zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft
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Notizen

aus Religion und Gesellschaft

Hessen: Diakonische Werke fusioniert

Die Diakonischen Werke der Landeskirchen Hessen-Nassau und Kurhessen-Waldeck haben sich zur Diakonie Hessen zusammengeschlossen. Zu ihr gehören 738 Einrichtungen und ambulante Dienste mit 34.500 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sitz des neuen Werkes ist Frankfurt am Main.

Hohe Taufbereitschaft unter Protestanten

Die Taufbereitschaft evangelischer Eltern ist hoch. Bei einer Umfrage, die die Ludwigsburger Religionssoziologin Claudia Schulz verantwortet, gaben 36 Prozent an, ihr Kind solle auf jeden Fall getauft werden. Jeder fünfte sagte, es werde "wahrscheinlich" zu einer Taufe kommen, 24 Prozent waren sich nicht sicher, und 14 Prozent schlossen eine Taufe aus. Der Großteil von ihnen möchte, dass die Taufe erst stattfindet, wenn das Kind so weit ist, dass dem Taufakt ein persönliches Glaubensbekenntnis vorausgehen kann, wie das in manchen Freikirchen üblich ist. Schulz wies darauf hin, dass 80 Prozent der Kinder getauft werden, deren Eltern evangelisch sind. Geringer sei die Quote bei Alleinerziehenden oder Paaren unterschiedlicher Konfession oder Religion.

In Paramaribo, der Hauptstadt Surinams, erinnern Häuser an die Kolonialzeit. Foto: dpa/Jörg Carstensen
In Paramaribo, der Hauptstadt Surinams, erinnern Häuser an die Kolonialzeit. Foto: dpa/Jörg Carstensen

Herrnhuter Brüdergemeine bittet um Vergebung

Die Herrnhuter Brüdergemeine hat die Nachfahren der Sklaven im südamerikanischen Surinam um Verzeihung gebeten. Die Kirche sei "beschämt", dass sie selber Sklaven besessen habe, sagte der Vorsitzende der Kirchenleitung, Frieder Vollprecht, im sächsischen Herrnhut. Anlässlich des Gedenktags an die Abschaffung der Sklaverei in Surinam vor 150 Jahren wurde in allen Gottesdiensten der Brüdergemeine in Deutschland und den Niederlanden ein Schuldbekenntnis verlesen. Die Herrnhuter hatten ab 1735 in Surinam missioniert, das bis 1975 niederländische Kolonie war. Heute hat die Brüdergemeine in Surinam rund 40.000 Mitglieder, in Europa rund 18.700.  

Gottesdienstbesuch: Sachsen vorne, Bremen Schlusslicht

Den evangelischen Landeskirchen gehören 28,9 Prozent und den evangelischen Freikirchen 0,4 Prozent der deutschen Wohnbevölkerung an. Römisch-katholisch sind 29,9 Prozent. Das geht aus der jüngsten Statistik der EKD hervor, die den Stand des Jahres 2011 wiedergibt. 33,7 Prozent sind in Deutschland konfessionslos, 4,9 Prozent Muslime, 1,6 Prozent orthodoxe Christen und 0,1 Prozent Juden. Im Bereich der EKD besuchten durchschnittlich 3,7 Prozent der Kirchenmitglieder den Sonntagsgottesdienst. Den höchsten Anteil verzeichnen die Landeskirchen Sachsen (6,9 Prozent) und Württemberg (5,2 Prozent), den niedrigsten Oldenburg (2,4 Prozent) und Bremen (2,6 Prozent).

Bei Lesben und Schwulen entschuldigt

Der evangelikale Exodusverband, der seit 1976 in den USA versucht hatte, Homosexuelle umzupolen, hat sich aufgelöst. Präsident Alan Chambers entschuldigte sich bei Schwulen und Lesben für den Schmerz, den ihnen Exodus zugefügt habe. Mehr als drei Jahrzehnte hatte die Organisation behauptet, Homosexualität entstehe durch negative Lebensereignisse wie sexuellen Missbrauch und könne durch Gebet und Beratung geheilt werden. In einem Fernsehinterview sagte Chambers, 99 Prozent der Menschen könnten ihre sexuelle Orientierung nicht ändern.  

 

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