zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft
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Personen

aus Religion und Gesellschaft

Foto: Westfälische Landeskirche
Foto: Westfälische Landeskirche

Westfalen: Wechsel beim Presseverband

Bernd Becker, der seit sechs Jahren Superintendent von Hagen ist, wird neuer Direktor des Evangelischen Presseverbandes für Westfalen und Lippe (EPWL). Der 44-Jährige folgt Wolfgang Riewe (62) nach, der im Juli in den Ruhestand tritt. Vorstandsvorsitzende des EPWL ist die leitende Geistliche der westfälischen Landeskirche, Präses Annette Kurschus. Der Verband gibt die evangelische Wochenzeitung für Westfalen und Lippe Unsere Kirche heraus. Riewe bleibt Geschäftsführer der zeitzeichen.

Neuer Synodenpräses gewählt

Steffen Herbst, der als Jurist im Thüringischen Innenministerium arbeitet, ist neuer Präses der mitteldeutschen Landessynode. Der 60-Jährige ist Nachfolger von Wolf von Marschall, der im Februar tödlich verunglückte. Herbst, der einziger Kandidat war, erhielt 47 von 69 Stimmen. Er hatte der Synode der Thüringer Landeskirche bis zu deren Fusion mit der Kirchenprovinz Sachsen vor vier Jahren vorgestanden.

Tübinger Theologen zeichnen Agamben aus

Die Evangelisch-Theo-logische Fakultät der Universität Tübingen hat den venezianischen Philosophen und Staatstheoretiker Giorgio Agamben mit dem Dr.-Leopold-Lucas-Preis ausgezeichnet. Damit werde Agamben auch für sein Hauptwerk "Homo sacer" gewürdigt, das die Nachtseite, das Gewalt- und Herrschaftsförmige der Moderne thematisiere, erklärte die Fakultät. Der mit 50 000 Euro dotierte Preis ist nach dem im KZ Theresienstadt umgekommenen Rabbiner Leopold Lucas benannt, der an der Berliner "Hochschule für die Wissenschaft des Judentums" gelehrt hatte.

Söllepreis für katholische Theologin

Die Theologin Jutta Lehnert, geistliche Leiterin der Katholischen Studierenden Jugend im Bistum Trier und Pastoralreferentin im Dekanat Koblenz, hat den"Dorothee-Sölle-Preis für aufrechten Gang" erhalten. Die 57-Jährige wurde von der Initiative "Kirche von unten" für ihr jugendpolitisches Engagement und den Einsatz gegen sexuellen Missbrauch in der Kirche ausgezeichnet. Der undotierte Preis erinnerte an die vor zehn Jahren gestorbene evangelische Theologin Dorothee Sölle. Geehrt werden mit ihm Menschen, "die ihr christliches Engagement aus der politischen Verantwortung für die Gesellschaft herleiten und darin die Erinnerung an die Radikalität des Jesus von Nazareth wachhalten".

Evangelikaler Preis für Marburger Theologen

Guido Baltes, Lehrbeauftragter an der Theologischen Hochschule Tabor in Marburg an der Lahn, erhält am 10. September den Johann-Tobias-Beck-Preis, der mit 1000 Euro dotiert ist. Der Arbeitskreis für evangelikale Theologie würdigt damit Baltes' Doktorarbeit, die sich mit der hebräischen Frühgestalt der Evangelientradition beschäftigt. Für die Jury hat sie "einen indirekten Beitrag zur Frage der Zuverlässigkeit der Überlieferung der Evangelien" geleistet. Die Taborhochschule wird vom pietistischen Gemeinschaftsdiakonieverband getragen, der zum Gnadauer Verband gehört.

ANGEZEIGT

65 Jahre VELKD

Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD), ein Zusammenschluss von sieben Mitgliedskirchen der EKD, hat zu ihrem 65. Geburtstag das Magazin "65 Seiten VELKD" veröffentlicht. Darin wird die Arbeit der VELKD dargestellt, in der Theologie und Liturgie Vorrang genießen. Zu den fünfzig Autoren gehören Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse und EKD-Ratsvorsitzender Nikolaus Schneider. Das Heft wird gegen Erstattung der Portokosten abgegeben

Bestellanschrift: Amt der VELKD im EKD-Kirchenamt, Herrenhäuser Straße 12, 30419 Hannover, Telefon: 0511/2796527, Fax: 0511/2796182.

Foto: dpa
Foto: dpa

Jüngster Rabbiner Deutschlands

Mit Alexander Nachama hat die Jüdische Gemeinde Dresden erstmals seit 1938 wieder einen eigenen Rabbiner. Der 29-Jährige ist Sohn des Berliner Rabbiners und Leiters der "Topographie des Terrors" Andreas Nachama und Enkel des berühmten Berliner Nachkriegskantors Estrongo Nachama, eines Holocaustüberlebenden aus Thessaloniki. Alexan-der Nachama wurde in den USA und Israel zum Kantor und am liberalen Abraham-Geiger-Kolleg in Potsdam zum Rabbiner ausgebildet. Die Jüdische Gemeinde Dresden hatte bis zur Nazizeit 5000 Mitglieder. Bei der Befreiung der Stadt vom Nazismus waren es noch 41, 1989 60, und mitlerweile sind es 720.

 

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