zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft
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EKD: Organisierte Sterbehilfe verbieten

Der Rat der EKD hat sich dafür ausgesprochen, jede Form organisierter Sterbehilfe zu verbieten. Die Selbsttötung eines Menschen sei grundsätzlich abzulehnen, "weil das Leben als eine Gabe verstanden wird, über die wir nicht eigenmächtig verfügen sollen", erklärte das Gremium. Die generelle Ablehnung schließe jedoch nicht aus, dass Menschen in einer extremen Not- und Ausnahmesituation zu einer anderen Entscheidung kommen können.

Krieg zwischen Kirche und Gewerkschaft?

Der Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD, Gerhard Wegner, hat vor einem "Stellungskrieg" ums Arbeitsrecht zwischen Kirchen und Gewerkschaften gewarnt. Das Bundesarbeitsgericht habe es in seinem Urteil vom 22. November versäumt, den Kirchen die Entwicklung eines ihnen gemäßen Streikrechts aufzuerlegen, sagte er dem Evangelischen Pressedienst (epd). Wegner mahnte erhebliche Reformen des kirchlichen Arbeitsrechts an. Die Gewerkschaften müssten den Dritten Weg zumindest indirekt anerkennen und die Kirchen sich verpflichten, tarifliche Regelungen zu übernehmen, die nicht ausschließlich in ihren Kommissionen zustande gekommen seien. Faktisch wäre das die Wiedereinführung früherer Zustände, als die Kirchen noch den Bundesangestelltentarif übernahmen.

Washington: Die anglikanische Bischofskirche ist "Nationale Kathedrale" der USA. Foto: dpa/Michael Reynolds
Washington: Die anglikanische Bischofskirche ist "Nationale Kathedrale" der USA. Foto: dpa/Michael Reynolds

US-Kongress: Anglikaner, Juden und Presbyterianer überrepräsentiert

Auch im neuen US-Kongress sind Protestanten insgesamt überrepräsentiert. Wie eine Untersuchung des renommierten Pew Center ergeben hat, stellen sie 56 Prozent der Parlamentarier, aber nur 48 Prozent der Bevölkerung. Stark überrepräsentiert sind im Kongress Anglikaner (7,2 zu 2 Prozent), Juden (6 zu 2 Prozent) und Presbyterianer (8,1 zu 3 Prozent). Deutlich unterrepräsentiert sind die Pfingstler, deren Anteil im Kongress 0,2 Prozent beträgt, in der Bevölkerung dagegen 4 Prozent. Die Zahlen spiegeln auch die soziale Zusammensetzung der Kirchenmitglieder und ihre Bereitschaft, sich politisch zu engagieren und als Wähler registrieren zu lassen.

Bremische Kirche gegen EKD-Pfarrerdienstrecht

Als einzige deutsche Landeskirche hat die bremische eine Übernahme des Pfarrerdienstrechtes der EKD abgelehnt. Mitglieder der Synode monierten, das EKD-Recht signalisiere in seinen detaillierten Regelungen Misstrauen gegenüber den Pastoren. Während das Bremer Pfarrergesetz 86 Paragrafen umfasst, hat das der EKD 121. Der leitende Geistliche der Bremischen Evangelischen Kirche, Renke Brahms, warb für einheitliche Regelungen. So erleichtere ein gemeinsames EKD-Gesetz den Wechsel von Pastoren von einer Landeskirche in die andere.

Mehr Kooperation der hessischen Landeskirchen

Die beiden hessischen Landeskirchen rücken ab 1. Januar enger zusammen. Den Weg dafür hatten die hessen-nassauische und die kurhessische Landessynode freigemacht. Sie stimmten der Fusion der beiden Diakonischen Werke zur "Diakonie Hessen" zu sowie einer engeren Zusammenarbeit bei Akademiearbeit, Mission und Ökumene, Religionspädagogik und theologischer Aus- und Fortbildung. Die kurhessische Landeskirche, die vor allem den Norden des Bundeslandes umfasst, hat 895.000, die hessen-nassauische 1,7 Millionen Mitglieder.

 

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