zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft

Notizen

Aus Religion und Gesellschaft

Westfalen erlaubt öffentliche Segnung

Homosexuelle Paare dürfen sich in der westfälischen Landeskirche in einem öffentlichen Gottesdienst segnen lassen. Das hat die Landessynode mit großer Mehrheit beschlossen. Die Segnung soll in ein eigenes kirchliches Verzeichnis eingetragen werden. Wenn Pfarrer eine Segnung aus Gewissensgründen ablehnen, soll der Superintendent dafür sorgen, dass der Gottesdienst gefeiert werden kann.

Kirchen kritisieren Rüstungsexporte

Die beiden Großkirchen haben ihre Kritik an deutschen Rüstungsexporten in Staaten mit bedenklicher menschenrechtlicher Lage bekräftigt. Im vergangenen Jahr seien Lieferungen in Länder außerhalb von EU, NATO und der NATO gleichgestellten Staaten im Umfang von 3,6 Milliarden Euro genehmigt worden, heißt es in dem Rüstungsexportbericht der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE). Zu den Hauptempfängerländern gehörten Algerien, Katar, Saudi-Arabien, Indonesien und Israel. Die GKKE-Vorsitzenden, Prälat Martin Dutzmann und sein katholischer Kollege Karl Jüsten, begrüßten den von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel angekündig-ten restriktiveren Kurs bei Waffenexporten. Allerdings betonte Jüsten: "Erst wenn die Lieferungen in Drittstaaten, in Konfliktregionen und in Länder mit einer bedenklichen Menschenrechtssituation zurückgehen, ist die angekündigte Kehrtwende umgesetzt."


Die evangelische Gedächtniskirche in Speyer. Foto: dpa/ Euroluftbild
Die evangelische Gedächtniskirche in Speyer. Foto: dpa/ Euroluftbild

Kirchenwahlen: Die Pfalz ist Spitzenreiter in der EKD

An den Kirchengemeinderatswahlen haben sich in der pfälzischen Landeskirche 31,2 Prozent der Mitglieder beteiligt. Damit nimmt sie unter den 20 Gliedkirchen der EKD einen Spitzenplatz ein. In der Württembergischen Landeskirche betrug die Wahlbeteiligung im vergangenen Jahr 20 Prozent. In der Nordelbischen Kirche, die vor zwei Jahren in der Nordkirche aufging, beteiligten sich 2008 dagegen nur 12 Prozent der Mitglieder an der Kirchenwahl.

Evangelikale: Beihilfe zur Selbsttötung generell verbieten

Die Deutsche Evangelische Allianz (DEA), ein Zusammenschluss von Evangelikalen aus Landes- und Freikirchen, will das geltende Recht verschärfen und die Beihilfe zur Selbsttötung ausnahmslos verbieten. Nur dann sei ein "wirksamer dauerhafter Rechtsschutz" für das Leben möglich, heißt es in einer Erklärung des DEA-Vorstandes, die am 8. Dezember in Bad Blankenburg veröffentlicht wurde. "Als Geschöpf Gottes" hat der Mensch nach Auffassung der Allianz "kein Recht, seinem Leben selbst ein Ende zu setzen und über den eigenen Todeszeitpunkt zu bestimmen". Denn: "Gott gibt das Leben, und er beendet es." Beihilfe zur Selbstötung ist bisher kein Straftatbestand. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und die Mehrheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion fordern ein Verbot der organisierten Hilfe zur Selbsttöttung. Nicht unter das Verbot sollen Angehörige und Ärzte fallen, die im Einzelfall einem Patienten ein Medikament zu dessen Suizid zur Verfügung stellen.

Religion beeinflusst Einstellung zur Homosexualität

In den Niederlanden ist die Akzeptanz für Homosexualität am größten bei Nichtgläubigen. 73 Prozent können sich laut einer Studie des Sociaal and Cultureel Planbureau gut vorstellen, dass ihr Sohn oder ihre Tochter mit einem gleichgeschlechtlichen Partner zusammenlebt. Von den Mitgliedern der Protestantischen Kirche der Niederlande können sich das 47 und von den Katholiken sogar 53 Prozent vorstellen. Bei Muslimen beträgt die Ablehnungsrate dagegen 75 Prozent. Ein Drittel der muslimischen Schüler finden es der Studie zufolge unangenehm, von einem homosexuellen Lehrer unterrichtet zu werden. Bei römisch-katholischen, protestantischen und nichtgläubigen Schülern teilen jeweils zehn Prozent diese Auffassung.

 

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