zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft

Notizen

Aus Religion und Gesellschaft

Rheinische Kirche bekräftigt Sparkurs

Der Haushalt der Rheinischen Kirche für 2015 sieht bei einem Volumen von 518 Millionen ein Gesamtdefizit von knapp vier Millionen Euro vor. Es soll aus Rücklagen gedeckt werden. Die Landessynode beschloss auch ein Sparpaket von 11,3 Millionen, um ein strukturelles Defizit im Haushalt zu beheben.

Haben Adam und Eva gelebt?

Den Unmut Evangelikaler hat sich der Ludwigsburger Theologieprofessor Siegfried Zimmer mit der These zugezogen, die Erzählung von Adam und Eva sei nicht wörtlich, sondern symbolisch zu verstehen, berichtete die evangelikale Nachrichtenagentur idea. Der Geschäftsführer der evangelikalen Studiengemeinschaft "Wort und Wissen", Reinhard Junker hielt Zimmer entgegen, Adam sei eine historische Person und werde so auch von Paulus verstanden. "Wenn die biblische Historie preisgegeben wird, tritt folgerichtig eine andere Geschichte an ihre Stelle, heutzutage ist das eine evolutionäre Geschichte - mit schwerwiegenden Folgen für das Gottes- und Menschenbild", schrieb Junker.

 

EKD verstärkt Dialog mit Muslimen

Die EKD will das Gespräch mit den islamischen Spitzenverbänden intensivieren, hat der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm angekündigt.

Die berühmte "Springprozession" im luxemburgischen Echternach. Foto: dpa/ Thomas Frey
Die berühmte "Springprozession" im luxemburgischen Echternach. Foto: dpa/ Thomas Frey

Luxemburg: Einvernehmliche Trennung von Kirche und Staat

Die linksliberale Regierung und die anerkannten Religionsgemeinschaften Luxemburgs haben einen Vertrag unterzeichnet, der unter anderem die Streichung des Verfassungsartikels vorsieht, nach dem der Staat die "Gehälter und Pensionen der Kultusdiener" aufbringt. Zuletzt verschlang dies jährlich rund 26 Millionen Euro. Den derzeit aktiven und pensionierten "Kultusdienern" wird eine Besitzstandswahrung garantiert. Alle Zuwendungen für die anerkannten Religionsgemeinschaften sollen mittelfristig auf rund acht Millionen Euro pro Jahr gesenkt werden. 6,7 Millionen Euro erhält die römisch-katholische Kirche, der schätzungsweise zwei Drittel der 550.000 Luxemburger angehören. Die evangelische Kirche wird statt 628.000 noch 450.000 Euro bekommen. Weniger Geld vom Staat erhalten auch Anglikaner, Orthodoxe und Juden, während für die Muslime, die bisher leer ausgingen, 450.000 Euro jährlich vorgesehen sind. Auch für die Kirchengebäude, die bisher von Land und Kommunen unterhalten werden, müssen die Kirchen selbst aufkommen oder sie als Denkmäler für einen symbolischen Beitrag der öffentlichen Hand abtreten. An den Schulen soll der römisch-katholische Religionsunterricht durch einen Werteunterricht für alle Schüler ersetzt werden. An dessen Lehrplan werden alle Religionsgemeinschaften beteiligt. Die Neuregelung der Beziehungen von Staat und Kirche ist in eine Revision der luxemburgischen Verfassung eingebettet, die in weiten Teilen noch von 1868 stammt.

EKD verteidigt Kirchenasyl gegen Kritik des Bundesinnenministers

Die Kritik von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Kirchenasyl stößt auf deutlichen Widerstand. Der Sinn des Kirchenasyls sei nicht, "das Recht auszuhebeln", betonte der Ratsvorsitzende der EKD Heinrich Bedford-Strohm. Es gehe vielmehr um "einzelne sorgfältig ausgewählte Härtefälle". Und diese sollten am Ende "in rechtliche Lösungen münden". In 95 Prozent von ihnen gelinge das auch. Er habe "Hochachtung vor den Menschen in unseren Gemeinden, die sich mit so großer Leidenschaft für Flüchtlinge engagieren", meinte Bedford-Strohm, der mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière über das Thema gesprochen hatte. Nach Angaben der Ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche gibt es gegenwärtig 200 Fälle mit mindestens 359 Personen, darunter 109 Kinder.

 

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