zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft

Notizen

Aus Religion und Gesellschaft

Bundestag: Vertrag mit Reformierten

Der Bundestag hat einen Vertrag gebilligt, der die Arbeit der Weltgemeinschaft der Reformierten Kirchen (WRK), deren Geschäftsstelle seit Januar in Hannover sitzt, erleichtern soll. So wird für Mitarbeiter und Gäste der WRK die Einreise, der Aufenthalt und der Zugang zur gesetzlichen Krankenversicherung vereinfacht. Der WRK gehören 229 Kirchen an.

Parlament für weibliche Bischöfe

Nach dem Oberhaus hat nun auch das britische Unterhaus einem Gesetz zugestimmt, das die Berufung von Bischöfinnen in der anglikanischen Kirche von England ermöglicht. Im Juli hatte schon die Generalsynode einen entsprechenden Beschluss gefasst.

Schweiz bekommt Nationalsynode

Die Schweiz erhält eine evangelische Nationalsynode. Das hat die "Abgeordnetenversammlung" des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes beschlossen. Ihm gehören außer den 24 evangelisch-reformierten Landeskirchen auch die Evangelisch-Methodistische Kirche und die Freie Evangelische Kirche Genf an. Außerdem traf die Abgeordnetenversammlung eine Aussage zum Kirchesein der Schweizer Reformierten: "Die evangelisch-reformierte Kirche lebt als Kirchgemeinde, als Kantonalkirche und als schweizweite Kirchengemeinschaft."

Domherrin Philippa Boardman und der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, leiteten im Mai in der Londoner St. Pauls Kathedrale den Gottesdienst zum 40. Jahrestag der Einführung der Frauenordination in der Kirche von England. Foto: picture alliance/ Yui
Domherrin Philippa Boardman und der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, leiteten im Mai in der Londoner St. Pauls Kathedrale den Gottesdienst zum 40. Jahrestag der Einführung der Frauenordination in der Kirche von England. Foto: picture alliance/ Yui

Liberale Frauen, Domherren und Waliser

Anglikanische Pfarrerinnen und Geistliche, die an Kathedralen tätig sind, sind liberaler als ihre Kollegen. Das hat eine Repräsentativumfrage in den anglikanischen Kirchen in Großbritannien und Irland ergeben, die das renommierte Londoner Meinungsforschungsinstitut YouGov erstellt hat. 54 Prozent der Pfarrerinnen ordnen sich als "liberal" ein, 9 Prozent als "konservativ". Bei den Geistlichen, die an Kathedralen tätig sind, beträgt das Verhältnis von Liberalen und Konservativen 52 zu 11 Prozent, beim männlichen Klerus insgesamt dagegen 38 zu 31. Die Homoehe befürworten insgesamt 35 Prozent der anglikanischen Pfarrer Großbritanniens und Irlands, 56 Prozent lehnen sie ab. Bei ihren Kolleginnen sind 48 Prozent dafür und 39 Prozent dagegen. Auch regional zeigen sich Unterschiede: Unter den anglikanischen Geistlichen Englands und Irlands finden sich jeweils 39 Prozent, in Schottland 44 und in Wales 54 Prozent Befürworter der Homoehe. Noch höher ist die Zahl der Befürworter unter den Geistlichen, die an den Kathedralen tätig sind: 63 Prozent dafür, 26 Prozent dagegen. In der "Kirche von England" spielten die Kathedralen auch nach der Reformation eine wichtige Rolle. Sie pflegen bis heute traditionelle Gottesdienstformen, wie den "Choral Evensong". Die Zahl derer, die in England einen der wöchentlichen Kathedralgottesdienste besuchen, stieg zwischen 2002 bis 2012 um 35 Prozent.

 

 

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