Geschichte, Politik & Gesellschaft
Ausgabe 5 Mai 2013
Große Transformation
Wie die Kirchen die ökologisch-soziale Neuausrichtung der Gesellschaft mitgestalten können
Die Kirchen spielen nur eine Nebenrolle in den Empfehlungen zur Lösung globaler Umweltfragen, die der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung 2011 vorlegte. Eine Fehleinschätzung, meint der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Denn gerade die Kirchen können lokal und international den Umbau der Gesellschaft zu mehr Ökologie und Gerechtigkeit mitgestalten. Doch noch nutzen sie dafür nicht ihr Potenzial.
"Müssen wir Vater anzeigen?"
Als Pfarrerssohn zwischen NS-Ideologie und widerständigem Elternhaus
Der emeritierte Münsteraner Theologieprofessor Karl-Wilhelm Dahm stammt aus einem evangelischen Pfarrhaus. Hier schildert er, wie er und sein Bruder als Kinder so sehr von der Naziideologie infiziert worden waren, dass sie zeitweise mit dem Gedanken spielten, ihren Vater wegen Abhörens eines "Feindsenders" anzuzeigen.
Im Schatten der Kriege
In den ersten Jahren galt der Weltkirchenrat im Osten als Institution der Amerikaner
Die Schrecken des Ersten Weltkrieges beförderten die Zusammenarbeit der Kirchen. Sie mündete 1948, verzögert durch den Zweiten Weltkrieg, in die Gründung des Weltkirchenrates (ÖRK). Gehörten ihm damals 147 Kirchen an, sind es heute 350. Der Münsteraner Kirchenhistoriker Martin Greschat beschreibt die Gründungsgeschichte des Kirchenbundes.
In weiter Ferne
Israelische Soldaten reden
Die Soldaten, die sich diesen Interviews stellten, haben eines gemeinsam: Sie haben sich von ihren Erlebnissen berühren lassen.
Magazin
Zeitgeschehen
Ausgabe 4 April 2013
"Ich bin bewusst Christ"
Die Situation der ägyptischen Christen hat sich seit der Revolution verändert
Ein Zehntel der Ägypter sind Christen, zumeist Kopten. Wie sie auf Ausgrenzung und Übergriffe reagieren, schildert die Kairoer Journalistin Julia Gerlach.
"Pfad der Zerstörung"
Die weißen Evangelikalen tun sich mit Präsident Barack Obama schwer
Die Vorherrschaft weißer Protestanten geht in den USA zu Ende. Und das könnte auch den Einfluss der bisher einflussreichen Evangelikalen schwächen. Wie sie auf die neue Lage reagieren, schildert Konrad Ege, Korrespondent in Washington.
Thiu iderman, was du wilt han
Dulden heißt beleidigen? Anmerkungen über Grenzen und Geschichte der Toleranz
Über Toleranz sprechen, heißt über ihre Grenzen sprechen. Auch wer diese im Grunde zum Teufel wünscht, stößt irgendwann auf sie. Denn ob Toleranz als Tugend, als gesellschaftliches Klima oder als Staatsräson: Letzten Endes bleibt sie ein Projekt auf Gegenseitigkeit.
Eine Frage des Bekenntnisses
NPD-Mitglieder im Kirchengemeinderat dürfen nicht toleriert werden
Rechtsextreme betonen die Ungleichheit von Menschen, um andere abzuwerten. Schon deshalb dürfen NPD-Mitglieder nicht Mitglied in der geistlichen Leitung der Gemeinde sein. Das sollte kirchenrechtlich geregelt werden.
Gut gemeinte Verbote können schaden
Ein Radikalenerlass in der Kirchengemeinde löst das Problem nicht
Alle Formen von Diskriminierung sind mit dem Evangelium unvereinbar. Aber in einer evangelischen Kirche sind Auseinandersetzungen mit theologischen Argumenten zu führen, nicht mit gesetzlich-administrativen Maßnahmen.
Ergreifend
Christlicher Widerstand
Das Buch regt zum Nachdenken darüber an, wo heute widerständiges christliches Handeln nötig sein könnte.
Ganz nah dran
Über DDR-Justiz
Nicht die Fakten stehen im Vordergrund, sondern die Atmosphäre, die Gefühle, die Absurdität. Schönherr will Emotionen provozieren und Empathie.
Magazin
Zeitgeschehen
Ausgabe 3 März 2013
Wenn Frauen das Geld verdienen
Die Zahl der Familienernährerinnen wächst. Doch die neuen Rollenbilder machen Probleme
Sie sind in allen Berufsgruppen vertreten, vereinbaren Familie und Job und tragen in Deutschland schon in jedem fünften Mehrpersonenhaushalt den Hauptanteil zum Familieneinkommen bei. Frauen als Hauptverdienerinnen sind auf dem Vormarsch, auch in der Kirche. Anlässlich des Weltfrauentages beschreibt die Journalistin Britta Jagusch den noch immer schwierigen Rollentausch.
Wirklich gute Arbeit
Die Anerkennung islamischer Verbände kommt voran
Bremen hat als drittes Bundesland mehrere islamische Verbände als Religionsgemeinschaften anerkannt. Islamische Feiertage, Bestattungen und Seelsorge sind jetzt durch Staatsverträge geregelt. Andere Bundesländer sollen folgen. Der Islamwissenschaftler und evangelische Theologe Andreas Gorzewski gibt einen Überblick.
"Wie man eine hand umwendet"
August Hermann Francke: Theologe, Schulgründer, Fundraiser, Missionar
Die Franckeschen Stiftungen prägen bis heute Halle an der Saale. Ihr Gründer August Hermann Francke wurde am 22. März vor 350 Jahren geboren. Der Mainzer Kirchenhistoriker Wolfgang Breul schildert Leben und Werk des Pietisten, der der Pädagogik und der äußeren Mission wichtige Impulse gab.
Ein Pflanzgarten
Über August Hermann Francke
Abwechlsungsreich führt der Sprecher durch Franckes Leben, Originaltöne sind mit klassischer Instrumentalmusik unterlegt, so dass ein dokumentarisches Hörerlebnis entsteht.
Es bleibt nichts wie es war
Buchhandel und Verlage stellen sich den Herausforderungen des Internetzeitalters
E-Books, Digitalisierung und der Siegeszug des Internets bedrohen nicht die Zukunft des Buches, wohl aber die Existenzgrundlage vieler Menschen, die von ihm leben. Die Buchbranche steckt in einem tiefgreifenden Veränderungsprozess, dessen Ausgang ungewiss ist, meint "buchreport"-Redakteur David Wengenroth.
Milchschaum in der Bücherwelt
Auch die Liebe zum Lesen geht durch den Magen: Ein kleiner Buchladen trotzt den Konzernen
Kleine Buchhandlungen haben es heute nicht leicht. Die Konkurrenz durch Online-Händler oder Buchkonzerne ist erdrückend und hat in den vergangenen Jahren schon viele zum Aufgeben gezwungen. Doch Frederik Herbers hat sich davon nicht abschrecken lassen. 2005 gründete er mit seiner "Buchkantine" eine lebendige Kiezbuchhandlung in Berlin-Moabit. Ein Besuch mit Natascha Gillenberg.
Magazin
Zeitgeschehen
Ausgabe 2 Februar 2013
Streit um die Babyklappe
Ein Pro-und-Contra
Das Familienministerium in Berlin will in diesem Frühjahr neue gesetzliche Regelungen für Babyklappen und anonyme Geburten schaffen. Ziel ist es, den betroffenen Kindern zehn Jahre nach der Geburt Klarheit zu verschaffen, wer ihre Mütter sind. Damit würde das Ende der Babyklappen eingeläutet. Ist das der richtige Weg?
Brüssel statt Babylon
Rund 2000 Dolmetscher sorgen im Dienste der Europäischen Union für Verständigung
23 Sprachen werden in den Institutionen der Europäischen Union gesprochen - und jede einzelne ist auch Amtssprache der EU. Diese Vielfalt von Sprachen ist gewollt, bedarf aber auch eines ausgeklügelten Dolmetschersystems.
Gefährliche Illusion
Warum das Konzept von der Freundschaft nach der Scheidung selten aufgeht
"Ich finde den Satz in den Eheversprechen, sich in guten und schlechten Tagen zu lieben und zu ehren, höchst voreilig. Genauer müsste es heißen: ich bin bereit, deine schlechten Seiten ebenso zu ertragen, wie ich mich deiner guten Seiten erfreue ...".
Ohne Ansehen der Person
Thema in der Telefonseelsorge: Trennung
Unter denen, die täglich die Nummer einer Telefonseelsorgestelle anrufen, sind viele Menschen, die unter einer bevorstehenden oder vollzogenen Trennung leiden. Wie die Telefonseelsorger und Telefonseelsorgerinnen damit umgehen, berichtet Uwe Müller, Leiter der "Berliner TelefonSeelsorge".
Schluss machen und neu anfangen
Jede Trennung hat eine andere Geschichte, und doch erkennen wir in den meisten von ihnen irgendetwas, das uns angeht, vielleicht gerade dann, wenn wir dies entrüstet von uns weisen. Vier Personen sprechen über ihre eigene Scheidung, alle Namen wurden geändert.
Zeitrebellen
Vom Leid der Beschleunigung
Sensibel spürt Hengsbach die Zeitrebellen auf, die um Zeit für ihr Leben kämpfen.
Zeitgeschichte
Schonungsloses Zeugnis
Aus der Perspektive eines Kindes, das aus seiner naiven Sicht nach Antworten auf Unbegreifliches sucht, wird die schreckliche Absurdität der Judenverfolgung deutlich.
Magazin
Zeitgeschehen
Ausgabe 1 Januar 2013
Säkularistische Falle
Das Klima für die Religionen wird in Deutschland rauer
Die Diskussion über die Beschneidung, die das vergangene Jahr prägte, zeigt fehlende religiöse Bildung auch bei Eliten, den Versuch, die Schuld Nazideutschlands abzuwehren, und die Unwilligkeit, sich mit dem weltweiten Wachstum der Religionen abzufinden. Das meint Rolf Schieder, Professor für Praktische Theologie an der Berliner Humboldt-Universität.
Christlicher Maßanzug?
Warum der Islam in Deutschland eine Religionsgemeinschaft im Werden ist
Im November hat das Land Hamburg mit verschiedenen muslimischen Verbänden einen Vertrag geschlossen, in dem sie diese Verbände als Religionsgemeinschaft anerkennt. Welche Auswirkungen das hat, zeichnet der katholische Staatskirchenrechtler Ansgar Hense nach.
Von Termiten und Hochstaplern
Warum die Forstwirtschaft in Peru auf Illegalität und Korruption beruht
Siebzig Millionen Hektar beträgt die Waldfläche des peruanischen Amazonas. Illegale Holzfäller machen damit Geschäfte, wie die Berliner Journalistin Bettina Hoyer bei einem Besuch erfuhr. Interpol und die UN-Umweltbehörde UNEP zogen in einer kürzlich veröffentlichten Studie den Vergleich mit dem Drogenhandel.
Letzte Ausfahrt Franklin Square
Ein wehmütiger Blick zurück: Fünf Jahre Pfarrer auf Long Island
Haiko Behrens war Pfarrer einer Evangelisch-Lutherischen Gemeinde auf Long Island, New York - bis die Finanzkrise in den USA auch die Arbeit der Kirchen massiv betraf: Seine Gemeinde konnte sich keinen Vollzeitpfarrer mehr leisten. Heute lebt Haiko Behrens in Hamburg, arbeitet als Sprachtrainer für Business-Englisch und ist auf der Suche nach einer neuen Pfarrstelle.
Weltausschnitt
Leben nach dem Mauerbau
Wer denkt, Helga Schütz beschreibe einen larmoyanten Ost-West-Konflikt, der irrt.
Welt-Unordnung
Hat Frieden Zukunft?
Welche Weltordnungspolitik können wir uns in dieser zerklüfteten Welt vorstellen?
Kurzsichtig
Energieversorgung in 200 Jahren
Einem Nobelpreisträger widerspricht man nicht? In diesem Falle leider doch...
Magazin
Zeitgeschehen
Ausgabe 12 Dezember 2012
Cum Gaudio: Mit Lust
Europas Protestanten wollen dazu beitragen, dass die Krise als Chance verstanden wird
Wie es zum Europaengagement der evangelischen Kirchen gekommen ist und welchen Schwerpunkt sie heute setzen, schildert Michael Bünker, evangelisch-lutherischer Bischof von Österreich und Generalsekretär der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE).
Die Nacht war vorgedrungen
Vor 70 Jahren nahmen sich der Dichter Jochen Klepper und seine Familie das Leben
Im Evangelischen Gesangbuch ist Jochen Klepper heute nach Martin Luther und Paul Gerhardt der am häufigsten vertretene Dichter. Vor 70 Jahren, im Dezember 1942, fand er mit seiner Familie ein tragisches Ende. Der Journalist Martin Rothe skizziert das Leben dieses schillernd-introvertierten Schmerzensmannes.
Noch Fragen?
Seit dreißig Jahren begegnen sich Jugendliche am Rande der KZ-Gedenkstätte Dachau
Lange Zeit verdrängten die Dachauer die Geschichte ihrer Stadt zwischen 1933 und 1945. Doch mittlerweile lobt der Oberbürgermeister die "hervorragende Arbeit" des Internationalen Jugendgästehauses, das seine Partei zunächst als "Vergangenheitsbewältigungsstätte" ablehnte. Der Münchner Journalist Klaus Honigschnabel hat sich in Dachau umgesehen und umgehört.
Nicht mehr wie früher
Vom Tauschen und Verwandeln in Südafrikas Städten und der Provinz
Sie wollte ihrer Adoptivtochter Marulla das Land ihrer Herkunft zeigen. Deshalb reiste die Schriftstellerin Tanja Jeschke gemeinsam mit ihrer Familie nach Südafrika. Sie traf auf Menschen, die die Welt noch immer in Schwarz und Weiß einteilen und doch versuchen, sich der veränderten Lage anzupassen.
Von allen ungetröstet
Mittelalterliche Erlebnismystik: Die religiöse Reinszenierung von Kindheitstraumata
Waren viele Mystiker des Spätmittelalters schwer traumatisiert? Sind ihre Visionen als untaugliche Selbstheilungsversuche zu werten? Ralph Frenken, katholischer Theologe, Psychologe und Kindertherapeut in Frankfurt am Main, ist davon überzeugt.
Magazin
Zeitgeschehen
Ausgabe 11 November 2012
Gesund schrumpfen
Die kirchliche Initiative "anders wachsen" sucht Alternativen zum Wachstumszwang
Südeuropa steckt in der Rezession, und auch Deutschland wird sich dem Abwärtstrend auf Dauer nicht entziehen können. Aber ist es wirklich schlimm, wenn unser Bruttoinlandsprodukt um ein paar Prozentpunkte sinkt? Nein, sagen vier kirchliche Mitarbeiter, die die Initiative "anders wachsen" gegründet haben.
Keine Silberkugel für Europa
Die Lösung der Schuldenkrise bedarf eines langen Atems und einer stärkeren Koordinierung
Wieder ein Ultimatum an Griechenland, wieder ein Krisentreffen, Sorge um Spanien und Italien - die Euro-Schuldenkrise bleibt weiterhin auf der Tagesordnung. Andreas Mayert, Volkswirt am Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD in Hannover, gibt einen Überblick über die Probleme und Lösungsansätze.
Spirituelle Achterbahn
Den Weltuntergang proklamieren nicht nur Sekten wie die Zeugen Jehovas
Am 21. Dezember soll nach dem Mayakalender die Welt untergehen. Was es damit auf sich hat, beschreibt Kai Funkschmidt, Theologe und Referent der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen. Und er zeigt, wie sich in der Esoterikszene apokalyptische Vorstellungen wandeln.
Zweifel und Ängste
Apokalyptische Ideologien ziehen auch im 21. Jahrhundert Menschen an
So sehr sich der religiöse Hintergrund der Gruppen unterscheidet, die den Untergang der Welt beschwören, so einig sind sie sich in zentralen Punkten, zeigt Michael Utsch, Psychologe und Referent der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen. Und er erhellt die psychologischen Hintergründe.
Irgendwann nichts
Der Schnitter als Lehrmeister
Es gehört zu Domians Qualitäten, dass er sich traut, die großen Fragen des Lebens und Sterbens so authentisch wie möglich zu beantworten und Stellung zu beziehen.
Grundsatzdebatte
Ethik hat Konjunktur
Johannes Fischer hat eine längst überfällige Grundsatzdebatte über die nur zu oft ungenannten Prämissen gerade auch der evangelischen Ethik angestoßen.
Magazin
Zeitgeschehen
Ausgabe 10 Oktober 2012
Gefährlicher Sprechakt
Was der Satz "Der Islam gehört nicht zu Deutschland" bewirkt
Sehr viel Positives wird von seiner Amtszeit nicht in Erinnerung bleiben. Doch mit dem Satz "Der Islam gehört zu Deutschland" hat der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff auch seine politischen Gegner beeindruckt. Sein Nachfolger Joachim Gauck hat sich von dieser Aussage distanziert. War das richtig?
Grünes Gold der Zukunft
Die Evangelische Kirche Deutschland sorgt sich um die Vergabepraxis von Biopatenten
Vielfalt ist gut. Das ist nicht nur in menschlichen Gemeinschaften so, sondern auch im Pflanzenreich, besonders in der Landwirtschaft. Doch die gegenwärtigen Patentregelungen bedrohen diese Artenvielfalt, warnen Nachhaltigkeitsexperten der EKD in einer aktuellen Studie.
Auch ein ferner Spiegel
Die Kaiserkrönung Otto des Großen im Jahre 962 und die deutsche Geschichte
Mit Otto dem Großen begann (vielleicht) die deutsche Geschichte; mit seiner Kirchenpolitik die Auseinandersetzung mit dem Papsttum, womit er (wiederum vielleicht) ein politisches Samenkorn für die Reformation gelegt hat: Geschichte ist immer auch Interpretation.
Der ich sein könnte
Gedanken zur Rehabilitierung einer humanen und vernünftigen Pädagogik
Lernen in der Turbo-Schule, Erziehung entlang von Selbstregulierung, Bildung zum Nulltarif - dies sind für Rainer Winkel, Professor em. an der Universität der Künste Berlin, verhängnisvolle Fehlentwicklungen. Anlass für ihn, an eine Pädagogik zu erinnern, die Lehrer als Lernanstifter betrachtet.
Ohne Feuer, ohne Freunde
Die Universitätsreform war notwendig. Leider wird sie manchenorts geradezu sabotiert
Vor zehn Jahren begannen mit der Ratifizierung des Bologna-Beschlusses grundlegende Universitätsreformen: Aber weder die Differenzierung des Studiums noch die der Hochschullandschaft haben Freunde gefunden. Die Uni bleibt im Kern eine Baustelle, meint taz-Redakteur Christian Füller.
Exemplarisch
Deutsche Gesellschaftsgeschichte
Wo sein Großvater Jakob in seinem Denken stehen geblieben war, hat Günther van Norden die Geschichte konsequent zu Ende gedacht.
Magazin
Zeitgeschehen
Ausgabe September 2012
Bruder Außenseiter
Bayard Rustin war der unbekannte Held an Martin Luther Kings Seite
Als Martin Luther King 1963 in Washington seine berühmte Traum-Rede hielt, stand hinter ihm Bayard Rustin. Obwohl selbst ein brillanter Stratege der Bürgerrechtsbewegung und Mentor von King, musste er im Hintergrund bleiben. Denn seine Homosexualität galt als Skandal. Der Journalist Martin Rothe porträtiert den engagierten Pazifisten, der vor 25 Jahren starb.
Säkularisierung auf dem Vormarsch
Das Schrumpfen der Kirchen geht mit dem Rückgang persönlicher Religiosität einher
Wie entwickeln sich Kirchenbindung und außerkirchliche Religiosität in West- und Ostdeutschland? Lässt sich das Schrumpfen der Kirchen auf Institutionenkritik und die Konkurrenz durch andere Formen von Religion zurückführen? Diesen Fragen geht, entsprechende Untersuchungen auswertend, der Münsteraner Religionssoziologe Detlef Pollack nach.
Handelsware
Frauen sind in Afghanistan nach wie vor rechtlos und werden verfolgt
Laut Schätzungen werden drei von vier Frauen in Afghanistan zwangsverheiratet, jedes zweite Mädchen unter sechzehn fällt dieser Praxis zum Opfer. Über die dramatische Situation von Frauen berichtet Thomas Krapf, der bis vor kurzem als Rechtsexperte bei der EU-Polizeimission in Afghanistan Staatsanwälte schulte.
Am Anfang Petrus?
Wie sich aus der kollektiven Leitung der Gemeinde von Rom das Papstamt entwickelte
Die verschlungene Geschichte des Papsttums im ersten Jahrtausend zeichnet Christoph Markschies nach, der an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Berliner Humboldtuniversität Ältere Kirchengeschichte lehrt. Zwischen Protestanten und Katholiken ist nicht der historische Befund umstritten, sondern dessen theologische Deutung.
Die Kurve gekriegt
Die Lehre des Ersten Vaticanum vom Primat des Papstes bestimmte auch das Zweite Vaticanum
Welche Impulse vom Zweiten Vatikanischen Konzil für die Ökumene ausgingen, schildert Joachim Frank. Der Kölner Journalist, der sein Theologiestudium an der Päpstlichen Gregoriana-Universität mit dem Lizentiat abschloss, skizziert auch, wie ein reformiertes Papstamt aussehen könnte.
Globale Perspektive
Erhellende Papstgeschichte
Man liest dieses Buch deshalb mit großem Gewinn, weil es ihm weder um Legitimation noch Delegitimation geht, sondern um Verstehen, Erklärung und Einordnung.
Magazin
Zeitgeschehen
Ausgabe 8 August 2012
Zerrissene Ketten
CDU/CSU verlieren das katholische Milieu
Die Wahlen dieses Jahres haben den Trend bestätigt: Die früher so feste Bindung von Wählergruppen an ihre Parteien löst sich auf, das klassische Parteienspektrum ist in steter Bewegung. Was dies mit der schwindenden gesellschaftlichen Relevanz der Kirchen zu tun hat, erläutert der Göttinger Parteienforscher Franz Walter.
Durch die Wüste
Von Traumwüsten und realen Landschaften unter der Sonne
Er könnte in der Wüste bleiben – warum nicht? – schauen, die Steine und Sterne lesen und alles aufschreiben. In seinem Leben ist Klaus Reichert schon oft in die Wüste gereist. Der Übersetzer und Lyriker schildert die Faszination, die von der Wüste ausgeht.
Die Sonderschulen abschaffen?
Ein Pro und Kontra zur Inklusion von Behinderten an der Regelschule
Nicht mehr die Integration Behinderter ist das erklärte Ziel, sondern die Inklusion. Für die pädagogische Praxis bedeutet dies das Ende der Sonder- und Förderschulen. Ist das der richtige Weg?
Vielschichtig
Abrechnung mit Nahostpolitik
Es ist ein Hörspiel, das man zweimal anhören sollte, so vielschichtig sind Story und Botschaft.
Nichts verstanden
Friede in Israel und Palästina
Mark Bravermann hat ein Buch geschrieben, in dem die Palästinenser oft verklärt werden und Israel zu einem hässlichen Trugbild verzeichnet wird.
Entlarvung
Geschichte der Romavölker
Der Literaturwissenschaftler Bogdal hat ein durch und durch politisches Buch geschrieben.
Magazin
Zeitgeschehen
Ausgabe 7 Juli 2012
Eine Frage des Gewissens
Der vorgeburtliche Bluttest auf das Down-Syndrom ist weder Dammbruch noch Skandal
In diesen Tagen kommt ein neuer Test auf den Markt, der die Früherkennung von Trisomie 21, auch "Down-Syndrom" genannt, bei Feten erleichtert. Kritiker befürchten nun einen Dammbruch in der Erbgutanalyse bei Ungeborenen. Dem widerspricht Hartmut Kreß, Sozialethiker an der Universität Bonn.
Würdig, glücklich zu sein
Zur Lebensberatung in die philosophische Praxis - ein dritter Weg
In einer Lebenskrise suchen Menschen Seelsorger auf oder Therapeuten. Manche wenden sich aber auch an einen Philosophen. Anfang der Achtzigerjahre gründete der Philosoph und Dozent Gerd Achenbach die erste philosophische Praxis, mittlerweile gibt es nach Auskunft der Internationalen Gesellschaft für Philosophische Praxis mehr als hundert in Deutschland. Christiane Pohl führt eine von ihnen. Die Journalistin Natascha Gillenberg hat sie besucht.
Die Geschichte(n) des Geldes
Über Sinn und Grenzen der Historie für die Wirtschaft
Lädt derjenige, der Schulden macht, auch Schuld auf sich? Die Art undWeise, wie über Griechenland und seine Finanz- politik diskutiert wird, lässt zumindest den Schluss zu, dass exzessive Kreditaufnahme eine moralische Dimension hat, weil sie bedroht, was für ein funktionierendes Finanzsystem unabdingbar ist: Den Glauben an das Geld. Der Frage, wie religiöse Kategorien und Geld miteinander verwoben sind, widmen sich zwei aktuelle Bücher. Der Theologe und Autor Christoph Fleischmann hat sie gelesen.
Das ist noch lange kein Friede
In Sri Lanka sind die tamilische Minderheit und die Menschenrechte bedroht
Drei Jahre nach Ende eines fast drei Jahrzehnte dauernden Bürgerkrieges versucht Sri Lanka zum Alltag zurückzukehren. Die Aufarbeitung der Kriegsverbrechen im Zeichen der Versöhnung spielten dabei jedoch keine Rolle, kritisieren Kirchen und Bürgerrechtler ebenso wie die Vereinten Nationen. Nina Waldorf war dort.
Wenn ich mich nicht täusche
Die Gesellschaft verändert sich. Die Wahrnehmungen davon liegen gar nicht weit auseinander
Statistik ist nur ein möglicher Zugang zu gesellschaftlichen Phänomen, die persönlichie Erfahrungen ein anderer. Sieben Personen berichten, wo sie eine Verrohung in der Gesellschaft sehen.
Eine verrohte Jugend?
Anmerkungen aus soziologischer Sicht zu einer zweifelhaften Diagnose
Wenn von einer Verrohung der Gesellschaft die Rede ist, gerät schnell die Jugend ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Lassen sich an ihr nicht alle negativen Symptome ablesen? Uwe H. Bittlingmayer, Professor für Soziologie an der Pädagogischen Hochschule Freiburg im Breisgau, kommt zu anderen Ergebnissen.
Nur ausleihen!
Erste Biographie Hans Scholls
Ellermeiers Buch bietet viele Informationen, weist aber leider auch viele Mängel auf.
Gefährlich
Die neue US-Rechte
Schweitzers Buch wird auch noch als unterhaltsames Nachschlagewerk taugen wird, wenn die Schlacht ums Weiße Haus 2012 längst geschlagen ist.
Magazin
Zeitgeschehen
Ausgabe 6 Juni 2012
Realitätsverweigerung
Die Piratenpartei und ihre Forderung nach Religionsfreiheit
Seit den jüngsten Wahlsonntagen ist die Piratenpartei in vier Landtagen vertreten und muss als politische Kraft auch auf Bundesebene ernst genommen werden. Stephan Eisel, Projektbeauftragter der Konrad-Adenauer-Stiftung für das Thema "Internet und Demokratie", analysiert die Forderung der Partei nach einer "Privatisierung" der Religion.
Die Zähmung der Bestie
Wie das Europaparlament die Spekulanten unter Kontrolle bekommen will
Eigentlich sind sich alle einig: Weltfinanzkrisen sollen verhindert und Spekulationen auf Nahrungsmittel eingedämmt werden. Doch die Umsetzung solcher Ziele in konkrete Gesetze ist ein kompliziertes Unterfangen, wie die Abgeordneten des Europaparlaments derzeit erfahren. Trotz ungewohnter Einigkeit über Parteigrenzen hinweg setzen sie auch auf die Mithilfe der Zivilgesellschaft, um die Märkte zu bändigen.
Zwei Seiten der Medaille
Die Olympischen Spiele haben London bereits verändert - und nicht nur zu seinem Vorteil
In zwei Monaten beginnen die Olympischen Spiele in London. Die Stimmungslage der Bewohner ist nicht nur positiv. Alle befürchten das große Verkehrschaos. Und die Anwohner in den Ostteilen der Stadt leiden unter jahrelangen Baumaßnahmen und steigenden Mieten. Das bekamen auch die Kirchengemeinden der Stadt zu spüren, wie die Journalistin Claudia Atts bei einem Besuch in London feststellte.
Fußball gegen das Grauen
Zwei "verrückte" Schwestern haben hinter den Bergen von Ayacucho viel bewegt
Früher tobte in den peruanischen Anden der Bürgerkrieg, heute bauen sich die Menschen ein neues Leben auf. Gemeinschaftsarbeit und Frauenfußball heilen allmählich die psychischen Wunden.
Eigenwillige Reformatorin
Elisabeth von Sachsen kämpfte mit Diplomatie und Lebenslust für die Sache der Evangelischen
Elisabeth von Sachsen ist eine der herausragenden fürstlichen Persönlichkeiten der Reformationszeit. Als Frau musste sie sich gegen mancherlei Widerstände behaupten - und die wuchsen noch, als sie vor 475 Jahren ihre eigene Reformation in Szene setzte. Christopf Münchow, Oberlandeskirchenrat i.R., erinnert an sie.
Armut
Geschichte und Gegenwart
Ein Ausstellungskatalog, der sich aber eher wie ein umfassendes und gut lesbares Kompendium zur Geschichte der Armut liest.
Magazin
Zeitgeschehen
Ausgabe 5 Mai 2012
Tribunal am Wendepunkt
Ministerpräsident drängt auf vorzeitigen Abschluss der Ermittlungen
In Kambodscha kamen zwischen April 1975 und Januar 1979 rund zwei Millionen Menschen ums Leben. Die meisten wurden erschlagen, die anderen verhungerten oder fielen Krankheiten zum Opfer. Die Verbrechen der Roten Khmer werden von einem internationalen Völkermord-Tribunal aufgearbeitet, doch der Verlauf des Prozesses ist mit vielen Unwägbarkeiten versehen, wie der Journalist Robert Luchs feststellt.
Missionsfreie Jahreszeit
Es fehlt nicht an Hilfsprojekten in den Entwicklungsländern, sondern an ihrer Koordinierung
Zu viele Helfer, zu wenig Abstimmung untereinander - das ist seit Jahrzehnten eines der Grundprobleme der Entwicklungshilfe. Dabei sollte eigentlich spätestens seit 2005 die so genannte "Paris-Agenda" der Geberländer Abhilfe schaffen. Warum das bislang nicht gelungen ist und wie einzelne Länder des Südens dieses Problem mittlerweile selber lösen, erläutert Tillman Elliesen, Redakteur der Zeitschrift welt-sichten in Frankfurt am Main.
Grün ist nicht genug
Was die Konferenz in Rio zur nachhaltigen Entwicklung bringen sollte
Vom 20. bis 22. Juni findet in Rio de Janeiro die "Rio+20"-Konferenz statt, offiziell die UN-Konferenz über nachhaltige Entwicklung. Bereits 1992 traf sich die Staatengemeinschaft in Brasilien am gleichen Ort und leistete bei der Verknüpfung von Umweltschutz und Armutsbekämpfung Pionierarbeit. Was nach 20 Jahren davon geblieben ist, erläutert Michael Frein, Referent für Welthandel und internationale Umweltpolitik beim Evangelischen Entwicklungsdienst.
Warum diese Hilfe enden muss
Und weshalb das zuständige Bundesministerium aufgelöst werden soll
Nur noch in Katastrophensituationen sollten Geld und Hilfsgüter aus dem Norden in den Süden fließen, meint Rupert Neudeck, Gründer des Hilfskommittees Cap Anamur und Vorsitzender des Friedenskorps "Grünhelme". Jede andere Form der Entwicklungshilfe müsse auslaufen - zum Wohle Afrikas.
Zu kleine Rolle
Die Marginalität entwicklungspolitischen Handelns ist das Problem
Entwicklungspolitische Maßnahmen werden ständig von anderen politischen Interessen konterkariert, meint Cornelia Füllkrug-Weitzel, Direktorin von Brot für die Welt und der Diakonie-Katastrophenhilfe. Dennoch sind die Erwartungen an sie oft völlig unrealistisch.
Landgrapscher
Der neue Kolonialismus
Über "Landgrabbing" wurde schon viel geschrieben. Doch ein Buch wie das von Stefano Liberti hat man bisher vergebens gesucht.
Realitäts-Check
Neue Konzepte der Migration
Wer "Multikultur 2.0" liest, wird einen Einblick erhalten in die aktuellen wissenschaftlichen Ansätze der internationalen Forschung.
Magazin
Zeitgeschehen
Ausgabe 4 April 2012
Ein zerbrochener Spiegel
Die Frage nach dem Sinn der Geschichte: Alles nur Gleichnisse
Die geschichtsphilosophische Frage nach einem Sinn der Geschichte hat heute, so scheint es, nur noch antiquarischen Wert. Doch ist sie damit wirklich tot und begraben? Helmut Kremers erinnert an einige Antwort-Altertümer - im Bewusstsein, dass jederzeit neue Antworten neue Utopien und Ungeheuer gebären können.
Keine Verbindung?
Die DITIB-Landesverbände möchten als Religionsgemeinschaft anerkannt werden
Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion, kurz DITIB genannt, fasst unter ihrem Dach knapp 900 Ortsgemeinden bundesweit zusammen. Ihre Landesverbände möchten in Deutschland als Religionsgemeinschaft anerkannt werden. Aber wie weit geht ihre Abhängigkeit vom türkischen Staat? Andreas Gorzewski, evangelischer Theologe und Islamwissenschaftler, schildert die nicht immer übersichtliche Lage.
Untergang der Kirche beschworen
Der Weg evangelischer Theologinnen ins Pfarramt war mühsam und langwierig
1907 promovierte erstmals eine Frau in evangelischer Theologie, 1991 führte die schaumburg-lippische Kirche als letzte Mitgliedskirche der EKD die Frauenordination ein. Cornelia Schlarb, die stellvertretende Vorsitzende des Theologinnenkonvents, beschreibt den Kampf der evangelischen Theologinnen in Deutschland um die Gleichberechtigung.
Geldvermehrer
Spiegel der Wirtschaft
Lässt sich aus literarischen Gestaltungen auch eine allgemeine Lehre ziehen, welche die aktuelle Finanz- und Eurokrise in anderem Licht erscheinen lässt?
Ja, es geht
Holzschnitzelöfen und anderes
Geht es auch anders? Ja, es geht auch anders - und viele sind schon losgegangen, lautet die Botschaft dieses Buches.
Magazin
Zeitgeschehen
Ausgabe 3 März 2012
Ausgefallen, gescheitert
Warum das angekündigte "Jahr der Pflege" 2011 nicht stattgefunden hat
Der schwarz-gelben Koalition gelingt es nicht, die Pflegeversicherung zu modernisieren. Steigende Beiträge und ein Trostpflaster für die Demenzkranken: Mehr ist nicht zu erwarten, so die Berliner Journalistin Bettina Markmeyer.
Politisch gewollt
In Brandenburg gefährdet die Landesregierung vorsätzlich die Existenz der Freien Schulen
Das Land Brandenburg ist dabei, die meisten Freien Schulen, also auch die konfessionellen, per Mittelkürzung zu drosseln. Henning Schluß, Professor für empirische Bildungsforschung und Bildungstheorie an der Universität Wien, fordert eine Debatte über die Bildungspolitik im Land. Er lebt in Brandenburg, wo seine Kinder eine staatliche Schule besuchen.
Keine moralische Pflicht
Bei jeder Organspende ist die Situation der Angehörigen zu berücksichtigen
Organspende als Akt der Nächstenliebe? Doch wie steht es mit denen, die unter Schock und Trauer eine Entscheidung treffen sollen? Ulrich Eibach, Professor em. für Systematische Theologie und Ethik an der Universität Bonn und langjähriger Krankenhausseelsorger, plädiert dafür, den Angehörigen das letzte Wort zu überlassen
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Erfahrungen eines Spätstarters bei Facebook: Wie man Freunde findet
20 Millionen Deutsche sind Mitglied bei Facebook. Was erleben sie dort, was die anderen gut 60 Millionen Bundesbürger nicht erleben? Stephan Kosch wollte es wissen und hat sich angemeldet.
Plötzlich im Glashaus
Facebook sammelt unendlich viele Informationen. Doch was stellt es mit diesem Wissen an?
Das Gesicht identifiziert durch ein x-beliebiges Smartphone, die Vorlieben analysiert durch ein Schattenprofil, die Daten gesichert, vor allem vor dem Zugriff der Besitzer: Facebook macht es möglich. Dabei wollte Gründer Mark Zuckerberg doch nur einen netten Ort im Internet schaffen. Aber wer sich dahin begibt, lässt sich auf ein Regelwerk ein, das kaum noch zu überblicken ist, erläutert der Journalist Johannes Gernert.
Für Umstürze ungeeignet
Der Mythos der Facebook-Revolution ist nicht nur falsch, sondern auch gefährlich
Revolution via Internet: Der arabische Frühling hat scheinbar gezeigt, welche politische Kraft die sozialen Netzwerke entfalten können. Doch was ist dran am Mythos der Facebook-Revolution? Nicht viel, meint Linus Neumann, einer der Autoren der mehrfach ausgezeichneten Plattform www.netzpolitik.org.
Angesteckt
Über soziale Netze
Wir sind vernetzt, und zwar mit vielen tausend Menschen, auch ganz ohne Internet und Telefon. Dieses Buch erklärt, wie das funktioniert.
Einbettung
Für feste Ordnungssysteme
Rodriks Buch ist gut geschrieben und liefert viel Stoff für differenzierte Debatten.
Zusatzgewinn
Hilfe für Patchworkfamilien
Schon wieder ein Ratgeber von Jesper Juul. Aber noch immer kein schlechter.
Magazin
Zeitgeschehen
Ausgabe 2 Februar 2012
"Judasnaturen und verwahrloste Labile"
Warum es in evangelischen Kinderheimen der Fünfzigerjahre zu Übergriffen kam
Hundertausende Kinder lebten in den Fünfziger- und Sechzigerjahren in kirchlichen Kinderheimen. Viele von ihnen litten unter Missbrauch und Gewalt. Gab es spezifische evangelische Erziehungsmuster, die das begünstigten?
Und führe uns nicht in Versuchung
Warum sich die CDU auf ihre sozialen Wurzeln besinnt - und was daraus folgen sollte
Wenn die CDU heute wieder eine sozialere Partei ist als in den ersten Jahren des neuen Jahrhunderts, dann ist das auch der Unverdrossenheit von Leuten wie Heiner Geißler und Norbert Blüm zu verdanken.
Kampf um den Acker
"Land Grabbing" hat viele Gesichter. Aber kann es auch Gutes bewirken?
In Sierra Leone soll auf 10 000 Hektar Zuckerrohr angebaut werden. Der Ackerboden steht dann nicht mehr der lokalen Bevölkerung zur Verfügung, sondern einem Konzern, der dort Agrarsprit für den europäischen Markt herstellen wird.
Auf der Leuchtspur des Morgensterns
Dorothea Buck kämpft für die Anerkennung der Euthanasie-Opfer und Zwangssterilisierten
Seit Jahrzehnten setzt sich die Bildhauerin Dorothea Buck für die Anerkennung der Zwangssterilisierten und Euthanasie-Opfer ein - auch innerhalb der Kirche.
Konjunktur
Zur Geschichte der Kreuzzüge
Das Buch ist mehr als spannende Lektüre. Es zeigt, wie der Niedergang der Kreuzzüge mit einem neuenreligiösen Denken einher ging.
Eine Leerstelle
Plötzlicher Kontaktabbruch
Tina Soliman hat Verlassene interviewt und die, die gegangen sind. Daraus hat sie ein Film und ein Buch gemacht...
Ausgabe 1 Januar 2012
Reich, mächtig, karitativ
Die orthodoxe Kirche spielt in Griechenland eine zwiespältige Rolle
Wie agiert die vom Staat privilegierte griechisch-orthodoxe Kirche in der Wirtschaftskrise? Dieser Frage geht der Athener Korrespondent der Deutschen Welle Jannis Papadimitriou nach.
Königin ohne Land
Gegenüber der Occupy-Bewegung verhält sich die evangelische Kirche wie eine Zuschauerin
Der Protestantismus bleibe in der Finanzkrise schweigsam, kritisiert Franz Segbers, der an der Universität Marburg Sozialethik lehrt. In seinem Beitrag analysiert er Gründe und skizziert, wie sich das, was die EKD in Denkschriften zu sozialen Fragen geäußert hat, umsetzen lässt.
Andersartig und fremd
Wie die Kirchen in den USA auf die Occupy-Bewegung reagieren
Nur wenige Geistliche und Kirchengemeinden engagieren sich im Protest gegen die Auswüchse des Kapitalismus. Warum das so ist, skizziert der deutsche US-Korrespondent Konrad Ege.
Wie Schrumpfgeld wächst
Regionalwährungen können Wunder wirken, gerade auch in Krisenzeiten
Parallelwährungen liegen im Trend. Sowohl im krisengeschüttelten Griechenland als auch im Berchtesgadener Land stützen regionale Währungen die lokale Wirtschaft. Die Journalistin Annette Jensen beschreibt, warum Sterntaler, Chiemgauer und Ovolus mehr sind als folkloristische Zahlungsmittel.
Schöpfung aus dem Nichts
Geld kommt als Kredit zur Welt und benötigt den Glauben an die Zukunft
Neues Geld entsteht nicht nur in den Druckmaschinen, die Banknoten herstellen, also unter der Regie des Staates, sondern vor allem in den privaten Geschäftsbanken. Wie das geschieht, wie es dazu gekommen ist und welche Risiken das birgt, beschreibt der Theologe und Journalist Christoph Fleischmann.
Geld im Mittelalter
Wirklich alles ganz anders?
In seinem neuen Buch fragt Le Goff nicht nach Bild und Selbstbild der Kaufleute, sondern schaut auf die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Doch dabei enttäuscht er leider.
Magazin
Zeitgeschehen
Ausgabe 12 Dezember 2011
Hunger der Spekulanten
Wie an Warenterminbörsen mit Lebensmitteln gezockt wird
Die Preise für Nahrungsmittel sind in den vergangenen Monaten auf ein Rekordniveau gestiegen. Das hat vor allem für die ärmsten Länder dramatische Konsequenzen. Experten schätzen, dass die hohen Preise mehr als 40 Millionen Menschen zusätzlich in den Hunger getrieben haben.
Tot oder lebendig
Vertrauen hinsichtlich der Organentnahme gewinnt man nur durch eine offene Debatte über das Hirntodkriterium
Die Wissenschaft hat immer stärkere Zweifel daran, dass der Hirntote wirklich tot ist. Doch müssen wir den Hirntod als Kriterium für die Zulässigkeit von Organentnahmen aufgeben, wenn wir wissen, dass es sich um einen unumkehrbar Sterbenden handelt?
Von mutig bis vage
EKD und Gesundheitspolitik: Der neuen Denkschrift fehlt die Tiefenschärfe
In Teilen ist sie mutig, dann auch wieder unpräzise und vage: Der Bonner Sozialethiker Hartmut Kreß beschreibt, was ihm an der neuen EKD-Denkschrift zur Gesundheitspolitik aufgefallen ist.
Ars donandi
Von der Kunst des Schenkens - mit Gaben wurde Politik gemacht
Obwohl Martin Luther gegen die Verdienstlichkeit der guten Werke anging und 1520 die Abschaffung sämtlicher Feste vorschlug, schafften auch die Protestanten den Brauch der Weihnachtsgeschenke nicht ab. Der Erziehungswissenschaftler Friedrich Rost erläutert warum.
Die Nachtwanderer
Am Bodensee schlichten Freiwillige Konflikte
Die Anwohner mögen es gar nicht, wenn Jugendliche ihre Nachtruhe stören, die aber nicht, wenn man sie vertreiben will. Eine Bürgergruppe in Konstanz, die sich "Nachtwanderer" nennt, bemüht sich um friedlichen Ausgleich.
Lehren aus der Krise
Vom Unterschied zwischen Leistung und Erfolg
In seinem neuesten Buch greift Erhard Eppler in die aktuelle, durch die Finanz- und Wirtschaftskrise ausgelöste Debatte ein.
Ein Buch über zeittypische Phänomene - von "A" wie "Alkohol" bis "Z" wie "Zeitmanagement".
Magazin
Zeitgeschehen
Ausgabe 11 November 2011
Erklären, widersprechen oder schweigen?
Wie die Organspende geregelt werden muss, damit die Menschenwürde gewahrt bleibt
In Deutschland werden viel weniger Organe gespendet als in anderen Ländern. Zur Zeit werden eine Reihe von Vorschlägen diskutiert, wie das geändert werden kann. Mit ihnen setzt sich Johannes Fischer auseinander, der an der Theologischen Fakultät der Universität Zürich Ethik lehrt.
Auf der Zielgeraden
Die Chancen zur Einführung der Finanztransaktionssteuer in Europa sind gestiegen
Wer an den Finanzmärkten Aktien und andere Wertpapiere hin- und her schaufelt, soll bei jedem Deal dafür Steuern zahlen. Das ist die Idee der Finanztransaktionssteuer, die lange unter dem Namen Tobin-Tax ein Projekt der Globalisierungskritiker war. Jetzt soll sie in der EU eingeführt werden. Doch die entscheidende Hürde muss noch genommen werden, weiß Sven Giegold, der für die Fraktion der Grünen im Europaparlament sitzt.
Den kranken Nachbarn auch
EKD legt neue Denkschrift zur Gesundheitspolitik vor
Privatisierung und Eigenverantwortung: Das Gesundheitswesen in Deutschland steht vor großen Veränderungen. Aus diesem Grund hat die EKD nun eine Denkschrift zur Gesundheitspolitik verfasst. Die Journalistin Eva Richter stellt sie vor, und der Theologieprofessor Hartmut Kress wird sie in der Dezemberausgabe einordnen.
Landbesitzer wie Abraham
Für die Qom-Indianer im Gran Chaco ist die Bibel auch ein politisches Buch
Die weißen Argentinier sind über wiegend katholisch, viele der Qom-Indianer dagegen evangelisch. Wie sich das auf ihr Leben auswirkt, hat der Hannoveraner Journalist Michael Grau beobachtet.
Pietät, Friede, Kultur
Der Friedhofszwang schützt nachhaltig Tote und Lebende
Der Friedhofszwang, die Vorschrift, dass Tote auf Friedhöfen beigesetzt werden müssen, ist umstritten. Doch es gibt gute Gründe für seine Beibehaltung.
Mehr Selbstbestimmungsrecht
Warum der Friedhofszwang aufgehoben werden sollte
Für eine gesetzliche Aufhebung des Friedhofszwangs plädiert Hans-Peter Wetzel, Rechtsanwalt in Überlingen und Mitglied der FDP.
Deutsche Seele
Eine Aufklärungsschrift
Aufklärung, Wissenschaft, Vernunft und Herz statt Kollektivverdammung.
Wie war das noch?
Vieles ist einfach nicht wahr
Bernd Ingmar Gutberlet erläutert penibel die Fakten der Weltgeschichte
Magazin
Zeitgeschehen
Ausgabe 10 Oktober 2011
David gegen die Banken
Finance Watch will ein Gegengewicht zur Finanz-Lobby schaffen.
Vor gut einem Jahr sendeten 22 Abgeordnete des Europaparlamentes einen über die Parteigrenzen hinausgehenden Hilferuf an die Zivilgesellschaft. Die Finanzlobby sei zu mächtig, hieß es, Der Appell zeigte Wirkung und führte zur Gründung von "Finance Watch".
Mär von der Vielweiberei
Zwei Mormonen wollen US-Präsident werden
Die Mormonen in den USA polieren ihr Image auf. Ob sie damit Erfolg haben und Vorbehalte bei den Evangelikalen abbauen können, dürfte sich auch bei den Vorwahlen der Republikaner zeigen.
Der Pop-Aufklärer
Vor 200 Jahren starb der Religionspädagoge Christian Gotthilf Salzmann
Christian Gotthilf Salzmann ist nur bei Fachleuten unvergessen - dabei war er einer der energischsten und wirkmächtigsten Aufklärer, einer, der sowohl mit der Feder als auch als Praktiker unermüdlich sein fernes Ziel im Auge behielt: den "Himmel auf Erden" zu schaffen.
Die Mission des Hutmachers
Gefoltert, ertränkt, verbrannt: Die Hutterer in Tirol
Die Hutterer fanden in der Reformationszeit in Tirol weit mehr Anhänger als die Lehren Martin Luthers. Selbst streng pazifistisch, wurden sie von der Obrigkeit gnadenlos verfolgt und mit dem Tode bedroht.
Denkfigur
Über eine globale Ethik
Michael Haspel sucht nach dem "Referenzrahmen für eine Theorie, die nach der Bedeutung normativer Muster für individuelles Handeln und gesellschaftliche Prozesse fragt."
Kulturelle Vielfalt
Warnung an den Westen
Der Sozialwissenschaftler Tzvetan Todorov mahnt in seiner eindringlichen Analyse vor Überreaktionen im Kampf gegen den Terror.
Pfarrers Kinder
Porträt einer schillernden Persönlichkeit
"Jung für Einsteiger". So könnte man den Gebrauchswert dieses Buches über den Arzt und Psychoanalytiker Carl Gustav Jung zusammenfassen.
Klares Bild
Eine neue Nietzsche-Biographie
Ein hilfreiches Buch für diejenigen, die noch nicht all zu viel über Nietzsche gelesen haben.
Magazin
Zeitgeschehen
Ausgabe 9 September 2011
Hoffnung auf die Jüngeren
Christen und Muslime in den USA: Diaolg - und viel Hetze gegen den Islam
Ein Jahrzehnt nach den Terroranschlägen des 11. September 2001 haben Muslime in den USA ein schlechteres Image als unmittelbar danach. Die christliche Mehrheit hat ihren Anteil daran.
Zeit der Umkehr
Warum viele Palästinenser auf die Anerkennung eines unabhängigen Staates hoffen
Bei der UN-Vollversammlung in diesem Monat will die Palästinenserführung die Anerkennung eines eigenen Staates beantragen. Die Journalistin Bettina von Clausewitz war im Westjordanland unterwegs.
"Ich bin das Gefäß, Gott der Dürstende"
Vor fünfzig Jahren wurde der schwedische UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld ermordet
UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld (1905-1961) war ein religiöser Mensch. Als intellektuell brillant und demütig charakterisiert ihn Jürgen Werbick, katholischer Fundamentaltheologe in Münster.
Glücksgefühle in der Kirche
Was junge Israelis erleben, wenn sie als Freiwillige nach Deutschland kommen
Elf Israelis sind zur Zeit in Deutschland in verschiedenen Projekten ehrenamtlich tätig. Die Hamburger Journalistin Hedwig Gafga hat drei von ihnen getroffen.
Unbekanntes Gelände
Die Europäische Union ist die einzige transnationale Demokratie der Welt
Viele Deutsche träumen immer noch von einem "Kuscheleuropa", beobachtet Klaus Hänsch, Altpräsident des EU-Parlamentes. Er begründet, warum die EU notwendig ist und fordert eine Wirtschaftsregierung für die Eurozone.
Chance nicht verspielen
Die EU muss Wort halten und einen Beitritt der Türkei ermöglichen
Für den europapolitischen Sprecher der Grünen, Manuel Sarrazin, ist schon der Beitrittsprozess eine Erfolgsgeschichte.
Klein aber fein
Istanbul passt in die EU, aber nicht die Türkei
Die Größe und Mentalität des Landes sprechen gegen einen EU-Beitritt der Türkei.
Gemeinsam prosperieren
Ein Ende der europäischen Währungsunion wäre für Deutschland desaströs
Es gibt kein Zurück, wir sind dem Euro auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, meint Ulrike Herrmann, wirtschaftspolitische Korrespondentin der taz.
Liebe macht blind
Die Eurorettung gefährdet die europäische Integration
An Währungsunionen sollte man nur so lange festhalten wie sie funktionieren, meint der Frankfurter Wirtschaftshistoriker Werner Plumpe.
Erinnern als Kitt
Ein wichtiger Beitrag
Ein notwendiges, faktenreiches, sorgfältig recherchiertes Erinnerungsbuch an die von Völkermord, Vertreibungen und anderen Verbrechen geprägte Geschichte Europas im 20. Jahrhundert.
Magazin
Zeitgeschehen
Ausgabe 8 August 2011
Eine Reise in die SU
Von der DDR aus gab es einen illegalen Tourismus in die Sowjetunion
Rolf Zöllner ist in der DDR aufgewachsen und lebte in ihr bis zur Wende. Wie viele suchte er kleine Freiheiten - und manchmal fielen die gar nicht so klein und sogar ein wenig abenteuerlich aus. 1983 beschloss er, als Individualtourist in die Sowjetunion zu reisen.
Als der Bischof die Schlangen vertrieb
Wie Pirmin von der Insel Reichenau aus die Alemannen missionierte
Seit 2000 ist die Reichenau Weltkulturerbe der UNESCO. Von hier aus christianisierte der Heilige Pirmin die Alemannen. Warum er sich dazu eine Insel aussuchte, erläutert die Historikerin und ehemalige Reichenauerin Monika Spicker-Beck.
Instruktiv
PID: Keine Letztbegründungen
Daniela Reitz hat ein kluges Buch zur Debatte um die Diagnostik bei Embryonen aus der Petri-Schale geschrieben.
Heimatlos
Dokumentarische Poesie
Ein Hörbuch erinnert an den Dichter und Dissidenten Jürgen Fuchs.
Magazin
Zeitgeschehen
Ausgabe 7 Juli 2011
Im Herzen Europäer
Was mir als EKD-Mann in Brüssel wichtig geworden ist
Vier Jahre lang war der Theologe und Jurist Patrick Roger Schnabel stellvertretender Leiter des EKD-Büros in Brüssel. In dieser Zeit hat sich sein Blick auf die Europäische Union genauso geändert wie der auf die deutsche Europapolitik und die Einstellung der Deutschen zur EU.
Engel oder Drache?
Vor zweihundert Jahren wurde Caroline Fliedner geboren.
Sie leitete im 19. Jahrhundert gemeinsam mit ihrem Mann die Kaiserswerther Diakonie in Düsseldorf. Der Leiter der Fliedner-Kulturstiftung Kaiserswerth, Norbert Friedrich stellt eine Frau vor, die zu ihrer Zeit den Spagat zwischen Familie und Beruf gemeistert hat.
Immer am Feuer
Westliche und traditionelle Medizin in einem südchilenischen Krankenhaus
"Wir haben unsere Kultur verloren, unser Gleichgewicht", klagt Francisco Chureo, Gründer und Leiter einer Indigenen-Vereinigung. Durch sie hat sich einiges geändert: Im Makewe-Krankenhaus im Süden Chiles ergänzen Mapuche-Indianer die Schulmedizin mit ihrer traditionellen Heilkunst.
Chance für den Frieden?
Der arabische Frühling wird in Israel mit gemischten Gefühlen wahrgenommen
Der Aufbruch in den arabischen Ländern wird in Israel mit Verständnis, aber auch mit Misstrauen beobachtet: Wird sich in den Nachbarländern wirklich Freiheit und Demokratie durchsetzen? Werden sich die Chancen für Israel für einen Frieden ohne einschneidende Zugeständnisse zu erhöhen? Susanne Knaul, freie Nahostkorrespondentin, erläutert die komplizierte Lage.
Heiliges Land
Mosaik zu Israels Geschichte
Nicht neu auf dem Markt, aber noch immer aktuell: Ein Hörbuch zur Geschichte Israels lädt zu einem raschen, aber niemals hektischer Gang durch die Jahrtausende ein.
Achtzehn Jahre in Jerusalem
Als evangelischer Langzeit-Pilger in einer faszinierenden Stadt
Jörg Bremer lebte fast zwei Jahrzehnte mit seiner Familie als Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Jerusalem - eine lange und ereignisreiche Strecke seines Lebensweges. Nun erinnert er sich, an kirchenpolitische Querelen ebenso wie an spirituelle Erfahrungen.
Unheiliges Land
Meinungsstarker Blick auf Nahost
Rupert Neudeck ist ein streitbarer Mann. Die engagierte Argumentation aus einer klaren Parteinahme heraus macht sein Israel-Buch lesenswert. Dieser Ansatz ist aber zugleich auch die größte Schwäche.
Verblüffende Wege
Heilkundige Frauen
Ein üppig bebildertes Buch über Unglaubliches und Denkwürdiges aus dem Leben heilkundiger Frauen vom Mittelalter bis in die heutige Zeit.
Ausgabe 6 Juni 2011
Durchgekämpft und gewonnen
Frauenfußball wurde lange belächelt. Jetzt winkt den DFB-Kickerinnerinnen ihr größter Triumph.
Vom 26. Juni bis 17. Juli spielen die sechzehn besten Frauenmannschaften der Welt in Deutschland um die Fußballweltmeisterschaft. Im Gegensatz zur Männer-WM der deutschen Fußballer 2006 gelten die Fußballerinnen in diesem Jahr als Favorit.
Angehörige als Dienstleister
Die Pflegeversicherung wird teurer, ihre Leistungen wohl kaum besser
2011 ist für die Bundesregierung das "Jahr der Pflege", in dem die Reform der Pflegeversicherung auf den Weg gebracht werden soll. Dabei liegen die Konzepte schon seit Jahren auf dem Tisch.
Gespür für lange Verhandlungen
Der Libyenkonflikt und die Unschärfen des kirchlichen Umgangs mit ihm
Die evangelische Kirche sollte klar sagen, dass und warum das westliche Eingreifen in Libyen falsch war, meint Gerhard Arnold aus Würzburg. Er beobachtet als freier Publizist seit Jahrzehnten die Krisengebiete dieser Erde.
Christliches Menschenbild als Götze
Warum ein Theologieprofessor ablehnt, was der Rat der EKD zur Präimplantationsdiagnostik sagt
Die Stellungnahme des Rates der EKD zur PID lasse weder etwas von der Menschenfreundlichkeit Gottes erkennen, noch ein Verständnis für die betroffenen Eltern, kritisiert der evangelische Theologe Johannes Fischer. Der Deutsche lehrt Ethik an der Theologischen Fakultät Zürich.
Das überschreitet eine Grenze
Darf der Mensch entscheiden, welches Leben gut und wünschenswert ist?
Wir stehen vor der Entscheidung, Präimplantationsdiagnostik (PID) zuzulassen oder nicht - nur ein bisschen zulassen gehe nicht, meint Katrin Göring-Eckardt, Bundestagsvizepräsidentin, Präses der EKD-Synode und Mitherausgeberin von zeitzeichen.
Großer Bogen
Die Weltgeschichte auf sechs CDs
Dieses Hörbuch ist ein mächtiger Brocken: 471 Minuten auf sechs CDs. Schließlich geht es um die Geschichte der Welt.
Fromm und sozial
Die neuen US-Evangelikalen
Die amerikanische Soziologin und Journalistin Marcia Pally zeichnet mit dieser Publikation ein Bild der nordamerikanischen evangelikalen Bewegung, das europäische Diskurse korrigieren und gestalten könnte.
Selbstlosigkeit
Warum Altruismus wichtig ist
Ein Kampf aller gegen alle, die Evolution war schon immer ein grausames Spiel. Mit dieser Ansicht räumt Stefan Klein in seinem neuen Buch gründlich auf und behauptet "selbstlos siegt".
Zeugnisse
Ein außergewöhnliches Leben
Nelson Mandela war der berühmteste Gefangene der Welt. Sein Lebensweg ist eng verknüpft mit der Geschichte Südafrikas und wurde oft erzählt. Nun ist ein neues Buch erschienen.
Magazin
Zeitgeschehen
Ausgabe 5 Mai 2011
Die Vuvuzelas sind verstummt
Südafrika vor den Wahlen
In Südafrika stehen am 18. Mai Kommunalwahlen an: Die Arbeitslosenzahlen sind hoch, das Bildungssystem steckt in einer Krise, die Unzufriedenheit steigt. Und das, obwohl die Regierung sich Anfang des Jahres vorgenommen hat, mit einem neuen Wachstumsplan bis zum Jahr 2020 fünf Millionen neue Jobs zu schaffen.
Wenn die Welt zur Hölle fährt
Wie Japaner auf Katastrophen reagieren und welche Rolle dabei die Religionen spielen
Viele Beobachter wundert, wie gefasst die Japaner auf das Erdbeben reagieren. Welche Rolle die Religionen bei der Bewältigung von Katastrophen spielen, schildert der Darmstädter Theologe Martin Repp, der elf Jahre in Japan gelebt hat.
Die Zeit wird knapp
Massenarbeitslosigkeit wird verschwinden. Doch das schafft neue Probleme
Gut qualifizierte Arbeitnehmer der Zukunft müssen sich offenbar keine Sorgen machen. Sie werden unter einer Vielzahl von freien Stellen auswählen können, die Löhne dürften steigen. Allerdings auch der Druck. Und am unteren Ende des Arbeitsmarktes werden die McJobber um ein ausreichendes Einkommen kämpfen müssen.
Job mit Jo-Jo-Effekt
Leiharbeiter sind die Tagelöhner der Moderne. Sie leben in permanenter Unsicherheit
Leiharbeiter werden den Arbeitsmarkt der Zukunft mitprägen: Schon jetzt boomt die Branche, doch die Betroffenen spüren davon wenig. Für gleiche Arbeit bekommen sie häufig nur den halben Lohn.
Stolperfallen auf dem Dritten Weg
Leiharbeiter in der Altenpflege, Prozesse um das Streikrecht - die Kirche als Arbeitgeber
Die Kirchen in Deutschland beschäftigen nach dem Staat die meisten Menschen. Und diese arbeiten zu besonderen Bedingungen - ohne Streikrecht und mit nur begrenzter Mitbestimmung. Warum eigentlich?
Drei Irrtümer über die Arbeit
"Arbeit macht das Leben süß ... der nur hat Bekümmerniß, der die Arbeit haßt"
Inbegriff protestantischer Arbeitsethik ist das möglichst freudlose Schaffen von früh bis spät: Nur einer von drei Irrtümern, die die Vorstellung von Arbeit bestimmen.
Solidarisch
Überzeugende Reformen
Konrad Stopps Überlegungen zur Zukunft des Sozialstaats können Christen ermutigen.
Werte-Inventur
Über letzte Relevanzen
Die Journalisten Giovanni Di Lorenzo und Axel Hacke fragen sich, an welche Werte sie eigentlich glauben.
Neue Unsicherheiten
Über die Krise der Arbeit
Der französische Soziologe Robert Castel sieht den sozialpolitischen Konsens in Westeuropa zunehmend in Frage gestellt.
Magazin
Zeitgeschehen
Ausgabe 4 April 2011
"Wir mussten einfach weg"
Eine Zeitzeugin der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl blickt zurück
Der GAU im japanischen AKW Fukushima erinnert an Tschernobyl. Vor genau 25 Jahren explodierte dort einer der Reaktoren des Atomkraftwerks. Über 300 000 Einwohner mussten ihre Heimat verlassen. Eine davon ist Walentina Satschock. Die Journalistin Margarethe Steinhausen ist ihr begegnet.
Gedenken an Tschernobyl
Der Blick ins Netz
Weiterführende Informationen und Angebote zu Tschernobyl im Internet
Neue Kirche zu Ostern
Die Beziehungen zwischen Christen und Muslimen sind Ägytens wunder Punkt
Vor einiger Zeit gab es in einem Dorf südlich von Kairo blutige Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und Kopten. Julia Gerlach, die für verschiedene Medien aus Ägypten berichtet, schildert die Hintergründe des Konfliktes und skizziert Perspektiven.
Magazin
Zeitgeschehen
Ausgabe 3 März 2011
Offizielles Schweigen
Ungarns Mediengesetz und die Kirchen
Im Januar trat das neue ungarische Mediengesetz in Kraft, das die Befugnisse der Medienbehörde deutlich erweitert und die Inhalte aller Medien stärker kontrolliert. Viele namhafte Kritiker befürchten das Ende der Pressefreiheit und sehen das Gesetz als weiteren Beleg für einen autoritären Kurs der Regierung Orbán. Nicht so die Kirchen in Ungarn, die von der Politik der konservativen Fidesz-Partei profitieren.
Kollektiv verdrängt
Armut in Ostdeutschland - es trifft vor allem Kinder und Jugendliche
Deutschland ist sozial immer noch in einen reicheren Westen und einen deutlich ärmeren und von höherer Arbeitslosigkeit getroffenen Osten gespalten. Auch hohe Armuts- und Arbeitslosenquoten etwa im Ruhrgebiet oder in manch westdeutschem Stadtstaat relativieren dieses Bild nur wenig, zeigt die Berliner Journalistin Eva Völpel.
Bis hin zu Hass und Mord
Lange Zeit lösten Katholiken in den USA ähnliche Ängste und Aversionen aus wie heute die Muslime
Früher waren es Katholiken, die in den USA Vorurteilen, Verdächtigungen und Benachteiligungen ausgesetzt waren. Manches erinnert Konrad Ege, US-Korrespondent des Evangelischen Pressedienstes, an den heutigen Streit um den Islam.
Chancen des Alterns
Die Deutschen werden älter - und das ist gut so
Den demographischen Wandel zeichnen viele Wissenschaftler als Horrorszenario. Doch James W. Vaupel, Direktor des Max-Planck-Instituts für demographische Forschung in Rostock, und der Journalist Björn Schwentker erläutern, warum das eine Fehleinschätzung ist.
2050
Von Metropolregionen, Cyberteams und einer großen Sozialreform
Wie werden wir in Deutschland in vierzig Jahren leben und wohnen? Welche Rolle wird die Technik in unserem Alltag spielen? Der Journalist Wolfgang Michal beschreibt ein Szenario aus dem Jahr 2050.
Auf die Älteren kommt es an
Was sich in der Arbeitswelt in den nächsten Jahrzehnten ändern muss
Die Erwerbsquote von Älteren bewegt sich auf niedrigem Niveau. Das muss sich ändern.
Lauter abgesenkte Bordsteine
Bad Sassendorf - die Projektion auf ein altersgerechtes Deutschland 2034
In dem westfälischen Kurort Bad Sassendorf ist jeder dritte Einwohner über 65, jeder zehnte über 80 Jahre alt. Damit sind die Westfalen schon heute ihrer Zeit voraus, wie Kathrin Jütte bei einem Besuch feststellte.
Alter: Schicksal oder Gnade?
Nicht mehr
Die Angst, abhängig zu sein, den eigenen Angehörigen oder anderen Menschen zur Last zu fallen und die Furcht, nutzlos zu sein, beschäftigt viele ältere Menschen.
Ausgeblendet
Jeder seines Glückes Schmied?
Wegner unternimmt einen Neuanlauf, indem er vom lutherischen Berufsgedanken her theologisch argumentiert.
Moral für Banker
Küng analysiert die Weltwirtschaft
Hans Küng spart nicht an deutlichen Worten, wenn er vielen Akteuren in der Wirtschaft vorwirft, sich über "elementare Gebote der Menschlichkeit" hinweggesetzt zu haben.
Verständigung in Trieglaff
Über eine versunkene Lebenswelt
Trieglaff ist ein besonderes Geschichtsbuch über eine pommerschen Familie mit nicht geringem Landbesitz und einem ausgeprägtem gesellschaftlichen Verantwortungsbewusstsein.
Nicht nur für Silver-Surfer
Der Blick ins Netz
Weiterführende Informationen und Angebote zur alternden Gesellschaft im Internet
Magazin
Zeitgeschehen
Ausgabe 2 Februar 2011
Sterbehilfe Pro & Kontra
Assistierter Suizid oder Pflicht zur Heilung?
Ethischer Rigorismus hilft nicht im wahren Leben und Sterben - assistierter Suizid und aktive Sterbehilfe sind theologisch zu begründen, meint Michael Frieß. Wolfgang Huber dagegen plädiert für Empathie für die Leidenden, aber widerspricht einer Legalisierung des ärztlich assistierten Suizids.
Leiden auf dem Lande
Für viele arme Menschen auf dem Dorf wird die Nähe zur Last
Wer in dörflichen Gemeinschaften lebt, kann dort von einem engen sozialen Netzwerk profitieren. Doch Hartz-IV-Empfänger geraten schnell unter sozialen Druck. Ihnen drohen stärker als in der Stadt Stigmatisierung und Ausgrenzung.
Vor allem Gewissensfreiheit
Ein Verbot vor der Präimplantationsdiagnostik nicht zu halten
PID - hinter dieser Abkürzung für die Präimplantationsdiagnostik steckt ein umstrittenes medizinisches Verfahren. Es soll dem Schutz der menschlichen Gesundheit und dem Wohl von Kindern zu Gute kommen.
Zeichen der Reife
Gewissensbisse und Bestrafungsängste
Psychologen interessieren sich meist eher für Schuldgefühle als für die Schuld. Und bei der Psychoanalyse reicht die Interpretation der Schuld vom Verstoß gegen die Normen des Über-Ichs bis zur Selbstverfehlung des Menschen.
Siegfried war's, nicht Helmut
Wir können so handeln wie wir wollen - aber können wir auch das Wollen wollen?
Wenn es mit unserer Willensfreiheit nichts ist, wie es Hirnforscher behaupten - sind wir dann unschuldige Automaten? Diese Annahme führt in das Gefängnis der Selbstbezogenheit führt.
Mut zum Leben
Wie das Sich-Erinnern gut tut
Es ist wichtig, gelebtes Leben mit seinem ganzen Reichtum zu würdigen und dabei keinerlei Erfahrungen auszusparen - auch nicht die des Scheiterns oder des In-die-Irre-Gehens.
Am Ende zu kurz
Religionen und Menschenrechte
Das dominierende mythisch-ethnozentrische Denken in den Religionen hat mehr Probleme mit Menschenrechten als rational-globales Denken. Doch Menschenrechte sind entweder universell oder gar nicht.
Magazin
Zeitgeschehen
Ausgabe 1 Januar 2011
Vergessene Empfehlungen
Die Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Abfall
Schon 2002 legte ein Ausschuss des Bundesumweltministeriums plausible Empfehlungen vor, wie die Politik mit der Frage nach einem Endlager für Atommüll umgehen sollte. Für ihre Umsetzung dürfte es allerdings bald zu spät sein.
Die armen Kinder Gottes
Lepra - eine alte Krankheit, die auch in Deutschland weit verbreitet war
Bei dem Wort "Lepra" tauchen ferne Länder vor dem inneren Auge auf. Kaum jemand weiß, dass die Krankheit vor wenigen hundert Jahren auch in Deutschland verbreitet war.
Im Einsatz wofür?
Abkapselung oder Integration? Zur gegenwärtigen Reform der Bundeswehr
Um die Basis für das zukünftige Berufsbild zu legen, ist ein offener Diskurs vonnöten. Ein enges militärisches Denken, das in vielen Ecken der Kasernen, Stäbe und im Ministerium noch vorherrscht, könnte den Umschwung lähmen.
Die alten Helden haben ausgedient
Zur demokratischen Traditionspflege in der Bundeswehr
Lange klammerte sich die Bundeswehr an Vorbilder aus Wehrmachtszeiten. Inzwischen hat sie aber eine eigene Tradition herausgebildet.
Auch Fortune ist nötig
Die geplante Bundeswehrreform ist unumgänglich
Seit dem Ende des Kalten Krieges wurden der Bundeswehr von der Politik neue Aufgaben zugewiesen. Dem soll eine Reform Rechnung tragen, die die Bundeswehr stärker verändert als je zuvor.
Auseinandergelebt
Warum ich mich von der Bundeswehr entfernt habe
Robin Hornig ist 19 Jahre alt, als er beschließt, in die Bundeswehr einzutreten und sich für 14 Jahre zu verflichten. Doch die Bundeswehr und er haben sich auseinandergelebt.
Dieser besondere Marine-Reiz
Schwerer Abschied von der Bundeswehr
Kapitänleutnant André Schade wird noch in diesem Jahr seinen Dienst bei der Bundeswehr beenden - seine Verpflichtungsszeit ist zu Ende. Für ihn war der Beruf des Soldaten Berufung.
Kriegsbilder
Militarismus und Friedenseinsatz
Damit, dass Bundeswehrsoldaten im Einsatz sind, haben viele Deutsche ihre Probleme. Historischen Schreckensbilder kommen hoch, und das Gespenst des deutschen Militarismus steigt aus der Kiste.
Geschmeidig
Ein Kirchenmann in der NS-Zeit
Der evangelische Theologe Heinz Brunotte hatte sich in der Weimarer Republik als Demokrat erwiesen, in der NS-Zeit als anpassungsfähiger Kirchendiplomat und in der Bundesrepublik wieder als Demokrat.
Magazin
Zeitgeschehen
Ausgabe 12 Dezember 2010
Wahn der Wohlgeborenen
Wo sich auf dieser Welt die Ideologie der Eugenik durchsetzte, endete sie in übler Praxis
Thilo Sarrazin will eugenisches Gedankengut wieder salonfähig machen, indem er in seinem Buch einen Diskurs mit biologistischer Grundierung über die Unterschicht anstößt. Damit steht er in einer langen zweifelhaften Tradition, die weltweit und keineswegs nur von der politischen Rechten begründet und gepflegt wurde.
"Endlich bin ich frei"
Geboren in der Sowjetunion, heute Deutsche: die Jüdin Eleonora Grusha
Eleonora Grusha ist vor fünfzehn Jahren als Einwanderin aus der Ukraine gekommen. Nun ist sie sechzig geworden.
Gespalten
Das verstörende Porträt eines frommen Massenmörders
Der nachdenkliche Versuch, die problematische Existenz eines Menschen differenziert zu analysieren, der Waisenkinder vor rassistischen Pogromen schützte - und die Massentötung psychisch kranker Menschen unterstützte.
Prekäre Freiheit
Zwei Bücher zur Religion in der Gesellschaft
Glaubensgemeinschaften als nützliche Ergänzung zur Politik - ein "Souveräntitätsparadox", weil nichts das Vertrauen garantiert, dass die politisch in ihre Grenzen verwiesene Religion für den Zusammenhalt in der politischen Gemeinschaft wirkt.
Weltordnung
Langmut und Optimismus tun Not
Es ist eine bemerkenswerte Begleiterscheinung der gegenwärtigen Umbrüche, dass sich die Erwartungen von Politikern und Wirtschaftsführern immer wieder auf die Träger der religiösen Traditionen der Menschheit richten.
Seiner Zeit voraus
Erhard Eppler passt in keine Schublade
Politiker wie Erhard Eppler waren schon in den Sechziger- und Siebzigerjahren rar und sind es heute erst recht. Das muss mit Wehmut feststellen, wer diese Biographie liest.
Magazin
Zeitgeschehen
Auch unterwegs
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