zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft

Notizen

Aus Religion und Gesellschaft

 

 

Baptisten: Etwas mehr Mitglieder

Nach Jahren des Rückgangs ist die Zahl der deutschen Baptisten im vergangenen Jahr um 0,6 Prozent auf 81.930 gestiegen. Dies gab der Leiter des Referats für Kommunikation der Freikirche, Michael Gruber, bei der Tagung der Bundessynode bekannt. Im Jahr 2000 gab es in Deutschland noch 86.700 Baptisten. "Gerade junge Leute" würden sich nach einem Umzug neu entscheiden, ob sie sich einer Baptistengemeinde anschließen, sagte Gruber. Sie seien oft "nicht auf ihre bisherige Konfession festgelegt". Die Baptisten sind die größte Freikirche Deutschlands.

 

 

Karl Barth-Zentrum errichtet

Ein Karl Barth-Zentrum für reformierte Theologie ist in Basel errichtet worden. Träger sind die Universität Basel und die Karl-Barth-Stiftung. Das Zentrum soll die Forschung über den bedeutenden Schweizer Theologen intensivieren und durch universitäre Lehrveranstaltungen und Konferenzen Basel als Standort der internationalen Barthforschung stärken.

 

 

 

Juden erwarten deutliches Zeichen

Der jüdische Zentralrat erwartet vor dem Reformationsjubiläum 2017 ein "deutliches Zeichen" der EKD zu den antijüdischen Äußerungen Martin Luthers. Dies betonte Zentralratspräsident Josef Schuster bei einer Tagung in Berlin.

In dem – später barockisierten – Kloster an der Piazza del Popolo wohnte Martin Luther während seines Aufenthalts in Rom, und in der Kirche zelebrierte er die Messe. Foto: dpa/ Michael Zegers
In dem – später barockisierten – Kloster an der Piazza del Popolo wohnte Martin Luther während seines Aufenthalts in Rom, und in der Kirche zelebrierte er die Messe. Foto: dpa/ Michael Zegers

 

 

Rom bekommt einen Martin-Luther-Platz

Im Colle-Oppio-Park zwischen dem Kolosseum und der Kirche San Clemente wird ein Platz nach Martin Luther benannt. Damit ist der Stadtrat Roms Anträgen der Evangelisch-Lutherischen Kirche und der Siebenten-Tags-Adventisten Italiens gefolgt. Anlass ist das Reformationsjubiläum 2017. Im Jahr 1510 war Luther zu einer Pilgerreise nach Rom aufgebrochen, von der er im März 1511 zurückkehrte. Den Augustinermönch aus Erfuhrt schockierten die Missstände, die er dort vorfand, besonders der Ablasshandel, dessen Einnahmen auch dem Bau des Petersdoms dienten.

 

 

Israelische Intellektuelle für Boykott der Siedlungen

1.400 israelische Intellektuelle haben in einer ganzseitigen Anzeige in der liberalen Tageszeitung "Haaretz" zu einem "kulturellen und wirtschaftlichen Boykott" der jüdischen Siedlungen im Westjordanland aufgerufen. Der Aufruf beschränkt sich auf den Boykott der Siedlungen und unterscheidet sich damit von der palästinensischen BDS-Kampagne, die einen umfassenden Boykott Israels propagiert (siehe zz 02/2014).

 

 

Religionssoziologe betont Bedeutung der Ortsgemeinde

In einem Interview des Evangelischen Pressedienstes (epd) zu der Studie "Religion in der Moderne" hat der Münsteraner Religionssoziologe Detlev Pollack die Bedeutung der Kirchengemeinden für die "Kommunikation im nachbarschaftlichen, familiären und individuellen Nahbereich" betont. "Dort muss es gut laufen; dann kann das vielleicht auch in weitere Bereiche der Gesellschaft ausstrahlen", sagte Pollack. Dies widerspricht der verbreiteten Meinung, die klassische Ortsgemeinde, die "Parochie, sei ein Auslaufmodell und müsse durch andere Formen kirchlicher Präsenz ersetzt werden.

 

 

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