zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft

Interview

Ausgabe 8 August 2014

Foto: privat
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Thomas Hawel

Wie eine Arche Noah

Gespräch mit dem Leiter des Europa-Rosariums Thomas Hawel über die Faszination für die Rose, über Trends bei der Rosenzucht und über die Rosen-Genbank in Sangerhausen/Sachsen-Anhalt

Ihre lange Geschichte zeichnet die Rose aus. Sie hat immer dort eine bedeutende Rolle gespielt, wo die Gesellschaft weit entwickelt gewesen ist und man sich auch um die schönen Dinge des Lebens hat kümmern können. Schon der chinesische Philosoph Konfuzius (551 bis 449 v. Chr.) berichtete von größeren Rosengärten in China. Und die älteste bildliche Darstellung von Rosen findet sich auf Kreta, erläutert der Leiter des Europa-Rosariums Thomas Hawel.

Ausgabe 7 Juli 2014

Foto: privat
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Thomas Kaufmann

Identifikationsfigur für alles und jeden

Gespräch mit dem Göttinger Kirchenhistoriker Thomas Kaufmann über eine Verbindung zwischen Martin Luthers Theologie und der Kriegsbegeisterung evangelischer Theologen im August 1914

Wie andere Deutsche verstanden auch viele Protestanten den Ersten Weltkrieg als Kampf zwischen deutscher Kultur und westlicher Zivilisation, Luthertum einerseits und Calvinismus und Katholizismus andererseits. Und schon vor 1914 hatten viele evangelische Theologen pazifistische Ideen unter Berufung auf Luthers Anthropologie bekämpft, wonach der Krieg zur gefallenen Schöpfung gehört - und immer gehören wird.

Foto: epd/Norbert Neetz
Foto: epd/Norbert Neetz
Petra Bosse-Huber

Räume schaffen gegen Gewalt

Gespräch mit der EKD-Auslandsbischöfin Petra Bosse-Huber über die Kirchen in der Ukraine

Die meisten der 45 Millionen Einwohner gehören einer der beiden großen orthodoxen Kirchen der Ukraine an. Die EKD versucht über ihre Auslandsarbeit, offene Räume zum Austausch zu schaffen, ohne Gewalt und Zensur, wie die EKD-Auslandsbischöfin Petra Bosse-Huber im Gespräch erläutert.

Ausgabe 6 Juni 2014

Foto: Frederika/Verlag Herder
Foto: Frederika/Verlag Herder

Architektur ist verleiblichte Theologie

Gespräch mit Propst Johann Hinrich Claussen, Präsident des Evangelischen Kirchbautages, über Heiligkeit von und in Kirchenräumen

Nach evangelischem Verständnis gibt es keine heiligen Kirchenräume. Doch auch bei Protestanten existiert ein großes Bedürfnis nach Orten, die eine sakrale Atmosphäre und Raum für religiöse Erfahrungen bieten. Wie muss eine Kirche gestaltet sein, damit sie diesem Bedürfnis entspricht? Welche Rolle können und sollten Kirchen im öffentlichen Raum spielen? Dazu ein Gespräch mit Propst Johann Hinrich Claussen, Hauptpastor an der St. Nicolai-Kirche in Hamburg und Präsident des Evangelischen Kirchbautages.     

Ausgabe 5 Mai 2014

Foto: privat
Foto: privat
Friederike Kuster

Autonomie und Angewiesenheit

Gespräch mit Friederike Kuster über das Recht, in Ruhe gelassen zu werden und das wachsende Reich der Öffentlichkeit

Die Grenzen zwischen Privatem und Öffentlichem verschieben sich immer rascher. Dieser Prozess ist janusköpfig: Freiheitsgewinne auf der einen Seite, auf der anderen droht das Private an eine keineswegs immer wohlwollende Öffentlichkeit ausgeliefert zu werden.

Ausgabe 4 April 2014

Foto: Deutsche Bank
Foto: Deutsche Bank
Caio Koch-Weser

Durch den Urwald zur Schule geritten

Gespräch mit dem Finanzexperten Caio Koch-Weser über Deutsche in Brasilien und die wirtschaftliche Entwicklung des Landes

Caio Koch-Weser hat an verschiedenen Orten der Welt als Wirtschafts- und Finanzexperte gearbeitet: In Washington im Vorstand der Weltbank, in Berlin als Finanzstaatssekretär der Regierung Schröder. Derzeit arbeitet er unter anderem in London und Berlin als Vice-Chairman für die Deutsche Bank. Seine Kindheit und Jugend verbrachte der Deutsch-Brasilianer aber in Rolândia, einer Siedlung von deutschen Emigranten im brasilianischen Urwald, die sein Großvater mit gegründet hat.

Ausgabe 3 März 2014

Foto: dpa/Alina Novopashina
Foto: dpa/Alina Novopashina
Rolf Hochhuth

Vom Abrisskalender

Gespräch mit Rolf Hochhuth über Kunst und Kultur in den Zeiten des Banausentums

Rolf Hochhuth verhielt sich gegenüber einem allzu selbstgewissen Zeitgeist schon immer als Störenfried. Er tut es noch immer, wie sich in unserem Gespräch zeigt: Wer sonst würde es wagen, mit Blick auf die Kultur ungerührt die Monarchie zu loben und die Demokratie für minderbemittelt zu erklären?

Foto: privat
Foto: privat
Claudia Brück

"Wir wollen mehr verkaufen"

Gespräch mit Claudia Brück, stellvertretende Geschäftsführerin von TransFair in Deutschland, über neue Absatzmärkte und Kritik an der Wachstumsstrategie

Um ein effektives Instrument zur Armutsbekämpfung zu sein, muss man neue Absatzmärkte für Kleinbauern schaffen - auch in Zusammenarbeit mit Discount-Märkten. Die Qualität und Fairness mindere das nicht, sagt Claudia Brück. Ein neues Kakao-Programm soll helfen, sagt sie im Gespräch mit Katharina Lübke.

Ausgabe 2 Februar 2014

Foto: v.BSB
Foto: v.BSB
Ulrich Pohl

"Eine Generationenaufgabe"

Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Ulrich Pohl über die UN-Behindertenrechtskonvention und ihre Auswirkungen für Deutschland

Der evangelische Pastor Ulrich Pohl steht seit fünf Jahren dem Vorstand der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Bielefeld vor. Sie sind die größte diakonische Einrichtung Europas und von der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention massiv betroffen.

Ausgabe 1 Januar 2014

Foto: dpa/Horst Galuschka
Foto: dpa/Horst Galuschka
Friedrich Wilhelm Graf

Es gibt keine christliche Politik

Gespräch mit dem Münchner Theologen Friedrich Wilhelm Graf über politische Äußerungen evangelischer Bischöfe und Synoden sowie über Parteien, die sich christlich nennen

Friedrich Wilhelm Graf hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder kritisch, mitunter auch polemisch, mit politischen Äußerungen evangelischer Bischöfinnen und Bischöfe auseinandergesetzt. Aber er hat das nicht getan, weil er - wie konservative Protestanten - meint, die Kirche solle sich aus der Politik raushalten. Wichtig ist ihm vielmehr, dass Kirchenvertreter wissen und sich bewusst machen, dass theologische Begriffe und die Lebenswirklichkeit ambivalent sind und sich daher einfache Antworten auf politische Fragen verbieten.  

Ausgabe 12 Dezember 2013

Foto: Timm Stuetz
Foto: Timm Stuetz
Jan M. Piskorski

"Mauern zu bauen, bringt nichts"

Gespräch mit dem polnischen Historiker Jan M. Piskorski über Flucht und Vertreibung in Europa im 20. Jahrhundert

Europa ist ein Kontinent, in dem im vergangenen Jahrhundert Millionen Menschen als Flüchtlinge unterwegs waren. Grund dafür waren nicht nur die beiden Weltkriege, sagt Jan M. Piskorski, Geschichtsprofessor an der Universität Stettin. 

Foto: Laurence Chuperor
Foto: Laurence Chuperor
Volker Kauder

"Es steht viel auf dem Spiel"

Interview mit Volker Kauder über syrische Flüchtlinge

Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, setzt sich seit Jahren für verfolgte Christen ein. Mit ihm sprach Esther Gardei über die derzeitige Lage in Syrien und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die europäische Flüchtlingspolitik.

Ausgabe 11 November 2013

Foto: dpa/Uwe Zucchi
Foto: dpa/Uwe Zucchi

Trauer ist unberechenbar geworden

Gespräch mit dem evangelischen Theologen und Direktor des Sepukralmuseums in Kassel über den Wandel der Trauerkultur in Deutschland

Trauer ist keine anthropologische Konstante, sondern ein kulturell erlernter Prozess, der nicht zuletzt von den gesellschaftlichen und technischen Rahmenbedingungen gesteuert wird. Diese These vertritt der evangelische Theologe und Leiter des Kasseler Sepukralmuseums Reiner Sörries. Trauer ändere sich über Generationen hinweg, und gegenwärtig passiere das rasend schnell.  

Ausgabe 10 Oktober 2013

Foto: EKBO
Foto: EKBO
Markus Dröge

Geist der Vielfalt

Gespräch mit dem Berliner Bischof Markus Dröge über die Zukunft der Ortsgemeinde, die Unterstützung von Sondergemeinden und die Mittlerfunktion des Kirchenkreises

Ist die Parochie noch zeitgemäß? Ja, sagt Markus Dröge. Der Bischof der Landeskirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz weiß um die Probleme gerade ländlicher Gemeinden, ihre Angebote zu erhalten. Er setzt auf stärkere Kirchenkreise als mögliche Lösung.

Bodo-Michael Baumunk

Talar in Orange

Interview zur Ausstellung über die Kulturgeschichte des evangelischen Pfarrhauses

Ab dem 25. Oktober ist im Deutschen Historischen Museum in Berlin die Sonderausstellung "Leben nach Luther - Eine Kulturgeschichte des evangelischen Pfarrhauses" zu sehen. Sie entstand in Kooperation mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Über Inhalt und Ziel der Ausstellung sprach zeitzeichen-Redakteur Stephan Kosch mit Bodo-Michael Baumunk, einem der Kuratoren.

Ausgabe 9 September 2013

Foto: privat
Foto: privat
Monika Wohlrab-Sahr

Spiel mit der Differenz

Gespräch mit der Leipziger Kultursoziologin Monika Wohlrab-Sahr über den Wechsel der Religion und warum manche Religionen attraktiver sind als andere

Oftmals führen nicht theologische Probleme zur Konversion, sondern persönliche. Über den Zusammenhang zwischen einer krisenhaften Biographie und einer Bereitschaft zur Konversion, zum Beispiel wenn eine Religion klare Ordnungsstrukturen für das Leben anbietet, berichtet Monika Wohlrab-Sahr, Professorin für Kultursoziologie an der Universität Leipzig.

Ausgabe 8 August 2013

Foto: privat
Foto: privat
Till Ehrlich

"Guter Wein entwickelt Eigensinn"

Gespräch mit Till Ehrlich über Wein als historisches Kulturgut, profanes Massenprodukt und als Medium religiöser Praxis

Jeder kann zum Weinexperten werden, sagt Till Ehrlich. Der Journalist und Buchautor probiert jedes Jahr bis zu fünftausend Weine. Er weiß, dass es weniger um Techniken geht, als um das Interesse an der Arbeit der Winzer und die Frage: "Ist dieser Wein ein echter Wein?"

Ausgabe 7 Juli 2013

Foto: privat
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Nikolaus Schneider

Liebe vor Prinzipientreue

... dennoch brauchen wir in Sachen Sterbehilfe klare Maßstäbe: Gespräch mit dem Ratsvorsitzenden der EKD, Nikolaus Schneider

Wenn es um Sterbehilfe gibt, lassen sich menschliche und ethische Dilemmata kaum vermeiden: Wann und unter welchen Umständen kann sie akzeptiert werden? Nikolaus Schneider nimmt Stellung - in seinem Namen und in dem der EKD.

Ausgabe 6 Juni 2013

Foto: privat
Foto: privat
Wolfgang Huber

Am Ende des Abends Empathie

Gespräch mit Wolfgang Huber über die geistige Gestalt Europas und die Annäherung der Religionen über Einübung in Empathie

Auch für Menschen ohne eine eigene Glaubensüberzeugung sei es wichtig zu wissen, in welchem Sinn die Rechtskultur, die Kultur des Zusammenlebens, die Atmosphäre der Rücksichtnahme und die Bereitschaft zum Helfen mit dem Ethos der Zehn Gebote und dem Liebesgebot zusammenhängt und woher das alles stammt - davon ist Wolfgang Huber, ehemaliger Ratsvorsitzender der EKD, Bischof und Professor, überzeugt.  

Ausgabe 5 Mai 2013

Foto: epd/Susanne Hübner
Foto: epd/Susanne Hübner
Olav Fykse Tveit

Starker Fürsprecher auf der Weltebene

Gespräch mit Generalsekretär Olav Fykse Tveit über Probleme und Perspektiven des Weltkirchenrates und seinen 350 Mitgliedskirchen

Von Anfang an engagierten sich Deutschlands Protestanten stark im Weltkirchenrat, finanziell und personell. Aber in den vergangenen Jahren hat beides nachgelassen. Wie sieht das der Generalsekretär? Und was erwartet er vom Reformationsjahr 2017?

Ausgabe 4 April 2013

Foto: DFG
Foto: DFG
Thomas Bauer

Vieldeutigkeit ist eine Gnade Gottes

Gespräch mit dem Islamwissenschaftler Thomas Bauer über Ambiguitätstoleranz in der muslimischen Geschichte

Der Islam wird im Westen noch immer häufig als intolerante Religion wahrgenommen, die ihr Weltbild aus eindeutigen Glaubenssätzen konstruiert. Dabei habe gerade in islamischen Ländern auch in Glaubensfragen über viele Jahrhunderte eine hohe Toleranz gegenüber Mehrdeutigkeiten - Ambiguitäten - geherrscht, sagt der Islamwissenschaftler Thomas Bauer. Diesen Schatz gelte es neu zu entdecken - auch in den christlich geprägten Ländern.

Ausgabe 3 März 2013

Foto: dpa/Arno Burgi
Foto: dpa/Arno Burgi
Kirsten Boie

Vom Umblättern zum Wischen

Gespräch mit der Kinderbuchautorin Kirsten Boie über ihre Leseerfahrungen und warum es wichtig ist, Kinder als Leser zu gewinnen

Kirsten Boie ist eine der bekanntesten Kinder- und Jugendbuchautorinnen in Deutschland. Die 62-Jährige hat an die hundert Bücher geschrieben. Sie lebt in Hamburg und engagiert sich sehr stark in der Leseförderung von Kindern.

Ausgabe 2 Februar 2013

Foto: privat
Foto: privat
Dirk Blasius

Frauen waren die Verlierer

Gespräch mit dem Geschichtsprofessor Dirk Blasius über den Wandel des Scheidungsrechts

"Glaubensgetragene Vernunft" könnte für die evangelische Kirche ein Strategiebegriff im Umgang mit dem Thema Scheidung sein, meint Dirk Blasius, Professor em. für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Duisburg/Essen, am Ende einer Tour d'horizon zum Wandel des Scheidungsrechts und -verhaltens im Laufe der Jahrhunderte.

Ausgabe 1 Januar 2013

Foto: Humboldt-Universität
Foto: Humboldt-Universität
Wilhelm Gräb

Öffentlich sagen, was gilt

Gespräch mit dem Berliner Theologen Wilhelm Gräb über alte Bekenntnisse und die Frage einer Übernahme des Augsburger Bekenntnisses durch die EKD

Wilhelm Gräb, der vom Hochrhein stammt, ist Professor für Praktische Theologie und Direktor des Instituts für Religionssoziologie und Gemeindeaufbau an der Humboldt-Universität zu Berlin. Der 64-Jährige lehrt auch an der Theologischen Fakultät der südafrikanischen Universität Stellenbosch.

 

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