zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft

"Wir brauchen eine Kultur der Muße“

Gespräch mit dem Theologen Ansgar Kreutzer über den Schutz des Zweckfreien und den Beitrag der Kirchen dazu

Ansgar Kreutzer

Das entscheidende Problem unserer Arbeitswelt ist nicht mehr die Entfremdung, sondern der Übergriff des Effizienzdenkens auf das private Leben. Dem muss Einhalt geboten werden, sagt Ansgar Kreutzer, Vorstand des Instituts für Fundamentaltheologie und Dogmatik an der Katholischen Privat-Universität Linz. Und die Kirchen können dabei eine wichtige Rolle spielen.

Foto: Andrew Phelps
Foto: Andrew Phelps

zeitzeichen: Herr Professor Kreutzer, wir wollen über Muße reden, müssen aber mit der Arbeit beginnen. Warum?

 

ANSGAR KREUTZER: Weil wir nicht in einer Mußegesellschaft leben, sondern in einer Arbeitsgesellschaft. Und in dieser gilt Muße lediglich als negative Kehrseite der Arbeit. In unserer Kulturgeschichte war das lange Zeit genau umgekehrt.

 

Was verbinden Sie mit dem Begriff Arbeitsgesellschaft?

 

ANSGAR KREUTZER: Mit Arbeit und dem Lohn dafür sichern wir unsere materiellen Bedürfnisse, aber sie soll zunehmend auch sinnstiftend und identitätsbildend sein. Sie hat sogar eine quasi religiöse Bedeutung in unserer Gesellschaft bekommen. Der Frankfurter Soziologe Ulrich Oevermann hat das einleuchtend beschrieben. Er sagt, menschliche Identität habe im Prinzip drei Fragen zu beantworten: Woher komme ich? Wohin gehe ich? Wer bin ich? Diese Fragen haben in der Kulturgeschichte über eine lange Zeit die Religionen beantwortet, etwa in Schöpfungs- und Erlösungsmythen. Durch Säkularisierungsprozesse sind an diese Stelle säkulare Mythen getreten, zum Beispiel der Bewährungsmythos. Wir müssen ständig beweisen, dass wir nützlich sind, dass wir ein gutes Mitglied der Gesellschaft und dass wir anerkannt sind. Und dieser Prozess läuft tatsächlich vor allem über Erwerbsarbeit.

 

Auch die Heldenmythen hängen oft an der beruflichen Biografie. Firmengründer oder geniale Fußballtrainer. Sie haben etwas geschaffen, etwas aufgebaut und sind in der Regel damit auch reich geworden…

 

ANSGAR KREUTZER: Man könnte das „dominierende Identitätsnarrationen“ nennen. Die finden Sie aber auch in viel näherliegenden Zusammenhängen. Wenn Sie sich einem Menschen auf einer Party vorstellen, sagen sie zuerst Ihren Namen und kommen dann schnell zum Beruf. Sie sagen nicht, ich bin Vater, habe zwei Kinder und spiele gerne Karten. Und im Übrigen bin ich ja noch Journalist oder Gärtner oder Krankenschwester.


Das Kreisen um die Erwerbsarbeit hat sich nach Ihrer Meinung noch einmal beschleunigt, als der Arbeiter oder Angestellte zum Arbeitskraftunternehmer wurde. Was bedeutet dieser Begriff?

 

ANSGAR KREUTZER: Arbeitgeber fragen nicht mehr nur fachliche Kompetenz ab, sondern zunehmend die ganze Persönlichkeit. Soziologen und Soziologinnen sprechen hier von der Subjektivierung der Arbeit. Das wollen wir oft selber so, denn niemand möchte mehr entfremdet arbeiten, wie das noch Karl Marx beschrieb. Wir können ja auch vielmehr selbst gestalten: Die Präsenzpflicht wird weniger wichtig, ich kann zuhause im Homeoffice arbeiten, mit Handy und Laptop ausgestattet sogar fast überall. Entscheidend ist aber, dass wir als Arbeitskraftunternehmer selber für die optimale Ausnutzung unserer Arbeitskraft zuständig sind. Und kein Arbeitgeber kann einen Menschen so gut ausbeuten wie er sich selber. Der Arbeitgeber im Kopf ist meist dominanter als der Arbeitgeber, der einem real gegenübersteht.

 

Wir gewinnen aber auch neue Freiheiten, können unsere Kinder betreuen und abends mit dem Laptop arbeiten, wenn sie im Bett sind. Das konnten frühere Generationen von Angestellten nicht…

 

ANSGAR KREUTZER: Aber handelt es sich dabei um wahre Autonomie im Sinne der Selbstbestimmung, oder ist es eine vorläufige Freiheit, die der besseren Selbstorganisation dient? Das ist der Maßstab. Beides ist möglich, und die Rückmeldungen auf diese neuen Arbeitsformen sind auch ambivalent. Es will kaum jemand zurück zur Fließbandarbeit, aber diese neue organisatorische Freiheit bringt auch Pathologien mit sich. Alles, was ich tue, ist zweckorientiert, das sichert Effektivität. Und ich füge meine Selbstsicht in diese zweckorientierte Logik ein. Die Kehrseite davon ist, dass die Handlungslogik des „um zu“ alle Bereiche des menschlichen Handelns quasi imperialistisch umgreift. Das heißt: Ich wähle bestimmte Hobbys, um meine Arbeitsleistung zu stärken. Oder ich suche Ruhe und Muße, um meine Arbeitskraft zu steigern. Ich bleibe also immer in diesem Um-zu-Denken. Diese Handlungslogik ist im ökonomischen Bereich, der meine Erwerbsarbeit dominiert, völlig in Ordnung.

 

Wo fängt es an, problematisch zu werden?

 

ANSGAR KREUTZER: Wenn dieses zweckorientierte Prinzip auf andere Bereiche übergreift und sie bestimmt. Denn das widerspricht der Erfahrung, dass ich die wichtigsten Dinge im Leben, die viele Menschen auch als Glücksfaktoren für ihr Leben beschreiben, anderen verdanke und nicht mir selbst: Liebe, Freundschaft, mein Leben.

 

Wie passt nun die Muße in dieses System?

 

ANSGAR KREUTZER: Auf den ersten Blick gar nicht. Denn das wichtigste Charakteristikum der Muße ist die Zweckfreiheit. Es geht nicht darum, unbedingt gar nichts zu tun, wobei auch das seine Berechtigung hat. Und es wäre an der Zeit, die Faulheit mal wieder zu rehabilitieren. Aber auch wer nicht in der Hängematte liegt, sondern seinen Garten pflegt oder Bilder malt, kann dies mit Muße tun, sofern sein Handeln nicht am Ende doch wieder der Effizienzsteigerung oder Selbstoptimierung des Arbeitskraftunternehmers dient.

 

Aber hat die Muße nicht ihren Platz in all den Angeboten, die uns gemacht werden? Wellness-Hotels am Meer, Töpfern in der Toskana, Retreats im Kloster... Uns wird Ruhe und Muße doch geradezu aufgedrängt.

 

ANSGAR KREUTZER: Wir haben Freizeit, ohne Frage. Und es gibt eine ganze Industrie, die uns dafür Angebote macht. Aber das sind oft die Reparaturbetriebe der Arbeitsgesellschaft. Was bei uns unter dem Stichwort „Muße“ angeboten wird, dient dazu, uns für die Arbeitsgesellschaft wieder fit zu machen. Wir brauchen stattdessen eine Kultur der Muße. Wir müssen Bereiche etablieren, in denen diese Ausrichtung auf einen Zweck nicht dominant ist. Das bedeutet eben nicht, die Manager auch noch spirituell zu coachen. Sie sollten lieber etwas tun, was in keinem sinnhaften Zusammenhang zu ihrer Leistungsfähigkeit in der Erwerbsarbeit steht.

 

Dazu sind zeitliche Freiräume nötig. Ohne sie kann eine Kultur der Muße nicht entstehen.

 

ANSGAR KREUTZER: Ja. Ich erinnere mich an die Aktion eines Betriebsrates, der versucht hat, eine neue Unternehmenskultur zu installieren, in der Überstunden geduldet, aber nicht die Regel sind. Das ist in vielen Unternehmen genau umgekehrt, Überstunden und nicht genommene Urlaubstage gehören zum guten Ton. Wenn man das ändern möchte, braucht man eine kollektive Organisation wie einen Betriebsrat, weil das einzelne Subjekt, das zur Selbstausbeutung neigt, mit dieser Grenzsetzung überfordert ist.

 

Aber mehr Freizeit alleine bringt noch keine Muße...

 

ANSGAR KREUTZER: Nein, wir brauchen eine Kultur, in der es geschätzt wird, wenn jemand am Wochenende gar nichts macht. Wir erzählen uns lieber, was wir am Samstag und Sonntag geschafft haben, sei es, dass wir Arbeit mit nach Hause genommen oder unsere Steuererklärung gemacht haben oder besonders lange gejoggt sind. Dieser Mechanismus, der im Erwerbsleben zählt, wird auch auf die freie Zeit übertragen. Wir müssen sozusagen objektive Grenzen setzen und brauchen Institutionen, die es dem Einzelnen erleichtern, diese auch einzuhalten. Da sehe ich eine wichtige Aufgabe für die Kirchen, etwa in Allianzen, in denen sie mit anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren für den arbeitsfreien Sonntag eintreten, also für einen kollektiv geschützten Mußetag. Nicht nur aus theologischen Gründen oder unserer Tradition verpflichtet, sondern weil wir diese objektive Begrenzung brauchen, damit die Subjekte das nicht auch noch selber leisten müssen.

 

Damit sind wir bei der Rolle der Theologie in der Kultur der Muße. Gibt es denn biblische Befunde oder biblische Geschichten, die hier weiterhelfen?

 

ANSGAR KREUTZER: Die Bibel beschreibt die Verhältnisse in einer prämodernen Gesellschaft und gibt daher auf die Fragen der Industriegesellschaft keine einfache Antwort. Aber es lassen sich zwei theologische Grundlinien in der Bibel finden, die für eine Kultur der Muße inspirierend sind: Das eine ist die Schöpfungstheologie und da insbesondere die Schöpfungserzählungen zu Beginn der Bibel. Dort scheint ein interessantes Sinnkonstrukt durch, und zwar in der refrainartig wiederholten Formulierung „Gott sah, dass es gut war“ und am Ende „dass es sehr gut war“. Im Hebräischen steht das Wort „tob“, was „gut“ oder auch „schön“ bedeutet. Und zwar in dem Sinne „gut, so wie es ist“, „es einfach mal so sein lassen“. Zu dieser Sichtweise kann die Schöpfungstheologie beitragen, auch im Kontrast zu einer Leistungs- und Arbeitsethik, in der immer etwas verbessert werden muss. Nein, es ist gut so, wie es ist.

 

Und die zweite Grundlinie?

 

ANSGAR KREUTZER: Die findet sich in den Reich-Gottes-Erzählungen im Neuen Testament. Wie kommt das Reich Gottes in die Welt? Es wird uns geschenkt. Das ist in der jesuanischen Verkündigung ein ganz wichtiger Impuls: Das müsst ihr nicht selber machen. Das könnt ihr auch gar nicht selber machen. Der Sämann sät und die Saat geht von selber auf. So wie die wichtigsten Dinge im Leben, von denen ich vorhin gesprochen habe: Freundschaft und Liebe sind auch nicht selbst erarbeitet.

 

Klingt nachvollziehbar. Doch die Kirchen haben sich ja lange schwer getan, auch mit dem Thema Muße. Sich der Muße hinzugeben war „aller Laster Anfang“, auch das protestantische Arbeitsethos ist ja mehr als nur ein geflügeltes Wort.

 

ANSGAR KREUTZER: Stimmt, in der Tradition sowohl der katholischen als auch der protestantischen Arbeitsethik wurde vor allem das Hohelied der Arbeit gesungen und nicht das der Muße. In der katholischen Tradition ist das zum Beispiel sehr deutlich in der Enzyklika Laborem Exercens von Johannes Paul II., die auch als Evangelium der Arbeit bezeichnet wird. Der Papst sah richtig, dass die Menschen Sinn in ihrer Arbeit finden und forderte, dass die Arbeit deshalb eben nicht entfremdet sein darf. Eine Analogie findet man zum Beispiel im Buch Lieben und arbeiten von Dorothee Sölle, die ganz ähnlich argumentiert. Das war in der damaligen gesellschaftlichen Situation richtig. Aber in einer Arbeitsgesellschaft, in der einerseits das Arbeitsethos heiß läuft – Stichwort Subjektivierung – und die andererseits entweder strukturelle Arbeitslosigkeit oder aber prekäre Arbeitsverhältnisse erzeugt, die diese Sinnfunktionen nicht sicherstellen können, brauchen wir noch etwas anderes. Da muss eine Theologie oder Ethik der Arbeit das Ruder zumindest zum Teil herumreißen, von dieser impliziten Aufladung der Arbeit zu einer normativen Entladung von Arbeit…

 

...und damit einer höheren Wertschätzung der Muße. Welche konkreten Ansätze sehen Sie denn für eine Theologie der Muße?

 

ANSGAR KREUTZER: Ich finde die Theologie von Gnade und Rechtfertigung interessant, wie sie in der gemeinsamen Erklärung von Lutheranern und Katholiken zur Rechtfertigungslehre von 1999 beschrieben wird. Martin Luther hatte natürlich nicht unsere Arbeitsgesellschaft vor Augen, aber er sah sich unter permanentem Leistungszwang im Bereich der Frömmigkeit. Diesem unterliegen die meisten Menschen heutzutage nicht mehr, sie stehen aber auch unter stetem Leistungszwang durch den Druck der Arbeitsgesellschaft. In diese Richtung eine Theologie der Gnade und Rechtfertigung zu übersetzen, wäre fünfhundert Jahre nach der Reformation absolut spannend.

 

Das ist die Ebene des Wortes. Wo können Kirchen noch zur Kultur der Muße beitragen?

 

ANSGAR KREUTZER: Im habituellen Bereich, also bei Fragen der Lebensformen und des Lebensstils. Religiöse Traditionen verfügen über zwei Schätze, die unverzweckt angeboten und nachgefragt werden sollten: Kontemplation und Ritual. Kontemplation ist das Gegenteil eines dominierenden Aktivismus, einfach mal nichts tun und so in eine rezeptive Haltung kommen, also warten, was sich zuträgt.

 

Und die Rituale?

 

ANSGAR KREUTZER: In der Wiederholung, die typisch für Rituale ist, zeigt sich ein besonderer Umgang mit Zeit. Denn die Zeit wird ja dadurch nicht wirklich effektiv genutzt. Außerdem: Wer ein Ritual vollzieht, begibt sich in ein vorgefertigtes Korsett von Handlungen, gibt Autonomie ab und ist bereit, immer wieder dasselbe zu tun. Das ist etwas anderes als zu fragen, welches Ziel ich mit welchen Maßnahmen möglichst effektiv erreiche. Das prägt eine andere Mentalität.

 

Wobei doch jedes Ritual auch einen Zweck erfüllt: Die Beichte für die Sündenvergebung, das Abendmahl für die Gemeinschaft, das gemeinsame Glaubensbekenntnis – das hat doch alles einen Zweck.

 

ANSGAR KREUTZER: Man müsste vielleicht unterscheiden zwischen Zweck und Sinn. Rituale haben Sinn, in der Pflege der Gottesbeziehung oder auch der mitmenschlichen Beziehung. Aber sie sind nicht unmittelbar zweckgerichtet. Das würde bedeuten, ich tue das eine, damit ich das andere bekomme. Das ist die Frömmigkeit, die Luther zu Recht kritisiert hat.

 

So gesehen müssten Mitarbeiter der Kirche doch eigentlich einen leichteren Zugang zur Muße finden. Stattdessen gelten gerade Pfarrer und Pfarrerinnen als besonders Burnout-gefährdet. Wie erklären Sie sich diesen Widerspruch?

 

ANSGAR KREUTZER: Wenn man empirisch untersuchen würde, welche Sektoren in der Arbeitswelt besonders von Subjektivierungsprozessen betroffen sind und wo Pathologien entstehen, kämen die kirchlichen Dienstverhältnisse vermutlich auch in Blick. Sie sind in den Dienstleistungssektoren angesiedelt, in denen die Burnout- und Selbstausbeutungsgefahr besonders hoch ist. Zudem gibt es auch ein theologisch unterfüttertes hohes Arbeitsethos. Man arbeitet schließlich für das Reich Gottes, und das zu vernachlässigen, fällt doppelt schwer. Gleichzeitig gibt es aber auch das Hilfsmittel einer Theologie der Gnade und Rechtfertigung, einer Theologie des „Einfach-mal-gut-sein-Lassens“, das zur Verfügung stünde, aber viel mehr genutzt gehörte. Und ganz praktisch: Kirche muss als Arbeitgeberin Vorbild sein und Tarifverträge zur Verfügung stellen, die zum Beispiel Teilzeitarbeit auch für Führungspersonal ermöglichen.

 

Wie wäre es, wenn sich die Kirchen stärker für das bedingungslose Grundeinkommen einsetzen? Würde ein solches Gegenmodell zur klassischen Erwerbsarbeit nicht die Kultur der Muße befördern?

 

ANSGAR KREUTZER: Ich habe keine festgelegte Meinung zum Grundeinkommen. Ich glaube, dass Sinnstiftung und Erwerbstätigkeit in unserer Gesellschaft noch so eng gekoppelt sind, dass das bedingungslose Grundeinkommen als defizitärere Form der Sinnstiftung empfunden würde. Aber die Diskussion darüber ist wichtig. In Österreich ist diese Debatte auch im kirchlichen Bereich angesiedelt. Die Katholische Sozialakademie Österreichs in Wien fördert zum Beispiel die Diskussion um das Grundeinkommen sehr stark. Ich denke, dass so Mentalitäten und Selbstverständlichkeiten hinterfragt werden, die tatsächlich für ein Arbeitsethos mit pathologischen Folgen sorgen.

 

Zum Schluss ganz praktisch gefragt: Wie kommt die Muße in mein Leben?

 

ANSGAR KREUTZER: Der Kern der Muße ist Zweckfreiheit. Und nun müssen Sie überlegen, welche Tätigkeiten Ihnen einfach nur gut tun und keinen weiteren Zweck erfüllen müssen. Man kann die Kultur des zweckfreien Handelns einüben, etwa in Freundschaften. In der Arbeitswelt sind die Beziehungen oft verzweckt und werden zum Net-Working. Die klassische Definition von Freundschaft beschreibt jedoch das Gegenteil: eine Beziehung, die man als sinnvoll, sinnstiftend erlebt, die aber zu nichts nutze ist. Und dann hilft die Beschäftigung mit Kunst in einem umfassenden Sinne, die Betrachtung des zweckfrei Schönen etwa. So wie Gott in der Schöpfungserzählung sieht, dass die Welt „tob“ ist, gut, wie sie ist. Mit Kunst meine ich nicht nur ihre hochkulturellen Formen, denn möglichst prestigeträchtige Formen von Kunst und Kultur rezipieren zu müssen, kann schon wieder Stress erzeugen. Aber es gibt ja beispielsweise auch die Kunst des Fußballspielens, an der ich Freude haben kann. Und oft ist es einfach nur ein Spaziergang, bei dem es Schönes zu entdecken gibt.

 

Das Gespräch führte Stephan Kosch am 20 Juni in Linz.

 

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