zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft

Geschichte, Politik & Gesellschaft

Ausgabe 4 April 2014

Foto: epd/ Falk Orth
Foto: epd/ Falk Orth
Joachim Frank

Im Kammerton des Konsens

Das neue Sozialwort der Kirchen will nicht anecken und reizt gerade deshalb zur Kritik

Was ist los, wenn Arbeitgeber und Gewerkschaften einhellig sind in ihrem Lob? Wenn Sarah Wagenknecht von der Linkspartei und das Bundeswirtschaftsministerium gleichermaßen zufrieden sind? Die Antwort: Die Kirchen haben ein Sozialwort geschrieben. Joachim Frank, Chefkorrespondent der Mediengruppe DuMont, vergleicht das neue Papier, das Ende Februar vorgestellt wurde, mit dessen vielbeachteten Vorgänger von 1997 und dem Apostolischen Schreiben "Evangelii Gaudium" von Papst Franziskus.

Foto: dpa/ Bebeto Matthews
Foto: dpa/ Bebeto Matthews
Hartmut Kreß

Persönlichkeitsrechte achten!

Regelungen zur assistierten Sterbehilfe sollten die Lage der Betroffenen berücksichtigen

In den vergangenen Wochen ist die Debatte um assistierte Sterbehilfe erneut entbrannt. Der Bonner Theologieprofessor und Sozialethiker Hartmut Kreß schlägt eine Alternative zum derzeit diskutierten Verbotsmodell vor.

Foto: dpa/ Mustafa Sultan
Foto: dpa/ Mustafa Sultan
Rupert Neudeck

Es geht nicht nur um Syrien

Das bisherige Scheitern der UNO zeigt ihren dringenden Reformbedarf

Ohne einen durchgreifenden Erfolg wurde bislang im schweizerischen Montreaux nach Wegen zur Beendigung des Bürgerkrieges in Syrien gesucht. Rupert Neudeck, Gründer der Hilfsorganisation Grünhelme, erklärt die komplizierte Gemengelage und warum ein Scheitern der Gespräche auch dramatische Folgen für die Vereinten Nationen haben dürfte.

Foto: dpa/AP/ Andre Penner
Foto: dpa/AP/ Andre Penner
Martin Curi

Eine Nation dank Fußball

Wenn die "Seleção" spielt, geht es auch um die Identität Brasiliens

Alle vier Jahre gönnt sich Brasilien einen Nationalfeiermonat: Die Fußballweltmeisterschaft. Sie ist immer auch Anlass, die Identität des Landes neu zu bestimmen. Der in Brasilien lebende Autor Martin Curi erklärt, warum die Fußballgeschichte des Landes auch eine politische ist.

Foto: dpa/Marcus Brandt
Foto: dpa/Marcus Brandt
Andreas Behn

Raus aus der Armut

Mit Sozialprogrammen wie "Bolsa Família" hat Brasiliens Arbeiterpartei eine neue Mittelschicht geschaffen

Brasilien erlebte in den vergangenen Jahren eine erstaunliche Wachstums-phase. Dass dieser Aufschwung 36 Millionen Menschen aus der extremen Armut geholt hat, ist der Umverteilung und Sozialpolitik der linken Regierung zuzuschreiben.

Kathrin Jütte

Im Krieg

Von Menschen und Läusen

Ein meisterhaft poetischer Roman, den Hinrich Schmidt-Henkel grandios übersetzt hat.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 3 März 2014

Foto: dpa / Jörg Reuther
Foto: dpa / Jörg Reuther
Katharina Kunter

Mantel des Schweigens

Bulgariens Kirchen tun sich schwer mit der Aufarbeitung der jüngsten Vergangenheit

Deutschlands Öffentlichkeit, auch die Kirchen, würden kaum wahrnehmen, was im EU-Mitgliedsland Bulgarien geschieht, meint Katharina Kunter. Die Kirchenhistorikerin schildert Lage, Geschichte und Perspektiven der orthodoxen Kirche und der Protestanten des Landes, das mit Deutschland lange eng verbunden war.

Foto: dpa / Ahmad Massoud
Foto: dpa / Ahmad Massoud
Götz Planer-Friedrich

Genugtuung für Käßmann

Wie die EKD den Bundeswehreinsatz in Afghanistan ethisch bewertet

Die EKD-Kammer für öffentliche Verantwortung hat einen Text veröffentlicht, der die Lage in Afghanistan vor dem Hintergrund evangelischer Friedensethik beleuchtet. Der frühere "zeitzeichen"-Redakteur Götz Planer-Friedrich, der beim DDR-Kirchenbund und beim Lutherischen Weltbund mit ethischen Fragen befasst war, hat den EKD-Text gelesen und ordnet die Äußerungen der evangelischen Kirche zur Friedensethik ein.

Foto: Stephan Kosch
Foto: Stephan Kosch
Jürgen Israel

Hirten und Handys

Die Gleichzeitigkeit von Ungleichem prägt das Leben in Katzendorf

Der Brandenburger Autor und "zeitzeichen"-Mitarbeiter Jürgen Israel lebt derzeit als Dorfschreiber im rumänischen Caza/Katzendorf. Als Träger dieses von verschiedenen rumänischen Kulturorganisationen ausgelobten Preises erhielt er das "Recht und die Pflicht", ein Jahr lang in Siebenbürgen zu wohnen, sich umzusehen, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und seine Eindrücke niederzuschreiben.

Rupert Neudeck

Unverständnis

Über die Zigeuner

Das Buch ist unerschöpflich. Es behandelt weit mehr als das Zigeuner- oder Roma-Problem in den Köpfen von uns politisch korrekt tickenden Deutschen.

Ilka Scheidgen

Beeindruckend

Gespräche mit der toten Tochter

Magirius ist ein sehr anrührendes Buch gelungen, das auf poetische Weise  von seinen Gefühlen, seinen Traurigkeiten und Erinnerungen an das kurze gemeinsame Leben mit seinem Kind erzählt.

Burkhard Pechmann

Praxisbuch

Impulse zur Seniorenarbeit

Von Spielideen über Impulse für Aufgaben, Ideen für kreatives Gestalten bis hin zu Anregungen, sich erzählerisch einem Thema zu nähern, reichen ihre Vorschläge für Nachmittage mit Seniorinnen und Senioren.

Peter Steinacker

Ungenau

Über deutschen Nationalismus

Wenn es einen Maßstab gäbe, einen "gerechtfertigten" von einem "ungerechtfertigten" Nationalismus zu unterscheiden, dann wäre ein Buch dieses renommierten Autors eine große Hilfe.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 2 Februar 2014

Foto: dpa / Isabel Winarsch / Deutsches Theater in Göttingen
Foto: dpa / Isabel Winarsch / Deutsches Theater in Göttingen
Angela Bähr

Richtlinie 2011/36/EU

Zur Situation der Prostitution in Deutschland

Im vergangenen Jahr wurde in deutschen Medien viel über die Prostitution diskutiert - und in der Öffentlichkeit scheint man sich weitgehend einig darin zu sein, dass die Gesetze geändert werden müssen. Angela Bähr, beim Diakonischen Werk Hamburg zuständig für Migrations- und Frauensozialarbeit, schildert die Lage.

Foto: dpa / Jan-Philipp Ströbel
Foto: dpa / Jan-Philipp Ströbel
Doris Beneke

Sinnvolle Forderungen

Warum die Ausrichtung der EKD-Orientierungshilfe zur Familie sozialpolitisch richtig ist

Die EKD-Orientierungshilfe "Zwischen Autonomie und Angewiesenheit" sorgte für eine intensive theologische Debatte. Dabei fanden die familienpolitischen Forderungen wenig Beachtung.

Foto: epd / Debbie Hill
Foto: epd / Debbie Hill
Rainer Stuhlmann

Zwischen den Stühlen

Wie ein deutscher evangelischer Theologe in Israel den Nahostkonflikt hautnah erlebt

Rainer Stuhlmann ist seit zweieinhalb Jahren Studienleiter in dem christlichen Dorf Nes Ammim. Er schildert Begegnungen mit jüdischen Israelis, christlichen und muslimischem Palästinensern und "messianischen Juden".

Foto: privat
Foto: privat
Hedwig Gafga

Die Patin der Mütterzentren

Monika Jaeckel war eine Feministin, vor der in der Frauenbewegung gewarnt wurde

Monika Jaeckel ist in der breiteren Öffentlichkeit kaum bekannt geworden. Zu Unrecht, meint die Hamburger Journalistin Hedwig Gagfa.

Foto: AP
Foto: AP
Jens Kramer

Verbindung mit dem Religionsunterricht

Zehn Jahre Studiengang "Lebensgestaltung, Ethik, Religionskunde" (LER) in Potsdam

Auch wenn in einer Lobeshymne auf den LER-Studiengang an der Universität Potsdam die Hoffnung unterschlagen wird - hoffnungslos ist die Situation des Fachs und insbesondere die Zusammenarbeit zwischen LER- und Religionslehrkräften, keineswegs, meint Jens Kramer, landeskirchlicher Studienleiter für Religionsunterricht im Land Brandenburg.

Foto: dpa / Sebastian Kahnert
Foto: dpa / Sebastian Kahnert
Thomas Schneider

Wie hältst du's mit der Inklusion?

Alle Menschen haben ein Recht auf selbstbestimmte Teilhabe in allen Lebensbereichen

In den vergangenen Jahren ist Inklusion zu einem wichtigen Leitbegriff in bildungs- und sozialpolitischen Debatten geworden. Doch kaum ein Begriff ist so schillernd und wird derart kontrovers diskutiert wie dieser.

Foto: André Zelck
Foto: André Zelck
Rainer Schmidt

Persönliche Bestzeit

Warum es wichtig und unerlässlich ist, Menschen nicht voneinander zu trennen

Der Theologe und Kabarettist Rainer Schmidt wurde ohne Unterarme und mit einem verkürzten rechten Oberschenkel geboren. Für seine Eltern war seine Behinderung ein Schock; er selbst war sich dieser kaum bewusst.

Foto: dpa
Foto: dpa
Reinhard Wolff

Kalte Dusche hat geholfen

Schweden: Inklusionsfortschritte und misslungene Schulexperimente

Inklusion steht in Schweden im Schulgesetz. Doch die Umsetzung hängt vom lokalen Engagement ab und wird durch Marktexperimente erschwert, wie der in Schweden lebende Journalist Reinhard Wolff erläutert.

Peeter Noss

Am Anfang

Inklusion in der Kirche

Inklusion, so wird bei der Lektüre des Bandes deutlich, hat einen hohen Anspruch und ist ein selbstreflexiver Prozess mit einer utopischen Perspektive.

Christian Buchholz

Lernort Auschwitz

Erziehung in Gedenkstätten

Das Buch ist eine unausgesprochene Hommage an die Internationale Jugendbegegnungsstätte Auschwitz, die seit 1986 unzählige Besucher aus Polen, Deutschland, Europa und Übersee zusammengeführt hat.

 


Stephan Kosch

Einsatz in Syrien

Ein bewegendes Tagebuch

Rupert Neudeck ist nahe herangegangen, gemeinsam mit den Mitarbeitern der "Grünhelme" sogar hineingegangen in das vom Krieg zerstörte Syrien, als dies noch keine andere Hilfsorganisation wagte.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 1 Januar 2014

Foto: CFalk / pixelio.de
Foto: CFalk / pixelio.de
Katharina Lübke

Ihr tut mir in der Seele weh

Psychisch erkrankte Menschen fühlen sich durch mediale Berichterstattung stigmatisiert

Neben ihrer Krankheit leiden psychisch erkrankte Menschen auch unter einer gesellschaftlichen Stigmatisierung. Vorgefasste Meinungen kaschieren die weitgehende Unkenntnis in der Bevölkerung. Die mediale Berichterstattung ist da keine Ausnahme, sondern reiht sich ein und bedient gängige Klischees. Das muss sich ändern, finden immer mehr Betroffene.

Foto: dpa / Czarek Sokolowski
Foto: dpa / Czarek Sokolowski
Stephan Kosch

Klimahelden dringend gesucht

Was in diesem Jahr beim Klimaschutz der Vereinten Nationen passieren muss

2014 gilt mit Blick auf den Klimaschutzprozess der Vereinten Nationen als "Jahr der Ambitionen". Denn schließlich soll ein neues weltweites Klimaschutzabkommen in der Nachfolge des Kyoto-Protokolls vorbereitet werden. Ein schweres Unterfangen, wenn man auf die für viele Beobachter frustrierenden Ergebnisse der Warschauer Klimakonferenz zurückblickt.

Foto: epd / Harald Oppitz
Foto: epd / Harald Oppitz
Gerhard Arnold

Praktizierte Solidarität

Die evangelische Kirche und der Bürgerkrieg in Syrien

Immer mehr Menschen geraten im syrischen Bürgerkrieg in Not. Insbesondere die Lage der Christen wird immer prekärer. Gerhard Arnold, seit langem fachkundiger Beobachter internationaler Konflikte, berichtet über die Lage in Syrien, über die ökumenische Solidarität mit den bedrängten Kirchen in der Region und das Engagement der EKD.

Foto: Constanze Broelemann
Foto: Constanze Broelemann
Constanze Broelemann

Die Welt der anderen

Die da ganz unten: Die Stadtführung "Querstadtein" zeigt die Welt der Obdachlosen Berlins

Aus dem bürgerlichen Leben abgestürzt und doch wieder zurückgefunden, aber als ein anderer - Carsten Voss führt Interessierte zu Berliner Plätzen, die Zugänge zu einer anderen Welt bieten: die der Obdachlosen.

Politikerstatements

Meines Bruders Hüter

Was christliche Politiker antreibt und welche Impulse sie von den Kirchen erwarten

Vier Abgeordnete, die sich in der evangelischen Kirche engagieren, erzählen vom Spannungsverhältnis zwischen Politik und Protestantismus.

Katharina Lübke

Streifzug

Ringen um Geschichte

Der Historiker und Journalist Bernd Gutberlet unternimmt in 75 Minuten und zehn Kapiteln einen Streifzug durch knapp 2000 Jahre Geschichte.

Helmut Kremers

Gewollte Unschärfe

Jesus und der Sonnengott

Eine Art Proseminar, zu der Laien Nutz und der Fachleute Frommen - das gilt für das ganze empfehlenswerte Buch.

Klaas Huizing

Abseilen

Eine Jugend bei den "Zeugen"

Unnachahmlich spannend ist ein Roman, wenn uns Lesern Zugang zu einer bisher völlig unbekannten Welt eröffnet wird - wie in diesem von Grace McCleen.

Kathrin Jütte

Verlorene Jugend

Über die Dreißigerjahre in Berlin

Auch wenn das Thema Jugend seit alters die Bibliotheken füllt - selten hat man ein derart authentisches Zeitpanorama gelesen.

Siegfried Keil

Im Sog

Pfadfinder im Dritten Reich

Mit dem lesenswerten Buch wird pars pro toto ein wichtiger Beitrag zur Geschichte des Protestantismus im NS-Staat vorgelegt.

Hans Norbert Janowski

Gerechtes Leben

Religion als Ressource

Renommierte Soziologen beschreiben Potenziale und Gefahren, die in der Symbiose von Religion und Politik stecken.

 

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 12 Dezember 2013

Foto: privat
Ebba Hagenberg-Miliu

Reise ohne Rückfahrkarte

Moderne Eremiten erfüllen die Sehnsüchte, die viele Menschen umtreiben

Auch gut eineinhalb Jahrtausende nach den alten Wüstenvätern und -müttern machen sich heute immer mehr Menschen auf den Weg in die Stille. Die Journalistin und Buchautorin Ebba Hagenberg-Miliu hat sich auf die Suche nach modernen Eremiten gemacht.

Foto: dpa/A. Benoist
Foto: dpa/A. Benoist
Johannes Fischer

Einseitiges Menschenbild

Die Transplantationsmediziner sollten das Hirntodkonzept aufgeben

Es sei ethisch zulässig, Organe auch Menschen zu entnehmen, deren Leben zu diesem Zweck intensivmedizinisch verlängert wird, meint der Zürcher Theologe und Ethiker Johannes Fischer. Allerdings müsse der Betreffende schon zu Lebzeiten einem solchen Verfahren zugestimmt haben.

Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka
Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka
Katharina Stamm

Fluchtort Bundesrepublik

Wie das Grundrecht auf Asyl politisch immer weiter ausgehöhlt wurde

Die Erfahrungen des Nationalsozialismus haben dazu geführt, dass  politisches Asyl in Deutschland zum Grundrecht erklärt wurde. Doch in den vergangenen Jahrzehnten wurde dieses immer weiter eingeschränkt.  Katharina Stamm, Referentin für migrationspezifische Rechtsfragen bei der Diakonie Deutschland, beschreibt die aktuelle rechtliche Situation.

Foto: dpa/Giuseppe Lami
Foto: dpa/Giuseppe Lami
Andreas Lipsch

Umsteuern und neu ausrichten

Europäische Flüchtlings- und Migrationspolitik nach Lampedusa

Nach dem erneuten Kentern von Flüchtlingsschiffen vor der Insel  Lampedusa zeigten sich Politiker in ganz Europa tief betroffen. Dabei ist   das Sterben von Flüchtlingen an den Grenzen Europas seit Jahren Realität. Knapp 20 000 Menschen sind seit 1988 ertrunken, verdurstet oder erfroren. Andreas Lipsch, Interkultureller Beauftragter der hessisch-nassauischen Landeskirche und Vorsitzender von Pro Asyl, beschreibt die Abschottungspolitik Europas und zeichnet Alternativen auf.

Rupert Neudeck

Rufer in der Wüste

Einwanderung in Deutschland

Die Lektüre ist für Politiker und alle Deutschen unverzichtbar, in Gegenwart und Zukunft.

Hans Norbert Janowski

Wer gibt, gewinnt

Die Theologie der Märkte

Für Hörisch ist die Ökonomie der kleine Bruder der Religion. Geld aber sei "auf Erlöse, nicht auf Erlösung" angelegt.

Manfred Gärtner

Bitternis

Ein Jude auf der Suche

Wenn Tenenborn den Schutzschild aus Humor und Ironie ablegt, dann wird es bitter.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 11 November 2013

Foto: Jens Großmann
Foto: Jens Großmann
Text: Andrea Kümpfbeck / Fotos: Jens Großmann

Im Niemandsland

Tausende Flüchtlinge aus Syrien stranden im kurdischen Norden des Irak

Keine siebzig Kilometer von der Grenze zu Syrien entfernt liegt im nördlichen Irak die Zeltstadt Domiz. Hier leben Tausende von Menschen, die dem Krieg in ihrem Heimatland entflohen sind.

 

Foto: picture-alliance/ ZB Jan Woitas
Foto: picture-alliance/ ZB Jan Woitas
Beate Bahnert

Siebenmal? Einmal reicht völlig

Eine evangelische Trauerrednerin über ihre Erfahrungen und über Trauerfeiern in der DDR

Beate Bahnert, einst Redakteurin von "Die Zeichen der Zeit", bekennende Protestantin, arbeitet heute als Trauerrednerin in einem Umfeld, das für die Kirche zum Teil nicht mehr erreichbar ist. Sie berichtet von ihren Erfahrungen und liefert einen Rückblick auf das staatlich geregelte Trauerwesen in der DDR.

Foto: dpa
Foto: dpa
Michael Utsch

Erinnerungsplatz in der Seele

Warum Tod und Trauer zu einem Wegweiser für das Leben werden können

Trauer gehört wie Freude zu den menschlichen Grundgefühlen. Sie verläuft ganz individuell - trotzdem kann die Psychologie verschiedene Phasen im Trauerprozess benennen, erklärt Michael Utsch.

Foto: Sabine Damaschke
Foto: Sabine Damaschke
Sabine Damaschke

Wissen macht stark

Ein Trauerverein hat Sabine Waschik geholfen, ihre Trauer zu bewältigen

Als ihre älteste Tochter mit achtzehn Jahren starb, fühlte sich Sabine Waschik aus Witten wie erstarrt. In einer Gruppe für verwaiste Eltern fand sie das Mitgefühl und die Hilfe, die sie brauchte, um ihren Alltag wieder bewältigen zu können. Heute arbeitet sie selbst im Hattinger Verein für Trauerarbeit "traurig-mutig-stark" mit. Sabine Damaschke hat sie besucht.

Helmut Kremers

Luther in Lebensgröße

Eine knappe Biographie

Leppin sieht Luther als jemanden, der als Mensch und Theologe tief im Mittelalter steckte und sich nur sehr allmählich und niemals vollständig aus ihm löste.

Rupert Neudeck

Eindrucksvoll und überzeugend

Über Albert Camus

Es ist wichtig, an den Camus zu erinnern, der unter der Übermacht der die Öffentlichkeit beherrschenden Linken nie richtig zur Geltung kam.

Kathrin Jütte

Pietät im Wandel

Zur Kulturgeschichte der Trauer

Die postmoderne Trauerkultur setzt alles daran, die Härte des Todes zu verschleiern, sagt Reiner Sörries.

Ausgabe 10 Oktober 2013

Foto: dpa/Jens Kalaene
Foto: dpa/Jens Kalaene
Claudia Janssen

Lebendig als Du

Die Orientierungshilfe der EKD zur Familie nimmt Erkenntnisse der Bibelwissenschaft ernst

Der Vorwurf der Beliebigkeit treffe die Orientierungshilfe der EKD zur Familie nicht, meint Claudia Janssen. Die habilitierte Neutestamentlerin verdeutlicht, inwiefern Aussagen der Bibel trotz ihrer Zeitbedingtheit von aktueller Bedeutung sind.

Foto: Katalog "Als Frieden möglich war", Schnell & Steiner, Regensburg 2005, Seite 444
Foto: Katalog "Als Frieden möglich war", Schnell & Steiner, Regensburg 2005, Seite 444
Friedrich Wilhelm Graf

Schrecklichster der Schrecken?

Die konfessionelle Pluralisierung war ein kultureller und politischer Gewinn

Anlässlich des Themenjahres "Reformation und Politik" erinnert Friedrich Wilhelm Graf, Professor für Systematische Theologie in München, an eine seltsame Dichotomie: Hie Luther als aufklärerische Lichtgestalt, dort das Luthertum als Inbegriff von Reaktion und Rückständigkeit.

Jan Philipp Jilg

Enttäuschend

Kurzgeschichten aus der Arche

Die Inhalte sind zwar interessant und stellen eine gute Auswahl an Schicksalen verschiedener Menschen dar, allerdings baut nur eine einzige Erzählung Verbindungen zum Verein Arche auf.

Franz Segbers

Brillante Analyse

Über die Gier und das Geld

Ulrich Duchrow formuliert ein neues Paradigma für das Zusammenleben der Menschen und begründet eine befreiungstheologische Ökumene der Religionen aus ihren Ursprüngen heraus.

Götz Planer-Friedrich

Gelungen

Neue Friedensethik

Man wünschte diese Lektüre allen aktiven Politikern und Politikerinnen - aber auch Bischöfen und Pastorinnen bevor sie sich in der Sache nach eigenem Gutdünken äußern.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 9 September 2013

Foto: Anja Bleyl Fotodesign
Foto: Anja Bleyl Fotodesign
Stefanie Schardien

Im falschen Körper

Herausforderung für die Theologie: Transidentität und Ethik

Transidente Menschen, deren biologisches Geschlecht von ihrem gefühlten abweicht, gehören zu Gottes vielfältiger Schöpfung, so Stefanie Schardien, Juniorprofessorin für Systematische Theologie in Hildesheim. Doch darf der Mensch so weit gehen, den eigenen Körper operativ zu verändern?

Ines Pohl

Schmollen gilt nicht

Eine Replik auf die bekennenden Nichtwähler Peter Sloterdijk und Harald Welzer

Am 22. September entscheiden die Deutschen über einen neuen Bundestag. Zwei prominente Intellektuelle, der Philosoph Peter Sloterdijk und der Soziologe Harald Welzer, haben öffentlich angekündigt, sich nicht daran zu beteiligen, und sehen dies auch als Ausdruck politischen Protests. Die Chefredakteurin der "taz", Ines Pohl, hält dagegen.

Foto: dpa / Tobias Kleinschmidt
Foto: dpa / Tobias Kleinschmidt
Kerstin Griese

Gute Pflege, guter Lohn

Plädoyer für einen Branchentarif Gesundheit und Soziales

Das kirchliche Arbeitsrecht muss reformiert werden. So lautet der Auftrag, den das Bundesarbeitsgericht den Kirchen im vergangenen November gestellt hat. Kerstin Griese, Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der SPD-Bundestagsfraktion, sieht die Lösung in dem Konflikt zwischen Kirchen und Gewerkschaften in einem Branchentarif "Gesundheit und Soziales", den alle Beteiligten im Konsens erarbeiten sollten.

Foto: dpa / mai / Greg Mathieson
Foto: dpa / mai / Greg Mathieson
Konrad Ege

Gott als Supercomputer

Konservative Politiker und Christen akzeptieren NSA-Praktiken

In den Siebzigerjahren kritisierte der US-Kongress die Überwachungspraktiken der NSA. Daran erinnert der Washingtoner Journalist Konrad Ege und zeigt, wie wenig von der Kritik blieb.

Susanne Krahe

Schätze

Gespräche mit Zeitzeugen

Eine Auswahl von elf Radio-Gesprächen der Journalistin mit jüdischen Zeitzeugen und Zeitzeuginnen des 20. Jahrhunderts sind in diesem Hörbuch zusammengestellt - zu einer eigentümlichen Symphonie.

Katharina Lübke

Mehr als Klischees

Stimmen über Deutschland

Das Buch verdient Lob allein schon für die Idee: Es wirft einen Blick in die emotionalen Befindlichkeiten anderer Nationen und zeigt, was die Welt von Deutschland und den Deutschen hält.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 8 August 2013

Foto: Christian König
Foto: Christian König
Christian König

Per Rad durch Berlins Geschichte

Schweizer Konfirmanden treffen auf die Berliner Mauer

Per Rad besichtigten Konfirmanden aus dem Schweizerischen Mandach  Erinnerungsorte entlang der einstigen Mauer zwischen dem Ost- und Westteil der Stadt. Pfarrer Christian König hat die Reise organisiert und berichtet über seine Erfahrungen.

Foto: dpa/Stephen Morrison
Foto: dpa/Stephen Morrison
Frank Kürschner-Pelkmann

Alte Grenzen, neue Konflikte

In den Ländern des Südens wird vehement um den Zugang zum Wasser gestritten

Als Folge von Klimawandel und Profitinteressen wird Wasser in Afrika und Asien knapp. Die Kirchen versuchen, aus Wasserkonflikten Wasserkooperation werden zu lassen.

Foto: Katharina Lübke
Foto: Katharina Lübke
Katharina Lübke

Bitte mitkommen!

Ein ehemaliger politischer Häftling führt durch das DDR-Gefängnis, in dem er einsaß

Gilbert Furian saß sieben Monate lang in der Untersuchungshaftanstalt Berlin-Hohenschönhausen der Staatssicherheit. Heute bewegt er sich frei in den Gängen und erzählt von seinen Erfahrungen in der politischen Haft.

Christoph Körner

Mögliche Umkehr

Über Wirtschaft und Werte

Mit Aristoteles ist Sandel überzeugt, dass man jede Tugend einüben müsse, wie man auch Muskeln trainiert: Gerecht wird man durch das Gerechtsein und marktkritisch durch ein marktkritisches Verhalten.

Annemarie Heibrock

Stiller Held

Leben im Dritten Reich

Heinz Drossel war ein "stiller Held". Er unterstützte deutsche Juden, so dass es ihnen gelang, der Verfolgung durch die Nazis zu entgehen. Dafür wurde ihm im Jahr 2000 die israelische Ehrung als "Gerechter unter den Völkern" zuteil.

Susanne Krahe

Schätze

Gespräche mit Zeitzeugen

Eine Auswahl von elf Radio-Gesprächen der Journalistin mit jüdischen Zeitzeugen und Zeitzeuginnen des 20. Jahrhunderts sind in diesem Hörbuch zusammengestellt - zu einer eigentümlichen Symphonie.

Katharina Lübke

Mehr als Klischees

Stimmen über Deutschland

Das Buch verdient Lob allein schon für die Idee: Es wirft einen Blick in die emotionalen Befindlichkeiten anderer Nationen und zeigt, was die Welt von Deutschland und den Deutschen hält.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 7 Juli 2013

Foto: dpa/Nic Bothma
Foto: dpa/Nic Bothma
Frank Kürschner-Pelkmann

Die letzte Chance

Dem Emissionshandel in Europa droht das Aus. Das hat auch Folgen für die Entwicklungshilfe

Im Juli wird das Europaparlament über einen strengeren Emissionshandel abstimmen. Einmal hat es die Reform bereits abgelehnt. Sollten die Parlamentarier dabei bleiben, steht nicht nur ein zentrales Element europäischer Klimapolitik vor dem faktischen Aus, sondern auch zahlreiche Projekte der Entwicklungshilfe. Der Journalist Frank Kürschner-Pelkmann erklärt die Zusammenhänge und beschreibt, was die Kirchen in solch einer Situation tun können.

Fotos: Ev. Diakonieverein Berlin-Zehlendorf
Fotos: Ev. Diakonieverein Berlin-Zehlendorf
Katharina Lübke

Der Zeit dienen, um Gott zu dienen

Seit fast 120 Jahren leben Diakonieschwestern in enger Gemeinschaft

Der Evangelische Diakonieverein Berlin-Zehlendorf e.V. ist Träger der größten Schwesternschaft in Deutschland und Mitglied des Weltbundes DIAKONIA, der im Juli in Berlin tagt. Katharina Lübke hat mit der Weltpräsidentin Oberin Doris Horn über christliche Spiritualität, aber auch den Kostendruck in der Pflege gesprochen.

 

Foto: akg-images
Foto: akg-images
Michael Hollenbach

"Ich heule nur manchmal"

Helga Bartels-Kruse wählte den Freitod mithilfe einer Sterbehilfeorganisation

Eine 86-Jährige, noch mitten im Leben stehend, von einer tückischen Krebserkrankung heimgesucht, stand vor der traurigen Wahl, das drohende Siechtum zu akzeptieren oder freiwillig aus dem Leben zu scheiden. Michael Hollenbach, freier Journalist in Hannover, schildert den Fall.

Foto: Helmut Kremers
Foto: Helmut Kremers
Thomas Krüger

Mut zur Lücke

Lässt sich die Sterbehilfe überhaupt klar regeln?

Deutschland und seine Nachbarländer stellen die gleichen Fragen, kommen aber zu unterschiedlichen Antworten bei der gesetzlichen Regelung der Sterbehilfe. Der Journalist Thomas Krüger gibt einen Überblick über die Lage in Deutschland, den Beneluxstaaten und der Schweiz.

Foto: Werner Krüper
Foto: Werner Krüper
Bettina Markmeyer

Verbot beerdigt

Monatelang stritt die Regierung um ein Sterbehilfegesetz, das nun doch nicht kommt

Die schwarz-gelbe Koalition hatte sich vorgenommen, die Sterbehilfe zu verbieten. Aber Union und FDP konnten sich nicht einigen, wie weit das Verbot gehen sollte. Nun kommt es gar nicht. Die Journalistin Bettina Markmeyer beleuchtet die Strukturen der Sterbehilfe in Deutschland und das Werden und Vergehen einer hochumstrittenen Gesetzesinitiative.

Rupert Neudeck

Tod als Geschäft

Ungebremste Waffenexporte

Ein erschreckendes Buch. Es enthält einen Überblick über den deutschen und den weltweiten Rüstungsmarkt und liefert Porträts von Kleinstädten in Deutschland, die von der Rüstungsschmiede charakterisiert werden.

 

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 6 Juni 2013

Foto: dpa
Foto: dpa
Rainer Hering

Feuer und Wasser Seit' an Seit'

150 Jahre Sozialdemokratie und der Protestantismus in Deutschland

Am 23. Mai 1863 riefen in Leipzig Delegierte aus elf Orten den "Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein" ins Leben. Damit begann die 150-jährige Geschichte der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Zunächst stand sie den Kirchen ablehnend gegenüber. Doch dies sollte sich spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg ändern.

Foto: dpa, Eventpress Hoensch
Foto: dpa, Eventpress Hoensch
Kathrin Jütte

Familie mit mehr Partnerschaft

Mit der EKD-Orientierungshilfe bahnt sich ein Paradigmenwechsel an

"Zwischen Autonomie und Angewiesenheit" heißt die neue Orientierungshilfe der EKD, die sich mit den vielfältigen Formen des familiären Zusammenlebens auseinandersetzt. Kathrin Jütte stellt die EKD-Schrift vor.

Foto: Virginie Nguyen Hoang/Wostok Press
Foto: Virginie Nguyen Hoang/Wostok Press
Katja Dorothea Buck

"Endlich Brüder und Schwestern"

Nach langer Eiszeit zwischen den Konfessionen beginnt in Ägypten ein ökumenischer Frühling

Angesichts der Bedrohung durch Islamisten rücken Ägyptens Kirchen zusammen. Wie es zu ihrer Entfremdung und Annäherung kam, beschreibt die Stuttgarter Journalistin Katja Dorothea Buck. Und sie schildert, wie sich die Gründung eines ägyptischen Kirchenrates negativ auf den Nahöstlichen Kirchenrat auswirken könnte.

Katharina Lübke

Widerstand

Persönliches Porträt

Das Feature des Scholl-Experten Vincke überzeugt als ausgewogene Mischung aus Stimmung und Information.

Helmut Kremers

In weiter Ferne

Israelische Soldaten reden

Die Soldaten, die sich diesen Interviews stellten, haben eines gemeinsam: Sie haben sich von ihren Erlebnissen berühren lassen.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 5 Mai 2013

Foto: epd / Andreas Schoelzel
Foto: epd / Andreas Schoelzel
Heinrich Bedford-Strohm

Große Transformation

Wie die Kirchen die ökologisch-soziale Neuausrichtung der Gesellschaft mitgestalten können

Die Kirchen spielen nur eine Nebenrolle in den Empfehlungen zur Lösung globaler Umweltfragen, die der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung 2011 vorlegte. Eine Fehleinschätzung, meint der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Denn gerade die Kirchen können lokal und international den Umbau der Gesellschaft zu mehr Ökologie und Gerechtigkeit mitgestalten. Doch noch nutzen sie dafür nicht ihr Potenzial.

Foto: akg-images
Foto: akg-images
Karl-Wilhelm Dahm

"Müssen wir Vater anzeigen?"

Als Pfarrerssohn zwischen NS-Ideologie und widerständigem Elternhaus

Der emeritierte Münsteraner Theologieprofessor Karl-Wilhelm Dahm stammt aus einem evangelischen Pfarrhaus. Hier schildert er, wie er und sein Bruder als Kinder so sehr von der Naziideologie infiziert worden waren, dass sie zeitweise mit dem Gedanken spielten, ihren Vater wegen Abhörens eines "Feindsenders" anzuzeigen.

Foto: epd / wcc
Foto: epd / wcc
Martin Greschat

Im Schatten der Kriege

In den ersten Jahren galt der Weltkirchenrat im Osten als Institution der Amerikaner

Die Schrecken des Ersten Weltkrieges beförderten die Zusammenarbeit der Kirchen. Sie mündete 1948, verzögert durch den Zweiten Weltkrieg, in die Gründung des Weltkirchenrates (ÖRK). Gehörten ihm damals 147 Kirchen an, sind es heute 350. Der Münsteraner Kirchenhistoriker Martin Greschat beschreibt die Gründungsgeschichte des Kirchenbundes.

Helmut Kremers

In weiter Ferne

Israelische Soldaten reden

Die Soldaten, die sich diesen Interviews stellten, haben eines gemeinsam: Sie haben sich von ihren Erlebnissen berühren lassen.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 4 April 2013

Foto: Moritz Roeder
Foto: Moritz Roeder
Julia Gerlach

"Ich bin bewusst Christ"

Die Situation der ägyptischen Christen hat sich seit der Revolution verändert

Ein Zehntel der Ägypter sind Christen, zumeist Kopten. Wie sie auf Ausgrenzung und Übergriffe reagieren, schildert die Kairoer Journalistin Julia Gerlach.

Foto: dpa/Erik S. Lesser
Foto: dpa/Erik S. Lesser
Konrag Ege

"Pfad der Zerstörung"

Die weißen Evangelikalen tun sich mit Präsident Barack Obama schwer

Die Vorherrschaft weißer Protestanten geht in den USA zu Ende. Und das könnte auch den Einfluss der bisher einflussreichen Evangelikalen schwächen. Wie sie auf die neue Lage reagieren, schildert Konrad Ege, Korrespondent in Washington.

Foto: Lothar Nahler
Foto: Lothar Nahler
Helmut Kremers

Thiu iderman, was du wilt han

Dulden heißt beleidigen? Anmerkungen über Grenzen und Geschichte der Toleranz

Über Toleranz sprechen, heißt über ihre Grenzen sprechen. Auch wer diese im Grunde zum Teufel wünscht, stößt irgendwann auf sie. Denn ob Toleranz als Tugend, als gesellschaftliches Klima oder als Staatsräson: Letzten Endes bleibt sie ein Projekt auf Gegenseitigkeit.

Foto: dpa/Jens Büttner
Foto: dpa/Jens Büttner
Joachim Nolte

Eine Frage des Bekenntnisses

NPD-Mitglieder im Kirchengemeinderat dürfen nicht toleriert werden

Rechtsextreme betonen die Ungleichheit von Menschen, um andere abzuwerten. Schon deshalb dürfen NPD-Mitglieder nicht Mitglied in der geistlichen Leitung der Gemeinde sein. Das sollte kirchenrechtlich geregelt werden.

Foto: dpa/Oliver Killig
Foto: dpa/Oliver Killig
Jürgen Wandel

Gut gemeinte Verbote können schaden

Ein Radikalenerlass in der Kirchengemeinde löst das Problem nicht

Alle Formen von Diskriminierung sind mit dem Evangelium unvereinbar. Aber in einer evangelischen Kirche sind Auseinandersetzungen mit theologischen Argumenten zu führen, nicht mit gesetzlich-administrativen Maßnahmen.

Marion Gardei

Ergreifend

Christlicher Widerstand

Das Buch regt zum Nachdenken darüber an, wo heute widerständiges christliches Handeln nötig sein könnte.

Katharina Lübke

Ganz nah dran

Über DDR-Justiz

Nicht die Fakten stehen im Vordergrund, sondern die Atmosphäre, die Gefühle, die Absurdität. Schönherr will Emotionen provozieren und Empathie.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 3 März 2013

Foto: dpa
Foto: dpa
Britta Jagusch

Wenn Frauen das Geld verdienen

Die Zahl der Familienernährerinnen wächst. Doch die neuen Rollenbilder machen Probleme

Sie sind in allen Berufsgruppen vertreten, vereinbaren Familie und Job und tragen in Deutschland schon in jedem fünften Mehrpersonenhaushalt den Hauptanteil zum Familieneinkommen bei. Frauen als Hauptverdienerinnen sind auf dem Vormarsch, auch in der Kirche. Anlässlich des Weltfrauentages beschreibt die Journalistin Britta Jagusch den noch immer schwierigen Rollentausch.

Foto: dpa / Ingo Wagner
Foto: dpa / Ingo Wagner
Andreas Gorzewski

Wirklich gute Arbeit

Die Anerkennung islamischer Verbände kommt voran

Bremen hat als drittes Bundesland mehrere islamische Verbände als Religionsgemeinschaften anerkannt. Islamische Feiertage, Bestattungen und Seelsorge sind jetzt durch Staatsverträge geregelt. Andere Bundesländer sollen folgen. Der Islamwissenschaftler und evangelische Theologe Andreas Gorzewski gibt einen Überblick.

Foto: akg-images
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Wolfgang Breul

"Wie man eine hand umwendet"

August Hermann Francke: Theologe, Schulgründer, Fundraiser, Missionar

Die Franckeschen Stiftungen prägen bis heute Halle an der Saale. Ihr Gründer August Hermann Francke wurde am 22. März vor 350 Jahren geboren. Der Mainzer Kirchenhistoriker Wolfgang Breul schildert Leben und Werk des Pietisten, der der Pädagogik und der äußeren Mission wichtige Impulse gab.

Kathrin Jütte

Ein Pflanzgarten

Über August Hermann Francke

Abwechlsungsreich führt der Sprecher durch Franckes Leben, Originaltöne sind mit klassischer Instrumentalmusik unterlegt, so dass ein dokumentarisches Hörerlebnis entsteht.

 

Foto: dpa / Peter Endig
Foto: dpa / Peter Endig
David Wengenroth

Es bleibt nichts wie es war

Buchhandel und Verlage stellen sich den Herausforderungen des Internetzeitalters

E-Books, Digitalisierung und der Siegeszug des Internets bedrohen nicht die Zukunft des Buches, wohl aber die Existenzgrundlage vieler Menschen, die von ihm leben. Die Buchbranche steckt in einem tiefgreifenden Veränderungsprozess, dessen Ausgang ungewiss ist, meint "buchreport"-Redakteur David Wengenroth.

Foto: Natascha Gillenberg
Foto: Natascha Gillenberg
Natascha Gillenberg

Milchschaum in der Bücherwelt

Auch die Liebe zum Lesen geht durch den Magen: Ein kleiner Buchladen trotzt den Konzernen

Kleine Buchhandlungen haben es heute nicht leicht. Die Konkurrenz durch Online-Händler oder Buchkonzerne ist erdrückend und hat in den vergangenen Jahren schon viele zum Aufgeben gezwungen. Doch Frederik Herbers hat sich davon nicht abschrecken lassen. 2005 gründete er mit seiner "Buchkantine" eine lebendige Kiezbuchhandlung in Berlin-Moabit. Ein Besuch mit Natascha Gillenberg.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 2 Februar 2013

Foto: dpa/Markus Heine
Foto: dpa/Markus Heine
Lars Klinnert (contra) / Susanne Kahl-Passoth (pro)

Streit um die Babyklappe

Ein Pro-und-Contra

Das Familienministerium in Berlin will in diesem Frühjahr neue gesetzliche Regelungen für Babyklappen und anonyme Geburten schaffen. Ziel ist es, den betroffenen Kindern zehn Jahre nach der Geburt Klarheit zu verschaffen, wer ihre Mütter sind. Damit würde das Ende der Babyklappen eingeläutet. Ist das der richtige Weg?

Foto: dpa/Maryam Schumacher
Foto: dpa/Maryam Schumacher
Sylvia Kalina

Brüssel statt Babylon

Rund 2000 Dolmetscher sorgen im Dienste der Europäischen Union für Verständigung

23 Sprachen werden in den Institutionen der Europäischen Union gesprochen - und jede einzelne ist auch Amtssprache der EU. Diese Vielfalt von Sprachen ist gewollt, bedarf aber auch eines ausgeklügelten Dolmetschersystems.

Wolfgang Schmidbauer

Gefährliche Illusion

Warum das Konzept von der Freundschaft nach der Scheidung selten aufgeht

"Ich finde den Satz in den Eheversprechen, sich in guten und schlechten Tagen zu lieben und zu ehren, höchst voreilig. Genauer müsste es heißen: ich bin bereit, deine schlechten Seiten ebenso zu ertragen, wie ich mich deiner guten Seiten erfreue ...".

Foto: Robert Müller/Pixelio.de
Foto: Robert Müller/Pixelio.de
Uwe Müller

Ohne Ansehen der Person

Thema in der Telefonseelsorge: Trennung

Unter denen, die täglich die Nummer einer Telefonseelsorgestelle anrufen, sind viele Menschen, die unter einer bevorstehenden oder vollzogenen Trennung leiden. Wie die Telefonseelsorger und Telefonseelsorgerinnen damit umgehen, berichtet Uwe Müller, Leiter der "Berliner TelefonSeelsorge".

Foto: Cinetext
Foto: Cinetext

Schluss machen und neu anfangen

Jede Trennung hat eine andere Geschichte, und doch erkennen wir in den meisten von ihnen irgendetwas, das uns angeht, vielleicht gerade dann, wenn wir dies entrüstet von uns weisen. Vier Personen sprechen über ihre eigene Scheidung, alle Namen wurden geändert.

Franz Segbers

Zeitrebellen

Vom Leid der Beschleunigung

Sensibel spürt Hengsbach die Zeitrebellen auf, die um Zeit für ihr Leben kämpfen.

Martina Wittneben

Zeitgeschichte

Schonungsloses Zeugnis

Aus der Perspektive eines Kindes, das aus seiner naiven Sicht nach Antworten auf Unbegreifliches sucht, wird die schreckliche Absurdität der Judenverfolgung deutlich.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 1 Januar 2013

Foto: dpa/Florian Schuh
Foto: dpa/Florian Schuh
Rolf Schieder

Säkularistische Falle

Das Klima für die Religionen wird in Deutschland rauer

Die Diskussion über die Beschneidung, die das vergangene Jahr prägte, zeigt fehlende religiöse Bildung auch bei Eliten, den Versuch, die Schuld Nazideutschlands abzuwehren, und die Unwilligkeit, sich mit dem weltweiten Wachstum der Religionen abzufinden. Das meint Rolf Schieder, Professor für Praktische Theologie an der Berliner Humboldt-Universität.

Foto: dpa/Ronald Wittek
Foto: dpa/Ronald Wittek
Ansgar Hense

Christlicher Maßanzug?

Warum der Islam in Deutschland eine Religionsgemeinschaft im Werden ist

Im November hat das Land Hamburg mit verschiedenen muslimischen Verbänden einen Vertrag geschlossen, in dem sie diese Verbände als Religionsgemeinschaft anerkennt. Welche Auswirkungen das hat, zeichnet der katholische Staatskirchenrechtler Ansgar Hense nach.

Foto: Bettina Hoyer
Foto: Bettina Hoyer
Bettina Hoyer

Von Termiten und Hochstaplern

Warum die Forstwirtschaft in Peru auf Illegalität und Korruption beruht

Siebzig Millionen Hektar beträgt die Waldfläche des peruanischen Amazonas. Illegale Holzfäller machen damit Geschäfte, wie die Berliner Journalistin Bettina Hoyer bei einem Besuch erfuhr. Interpol und die UN-Umweltbehörde UNEP zogen in einer kürzlich veröffentlichten Studie den Vergleich mit dem Drogenhandel.

Foto: picture alliance/Gavin Hellier/Robert Harding
Foto: picture alliance/Gavin Hellier/Robert Harding
Haiko Behrens

Letzte Ausfahrt Franklin Square

Ein wehmütiger Blick zurück: Fünf Jahre Pfarrer auf Long Island

Haiko Behrens war Pfarrer einer Evangelisch-Lutherischen Gemeinde auf Long Island, New York - bis die Finanzkrise in den USA auch die Arbeit der Kirchen massiv betraf: Seine Gemeinde konnte sich keinen Vollzeitpfarrer mehr leisten. Heute lebt Haiko Behrens in Hamburg, arbeitet als Sprachtrainer für Business-Englisch und ist auf der Suche nach einer neuen Pfarrstelle.

Kathrin Jütte

Weltausschnitt

Leben nach dem Mauerbau

Wer denkt, Helga Schütz beschreibe einen larmoyanten Ost-West-Konflikt, der irrt.

Rupert Neudeck

Welt-Unordnung

Hat Frieden Zukunft?

Welche Weltordnungspolitik können wir uns in dieser zerklüfteten Welt vorstellen?

Bernhard Pötter

Kurzsichtig

Energieversorgung in 200 Jahren

Einem Nobelpreisträger widerspricht man nicht? In diesem Falle leider doch...

Magazin

Zeitgeschehen

 

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