zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft
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Notizen

aus Religion und Gesellschaft

Gericht gibt katholischer Schule Recht

Eine katholische Bekenntnisschule darf einen muslimischen Schüler ablehnen, wenn die Eltern die Teilnahme des Kindes am  Religionsunterricht und Schulgottesdienst verweigern. Eine entsprechende
Entscheidung des Verwaltungsgerichts Minden ist nun vom   Oberverwaltungsgericht Münster bestätigt worden (AZ: 19 B 1042/13).

Körperschaftsstatus für Sekte

Rheinland-Pfalz hat als drittes Bundesland nach Hessen und Berlin die Mormonensekte als Kör­perschaft des öffentlichen Rechts anerkannt. Nach Angaben des Mainzer Kulturministeriums hatten sich die Kirchenreferenten der Länder zuvor grundsätzlich auf eine Anerkennung geeinigt. Auch in den anderen Ländern stehe sie unmittelbar bevor. Hessen und Berlin hatten die Sekte schon in den Fünfzigerjahren als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt. Als solche besitzt sie das Recht, Kirchensteuer durch die staatlichen Finanz-ämter einziehen zu lassen und Religionsunterricht an staatlichen Schulen anzubieten. Als Körperschaft des öffentlichen Rechtes anerkennt Rheinland-Pfalz auch die altkatholische, die griechisch- und russisch-orthodoxe Kirche, die Evangelisch-Methodistische Kirche, einige freireligiöse Gemeinden, den Landes­verband der jüdischen Gemeinden, Adventisten, die Neuapostolische Kirche und die Zeugen Jehovas.

Taufe an der Elbe in Hamburg. Foto: epd/Stephan Wallocha
Taufe an der Elbe in Hamburg. Foto: epd/Stephan Wallocha

 

 

Pfarrer genießen weniger Ansehen

Bei einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach nach dem Prestige von 18 Berufsgruppen haben Geistliche den sechsten Platz belegt. 29 Prozent der Befragten nannten den Pfarrberuf als den Beruf, vor dem sie "am meisten Achtung" hätten. Vor fünf Jahren hatten das noch 39 Prozent angegeben. In Ostdeutschland, wo nur eine Minderheit Mitglied einer Kirche ist, sind es 22 Prozent. Mit 79 Prozent genießen Ärzte bei den Deutschen das höchste Ansehen, gefolgt von Krankenschwestern (63 Prozent) und Polizisten (49 Prozent). Schlusslichter bilden Politiker (6 Prozent), Fernsehmoderatoren und Banker (jeweils 3 Prozent).

Erste jüdisch-theologische Fakultät in Deutschland

Die erste jüdisch-theologische Fakultät in der deutschen Universitätsgeschichte wird im November offiziell in Potsdam eröffnet. An der "School of Jewish Theology" werden acht Professoren lehren. Anders als im orthodoxen Judentum ist im liberalen und konservativen ein Hochschulabschluss Voraussetzung für die Ordination ins Rabbinat.

Bischof Meister: Zwischen Trauung und Segnung unterscheiden

Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister spricht sich dafür aus, in der evange­lischen Kirche weiter zwischen der Trauung heterosexueller und der Segnung homose­xueller Paare zu unterscheiden. "Das ursprüngliche Bild zweier Menschen, die sich für ihr ganzes Leben aneinander binden, ist in der Bibel das Bild von Mann und Frau. Das kann man nicht weginterpretieren", sagte Meister der Tageszeitung Die Welt. Viele Ho­mosexuelle wollten auch "gar keine Kopie einer Trauung". Aber es müsse "auch gottesdienstliche Formen für die Segnung jener Paare geben, die in vergleichbarer Weise ihre Gemeinschaften vertrauensvoll und verbindlich leben", sagte der Bischof. In den zwanzig Mitgliedskirchen der EKD gibt es unterschiedliche Regelungen für die Segnung gleich­geschlechtlicher Partnerschaften. In der hessen-nassauischen Landeskirche sind sie den Trauungen weitgehend gleichgestellt und werden ins Kirchenbuch eingetragen.

 

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