zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft

Notizen

aus Religion und Gesellschaft

Harter Sparkurs trotz Mehreinnahmen

Die Rheinische Kirche will trotz erheblicher Mehreinnahmen aus der Kirchensteuer an ihrem drastischen Sparkurs festhalten. Finanzdezernent Bernd Baucks erinnerte daran, dass der Haushalt der Landeskirche schon länger rote Zahlen aufweise und nur durch jährliche Rücklagenentnahmen von rund 3,5 Millionen Euro ausgeglichen werden könne. Die Synode der zweitgrößten deutschen Landeskirche hatte beschlossen, den Haushalt der landeskirchlichen Ebene binnen fünf Jahren um 20 Millionen Euro zu kürzen. Das entspricht 35 Prozent der bisherigen Ausgaben.


Gegen Lockerung des Friedhofszwangs

Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) ist auf Distanz zu Plänen der Bürgerschaftsfraktionen von SPD und Grünen gegangen, den Friedhofszwang zu lockern. Böhrnsen sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung, seine Bedenken deckten sich weitgehend mit denen der Kirchen. "Für mich ist ein toter Mensch nicht irgendeine Verfügungsmasse, über die jemand entscheiden kann, sondern wir haben da sehr bewusst Rituale." Die Befürworter der Novelle planen, dass Angehörige die Urne mit der Asche eines Verstorbenen zwei Jahre lang zu Hause aufbewahren dürfen. Erst dann müsste sie in einem Grab beigesetzt werden, das zuvor reserviert werden muss.


Foto: epd / Stefan Arend
Foto: epd / Stefan Arend

Westfalen: Auch nichtevangelische Paten zugelassen

In der westfälischen Landeskirche sollen Taufpaten zwar auch weiterhin möglichst evangelisch sein, es reicht nun aber auch die Mitgliedschaft in einer anderen Kirche, soweit diese die Taufe in der Landeskirche anerkennt. Das hat die Landessynode beschlossen. Die bisherige Bestimmung, dass mindestens ein Pate der Landeskirche angehören muss, scheine immer mehr Familien den Weg zur Taufe zu versperren, hieß es zur Begründung für die Neuerung. Wenn Eltern gar keine Taufpaten aufbieten können, soll in Ausnahmefällen auch ohne Paten getauft werden können, sofern der Kirchengemeinderat zustimmt.

EU unterstützt Lutherischen Weltbund

Der Lutherische Weltbund LWB hat für die Bildungsarbeit unter mehr als 5000 Mädchen und Jungen in Flüchtlingslagern im Südsudan 600.000 Euro von der EU bekommen. Die Summe stammt von dem Geld, das die EU bei ihrer Auszeichnung mit dem Friedensnobelpreis erhalten hatte. Die LWB-Abteilung für Weltdienst leistet humanitäre und Entwicklungsarbeit in verschiedenen armen Ländern. Dem LWB, der seinen Sitz in Genf hat, gehören 142 Kirchen mit mehr als 70 Millionen Mitglieder an, die sich dem Erbe der lutherischen Reformation verpflichtet fühlen.

Hamburg: Neue Formen des Religionsunterrichts

Neue Formen des Religionsunterrichts hat Hamburgs Bischöfin Kirsten Fehrs angekündigt. An zwei Schulen der Hansestadt soll im Sommer ein Projekt für einen gemeinsamen Religionsunterricht für alle Kinder beginnen. Neue Unterrichtsformen seien notwendig, weil muslimische Gemeinschaften durch die Verträge, die der Hamburger Staat mit ihnen geschlossen hat, das Recht auf eigenen Religionsunterricht haben, meinte Fehrs. Hamburg wolle dabei einen anderen Weg gehen als Nordrhein-Westfalen, wo es einen eigenen Islamunterricht geben soll.

 

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