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aus Religion und Gesellschaft

Foto: dpa
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Indianer, Schwuler, lutherischer Bischof

Mit Guy Erwin ist ein ungewöhnlicher Geistlicher zum Bischof der lutherischen Diözese Südwestkalifornien gewählt worden. Erwin, der der Volksgruppe der Osage-Indianer angehört, lebt mit einem Mann zusammen. Für ihn stimmten 210, für seinen Mitbewerber, Studentenpfarrer Scott Maxwell-Doherty, 171 Synodale. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Amerika ordiniert seit vier Jahren offen lebende Schwule und Lesben. Erwin, der auch Professor der Kirchengeschichte ist, hat in Tübingen, Leipzig und Yale studiert.

Rücktritt bei Seemannsmission

Die Präsidentin der evangelischen Deutschen Seemannsmission (DSM), Margrit Wetzel, sei wegen einer "Störung in der Kommunikation" mit der EKD zurückgetreten, hat die DSM mitgeteilt. EKD-Auslandsbischof Martin Schindehütte sagte dem Evangelischen Pressedienst (epd), die EKD habe in den vergangenen Jahren ihren Zuschuss für die DSM deutlich erhöht. Damit solle diese in die Lage versetzt werden, ihre schwierige Finanzlage zu konsolidieren sowie neue konzeptionelle und strukturelle Schritte zu gehen. Nach der mittelfristigen Finanzplanung sei aber für 2015 eine Rückführung auf das vorherige Zuschussniveau geplant. Nach Wetzels Auffassung herrschen in den 17 Auslandsstationen der DSM schlechte Arbeitsbedingungen. Diese Stationen werden zur Hälfte von den Landeskirchen getragen, der Rest muss, zum Beispiel durch Einnahmen aus den Seemannsheimen und durch Spenden, erwirtschaftet werden. Die 16 Stationen in Deutschland sind selbstständig, werden aber indirekt von den Landeskirchen mitunterhalten. Mehr als 700 Haupt- und Ehrenamtliche der DSM begleiten die Seefahrer an Bord und in den Häfen seelsorgerlich und helfen in finanziellen Notlagen. Bis Wetzels Nachfolge geregelt ist, führt Vizepräsident Jürgen Bollmann die DSM.

EKD-Ratsvorsitzender erhält Leo-Baeck-Preis

Der Ratsvorsitzende der EKD, Nikolaus Schneider, erhält am 21. November den Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden. Schneider habe unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass er sich der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland sowie dem Staat Israel besonders tief verbunden fühle, begründete Zentralratspräsident Dieter Graumann die Entscheidung. Er erinnerte auch an den Einsatz des Ratsvorsitzenden im Streit über die Beschneidung. "Diese Solidarität war für uns von ganz immenser Bedeutung", sagte Graumann. Der Preis erinnert an den bedeutenden liberalen Rabbiner Leo Baeck (1873-1956).

Foto: ERK
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Richter leitet reformierte Synode

Norbert Nordholt (58) ist neuer Synodenpräsident der Evangelisch-Reformierten Kirche (ERK). Der Münsteraner Richter, der einziger Kandidat war, erhielt 55 von 56 Stimmen. Er ist Nachfolger von Garrelt Duin (74). Die ERK, die der EKD angehört, hat in ganz Deutschland 185.000 Mitglieder. Hochburgen sind Ostfriesland und die Grafschaft Bentheim an der niedersächsisch-niederländischen Grenze. Das Kirchenamt hat seinen Sitz im ostfriesischen Leer.

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Kommissarischer Bevollmächtigter

Stefan Iro ist kommissarisch Bevollmächtigter der EKD bei den Organen des Bundes in Berlin und der EU in Brüssel. Der Jurist, der bisher stellvertretender Bevollmächtigter der EKD war, übernimmt diese Aufgabe von Prälat Bernhard Felmberg. Dieser wurde von der EKD in den Wartestand versetzt. Zugleich wurde das Disziplinarverfahren gegen ihn wegen des Vorwurfs außerehelicher Affären mit Mitarbeiterinnen eingestellt. Nach dem Pfarrdienstgesetz der EKD gelten für Pfarrer in Ehe und Familie besondere Verpflichtungen zur christlichen Lebensführung.

 

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