zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft

Notizen

Aus Religion und Gesellschaft

Konfessionslose und Katholiken gleichauf

Nur noch 47 Prozent der US-Bevölkerung sind evangelisch. Das geht aus einer Studie des "Public Religion Research Institute" hervor. In den Sechzigerjahren waren es noch 75 Prozent. Der Anteil der römischen Katholiken liegt bei 22 Prozent. Genauso hoch ist der Anteil der Konfessionslosen.

Kompromiss beim Kirchenasyl

Im Streit um das Kirchen-asyl haben sich Behörden und Kirchenvertreter auf einen Kompromiss verständigt. Die Kirchen sollen die Möglichkeit erhalten, Fälle, die in einem Kirchenasyl münden könnten, künftig noch einmal vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge überprüfen zu lassen. Wie die Kirchen und Bundesinnenminister Thomas de Maizière mitteilten, ist dazu ein Pilotprojekt bis Herbst geplant. Im Gegenzug will das Bundesamt zunächst darauf verzichten, die Abschiebefrist für die besonders umstrittenen Dublin-Fälle zu verlängern.

Christliche Medien für Christen

In den USA werden christliche Medien vor allem von denen wahrgenommen, die häufig den Gottesdienst besuchen. Das hat eine Untersuchung des baptistischen Beratungsunternehmen "Lifeway Research" ergeben. Rund zwei Drittel aller Amerikaner hätten keinen oder wenig Kontakt zu christlichen TV-Programmen.

St. Giles in Edinburgh ist die Hauptkirche der Kirche von Schottland. Foto: dpa
St. Giles in Edinburgh ist die Hauptkirche der Kirche von Schottland. Foto: dpa

Grossbritannien: Kirchliche Genossenschaftsbank gegründet

Die evangelisch-reformierte "Kirche von Schottland" hat eine Genossenschaftsbank gegründet. Zu den Trägern gehören auch die anglikanischen Kirchen Englands, Schottlands und von Wales und die Evangelisch-Methodistische Kirche Großbritanniens. Die Kirchenbank will "fairer" als die anderen Banken sein.

Evangelikaler Theologe: Nicht die ganze Bibel wörtlich befolgen

Gegen ein Verständnis, wonach die ganze Bibel wörtlich befolgt werden muss, hat sich der Professor für Neues Testament an der evangelikalen "Freien Theologischen Hochschule" Gießen, Armin Baum, nach eine Bericht der Nachrichtenagentur idea gewandt. Bei einer Veranstaltungsreihe der Freien evangelischen Gemeinde Gießen sagte er, viele Anweisungen im Neuen Testament, etwa dass Männer kurze Haare tragen, beim Beten die Hände heben und Frauen ihren Kopf bedecken müssten, hätten ihre Verankerung in der damaligen Kultur. Baum zufolge musste damals eine anständige Frau in der Öffentlichkeit ihren Kopf bedecken, um anzuzeigen, dass sie verheiratet und ihrem Ehemann treu war. Hätten Ehefrauen in der Öffentlichkeit der Antike ihren Kopf entblößt, wäre das von ihren Ehemännern als Akt der Untreue und Scheidungsgrund angesehen worden. Zeitlos gültige Basisprinzipien der Bibel, wie der Wert der ehelichen Treue, den das Kopftuch ausdrückte, müssten unbedingt beibehalten werden, betonte Baum.

 

Bischof Martin Hein: Zwischen Hirntod und Tod unterscheiden

Der Bischof der Evangelischen Landeskirche Kurhessen-Waldeck Martin Hein gehört im Ethikrat zu der Minderheit von sieben Mitgliedern, die deutlich zwischen Hirntod und Tod unterscheiden möchte. "Selbst nach Feststellung des Hirntods verfügt der menschliche Organismus mit Hilfe der Intensivmedizin über vielfältige Funktionen. Man kann sagen: In gewisser Hinsicht 'lebt' er", sagte Hein dem Evangelischen Pressedienst (epd). Der Bischof verwies auf Fälle, wonach bei Hirntoten Schwangerschaften erfolgreich verlaufen seien. Für die Mehrheit des Ethikrates ist der Hirntod dagegen ein sicheres Todeszeichen.

 

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