar beim Verhör. Das wird nicht schal. Man kann sich auf gegebene Formen verlassen, sich anlehnen. Es ist eine Art zu beten, für Leute, die nicht an Gott glauben. Und es ist eine schönere Art als das Beten. Es verlangt mehr Individualität als das Beten. Es ist nicht so mechanisch. Bis heute schreibe ich mir Sätze aus Büchern heraus, die mir Halt geben. Die Angst ist eine gute Ästhetikkennerin."

Bestsellerautor Ken Follett wuchs ohne Fernsehen, Radio und moderne Musik auf, wie er in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau erzählte. Seine Eltern seien sehr puritanische gottesfürchtige Christen gewesen, für die jede Form elektro­ni­scher Un­terhaltung als teuflischer Einfluss galt. Was der kleine Ken aber las, kontrollierten die Eltern nicht. Und so wurde Follett bereits im Alter von sieben Jahren Mitglied der öffentlichen Bücherei und las, was er wollte. Das habe seine Kreativität und Phantasie befördert.

Protestanten prägten die Sozial­demokratie: Durch das schlechte Abschneiden der SPD bei der jüngsten Bundestagswahl jedoch hat die Fraktion eine ganze Reihe von Pfarrern als Parlamentarier ver­loren, sagt Wolfgang Thierse dem Rheinischen Merkur. Auch im Ver­hältnis zu den Kirchen gebe es Traditionsabbrüche: Erstmals seit über zwanzig Jahren ist kein SPD-Mit­glied mehr im Rat der EKD vertre­ten.

Rostocker Medizinstudenten haben einen Weg gefunden, sich nach dem Präparierkurs bei den Toten zu bedanken. Wie Spiegel-online berichtete, ist es an der medizinischen Fakultät seit Jahren Tradition, dass die Studenten im Anschluss an den fünfmonatigen Präparierkurs Andacht halten, um den Spendern zu danken und ihnen eine letzte Ehre zu erweisen.

Erschienen in Zeitzeichen März 03/2010.

 

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