zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft
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Notizen

aus Religion und Gesellschaft

Lieber Polizei als Militär

Der Friedensbeauftragte der EKD Renke Brahms hat bei einer Diskussion von Radio Bremen kritisiert, dass Deutschland der weltweit drittgrößte Waffenexporteur ist. Diese Exporte seien zunehmend ein Mittel der Außenpolitik, nach dem Motto: Berlin wolle sich vor Ort möglichst nicht mit eigenen Soldaten einmischen, liefere aber Waffen. "Damit verschärfen wir aber eher die Situation, als dass wir zur Befriedung beitragen", sagte Brahms und verwies auf das Beispiel Afghanistan. Bei Verstößen gegen die Menschenrechte wären ihm Interventionen durch eine internationale Polizei lieber als militärische Einsätze.

Jüdisch-Theologische Fakultät in Potsdam

Erstmals in der deutschen Geschichte wird zum Wintersemester an einer Universität, in Potsdam, eine Jüdisch-Theologische Fakultät eingerichtet. Brandenburgs Landtag hat dazu das Hochschulgesetz geändert, das theologische Studiengänge an staatlichen Hochschulen ausgeschlossen hatte. Das Abraham-Geiger-Kolleg, das seit 2001 in Zusammenarbeit mit der Uni Potsdam Rabbiner ausbildet, wird in den neuen Studiengang einbezogen. Der Wissenschaftsrat hatte vor drei Jahren die Gleichstellung der jüdischen mit der christlichen Theologie empfohlen. Schon im Kaiserreich hatten sich Juden um die Errichtung theologischer Fakultäten an den Universitäten bemüht.

Am Tübinger Stift werden seit 1536 württembergische Theologen ausgebildet. Die Einrichtung wird bis heute von Landeskirche und Staat gemeinsam finanziert. Foto: epd / Gerhard Bäuerle
Am Tübinger Stift werden seit 1536 württembergische Theologen ausgebildet. Die Einrichtung wird bis heute von Landeskirche und Staat gemeinsam finanziert. Foto: epd / Gerhard Bäuerle

Württembergische Landeskirche: Auch Pfarrer ohne Abitur

Die württembergische Landeskirche will Frauen und Männern ohne Abitur auch weiterhin den Weg ins Pfarramt offenhalten, doch soll ein Universitätsstudium die Regel bleiben. Das hat die Landessynode bei ihrer Frühjahrstagung beschlossen. Die Vorsitzende des Theologischen Ausschusses, Dorothea Gabler, wies darauf hin, dass damit einer "Milieuverengung der Kirche" entgegen gewirkt werden könne. Bis 2018 will die Landeskirche 87 Gemeindepfarr- und 23 Sonderpfarrstellen streichen. In vier Kirchenkreisen führte das Vorhaben schon zu Protesten.

Niedersachsen: Ende der Kirchenkonföderation?

Die Synode der Konföderation der evangelischen Kirchen Niedersachsens hat beschlossen, die bisherige Gestalt der Konföderation aufzugeben. Eine Arbeitsgruppe "Zukunft Konföderation 2015" war zu dem Ergebnis gekommen, dass eine weitere Zusammenarbeit der fünf Landeskirchen auch möglich sei, wenn die Konföderation ihre synodale Struktur aufgibt. Und gemeinsame Arbeitsbereiche könnten an die EKD und zurück an die Landeskirchen delegiert werden. Vor vier Jahren war am Widerstand der kleineren Kirchen der Versuch gescheitert, eine niedersächsische Landeskirche auf den Weg zu bringen.

EKD-Ratsvorsitzender: Reformationsjubiläum ist kein Geburtstag

Martin Luther habe keine neue Kirche gründen, sondern seine katholische und apostolische Kirche reformieren wollen, sagte der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider in Rom, wo er mit Papst Franziskus zusammentraf. Die Reformatoren haben immer Wert darauf gelegt, dass die evangelische Kirche wie die römische ein Teil der einen weltweiten, katholischen Kirche ist.

 

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