zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft
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Notizen

aus Religion und Gesellschaft

Gegen Ausschluss messianischer Juden

Der Theologische Leiter des in Ostfildern bei Stuttgart ansässigen "Evangeliumsdienst für Israel", Armin Bachor, hat die Ablehnung einer Mitwirkung messianischer Juden am Hamburger Kirchentag kritisiert. "Wir bedauern, dass es im Zeitalter der Toleranz und des Gesprächs bei einem Kirchentag nicht möglich ist, das Gespräch mit messianischen Juden zu führen", sagte Bachor dem Evangelischen Pressedienst (epd). Eine messianische Gemeinde in Berlin wollte auf dem "Markt der Möglichkeiten" des Kirchentags sowie beim Abend der Begegnung mitmachen. Das lehnte die Kirchentagsleitung ab. Messianische Juden glauben, dass Jesus Christus der den Juden verheißene Messias ist, und versuchen Juden zur Taufe zu bewegen.

Nachhaltigkeitspreis für Diakonie

Das Dienstgebäude der Diakonie Deutschland in Berlin ist mit dem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet worden. Der im vergangenen Oktober bezogene rund 65 Millionen Euro teure Neubau am Nordbahnhof bekam das Gold-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen. Das Haus hat unter anderem ein wasserführendes Leitsystem in den Decken, das im Winter wärmt und im Sommer kühlt. Und auf dem Dach steht eine Photovoltaikanalage. In Deutschland erfüllen bisher nur 64 Gebäude den Gold-Standard für Nachhaltigkeit.

Die Alt-Katholische Kirche ordiniert Frauen: Alexandra Caspari (Foto) ist Pfarrerin der altkatholischen Kirchengemeinde von Augsburg. Foto: dpa/Stefan Puchner
Die Alt-Katholische Kirche ordiniert Frauen: Alexandra Caspari (Foto) ist Pfarrerin der altkatholischen Kirchengemeinde von Augsburg. Foto: dpa/Stefan Puchner

Katholische Jugend: Priesterweihe für Frauen darf kein Tabu sein

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKI) fordert von den Bischöfen ein Umdenken bei der Zulassung zu Weiheämtern. Auch Frauen fühlten sich dazu berufen, und sie würden sich schon jetzt seelsorglich und pastoral unverzichtbar ins Gemeindeleben einbringen, erklärte BDKI-Vorsitzender Dirk Tänzler. Das dürfe kein Tabu mehr sein. Die Stellung der Frau in der römisch-katholischen Kirche sei eine entscheidende Zukunftsfrage, betonte Tänzler: "In nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen sind in den letzten Jahrzehnten in Fragen der Gleichberechtigung von Frauen und Männern wesentliche Schritte gegangen worden." Kardinal Walter Kasper schlug die Einführung eines neuen Diakonats für Frauen für karitative, diakonische und Gemeindeaufgaben vor, schloss aber eine Ordination von Frauen aus.

Zu wenig Bibelübersetzungen

Bei weltweit mehr als 6.000 Sprachen gibt es nach Angaben der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG) in Stuttgart die komplette Bibel nur in 475 und einzelne Schriften in 2063 Sprachen. Bibelgesellschaften arbeiteten zurzeit weltweit an rund 450 Übersetzungsprojekten. Darunter sind 263 für Sprachen, in denen es bisher noch gar keine biblischen Übersetzungen gibt. Darüber hinaus sind die Bibelgesellschaften in sechzig Alphabetisierungsprogrammen engagiert.

EKD-Ratsvorsitzender gegen Judenmission

"Von uns gibt es ein entschiedenes Nein zur Judenmission", hat der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider bei einem Empfang der Bonner Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit betont. "Juden missionieren zu wollen, wäre ebenso absurd, wie wenn Protestanten Katholiken missionieren wollten", sagte Schneider.

 

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