zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft
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Notizen

aus Religion und Gesellschaft

Rheinländer angeln dicken Fisch

Die EKD hat die Internetseite des Medienverbandes der Rheinischen Kirche "www.gemeindemenschen.de" mit dem goldenen "WebFish" ausgezeichnet. Der mit 1500 Euro dotierte Preis würdigt, dass sich die Internetseite klar an eine Zielgruppe richtet und den Dialog sucht. Der mit 1000 Euro dotierte silberne "WebFish" ging an die Internetseite des Karmelitenordens www.karmeliten.de. Den bronzenen "Web Fish" in Höhe von 500 Euro erhielt www.theopop.de, wo Angehörige der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen über Filme, Fernsehshows und Fußballhymnen bloggen.


Unternehmer: Pfarrer müssen Führung lernen

In der Pfarrerausbildung solle modernes Führungsmanagement ein weitaus größeres Gewicht bekommen, hat der Vorsitzende des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer, Peter F. Barrenstein, in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) gefordert. Der EKD-Synodale ist auch EKD-Beauftragter für das Thema Führen und Leiten. Seiner Auffassung nach haben viele Geistliche die Einstellung "Ich kann das alleine, ich brauche keinen, der mir etwas sagt". Außerdem legten sie zu wenig Wert darauf, selbst Vorgesetzte zu haben, die "führungstechnisch" fortgebildet sind und sich für das Motivations- und Leistungspotenzial der Mitarbeiter interessieren.

Foto: epd
Foto: epd

Konfirmationsunterricht: So wenig Schule wie möglich

Jugendliche nehmen den Konfirmandenunterricht positiv wahr, wenn er sich sehr vom Schulunterricht unterscheidet. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Sinus-Instituts, die die Landeskirchen Baden und Württemberg in Auftrag gegeben hatten. Schlechte Erfahrungen mit dem traditionellen Gemeindegottesdienst sind für Jugendliche "die größte Barriere" für ein Engagement in der Kirche. Fast alle Befragten hätten an den Predigten kritisiert, sie waren "zu umfangreich, nicht abwechslungsreich genug, schwer verständlich, alltags- und jugendfern". Kritisch sehen die Jugendlichen auch Choräle, Orgelmusik, die üblichen Gottesdienstzeiten und die fehlende Möglichkeit zum Gespräch. Und der gymnasiale Zuschnitt des Konfirmandenunterrichts schrecke weniger gebildete Jugendliche ab, sagte Inga Borchard, die die Untersuchung geleitet hatte. Der badische Landesjugendpfarrer Thomas Schalla brachte eine Erkenntnis der Studie auf die Formel: "Je mehr Jugendarbeit in der Konfirmandenzeit, desto besser."

Für die Studie wurden neunzigminütige Tiefeninterviews mit je 36 weiblichen und männlichen Jugendlichen geführt, deren Konfirmation maximal zwei Jahre zurücklag. Berücksichtigt wurden zu gleichen Teilen Haupt-, Real- und Oberschüler.

Unduldsame Muslime in Ägypten, Jordanien und Pakistan

Die meisten Muslime weltweit seien der Ansicht, der Islam sei der "einzig wahre Glaube", aber Nichtmuslime sollten in muslimischen Ländern ihre Religion ausüben dürfen. Das hat die Studie "Die Muslime der Welt: Religion, Politik und Gesellschaft" ergeben, die das renommierte Washingtoner Meinungsforschungsinstitut "Pew Research Center" erstellte. Befragt wurden 38000 Muslime in 39 Ländern. Große regionale Unterschiede gibt es bei der Beurteilung der Scharia, des islamischen Rechtes.

In Afghanistan befürworten 99 Prozent der Befragten die Scharia als geltendes Gesetz, doch nur 8 Prozent der Aserbaidschaner und 12 Prozent der Türken wollen unter der Scharia leben. Große Zustimmung zur Scharia gab es im Irak (91 Prozent), in Palästina (89 Prozent), Malaysia, im Niger (jeweils 86 Prozent) und in Pakistan (84 Prozent). Die Todesstrafe für Muslime, die sich von ihrem Glauben lossagen, befürworteten in Ägypten 86, in Jordanien 82 und in Pakistan 76 Prozent der Befragten. Für Körperstrafen wie Auspeitschen und Handabhacken gab es nur in Afghanistan und Pakistan eine breite Zustimmung.

 

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