zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft

Notizen

aus Religion und Gesellschaft

Neue Asylpolitik der EU gefordert

Die Kirchen Europas fordern die EU-Staaten auf, die Asylpolitik der EU in den nächsten Jahren grundlegend zu reformieren. Mit Blick auf die im Sommer beginnende Überarbeitung der europäischen Innen- und Justizpolitik legten protestantische, römisch-katholische und orthodoxe Kirchenvertreter in Brüssel mehrere Stellungnahmen vor. Unter anderem verlangen sie, dass die Wünsche der Asylsuchenden bei der Bestimmung des Aufnahmelandes berücksichtigt werden. Die Kirchen kritisieren die sogenannte Dublin-Regelung der EU, laut der grundsätzlich das Ersteinreiseland für das Asylverfahren zuständig ist. Dies führt dazu, dass finanzschwache Länder wie Griechenland einen Großteil der Lasten schultern müssen. "Ein System der Wahlfreiheit" ist nach Auffassung der EKD "kostengünstiger und effizienter".

EKD-Synoden-Präses für "strenge Regelung"

Die Präses der EKD-Synode Irmgard Schwaetzer hat sich für ein Verbot jeder organisierten Form der Suizidbeihilfe ausgesprochen. "Ich persönlich wünsche mir eine strenge Regelung und hoffe sehr, dass es dafür eine Mehrheit im Deutschen Bundestag gibt", sagte sie in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Sie verwies dabei auf die Erfahrungen, die sie bei ehrenamtlicher Hospizarbeit gesammelt habe.

3 / 2014 zeitzeichen 71 Die St.-Jürgen-Kirche in Flensburg / Südschleswig. Foto: dpa / K. Kreder
3 / 2014 zeitzeichen 71 Die St.-Jürgen-Kirche in Flensburg / Südschleswig. Foto: dpa / K. Kreder

Schleswig-Holstein ist die protestantische Hochburg

Schleswig-Holstein ist das einzige Bundesland, in dem Protestanten mit 51,3 Prozent die Mehrheit stellen. In Sachsen-Anhalt, dem Stammland der Reformation, ist ihr Anteil mit 13,9 Prozent am niedrigsten. 30,2 Prozent der deutschen Wohnbevölkerung sind römisch-katholisch und 29 Prozent evangelisch. Das geht aus der jüngsten Mitgliederstatistik der EKD hervor. Nach ihr haben die Mitgliedskirchen der EKD von 2011 bis 2012 insgesamt 1,1 Prozent ihrer Mitglieder verloren. Die römisch-katholische Kirche ging im selben Zeitraum um 0,5 Prozent zurück. Der Mitgliederrückgang beruht auf Austritten und auf demographischen Gründen: Es gab mehr Beerdigungen als Taufen. Unter 1,1 Prozent liegen die Landeskirchen Baden und Bayern (-0,8 Prozent), Oldenburg und Württemberg (-0,9 Prozent), darüber die Landeskirchen Nord und Sachsen (-1,2 Prozent), Hannover und Westfalen (-1,3 Prozent). Der Rückgang im Rheinland entspricht mit -1 Prozent dem Bundesdurchschnitt.

Rheinischer Landeskirchenhaushalt sinkt um 14 Prozent

Die Ausgaben der Rheinischen Kirche sollen auf der landeskirchlichen Ebene in den kommenden Jahren um gut 14 Prozent sinken. Das Sparpaket, das die Landessynode mit großer Mehrheit verabschiedete, umfasst rund 150 Einzelmaßnahmen. Größte Streichposten sind die Kürzung des Zuschusses an das Evangelische Missionswerk in Deutschland (400.000 Euro), die Schließung des Internats in Hilden (330.000 Euro) und die Reduzierung des Zuschusses zum Arbeitslosenfonds (300.000 Euro). Im kommenden Jahr soll die Landessynode noch höhere Einsparungen auf den Weg bringen. Der landeskirchliche Etat würde so bis 2018 um mehr als ein Drittel zusammengestrichen. Die Evangelische Kirche im Rheinland ist mit 2,77 Millionen Mitgliedern die zweitgrößte Mitgliedskirche der EKD.

Losung des Stuttgarter Kirchentages: "Damit wir klug werden"

Der Kirchentag, der vom 3. bis 7. Juni 2015 in Stuttgart stattfindet, steht unter der Losung "Damit wir klug werden", die dem 90. Psalm entnommen ist.

 

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