zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft

Notizen

Aus Religion und Gesellschaft

Staatsleistungen ablösen?

Der Präsident des niedersächsischen Staatsgerichtshofs Herwig van Nieuwland befürwortet eine Ablösung der Staatsleistungen an die evangelischen Kirchen. Die jährlichen Staatsleistungen sollen die Kirchen für Enteignungen in der Zeit der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts entschädigen. Sie werden in diesem Jahr in Niedersachsen bei mehr als 34 Millionen Euro liegen. Die hannoversche Landeskirche verschlösse sich einer Änderung "in keiner Weise", sagte die Präsidentin des Landeskirchenamtes in Hannover Stephanie Springer dem Evangelischen Pressedienst. Eine Sprecherin des Kultusministeriums sagte dem epd: "Gegenwärtig sieht die niedersächsische Landesregierung keinen Handlungsbedarf bezüglich der Staatsleistungen." Zunächst müsse der Bund Grundsätze für eine Ablösung aufstellen.  

Neue Gemeindeform geplant

Angesichts sinkender Mitgliederzahlen will die württembergische Landeskirche "Verbundkirchengemeinden" einrichten. In ihnen sollen mehrere Ortsgemeinden zusammenarbeiten und ein gemeinsames Rechnungswesen einführen, sagte Oberkirchenrat Hans-Peter Duncker vor der Landessynode. Der Verbundkirchengemeinderat, in dem alle Ortsgemeinden vertreten sind, beschließt unter anderem über Finanzen und Gottesdienstordnung.

Denkmal des Reformators Ulrich Zwingli mit Schwert vor der Zürcher Wasserkirche. Foto: epd/Gion Pfander
Denkmal des Reformators Ulrich Zwingli mit Schwert vor der Zürcher Wasserkirche. Foto: epd/Gion Pfander

Deutsche planen Film über den Schweizer Reformator Ulrich Zwingli

Der Zürcher Reformator Ulrich Zwingli (1484-1531) soll in einem neuen Spielfilm als sinnenfreudiger Mensch dargestellt werden. "Wir wollen das überlieferte Bild des strengen Reformators Zwingli geraderücken", sagt Mario Krebs von der deutschen evangelischen Produktionsfirma Eikon dem Evangelischen Pressedienst (epd). Der Spielfilm soll 2018 im Kino anlaufen und 2019 im deutschen und Schweizer Fernsehen ausgestrahlt werden. Am 1. Januar 2019 jährte sich Zwinglis Dienstantritt als Zürcher Großmünsterpfarrer vor 500 Jahren. Das Drehbuch schreibt die Redakteurin des Zürcher "Tages-Anzeigers", Simone Schmid.

Schweizer gegen "Luther-zentrierten Ansatz" des Reformationsjubiläums

Tim Guldimann (64), bis zum Mai Schweizer Botschafter in Berlin und Mitglied des Kuratoriums zur Vorbereitung des 500. Reformationsjubiläums 2017, hat im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst gefordert, beim Reformationsjubiläum "dem Luther-zentrierten Ansatz" etwas entgegenzustellen. Ohne die Schweizer Reformatoren Ulrich Zwingli und Johannes Calvin wäre "die Reformation wahrscheinlich eine deutschsprachige oder nordeuropäische Angelegenheit geblieben", sagte Guldimann.  

Evangelische Kirche feiert Kreuzerhöhung mit

Am 11. März 2017 wollen die EKD und die katholische Deutsche Bischofskonferenz (DBK) in Berlin einen Versöhnungsgottesdienst mit Vergebungsbitte und Versöhnungsgeste feiern. Das haben der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm und der DBK-Vorsitzende Reinhard Marx in einem offiziellen Briefwechsel verabredet. Und am 14. September 2017 wollen EKD, DBK und andere ökumenische Partner einen Gottesdienst anlässlich des "Festes der Kreuzeserhöhung" feiern, das Protestanten fremd ist.

 

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