zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft
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Notizen

aus Religion und Gesellschaft

EKD: Organisierte Sterbehilfe verbieten

Der Gesetzentwurf zur Sterbehilfe geht dem EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider nicht weit genug. Zwar begrüße er die Absicht, kommerzielle Beihilfe zur Selbsttötung unter Strafe zu stellen, sagte der Theologe vor der rheinischen Landessynode, er sehe aber auch die nichtkommerziell organisierte Sterbehilfe kritisch, die nach dem  Gesetzentwurf aus dem Bundesjustizministerium nicht verboten ist.
"Die existenziell schwierigen Fragen bei der Sterbebegleitung gehören für mich in den geschützten Raum der Familien, der engen Freundschaft oder des umfassenden Vertrauens zwischen Sterbenden
und den Menschen, die sie betreuen", sagte Schneider. Der  Gesetzentwurf von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sieht vor, die gewerbsmäßige Beihilfe zur Selbsttötung künftig zu ahnden. Beihilfe durch Angehörige und  Freunde, wie die organisierte Beihilfe durch gemeinnützige Vereine, würde dagegen nicht verboten.

Wird der 31. Oktober Feiertag?

Bürgermeister Olaf Scholz will den Reformationstag 2017 in Hamburg zum gesetzlichen Feiertag machen. Das kündigte er vor dem Landesparlament an. Dieses muss dazu das Feiertagsgesetz entsprechend ändern. Dauernder gesetzlicher Feiertag ist der 31. Oktober nur in den neuen Bundesländern.

Der Kirchturm von Widecombe im Dartmoor. Foto: dpa/Adam Burton
Der Kirchturm von Widecombe im Dartmoor. Foto: dpa/Adam Burton

England: Weniger Christen, mehr Konfessionslose und Muslime

Die Zahl der Christen in England und Wales ist in den vergangenen zehn Jahren  von 71,1 auf 59 Prozent der Bevölkerung gesunken. Das hat das Statistische Landesamt mit den Ergebnissen der Volkszählung 2011 bekanntgegeben. 25 Prozent der Engländer und Waliser hatten angegeben, keiner Religion  anzugehören, während es 2001 nur 10 Prozent waren. Die Zahl der Muslime stieg um 2 auf 5 Prozent, der Anteil der Juden blieb konstant bei 0,5 Prozent der  Bevölkerung. Bei der Erhebung der Religionszugehörigkeit sind britische Statistiker auf Volkszählungen angewiesen, weil es im Vereinigten Königreich kein staatliches und kirchliches Meldewesen wie in Deutschland und der Schweiz gibt, das die Zahl der Kirchenmitglieder exakt festhält.

England: Verpartnerte Bischöfe ohne Sex

Schwule Pfarrer, die mit einem Mann verpartnert sind, sollten in der anglikanischen Kirche von England Bischöfe werden können, wenn sie sich verpflichten, enthaltsam zu leben. Das haben die anglikanischen Bischöfe Englands erklärt. Die evangelikale Vereinigung "Anglican Mainstream" kritisierte: "Die meisten Leute gehen davon aus, dass eingetragene  Partnerschaften sexuelle Beziehungen sind. Es ist spitzfindig anzunehmen,
dass sie es nicht sind."

Kirchen unterstützen Pro-Europa-Kampagne

Die Vorsitzenden des ekd-Rates, Nikolaus Schneider, der römisch-katholischen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, des Zentralrates der Juden, Dieter Graumann, und des Zentralrates der Muslime, Aiman Mazyek, unterstützen die Kampagne "Ich will Europa". Sie wirbt als Antwort auf die aktuelle Europakritik für ein positives Europa-Image und verweist auf die Vorteile der europäischen Integration. Schirmherr ist Bundespräsident Joachim Gauck. Der EKD-Ratsvorsitzende Schneider sagte, Europa müsse stärker "ein kultureller und sozialer Gestaltungsraum" werden.

 

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