zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft

Geschichte, Politik & Gesellschaft

Ausgabe 12 Dezember 2014

Foto: dpa/ Soeren Bidstrup
Foto: dpa/ Soeren Bidstrup
Nick Reimer

Diplomaten unter Druck

Auf der Klimakonferenz in Lima müssen die Grundlagen für einen neuen Vertrag gelegt werden

Noch ist es möglich, den Klimawandel in beherrschbaren Grenzen zu halten. Das haben die Wissenschaftler des Weltklimarates vor einigen Wochen bestätigt. Aber die Zeit wird knapp. Die Delegierten auf der Weltklimakonferenz, die am 1. Dezember in Lima beginnt, müssen einen großen Schritt vorankommen, damit im kommenden Jahr ein neues Klimaschutzabkommen stehen kann. Der Umweltjournalist Nick Reimer gibt einen Überblick über den Stand der Wissenschaft und der Klimadiplomatie.

Foto: epd
Foto: epd
Mohamed Doré

Auf der Flucht

Ein junger Afrikaner erzählt seine Odyssee

Über die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit eines evangelischen Kirchenkreises erreichte uns der Bericht eines jungen Afrikaners über seine beschwerliche, furchtbare Reise aus Guinea in Westafrika nach Deutschland. Den Text haben wir Fachleuten vorgelegt, die ihn für absolut glaubhaft halten. Der Name des Flüchtlings ist verändert, da er sich illegal in Deutschland aufhält und von Abschiebung bedroht ist.

Foto: akg-images
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Michael Roth

Angebliche Fundamente

Die bei Politikern beliebte Rede von "Werten" führt in die Irre

Was meinen diejenigen, die von "Werten" und "Wertegemeinschaft" sprechen? Dieser Frage geht Michael Roth nach, der an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn Systematische Theologie lehrt. Und er zeigt, wie sich Werte und rechtes Tun zueinander verhalten.

 

Foto: dpa/ Westend61/ Bernados
Foto: dpa/ Westend61/ Bernados
Bertram Weiß

Sozialer Schmerz

Einsamkeit ist mehr, als allein zu sein. Es ist ein Hungergefühl der Psyche

Noch im späten Mittelalter fehlte dem Wort Einsamkeit die Note des Leides. Heute hingegen sorgt die Einsamkeit für seelische und körperliche Krankheit. Der Wissenschaftsjournalist Bertram Weiß erläutert, warum das so ist und was Forscher für den Umgang mit der Einsamkeit empfehlen.

Foto: Paul Delvaux: La nuit de Noël (1956)/ akg-images/ CDA/ Guillemot
Foto: Paul Delvaux: La nuit de Noël (1956)/ akg-images/ CDA/ Guillemot

Wie sie an uns zehrt

Einsamkeit trifft jeden, ob alt oder jung, ob Mann oder Frau

Vier Menschen berichten, wie sie Einsamkeit erfahren und mit ihr umgegangen sind.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 11 November 2014

Foto: akg-images
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Claudia Janssen

Beziehungen sind Sterbeglück

Eine Begegnung mit Luise Schottroff im Angesicht des nahenden Todes

Die bekannte evangelische Theologin Luise Schottroff, 80, ist an Krebs erkrankt. Sie hat große Verdienste um die feministische Theologie erworben und ist vielen Menschen durch Auftritte beim Kirchentag mit Dorothee Sölle bekannt geworden. Ihre Freundin und Kollegin, die Neutestamentlerin Claudia Janssen, hat Luise Schottroff im Krankenhaus besucht.

Foto: dpa/ Werner Krueper
Foto: dpa/ Werner Krueper
Annette Birschel

"Es war perfekt"

Sterben in den Niederlanden: Wie weit gilt die Autonomie der Patienten?

Seit 13 Jahren ist aktive Sterbehilfe in den Niederlanden gesetzlich geregelt. Danach wird ein Arzt, der einem Patienten die tödliche Spritze gibt oder ihm bei der Selbsttötung hilft, nicht bestraft. Die Amsterdamer Journalistin Annette Birschel beschreibt Erfahrungen mit der Rechtspraxis.

 

Foto: dpa/ Jürgen Sindermann
Foto: dpa/ Jürgen Sindermann
Peter Schicketanz

1.550 mutige junge Männer

Wie und warum in der DDR Kriegsdienstverweigerung möglich wurde

Wer zur Nationalen Volksarmee (NVA) eingezogen wurde und den Dienst mit der Waffe ablehnte, konnte die Wehrpflicht als Bausoldat ableisten. Geschichte und Praxis dieser Einrichtung, die es in keinem anderen Land des Ostblocks gab, schildert Altoberkonsistorialrat Peter Schicketanz (83). Er war persönlicher Referent des Magdeburger Bischofs Johannes Jänicke, der der Bekennenden Kirche angehörte und sich in der SED-Zeit für das Recht auf Kriegsdienstverweigerung einsetzte.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 10 Oktober 2014

Foto: epd/ Rolf Zoellner
Foto: epd/ Rolf Zoellner
Micha Brumlik

Gedanken am neunten Aw

Judentum und Staat Israel - eine traurige Analyse

Die antijüdischen Parolen bei Demonstrationen in Deutschland während des Gazakrieges im Sommer dieses Jahres haben unsere Gesellschaft ausgeschreckt. Vor diesem Hintergrund reflektiert Micha Brumlik, Erziehungswissenschaftler aus Frankfurt/Main und deutscher Jude, in einem sehr persönlich gehaltenen Text seine und verschiedene jüdischen Positionen zum Staat Israel.

 

Foto: dpa/ Hannibal Hanschke
Foto: dpa/ Hannibal Hanschke
Andreas Gorzewski

Islamisiert, nicht islamisch

Religiöse Judenfeindlichkeit und Antisemitismus unter Deutschlands Muslimen

Bei Demonstrationen gegen die israelische Kriegsführung in Gaza schrien muslimische Jugendliche in deutschen Städten antisemitische Parolen. Der Islamwissenschaftler Andreas Gorzewski geht der Frage nach, woher dieser Judenhass kommt und inwiefern er auch religiöse Wurzeln hat.

Foto: dpa/ Rodemann
Foto: dpa/ Rodemann
Christian Felber

An der Schwelle

Evangelische Banken könnten zum Vorreiter einer anderen Wirtschaft werden

Immer mehr Unternehmen erstellen neben der Finanzbilanz einen Nachhaltigkeitsbericht. Damit wollen sie dokumentieren, dass es ihnen nicht nur um Profitsteigerungen geht. Die Vertreter der Gemeinwohlökonomie gehen einen Schritt weiter und messen den Beitrag eines Unternehmens zum Gemeinwohl. Christian Felber, Lektor an der Universität Wien und einer der Vertreter der Gemeinwohl-ökonomie, stellt das Konzept vor.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 9 September 2014

Foto: akg-images
Foto: akg-images
Hermann Gröhe

Andere Wege finden

Wer die Würde des Menschen schützen will, muss das Leben schützen

Die Debatte um Sterbehilfe geht weiter. Die Bundestagsabgeordneten werden sich in den kommenden Monaten mit der Frage beschäftigen, wie der Umgang mit Schwerstkranken und dem Verlangen nach Sterbe- oder Suizidhilfe rechtlich geregelt werden soll. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe will eine bessere Palliativ- und Hospizversorgung und will sich als Abgeordneter dafür einsetzen, jede Form der organisierten Sterbehilfe unter Strafe zu stellen. In zz 4/2014 sprach sich der Sozialethiker Hartmut Kress gegen ein solches Verbot aus. Hier nun begründet Hermann Gröhe seine Position.

 

Foto: Rolf Zöllner
Foto: Rolf Zöllner
Stephan Kosch

Anzug statt Lutherrock

Mit einem Kreuz am Revers vertritt Martin Dutzmann die EKD gegenüber der Politik

Martin Dutzmann ist seit knapp einem Jahr oberster Kirchenlobbyist in Berlin und Brüssel. Als Bevollmächtigter des EKD-Rates bei der Bundesrepublik und der Europäischen Union muss der frühere Militärbischof die Interessen der Kirchen in der Politik vertreten, mit Politikern verhandeln, ihnen aber auch als Seelsorger zur Seite stehen.

Manfred Gärnter

Mord

Vergessene Euthanasie-Opfer

Klaus Vellguth hat sich mit seinem Buch sich um die Erinnerungskultur Deutschland verdient gemacht. Eine Pflichtlektüre eigentlich für alle.

Martin Bauschke

Sieben Jahre nach seiner empirischen Studie "Religion Macht Frieden" legt der Politikwissenschaftler Markus A. Weingardt ein höchst anschauliches und konkretes Handbuch der Friedensarbeit vor.

Stephan Kosch

Weiter Blick

Vom Nutzen des Klimawandels

Wer der Meinung ist, dass der kreißende Berg der Klimadiplomatie am Ende höchstens wieder eine Maus gebiert, sollte zu diesem Buch greifen.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 8 August 2014

Foto: Landsat-8 Satellite‘s Operational Land Imager/USGS/ESA/dpa
Foto: Landsat-8 Satellite‘s Operational Land Imager/USGS/ESA/dpa
Bernhard Pötter

Engel der Umwelt

Religionen, Kirchen und der Klimaschutz

Bis Ende 2015 sollen die UN-Staaten einen neuen globalen Klimavertrag aushandeln. Ob das gelingt, ist ungewiss und hängt auch davon ab, wieviel Druck von unten kommt. Kirchen und Religionsgemeinschaften mobilisieren ihre Anhänger. Der Umweltjournalist Bernhard Pötter beschreibt, wie Kirchen gegen den Klimawandel kämpfen und an welchen Stellen es noch hakt.

Foto: dpa
Foto: dpa
Konrad Ege

Image ruiniert

Evangelikale und Republikaner werden vom demographischen Wandel erfasst

Lange Zeit übten konservative weiße Protestanten einen starken Einfluss auf die Republikaner aus. Heute beschränkt er sich dagegen auf die Vertreter der "Tea Party". Der Washingtoner Journalist Konrad Ege ist den Ursachen dieser Veränderung nachgegangen.

Foto: Martina Hahn
Foto: Martina Hahn
Martina Hahn

Blüten gegen die Armut

Warum das blühende Geschäft mit den Blumen häufig auch ein schmutziges ist

Jede vierte in Deutschland verkaufte Rose stammt mittlerweile aus dem Fairen Handel. Das bietet Pflückerinnen wie Ann Chepkirui aus Kenia und ihren vier Kindern eine Zukunft, wie die Journalistin Martina Hahn herausfand.

Foto: Hans-Jürgen Krackher
Foto: Hans-Jürgen Krackher
Reinhard Lassek

Älter als der Mensch

Auch Apfel und Birne, Quitte und Mandel sind Rosengewächse

Lange bevor die ersten Rosenzüchter zum Okuliermesser griffen, um die Gartenrose zu veredeln, blühten in Europa allerorten verschiedene Arten von Rosen. Der Wissenschaftsjournalist Reinhard Lassek beschreibt die Ausbreitung der Rose.

Kathrin Jütte

Um die Welt

In Zukunft Fair Trade

Der Fotojournalist Eric St.-Pierre gibt den Menschen hinter den Fair-Trade-Produkten ein Gesicht.

Helmut Kremers

Was wäre wenn?

Die Ironie der Geschichte

Franz Ferdinand war alles andere als ein friedlicher oder schöngeistiger Charakter, im Grunde ein rechter Stinkstiefel.

Jürgen Wandel

Welt ohne Krieg

Visionen eines Freigeistes

Die Wiener Historikerin Brigitte Hamann schildert das Leben einer Frau, die Kind ihrer Zeit und dieser zugleich weit voraus war.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 7 Juli 2014

Foto: Constanze Broelemann
Foto: Constanze Broelemann
Constanze Broelemann

Wie die Nase im Gesicht

Nicht jeder Dialysepatient sehnt sich nach einer Spenderniere

Die Zahl der Organtransplantationen in Deutschland sinkt kontinuierlich, 2013 wurden erstmals seit zehn Jahren weniger als 1.000 fremde Organe in einen anderen Körper implantiert. Was sagen die Betroffenen selbst? Constanze Broelemann hat in Berlin mit drei Dialysepatienten gesprochen.

Foto: akg-images/ Yvan Travert
Foto: akg-images/ Yvan Travert
Gerhard Besier

Karfreitag und Pfingsten in einem

Wie die Kirchen Europas den Ersten Weltkrieg religiös überhöhten und verbrämten

Im Hintergrund der Kriegsbegeisterung von Pfarrern und Universitätstheologen standen auch Säkularisierungsängste, die sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts in den Kirchen breitgemacht hatten, und die Hoffnung, der Krieg werde zu einer Rückkehr an die Altäre führen, meint Gerhard Besier. Der deutsche Kirchenhistoriker, der auch an der amerikanischen Universität Stanford lehrt, schildert, wie der Krieg auf beiden Seiten religiös gedeutet wurde.

Foto: akg-images
Foto: akg-images
Manfred Gailus

Ein Gott, der Fahnen entrollt

Auf den Kanzeln wird im August 1914 eine Gesinnung deutlich, die nach dem Krieg weiter wirkt

Ein klassischer Vertreter der deutsch-evangelischen Kriegspredigt war der Berliner Hof- und Domprediger Bruno Doehring (1879-1961). Der Berliner Kirchenhistoriker Manfred Gailus gibt Kostproben dieses Kanzelredners und zeigt, dass die Kriegsbegeisterung solcher Kirchenmänner nicht nur die Folge nationalistischer Verblendung war.

Foto: dpa/ Christian Beutler
Foto: dpa/ Christian Beutler
Christa Stache

Dem Geist von 1914 erlegen

Ein Berliner Theologe arbeitete für die Verständigung der Kirchen Deutschlands und Englands

Friedrich Siegmund-Schultze (1885-1969) setzte sich für die Versöhnung der Nationen, Konfessionen und Klassen ein. 1914 beschwor er zwar den "Heiligen Krieg" - und pflegte doch weiterhin internationale Kontakte. Christa Stache, die frühere Leiterin des Evangelischen Zentralarchivs in Berlin, stellt den Theologen vor, den Bundespräsident Gustav Heinemann, als den "ungewöhnlichsten Menschen" bezeichnete, dem er begegnet sei.

Foto: dpa/ Berliner Verlag
Foto: dpa/ Berliner Verlag
Martin Lätzel

Weihe des gezückten Schwertes

Auch die römisch-katholische Kirche Deutschlands gebärdete sich nationalistisch

Der Erste Weltkrieg bot den deutschen Katholiken die Möglichkeit, ihr Image als Untertanen einer Macht auf der anderen Seite der Alpen abzustreifen. Wie sie das taten und welche Rolle sie bei Kriegsende spielten, zeigt der katholische Theologe und Publizist Martin Lätzel.

Bettina Markmeyer

Turmbau zu Babel

Neues von Meinhard Miegel

Miegel erweist sich als unabhängiger Wachstumskritiker, der zu ähnlichen Erkenntnissen gelangt wie bekannte, eher linke Autoren.

Rolf Hosfeld

Globaler Überblick

Christen und der Erste Weltkrieg

Greschats Buch macht deutlich, wie sehr eine grundsätzliche Neubestimmung des Christentums nach dem I.Weltkrieg notwendig war.

 

Georg Plasger

Gegnerschaft

Über konfessionelle Mentalitäten

Ein Buch mit spannenden Einblicken in eine Zeit reicher theologischer Kontroversen, die aber tief in konfessionelle und konfessionspolitische Mentalitäten ihrer Zeit eingebunden waren.

Sonja Domröse

Die bayerische Judit

Über Argula von Grumbach

"Die Bedeutung ihres Lebens ist deutlich unterschätzt worden", sagt Peter Matheson über Argula von Grumbach. Mit seiner Biographie gelingt es ihm nicht nur, diese Lücke nun zu schließen.

Angelika Obert

Erinnern

Druck der Verhältnisse

Hackl folgt den Erzählungen der Mutter, die mal hier, mal da ansetzen. Es sind viele kleine Geschichten, die sich zu einem Panorama fügen

Sebastian Balcerowski

Mit Gottes Hilfe

Über Paare vor dem Altar

Leicht zu lesen und doch besonders: Zwölf Novellen über die Liebe

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 6 Juni 2014

Foto: dpa/ Felix Hörhager
Foto: dpa/ Felix Hörhager
Michael Rosenberger

Mäßigung der Lust auf Fleisch

Wieso die Massentierhaltung nicht zu rechtfertigen ist und was Jesus damit zu tun hat

Skandale prägen die öffentliche Wahrnehmung der Massentierhaltung von Nutztieren. Und immer wieder demonstrieren Tierschützer gegen diese unwürdige Praxis. Doch der Protest verebbt bis zum nächsten Lebensmittelskandal. Michael Rosenberger, Professor an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz, beleuchtet das Verhältnis von Mensch und Tier.

Christoph Körner

Gier und Glück

Über kluges Maßhalten

Schorlemmer appelliert, kluges Maßhalten zu verwirklichen. Doch dabei ist er eher Prediger als Gesellschaftsanalytiker.

Foto: Schlösserland Sachsen
Foto: Schlösserland Sachsen
Kathrin Jütte

Kein Geschwätz

Im sächsischen Rochlitz werden die Frauen der Reformationszeit lebendig

Männer wie Martin Luther, Johannes Calvin und Ulrich Zwingli prägten das Zeitalter der Reformation. Doch wie verhielt es sich mit den Frauen zu jener Zeit? Welchen Anteil hatten sie an der Ausbreitung der Reformation? Einen Blick auf wirkmächtige Frauen richtet eine Ausstellung im sächsischen Schloss Rochlitz.

Auguste Zeiß-Horbach

Mutige Taten

Frauen im Widerstand

Zeigen die mutigen Worte und Taten der porträtierten Protestantinnen, was "wahres Christentum" und "wahre Kirche" hätte sein sollen, während die "männergeführte Normalkirche" moralisch versagte?

 

Klaus Schmidt

Zeitgeschichtliches

Briefwechsel im Kirchenkampf

Der von Günther van Norden edierte Briefwechsel stellt ein einzigartiges Dokument des Kirchenkampfes im Bewusstsein zweier bedeutender Frauen dar

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 5 Mai 2014

Foto: dpa/ Ernest Brooks
Foto: dpa/ Ernest Brooks
Rupert Neudeck

Friedensstifter gescheitert

Der Beginn des Ersten Weltkrieges zeigt auch das Versagen pazifistischer Bewegungen

Die Gedenkmaschinerie läuft auf Hochtouren, im Juli jährt sich zum einhundertsten Mal der Ausbruch des Ersten Weltkrieges. zeitzeichen wird sich in seinem Juli-Schwerpunkt ausführlich mit der Rolle der Kirchen beschäftigen. Zuvor blickt Rupert Neudeck, Gründer der Hilfsorganisation Grünhelme, in einige aktuelle Bücher zum Thema.

Foto: Stich: Joseph Bayer, Außenstadtarchiv Ravensburg
Foto: Stich: Joseph Bayer, Außenstadtarchiv Ravensburg
Martin Glauert

In Filzschuhen über die Alpen

Bis zum Ersten Weltkrieg schufteten die Tiroler "Hütekinder" als Arbeitsmigranten

Sie wurden auf Märkten gehandelt, um schließlich auf den Bauernhöfen Süddeutschlands zu arbeiten. Die "Schwabenkinder" verließen jedes Jahr im Frühling ihre Tiroler Heimat, um als Gastarbeiter ihre verarmten Familien zu entlasten. Die Kirche spielte dabei eine zwiespältige Rolle, wie der Mediziner und Theologe Martin Glauert weiß.

Foto: dpa
Foto: dpa
Oliver Zöllner

Angst vor der Nichtbeachtung

Auch das Privatsein bedarf der Kompetenz: Zwischen Datenschutz und digitaler Entblößung

Es ist etwas faul im Gesellschaftsvertrag: Durch die Digitalisierung der Medien und Dinge wird ein Kernbereich der Individualität zur Handelsware degradiert. Gesellschaftliche Normen verändern sich dadurch. Was das mit der Privatheit macht, erklärt der Stuttgarter Mediensoziologe Oliver Zöllner.

Foto: dpa/ Berliner Verlag/Steinach
Foto: dpa/ Berliner Verlag/Steinach
Meike Laaff

Wenn alle nackt sind

Das Private ist ohnehin schon ziemlich öffentlich - also Schleusen auf?

Die einen versprechen sich von der ungehemmten Veröffentlichung aller, auch der intimsten, Daten mehr Freiheit und sehen darin gar eine Waffe gegen staatlichen Überwachungswahn. Die anderen verweisen darauf, dass gerade in den vergangenen Jahren sich im Netz so ziemlich das Gegenteil einer toleranten Gesellschaft zu formieren scheint. Meike Laaff, Redakteurin der taz, über das umstrittene Konzept, den Gedanken an Privatheit aufzugeben.

Foto: dpa
Foto: dpa
Heinz-Gerhard Haupt

Ein hoher Grad an Receptivität

Was privat, was öffentlich war, hatte schon immer mit den Geschlechterverhältnissen zu tun

Löst sich das Private auf, wird alles gleich öffentlich? Heinz-Gerhard Haupt, Professor em. für allgemeine Geschichte an der Universität Bielefeld, zeigt, dass die Grenzen zwischen beidem immer veränderlich waren. In historischer Perspektive ließe sich, so sein Fazit, weder von einem Bedeutungsverlust des Privaten noch des Öffentlichen sprechen, sondern nur von sich verändernden Beziehungen.

Gunther Barth

Etwas hinterher

Für die medienethische Bibliothek

Lück geht der Lust, sichtbar zu sein, und der Angst, gläsern zu werden, auf den Grund.


Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 4 April 2014

Magazin

Zeitgeschehen

Foto: epd/ Falk Orth
Foto: epd/ Falk Orth
Joachim Frank

Im Kammerton des Konsens

Das neue Sozialwort der Kirchen will nicht anecken und reizt gerade deshalb zur Kritik

Was ist los, wenn Arbeitgeber und Gewerkschaften einhellig sind in ihrem Lob? Wenn Sarah Wagenknecht von der Linkspartei und das Bundeswirtschaftsministerium gleichermaßen zufrieden sind? Die Antwort: Die Kirchen haben ein Sozialwort geschrieben. Joachim Frank, Chefkorrespondent der Mediengruppe DuMont, vergleicht das neue Papier, das Ende Februar vorgestellt wurde, mit dessen vielbeachteten Vorgänger von 1997 und dem Apostolischen Schreiben "Evangelii Gaudium" von Papst Franziskus.

Foto: dpa/ Bebeto Matthews
Foto: dpa/ Bebeto Matthews
Hartmut Kreß

Persönlichkeitsrechte achten!

Regelungen zur assistierten Sterbehilfe sollten die Lage der Betroffenen berücksichtigen

In den vergangenen Wochen ist die Debatte um assistierte Sterbehilfe erneut entbrannt. Der Bonner Theologieprofessor und Sozialethiker Hartmut Kreß schlägt eine Alternative zum derzeit diskutierten Verbotsmodell vor.

Foto: dpa/ Mustafa Sultan
Foto: dpa/ Mustafa Sultan
Rupert Neudeck

Es geht nicht nur um Syrien

Das bisherige Scheitern der UNO zeigt ihren dringenden Reformbedarf

Ohne einen durchgreifenden Erfolg wurde bislang im schweizerischen Montreaux nach Wegen zur Beendigung des Bürgerkrieges in Syrien gesucht. Rupert Neudeck, Gründer der Hilfsorganisation Grünhelme, erklärt die komplizierte Gemengelage und warum ein Scheitern der Gespräche auch dramatische Folgen für die Vereinten Nationen haben dürfte.

Foto: dpa/AP/ Andre Penner
Foto: dpa/AP/ Andre Penner
Martin Curi

Eine Nation dank Fußball

Wenn die "Seleção" spielt, geht es auch um die Identität Brasiliens

Alle vier Jahre gönnt sich Brasilien einen Nationalfeiermonat: Die Fußballweltmeisterschaft. Sie ist immer auch Anlass, die Identität des Landes neu zu bestimmen. Der in Brasilien lebende Autor Martin Curi erklärt, warum die Fußballgeschichte des Landes auch eine politische ist.

Foto: dpa/Marcus Brandt
Foto: dpa/Marcus Brandt
Andreas Behn

Raus aus der Armut

Mit Sozialprogrammen wie "Bolsa Família" hat Brasiliens Arbeiterpartei eine neue Mittelschicht geschaffen

Brasilien erlebte in den vergangenen Jahren eine erstaunliche Wachstums-phase. Dass dieser Aufschwung 36 Millionen Menschen aus der extremen Armut geholt hat, ist der Umverteilung und Sozialpolitik der linken Regierung zuzuschreiben.

Kathrin Jütte

Im Krieg

Von Menschen und Läusen

Ein meisterhaft poetischer Roman, den Hinrich Schmidt-Henkel grandios übersetzt hat.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 3 März 2014

Foto: dpa / Jörg Reuther
Foto: dpa / Jörg Reuther
Katharina Kunter

Mantel des Schweigens

Bulgariens Kirchen tun sich schwer mit der Aufarbeitung der jüngsten Vergangenheit

Deutschlands Öffentlichkeit, auch die Kirchen, würden kaum wahrnehmen, was im EU-Mitgliedsland Bulgarien geschieht, meint Katharina Kunter. Die Kirchenhistorikerin schildert Lage, Geschichte und Perspektiven der orthodoxen Kirche und der Protestanten des Landes, das mit Deutschland lange eng verbunden war.

Foto: dpa / Ahmad Massoud
Foto: dpa / Ahmad Massoud
Götz Planer-Friedrich

Genugtuung für Käßmann

Wie die EKD den Bundeswehreinsatz in Afghanistan ethisch bewertet

Die EKD-Kammer für öffentliche Verantwortung hat einen Text veröffentlicht, der die Lage in Afghanistan vor dem Hintergrund evangelischer Friedensethik beleuchtet. Der frühere "zeitzeichen"-Redakteur Götz Planer-Friedrich, der beim DDR-Kirchenbund und beim Lutherischen Weltbund mit ethischen Fragen befasst war, hat den EKD-Text gelesen und ordnet die Äußerungen der evangelischen Kirche zur Friedensethik ein.

Foto: Stephan Kosch
Foto: Stephan Kosch
Jürgen Israel

Hirten und Handys

Die Gleichzeitigkeit von Ungleichem prägt das Leben in Katzendorf

Der Brandenburger Autor und "zeitzeichen"-Mitarbeiter Jürgen Israel lebt derzeit als Dorfschreiber im rumänischen Caza/Katzendorf. Als Träger dieses von verschiedenen rumänischen Kulturorganisationen ausgelobten Preises erhielt er das "Recht und die Pflicht", ein Jahr lang in Siebenbürgen zu wohnen, sich umzusehen, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und seine Eindrücke niederzuschreiben.

Rupert Neudeck

Unverständnis

Über die Zigeuner

Das Buch ist unerschöpflich. Es behandelt weit mehr als das Zigeuner- oder Roma-Problem in den Köpfen von uns politisch korrekt tickenden Deutschen.

Ilka Scheidgen

Beeindruckend

Gespräche mit der toten Tochter

Magirius ist ein sehr anrührendes Buch gelungen, das auf poetische Weise  von seinen Gefühlen, seinen Traurigkeiten und Erinnerungen an das kurze gemeinsame Leben mit seinem Kind erzählt.

Burkhard Pechmann

Praxisbuch

Impulse zur Seniorenarbeit

Von Spielideen über Impulse für Aufgaben, Ideen für kreatives Gestalten bis hin zu Anregungen, sich erzählerisch einem Thema zu nähern, reichen ihre Vorschläge für Nachmittage mit Seniorinnen und Senioren.

Peter Steinacker

Ungenau

Über deutschen Nationalismus

Wenn es einen Maßstab gäbe, einen "gerechtfertigten" von einem "ungerechtfertigten" Nationalismus zu unterscheiden, dann wäre ein Buch dieses renommierten Autors eine große Hilfe.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 2 Februar 2014

Foto: dpa / Isabel Winarsch / Deutsches Theater in Göttingen
Foto: dpa / Isabel Winarsch / Deutsches Theater in Göttingen
Angela Bähr

Richtlinie 2011/36/EU

Zur Situation der Prostitution in Deutschland

Im vergangenen Jahr wurde in deutschen Medien viel über die Prostitution diskutiert - und in der Öffentlichkeit scheint man sich weitgehend einig darin zu sein, dass die Gesetze geändert werden müssen. Angela Bähr, beim Diakonischen Werk Hamburg zuständig für Migrations- und Frauensozialarbeit, schildert die Lage.

Foto: dpa / Jan-Philipp Ströbel
Foto: dpa / Jan-Philipp Ströbel
Doris Beneke

Sinnvolle Forderungen

Warum die Ausrichtung der EKD-Orientierungshilfe zur Familie sozialpolitisch richtig ist

Die EKD-Orientierungshilfe "Zwischen Autonomie und Angewiesenheit" sorgte für eine intensive theologische Debatte. Dabei fanden die familienpolitischen Forderungen wenig Beachtung.

Foto: epd / Debbie Hill
Foto: epd / Debbie Hill
Rainer Stuhlmann

Zwischen den Stühlen

Wie ein deutscher evangelischer Theologe in Israel den Nahostkonflikt hautnah erlebt

Rainer Stuhlmann ist seit zweieinhalb Jahren Studienleiter in dem christlichen Dorf Nes Ammim. Er schildert Begegnungen mit jüdischen Israelis, christlichen und muslimischem Palästinensern und "messianischen Juden".

Foto: privat
Foto: privat
Hedwig Gafga

Die Patin der Mütterzentren

Monika Jaeckel war eine Feministin, vor der in der Frauenbewegung gewarnt wurde

Monika Jaeckel ist in der breiteren Öffentlichkeit kaum bekannt geworden. Zu Unrecht, meint die Hamburger Journalistin Hedwig Gagfa.

Foto: AP
Foto: AP
Jens Kramer

Verbindung mit dem Religionsunterricht

Zehn Jahre Studiengang "Lebensgestaltung, Ethik, Religionskunde" (LER) in Potsdam

Auch wenn in einer Lobeshymne auf den LER-Studiengang an der Universität Potsdam die Hoffnung unterschlagen wird - hoffnungslos ist die Situation des Fachs und insbesondere die Zusammenarbeit zwischen LER- und Religionslehrkräften, keineswegs, meint Jens Kramer, landeskirchlicher Studienleiter für Religionsunterricht im Land Brandenburg.

Foto: dpa / Sebastian Kahnert
Foto: dpa / Sebastian Kahnert
Thomas Schneider

Wie hältst du's mit der Inklusion?

Alle Menschen haben ein Recht auf selbstbestimmte Teilhabe in allen Lebensbereichen

In den vergangenen Jahren ist Inklusion zu einem wichtigen Leitbegriff in bildungs- und sozialpolitischen Debatten geworden. Doch kaum ein Begriff ist so schillernd und wird derart kontrovers diskutiert wie dieser.

Foto: André Zelck
Foto: André Zelck
Rainer Schmidt

Persönliche Bestzeit

Warum es wichtig und unerlässlich ist, Menschen nicht voneinander zu trennen

Der Theologe und Kabarettist Rainer Schmidt wurde ohne Unterarme und mit einem verkürzten rechten Oberschenkel geboren. Für seine Eltern war seine Behinderung ein Schock; er selbst war sich dieser kaum bewusst.

Foto: dpa
Foto: dpa
Reinhard Wolff

Kalte Dusche hat geholfen

Schweden: Inklusionsfortschritte und misslungene Schulexperimente

Inklusion steht in Schweden im Schulgesetz. Doch die Umsetzung hängt vom lokalen Engagement ab und wird durch Marktexperimente erschwert, wie der in Schweden lebende Journalist Reinhard Wolff erläutert.

Peeter Noss

Am Anfang

Inklusion in der Kirche

Inklusion, so wird bei der Lektüre des Bandes deutlich, hat einen hohen Anspruch und ist ein selbstreflexiver Prozess mit einer utopischen Perspektive.

Christian Buchholz

Lernort Auschwitz

Erziehung in Gedenkstätten

Das Buch ist eine unausgesprochene Hommage an die Internationale Jugendbegegnungsstätte Auschwitz, die seit 1986 unzählige Besucher aus Polen, Deutschland, Europa und Übersee zusammengeführt hat.

 


Stephan Kosch

Einsatz in Syrien

Ein bewegendes Tagebuch

Rupert Neudeck ist nahe herangegangen, gemeinsam mit den Mitarbeitern der "Grünhelme" sogar hineingegangen in das vom Krieg zerstörte Syrien, als dies noch keine andere Hilfsorganisation wagte.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 1 Januar 2014

Foto: CFalk / pixelio.de
Foto: CFalk / pixelio.de
Katharina Lübke

Ihr tut mir in der Seele weh

Psychisch erkrankte Menschen fühlen sich durch mediale Berichterstattung stigmatisiert

Neben ihrer Krankheit leiden psychisch erkrankte Menschen auch unter einer gesellschaftlichen Stigmatisierung. Vorgefasste Meinungen kaschieren die weitgehende Unkenntnis in der Bevölkerung. Die mediale Berichterstattung ist da keine Ausnahme, sondern reiht sich ein und bedient gängige Klischees. Das muss sich ändern, finden immer mehr Betroffene.

Foto: dpa / Czarek Sokolowski
Foto: dpa / Czarek Sokolowski
Stephan Kosch

Klimahelden dringend gesucht

Was in diesem Jahr beim Klimaschutz der Vereinten Nationen passieren muss

2014 gilt mit Blick auf den Klimaschutzprozess der Vereinten Nationen als "Jahr der Ambitionen". Denn schließlich soll ein neues weltweites Klimaschutzabkommen in der Nachfolge des Kyoto-Protokolls vorbereitet werden. Ein schweres Unterfangen, wenn man auf die für viele Beobachter frustrierenden Ergebnisse der Warschauer Klimakonferenz zurückblickt.

Foto: epd / Harald Oppitz
Foto: epd / Harald Oppitz
Gerhard Arnold

Praktizierte Solidarität

Die evangelische Kirche und der Bürgerkrieg in Syrien

Immer mehr Menschen geraten im syrischen Bürgerkrieg in Not. Insbesondere die Lage der Christen wird immer prekärer. Gerhard Arnold, seit langem fachkundiger Beobachter internationaler Konflikte, berichtet über die Lage in Syrien, über die ökumenische Solidarität mit den bedrängten Kirchen in der Region und das Engagement der EKD.

Foto: Constanze Broelemann
Foto: Constanze Broelemann
Constanze Broelemann

Die Welt der anderen

Die da ganz unten: Die Stadtführung "Querstadtein" zeigt die Welt der Obdachlosen Berlins

Aus dem bürgerlichen Leben abgestürzt und doch wieder zurückgefunden, aber als ein anderer - Carsten Voss führt Interessierte zu Berliner Plätzen, die Zugänge zu einer anderen Welt bieten: die der Obdachlosen.

Politikerstatements

Meines Bruders Hüter

Was christliche Politiker antreibt und welche Impulse sie von den Kirchen erwarten

Vier Abgeordnete, die sich in der evangelischen Kirche engagieren, erzählen vom Spannungsverhältnis zwischen Politik und Protestantismus.

Katharina Lübke

Streifzug

Ringen um Geschichte

Der Historiker und Journalist Bernd Gutberlet unternimmt in 75 Minuten und zehn Kapiteln einen Streifzug durch knapp 2000 Jahre Geschichte.

Helmut Kremers

Gewollte Unschärfe

Jesus und der Sonnengott

Eine Art Proseminar, zu der Laien Nutz und der Fachleute Frommen - das gilt für das ganze empfehlenswerte Buch.

Klaas Huizing

Abseilen

Eine Jugend bei den "Zeugen"

Unnachahmlich spannend ist ein Roman, wenn uns Lesern Zugang zu einer bisher völlig unbekannten Welt eröffnet wird - wie in diesem von Grace McCleen.

Kathrin Jütte

Verlorene Jugend

Über die Dreißigerjahre in Berlin

Auch wenn das Thema Jugend seit alters die Bibliotheken füllt - selten hat man ein derart authentisches Zeitpanorama gelesen.

Siegfried Keil

Im Sog

Pfadfinder im Dritten Reich

Mit dem lesenswerten Buch wird pars pro toto ein wichtiger Beitrag zur Geschichte des Protestantismus im NS-Staat vorgelegt.

Hans Norbert Janowski

Gerechtes Leben

Religion als Ressource

Renommierte Soziologen beschreiben Potenziale und Gefahren, die in der Symbiose von Religion und Politik stecken.

 

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 12 Dezember 2013

Foto: privat
Ebba Hagenberg-Miliu

Reise ohne Rückfahrkarte

Moderne Eremiten erfüllen die Sehnsüchte, die viele Menschen umtreiben

Auch gut eineinhalb Jahrtausende nach den alten Wüstenvätern und -müttern machen sich heute immer mehr Menschen auf den Weg in die Stille. Die Journalistin und Buchautorin Ebba Hagenberg-Miliu hat sich auf die Suche nach modernen Eremiten gemacht.

Foto: dpa/A. Benoist
Foto: dpa/A. Benoist
Johannes Fischer

Einseitiges Menschenbild

Die Transplantationsmediziner sollten das Hirntodkonzept aufgeben

Es sei ethisch zulässig, Organe auch Menschen zu entnehmen, deren Leben zu diesem Zweck intensivmedizinisch verlängert wird, meint der Zürcher Theologe und Ethiker Johannes Fischer. Allerdings müsse der Betreffende schon zu Lebzeiten einem solchen Verfahren zugestimmt haben.

Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka
Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka
Katharina Stamm

Fluchtort Bundesrepublik

Wie das Grundrecht auf Asyl politisch immer weiter ausgehöhlt wurde

Die Erfahrungen des Nationalsozialismus haben dazu geführt, dass  politisches Asyl in Deutschland zum Grundrecht erklärt wurde. Doch in den vergangenen Jahrzehnten wurde dieses immer weiter eingeschränkt.  Katharina Stamm, Referentin für migrationspezifische Rechtsfragen bei der Diakonie Deutschland, beschreibt die aktuelle rechtliche Situation.

Foto: dpa/Giuseppe Lami
Foto: dpa/Giuseppe Lami
Andreas Lipsch

Umsteuern und neu ausrichten

Europäische Flüchtlings- und Migrationspolitik nach Lampedusa

Nach dem erneuten Kentern von Flüchtlingsschiffen vor der Insel  Lampedusa zeigten sich Politiker in ganz Europa tief betroffen. Dabei ist   das Sterben von Flüchtlingen an den Grenzen Europas seit Jahren Realität. Knapp 20 000 Menschen sind seit 1988 ertrunken, verdurstet oder erfroren. Andreas Lipsch, Interkultureller Beauftragter der hessisch-nassauischen Landeskirche und Vorsitzender von Pro Asyl, beschreibt die Abschottungspolitik Europas und zeichnet Alternativen auf.

Rupert Neudeck

Rufer in der Wüste

Einwanderung in Deutschland

Die Lektüre ist für Politiker und alle Deutschen unverzichtbar, in Gegenwart und Zukunft.

Hans Norbert Janowski

Wer gibt, gewinnt

Die Theologie der Märkte

Für Hörisch ist die Ökonomie der kleine Bruder der Religion. Geld aber sei "auf Erlöse, nicht auf Erlösung" angelegt.

Manfred Gärtner

Bitternis

Ein Jude auf der Suche

Wenn Tenenborn den Schutzschild aus Humor und Ironie ablegt, dann wird es bitter.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 11 November 2013

Foto: Jens Großmann
Foto: Jens Großmann
Text: Andrea Kümpfbeck / Fotos: Jens Großmann

Im Niemandsland

Tausende Flüchtlinge aus Syrien stranden im kurdischen Norden des Irak

Keine siebzig Kilometer von der Grenze zu Syrien entfernt liegt im nördlichen Irak die Zeltstadt Domiz. Hier leben Tausende von Menschen, die dem Krieg in ihrem Heimatland entflohen sind.

 

Foto: picture-alliance/ ZB Jan Woitas
Foto: picture-alliance/ ZB Jan Woitas
Beate Bahnert

Siebenmal? Einmal reicht völlig

Eine evangelische Trauerrednerin über ihre Erfahrungen und über Trauerfeiern in der DDR

Beate Bahnert, einst Redakteurin von "Die Zeichen der Zeit", bekennende Protestantin, arbeitet heute als Trauerrednerin in einem Umfeld, das für die Kirche zum Teil nicht mehr erreichbar ist. Sie berichtet von ihren Erfahrungen und liefert einen Rückblick auf das staatlich geregelte Trauerwesen in der DDR.

Foto: dpa
Foto: dpa
Michael Utsch

Erinnerungsplatz in der Seele

Warum Tod und Trauer zu einem Wegweiser für das Leben werden können

Trauer gehört wie Freude zu den menschlichen Grundgefühlen. Sie verläuft ganz individuell - trotzdem kann die Psychologie verschiedene Phasen im Trauerprozess benennen, erklärt Michael Utsch.

Foto: Sabine Damaschke
Foto: Sabine Damaschke
Sabine Damaschke

Wissen macht stark

Ein Trauerverein hat Sabine Waschik geholfen, ihre Trauer zu bewältigen

Als ihre älteste Tochter mit achtzehn Jahren starb, fühlte sich Sabine Waschik aus Witten wie erstarrt. In einer Gruppe für verwaiste Eltern fand sie das Mitgefühl und die Hilfe, die sie brauchte, um ihren Alltag wieder bewältigen zu können. Heute arbeitet sie selbst im Hattinger Verein für Trauerarbeit "traurig-mutig-stark" mit. Sabine Damaschke hat sie besucht.

Helmut Kremers

Luther in Lebensgröße

Eine knappe Biographie

Leppin sieht Luther als jemanden, der als Mensch und Theologe tief im Mittelalter steckte und sich nur sehr allmählich und niemals vollständig aus ihm löste.

Rupert Neudeck

Eindrucksvoll und überzeugend

Über Albert Camus

Es ist wichtig, an den Camus zu erinnern, der unter der Übermacht der die Öffentlichkeit beherrschenden Linken nie richtig zur Geltung kam.

Kathrin Jütte

Pietät im Wandel

Zur Kulturgeschichte der Trauer

Die postmoderne Trauerkultur setzt alles daran, die Härte des Todes zu verschleiern, sagt Reiner Sörries.

Ausgabe 10 Oktober 2013

Foto: dpa/Jens Kalaene
Foto: dpa/Jens Kalaene
Claudia Janssen

Lebendig als Du

Die Orientierungshilfe der EKD zur Familie nimmt Erkenntnisse der Bibelwissenschaft ernst

Der Vorwurf der Beliebigkeit treffe die Orientierungshilfe der EKD zur Familie nicht, meint Claudia Janssen. Die habilitierte Neutestamentlerin verdeutlicht, inwiefern Aussagen der Bibel trotz ihrer Zeitbedingtheit von aktueller Bedeutung sind.

Foto: Katalog "Als Frieden möglich war", Schnell & Steiner, Regensburg 2005, Seite 444
Foto: Katalog "Als Frieden möglich war", Schnell & Steiner, Regensburg 2005, Seite 444
Friedrich Wilhelm Graf

Schrecklichster der Schrecken?

Die konfessionelle Pluralisierung war ein kultureller und politischer Gewinn

Anlässlich des Themenjahres "Reformation und Politik" erinnert Friedrich Wilhelm Graf, Professor für Systematische Theologie in München, an eine seltsame Dichotomie: Hie Luther als aufklärerische Lichtgestalt, dort das Luthertum als Inbegriff von Reaktion und Rückständigkeit.

Jan Philipp Jilg

Enttäuschend

Kurzgeschichten aus der Arche

Die Inhalte sind zwar interessant und stellen eine gute Auswahl an Schicksalen verschiedener Menschen dar, allerdings baut nur eine einzige Erzählung Verbindungen zum Verein Arche auf.

Franz Segbers

Brillante Analyse

Über die Gier und das Geld

Ulrich Duchrow formuliert ein neues Paradigma für das Zusammenleben der Menschen und begründet eine befreiungstheologische Ökumene der Religionen aus ihren Ursprüngen heraus.

Götz Planer-Friedrich

Gelungen

Neue Friedensethik

Man wünschte diese Lektüre allen aktiven Politikern und Politikerinnen - aber auch Bischöfen und Pastorinnen bevor sie sich in der Sache nach eigenem Gutdünken äußern.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 9 September 2013

Foto: Anja Bleyl Fotodesign
Foto: Anja Bleyl Fotodesign
Stefanie Schardien

Im falschen Körper

Herausforderung für die Theologie: Transidentität und Ethik

Transidente Menschen, deren biologisches Geschlecht von ihrem gefühlten abweicht, gehören zu Gottes vielfältiger Schöpfung, so Stefanie Schardien, Juniorprofessorin für Systematische Theologie in Hildesheim. Doch darf der Mensch so weit gehen, den eigenen Körper operativ zu verändern?

Ines Pohl

Schmollen gilt nicht

Eine Replik auf die bekennenden Nichtwähler Peter Sloterdijk und Harald Welzer

Am 22. September entscheiden die Deutschen über einen neuen Bundestag. Zwei prominente Intellektuelle, der Philosoph Peter Sloterdijk und der Soziologe Harald Welzer, haben öffentlich angekündigt, sich nicht daran zu beteiligen, und sehen dies auch als Ausdruck politischen Protests. Die Chefredakteurin der "taz", Ines Pohl, hält dagegen.

Foto: dpa / Tobias Kleinschmidt
Foto: dpa / Tobias Kleinschmidt
Kerstin Griese

Gute Pflege, guter Lohn

Plädoyer für einen Branchentarif Gesundheit und Soziales

Das kirchliche Arbeitsrecht muss reformiert werden. So lautet der Auftrag, den das Bundesarbeitsgericht den Kirchen im vergangenen November gestellt hat. Kerstin Griese, Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der SPD-Bundestagsfraktion, sieht die Lösung in dem Konflikt zwischen Kirchen und Gewerkschaften in einem Branchentarif "Gesundheit und Soziales", den alle Beteiligten im Konsens erarbeiten sollten.

Foto: dpa / mai / Greg Mathieson
Foto: dpa / mai / Greg Mathieson
Konrad Ege

Gott als Supercomputer

Konservative Politiker und Christen akzeptieren NSA-Praktiken

In den Siebzigerjahren kritisierte der US-Kongress die Überwachungspraktiken der NSA. Daran erinnert der Washingtoner Journalist Konrad Ege und zeigt, wie wenig von der Kritik blieb.

Susanne Krahe

Schätze

Gespräche mit Zeitzeugen

Eine Auswahl von elf Radio-Gesprächen der Journalistin mit jüdischen Zeitzeugen und Zeitzeuginnen des 20. Jahrhunderts sind in diesem Hörbuch zusammengestellt - zu einer eigentümlichen Symphonie.

Katharina Lübke

Mehr als Klischees

Stimmen über Deutschland

Das Buch verdient Lob allein schon für die Idee: Es wirft einen Blick in die emotionalen Befindlichkeiten anderer Nationen und zeigt, was die Welt von Deutschland und den Deutschen hält.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 8 August 2013

Foto: Christian König
Foto: Christian König
Christian König

Per Rad durch Berlins Geschichte

Schweizer Konfirmanden treffen auf die Berliner Mauer

Per Rad besichtigten Konfirmanden aus dem Schweizerischen Mandach  Erinnerungsorte entlang der einstigen Mauer zwischen dem Ost- und Westteil der Stadt. Pfarrer Christian König hat die Reise organisiert und berichtet über seine Erfahrungen.

Foto: dpa/Stephen Morrison
Foto: dpa/Stephen Morrison
Frank Kürschner-Pelkmann

Alte Grenzen, neue Konflikte

In den Ländern des Südens wird vehement um den Zugang zum Wasser gestritten

Als Folge von Klimawandel und Profitinteressen wird Wasser in Afrika und Asien knapp. Die Kirchen versuchen, aus Wasserkonflikten Wasserkooperation werden zu lassen.

Foto: Katharina Lübke
Foto: Katharina Lübke
Katharina Lübke

Bitte mitkommen!

Ein ehemaliger politischer Häftling führt durch das DDR-Gefängnis, in dem er einsaß

Gilbert Furian saß sieben Monate lang in der Untersuchungshaftanstalt Berlin-Hohenschönhausen der Staatssicherheit. Heute bewegt er sich frei in den Gängen und erzählt von seinen Erfahrungen in der politischen Haft.

Christoph Körner

Mögliche Umkehr

Über Wirtschaft und Werte

Mit Aristoteles ist Sandel überzeugt, dass man jede Tugend einüben müsse, wie man auch Muskeln trainiert: Gerecht wird man durch das Gerechtsein und marktkritisch durch ein marktkritisches Verhalten.

Annemarie Heibrock

Stiller Held

Leben im Dritten Reich

Heinz Drossel war ein "stiller Held". Er unterstützte deutsche Juden, so dass es ihnen gelang, der Verfolgung durch die Nazis zu entgehen. Dafür wurde ihm im Jahr 2000 die israelische Ehrung als "Gerechter unter den Völkern" zuteil.

Susanne Krahe

Schätze

Gespräche mit Zeitzeugen

Eine Auswahl von elf Radio-Gesprächen der Journalistin mit jüdischen Zeitzeugen und Zeitzeuginnen des 20. Jahrhunderts sind in diesem Hörbuch zusammengestellt - zu einer eigentümlichen Symphonie.

Katharina Lübke

Mehr als Klischees

Stimmen über Deutschland

Das Buch verdient Lob allein schon für die Idee: Es wirft einen Blick in die emotionalen Befindlichkeiten anderer Nationen und zeigt, was die Welt von Deutschland und den Deutschen hält.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 7 Juli 2013

Foto: dpa/Nic Bothma
Foto: dpa/Nic Bothma
Frank Kürschner-Pelkmann

Die letzte Chance

Dem Emissionshandel in Europa droht das Aus. Das hat auch Folgen für die Entwicklungshilfe

Im Juli wird das Europaparlament über einen strengeren Emissionshandel abstimmen. Einmal hat es die Reform bereits abgelehnt. Sollten die Parlamentarier dabei bleiben, steht nicht nur ein zentrales Element europäischer Klimapolitik vor dem faktischen Aus, sondern auch zahlreiche Projekte der Entwicklungshilfe. Der Journalist Frank Kürschner-Pelkmann erklärt die Zusammenhänge und beschreibt, was die Kirchen in solch einer Situation tun können.

Fotos: Ev. Diakonieverein Berlin-Zehlendorf
Fotos: Ev. Diakonieverein Berlin-Zehlendorf
Katharina Lübke

Der Zeit dienen, um Gott zu dienen

Seit fast 120 Jahren leben Diakonieschwestern in enger Gemeinschaft

Der Evangelische Diakonieverein Berlin-Zehlendorf e.V. ist Träger der größten Schwesternschaft in Deutschland und Mitglied des Weltbundes DIAKONIA, der im Juli in Berlin tagt. Katharina Lübke hat mit der Weltpräsidentin Oberin Doris Horn über christliche Spiritualität, aber auch den Kostendruck in der Pflege gesprochen.

 

Foto: akg-images
Foto: akg-images
Michael Hollenbach

"Ich heule nur manchmal"

Helga Bartels-Kruse wählte den Freitod mithilfe einer Sterbehilfeorganisation

Eine 86-Jährige, noch mitten im Leben stehend, von einer tückischen Krebserkrankung heimgesucht, stand vor der traurigen Wahl, das drohende Siechtum zu akzeptieren oder freiwillig aus dem Leben zu scheiden. Michael Hollenbach, freier Journalist in Hannover, schildert den Fall.

Foto: Helmut Kremers
Foto: Helmut Kremers
Thomas Krüger

Mut zur Lücke

Lässt sich die Sterbehilfe überhaupt klar regeln?

Deutschland und seine Nachbarländer stellen die gleichen Fragen, kommen aber zu unterschiedlichen Antworten bei der gesetzlichen Regelung der Sterbehilfe. Der Journalist Thomas Krüger gibt einen Überblick über die Lage in Deutschland, den Beneluxstaaten und der Schweiz.

Foto: Werner Krüper
Foto: Werner Krüper
Bettina Markmeyer

Verbot beerdigt

Monatelang stritt die Regierung um ein Sterbehilfegesetz, das nun doch nicht kommt

Die schwarz-gelbe Koalition hatte sich vorgenommen, die Sterbehilfe zu verbieten. Aber Union und FDP konnten sich nicht einigen, wie weit das Verbot gehen sollte. Nun kommt es gar nicht. Die Journalistin Bettina Markmeyer beleuchtet die Strukturen der Sterbehilfe in Deutschland und das Werden und Vergehen einer hochumstrittenen Gesetzesinitiative.

Rupert Neudeck

Tod als Geschäft

Ungebremste Waffenexporte

Ein erschreckendes Buch. Es enthält einen Überblick über den deutschen und den weltweiten Rüstungsmarkt und liefert Porträts von Kleinstädten in Deutschland, die von der Rüstungsschmiede charakterisiert werden.

 

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 6 Juni 2013

Foto: dpa
Foto: dpa
Rainer Hering

Feuer und Wasser Seit' an Seit'

150 Jahre Sozialdemokratie und der Protestantismus in Deutschland

Am 23. Mai 1863 riefen in Leipzig Delegierte aus elf Orten den "Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein" ins Leben. Damit begann die 150-jährige Geschichte der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Zunächst stand sie den Kirchen ablehnend gegenüber. Doch dies sollte sich spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg ändern.

Foto: dpa, Eventpress Hoensch
Foto: dpa, Eventpress Hoensch
Kathrin Jütte

Familie mit mehr Partnerschaft

Mit der EKD-Orientierungshilfe bahnt sich ein Paradigmenwechsel an

"Zwischen Autonomie und Angewiesenheit" heißt die neue Orientierungshilfe der EKD, die sich mit den vielfältigen Formen des familiären Zusammenlebens auseinandersetzt. Kathrin Jütte stellt die EKD-Schrift vor.

Foto: Virginie Nguyen Hoang/Wostok Press
Foto: Virginie Nguyen Hoang/Wostok Press
Katja Dorothea Buck

"Endlich Brüder und Schwestern"

Nach langer Eiszeit zwischen den Konfessionen beginnt in Ägypten ein ökumenischer Frühling

Angesichts der Bedrohung durch Islamisten rücken Ägyptens Kirchen zusammen. Wie es zu ihrer Entfremdung und Annäherung kam, beschreibt die Stuttgarter Journalistin Katja Dorothea Buck. Und sie schildert, wie sich die Gründung eines ägyptischen Kirchenrates negativ auf den Nahöstlichen Kirchenrat auswirken könnte.

Katharina Lübke

Widerstand

Persönliches Porträt

Das Feature des Scholl-Experten Vincke überzeugt als ausgewogene Mischung aus Stimmung und Information.

Helmut Kremers

In weiter Ferne

Israelische Soldaten reden

Die Soldaten, die sich diesen Interviews stellten, haben eines gemeinsam: Sie haben sich von ihren Erlebnissen berühren lassen.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 5 Mai 2013

Foto: epd / Andreas Schoelzel
Foto: epd / Andreas Schoelzel
Heinrich Bedford-Strohm

Große Transformation

Wie die Kirchen die ökologisch-soziale Neuausrichtung der Gesellschaft mitgestalten können

Die Kirchen spielen nur eine Nebenrolle in den Empfehlungen zur Lösung globaler Umweltfragen, die der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung 2011 vorlegte. Eine Fehleinschätzung, meint der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Denn gerade die Kirchen können lokal und international den Umbau der Gesellschaft zu mehr Ökologie und Gerechtigkeit mitgestalten. Doch noch nutzen sie dafür nicht ihr Potenzial.

Foto: akg-images
Foto: akg-images
Karl-Wilhelm Dahm

"Müssen wir Vater anzeigen?"

Als Pfarrerssohn zwischen NS-Ideologie und widerständigem Elternhaus

Der emeritierte Münsteraner Theologieprofessor Karl-Wilhelm Dahm stammt aus einem evangelischen Pfarrhaus. Hier schildert er, wie er und sein Bruder als Kinder so sehr von der Naziideologie infiziert worden waren, dass sie zeitweise mit dem Gedanken spielten, ihren Vater wegen Abhörens eines "Feindsenders" anzuzeigen.

Foto: epd / wcc
Foto: epd / wcc
Martin Greschat

Im Schatten der Kriege

In den ersten Jahren galt der Weltkirchenrat im Osten als Institution der Amerikaner

Die Schrecken des Ersten Weltkrieges beförderten die Zusammenarbeit der Kirchen. Sie mündete 1948, verzögert durch den Zweiten Weltkrieg, in die Gründung des Weltkirchenrates (ÖRK). Gehörten ihm damals 147 Kirchen an, sind es heute 350. Der Münsteraner Kirchenhistoriker Martin Greschat beschreibt die Gründungsgeschichte des Kirchenbundes.

Helmut Kremers

In weiter Ferne

Israelische Soldaten reden

Die Soldaten, die sich diesen Interviews stellten, haben eines gemeinsam: Sie haben sich von ihren Erlebnissen berühren lassen.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 4 April 2013

Foto: Moritz Roeder
Foto: Moritz Roeder
Julia Gerlach

"Ich bin bewusst Christ"

Die Situation der ägyptischen Christen hat sich seit der Revolution verändert

Ein Zehntel der Ägypter sind Christen, zumeist Kopten. Wie sie auf Ausgrenzung und Übergriffe reagieren, schildert die Kairoer Journalistin Julia Gerlach.

Foto: dpa/Erik S. Lesser
Foto: dpa/Erik S. Lesser
Konrag Ege

"Pfad der Zerstörung"

Die weißen Evangelikalen tun sich mit Präsident Barack Obama schwer

Die Vorherrschaft weißer Protestanten geht in den USA zu Ende. Und das könnte auch den Einfluss der bisher einflussreichen Evangelikalen schwächen. Wie sie auf die neue Lage reagieren, schildert Konrad Ege, Korrespondent in Washington.

Foto: Lothar Nahler
Foto: Lothar Nahler
Helmut Kremers

Thiu iderman, was du wilt han

Dulden heißt beleidigen? Anmerkungen über Grenzen und Geschichte der Toleranz

Über Toleranz sprechen, heißt über ihre Grenzen sprechen. Auch wer diese im Grunde zum Teufel wünscht, stößt irgendwann auf sie. Denn ob Toleranz als Tugend, als gesellschaftliches Klima oder als Staatsräson: Letzten Endes bleibt sie ein Projekt auf Gegenseitigkeit.

Foto: dpa/Jens Büttner
Foto: dpa/Jens Büttner
Joachim Nolte

Eine Frage des Bekenntnisses

NPD-Mitglieder im Kirchengemeinderat dürfen nicht toleriert werden

Rechtsextreme betonen die Ungleichheit von Menschen, um andere abzuwerten. Schon deshalb dürfen NPD-Mitglieder nicht Mitglied in der geistlichen Leitung der Gemeinde sein. Das sollte kirchenrechtlich geregelt werden.

Foto: dpa/Oliver Killig
Foto: dpa/Oliver Killig
Jürgen Wandel

Gut gemeinte Verbote können schaden

Ein Radikalenerlass in der Kirchengemeinde löst das Problem nicht

Alle Formen von Diskriminierung sind mit dem Evangelium unvereinbar. Aber in einer evangelischen Kirche sind Auseinandersetzungen mit theologischen Argumenten zu führen, nicht mit gesetzlich-administrativen Maßnahmen.

Marion Gardei

Ergreifend

Christlicher Widerstand

Das Buch regt zum Nachdenken darüber an, wo heute widerständiges christliches Handeln nötig sein könnte.

Katharina Lübke

Ganz nah dran

Über DDR-Justiz

Nicht die Fakten stehen im Vordergrund, sondern die Atmosphäre, die Gefühle, die Absurdität. Schönherr will Emotionen provozieren und Empathie.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 3 März 2013

Foto: dpa
Foto: dpa
Britta Jagusch

Wenn Frauen das Geld verdienen

Die Zahl der Familienernährerinnen wächst. Doch die neuen Rollenbilder machen Probleme

Sie sind in allen Berufsgruppen vertreten, vereinbaren Familie und Job und tragen in Deutschland schon in jedem fünften Mehrpersonenhaushalt den Hauptanteil zum Familieneinkommen bei. Frauen als Hauptverdienerinnen sind auf dem Vormarsch, auch in der Kirche. Anlässlich des Weltfrauentages beschreibt die Journalistin Britta Jagusch den noch immer schwierigen Rollentausch.

Foto: dpa / Ingo Wagner
Foto: dpa / Ingo Wagner
Andreas Gorzewski

Wirklich gute Arbeit

Die Anerkennung islamischer Verbände kommt voran

Bremen hat als drittes Bundesland mehrere islamische Verbände als Religionsgemeinschaften anerkannt. Islamische Feiertage, Bestattungen und Seelsorge sind jetzt durch Staatsverträge geregelt. Andere Bundesländer sollen folgen. Der Islamwissenschaftler und evangelische Theologe Andreas Gorzewski gibt einen Überblick.

Foto: akg-images
Foto: akg-images
Wolfgang Breul

"Wie man eine hand umwendet"

August Hermann Francke: Theologe, Schulgründer, Fundraiser, Missionar

Die Franckeschen Stiftungen prägen bis heute Halle an der Saale. Ihr Gründer August Hermann Francke wurde am 22. März vor 350 Jahren geboren. Der Mainzer Kirchenhistoriker Wolfgang Breul schildert Leben und Werk des Pietisten, der der Pädagogik und der äußeren Mission wichtige Impulse gab.

Kathrin Jütte

Ein Pflanzgarten

Über August Hermann Francke

Abwechlsungsreich führt der Sprecher durch Franckes Leben, Originaltöne sind mit klassischer Instrumentalmusik unterlegt, so dass ein dokumentarisches Hörerlebnis entsteht.

 

Foto: dpa / Peter Endig
Foto: dpa / Peter Endig
David Wengenroth

Es bleibt nichts wie es war

Buchhandel und Verlage stellen sich den Herausforderungen des Internetzeitalters

E-Books, Digitalisierung und der Siegeszug des Internets bedrohen nicht die Zukunft des Buches, wohl aber die Existenzgrundlage vieler Menschen, die von ihm leben. Die Buchbranche steckt in einem tiefgreifenden Veränderungsprozess, dessen Ausgang ungewiss ist, meint "buchreport"-Redakteur David Wengenroth.

Foto: Natascha Gillenberg
Foto: Natascha Gillenberg
Natascha Gillenberg

Milchschaum in der Bücherwelt

Auch die Liebe zum Lesen geht durch den Magen: Ein kleiner Buchladen trotzt den Konzernen

Kleine Buchhandlungen haben es heute nicht leicht. Die Konkurrenz durch Online-Händler oder Buchkonzerne ist erdrückend und hat in den vergangenen Jahren schon viele zum Aufgeben gezwungen. Doch Frederik Herbers hat sich davon nicht abschrecken lassen. 2005 gründete er mit seiner "Buchkantine" eine lebendige Kiezbuchhandlung in Berlin-Moabit. Ein Besuch mit Natascha Gillenberg.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 2 Februar 2013

Foto: dpa/Markus Heine
Foto: dpa/Markus Heine
Lars Klinnert (contra) / Susanne Kahl-Passoth (pro)

Streit um die Babyklappe

Ein Pro-und-Contra

Das Familienministerium in Berlin will in diesem Frühjahr neue gesetzliche Regelungen für Babyklappen und anonyme Geburten schaffen. Ziel ist es, den betroffenen Kindern zehn Jahre nach der Geburt Klarheit zu verschaffen, wer ihre Mütter sind. Damit würde das Ende der Babyklappen eingeläutet. Ist das der richtige Weg?

Foto: dpa/Maryam Schumacher
Foto: dpa/Maryam Schumacher
Sylvia Kalina

Brüssel statt Babylon

Rund 2000 Dolmetscher sorgen im Dienste der Europäischen Union für Verständigung

23 Sprachen werden in den Institutionen der Europäischen Union gesprochen - und jede einzelne ist auch Amtssprache der EU. Diese Vielfalt von Sprachen ist gewollt, bedarf aber auch eines ausgeklügelten Dolmetschersystems.

Wolfgang Schmidbauer

Gefährliche Illusion

Warum das Konzept von der Freundschaft nach der Scheidung selten aufgeht

"Ich finde den Satz in den Eheversprechen, sich in guten und schlechten Tagen zu lieben und zu ehren, höchst voreilig. Genauer müsste es heißen: ich bin bereit, deine schlechten Seiten ebenso zu ertragen, wie ich mich deiner guten Seiten erfreue ...".

Foto: Robert Müller/Pixelio.de
Foto: Robert Müller/Pixelio.de
Uwe Müller

Ohne Ansehen der Person

Thema in der Telefonseelsorge: Trennung

Unter denen, die täglich die Nummer einer Telefonseelsorgestelle anrufen, sind viele Menschen, die unter einer bevorstehenden oder vollzogenen Trennung leiden. Wie die Telefonseelsorger und Telefonseelsorgerinnen damit umgehen, berichtet Uwe Müller, Leiter der "Berliner TelefonSeelsorge".

Foto: Cinetext
Foto: Cinetext

Schluss machen und neu anfangen

Jede Trennung hat eine andere Geschichte, und doch erkennen wir in den meisten von ihnen irgendetwas, das uns angeht, vielleicht gerade dann, wenn wir dies entrüstet von uns weisen. Vier Personen sprechen über ihre eigene Scheidung, alle Namen wurden geändert.

Franz Segbers

Zeitrebellen

Vom Leid der Beschleunigung

Sensibel spürt Hengsbach die Zeitrebellen auf, die um Zeit für ihr Leben kämpfen.

Martina Wittneben

Zeitgeschichte

Schonungsloses Zeugnis

Aus der Perspektive eines Kindes, das aus seiner naiven Sicht nach Antworten auf Unbegreifliches sucht, wird die schreckliche Absurdität der Judenverfolgung deutlich.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 1 Januar 2013

Foto: dpa/Florian Schuh
Foto: dpa/Florian Schuh
Rolf Schieder

Säkularistische Falle

Das Klima für die Religionen wird in Deutschland rauer

Die Diskussion über die Beschneidung, die das vergangene Jahr prägte, zeigt fehlende religiöse Bildung auch bei Eliten, den Versuch, die Schuld Nazideutschlands abzuwehren, und die Unwilligkeit, sich mit dem weltweiten Wachstum der Religionen abzufinden. Das meint Rolf Schieder, Professor für Praktische Theologie an der Berliner Humboldt-Universität.

Foto: dpa/Ronald Wittek
Foto: dpa/Ronald Wittek
Ansgar Hense

Christlicher Maßanzug?

Warum der Islam in Deutschland eine Religionsgemeinschaft im Werden ist

Im November hat das Land Hamburg mit verschiedenen muslimischen Verbänden einen Vertrag geschlossen, in dem sie diese Verbände als Religionsgemeinschaft anerkennt. Welche Auswirkungen das hat, zeichnet der katholische Staatskirchenrechtler Ansgar Hense nach.

Foto: Bettina Hoyer
Foto: Bettina Hoyer
Bettina Hoyer

Von Termiten und Hochstaplern

Warum die Forstwirtschaft in Peru auf Illegalität und Korruption beruht

Siebzig Millionen Hektar beträgt die Waldfläche des peruanischen Amazonas. Illegale Holzfäller machen damit Geschäfte, wie die Berliner Journalistin Bettina Hoyer bei einem Besuch erfuhr. Interpol und die UN-Umweltbehörde UNEP zogen in einer kürzlich veröffentlichten Studie den Vergleich mit dem Drogenhandel.

Foto: picture alliance/Gavin Hellier/Robert Harding
Foto: picture alliance/Gavin Hellier/Robert Harding
Haiko Behrens

Letzte Ausfahrt Franklin Square

Ein wehmütiger Blick zurück: Fünf Jahre Pfarrer auf Long Island

Haiko Behrens war Pfarrer einer Evangelisch-Lutherischen Gemeinde auf Long Island, New York - bis die Finanzkrise in den USA auch die Arbeit der Kirchen massiv betraf: Seine Gemeinde konnte sich keinen Vollzeitpfarrer mehr leisten. Heute lebt Haiko Behrens in Hamburg, arbeitet als Sprachtrainer für Business-Englisch und ist auf der Suche nach einer neuen Pfarrstelle.

Kathrin Jütte

Weltausschnitt

Leben nach dem Mauerbau

Wer denkt, Helga Schütz beschreibe einen larmoyanten Ost-West-Konflikt, der irrt.

Rupert Neudeck

Welt-Unordnung

Hat Frieden Zukunft?

Welche Weltordnungspolitik können wir uns in dieser zerklüfteten Welt vorstellen?

Bernhard Pötter

Kurzsichtig

Energieversorgung in 200 Jahren

Einem Nobelpreisträger widerspricht man nicht? In diesem Falle leider doch...

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