zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft

Notizen

Aus Religion und Gesellschaft

Anglikaner: Mehr weibliche Synodale

In der aus drei Kammern bestehenden Generalsynode der anglikanischen Kirche von England haben Frauen bei den Laien erstmals die Mehrheit. Sie stellen nun 50,5 Prozent der Synodalen, während es vor zehn Jahren noch 40 Prozent waren. In der Kammer der Pfarrer stieg der Anteil der Frauen im selben Zeitraum von 22 auf 32 Prozent. Der Bischofskammer gehören 50 Männer und drei Frauen an.

Islamunterricht erst in drei Jahren

In Baden-Württemberg soll es nach Wunsch der Landesregierung ab 2018 islamischen Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach geben. Bis dahin sollen alle juristischen und inhaltlichen Fragen geklärt sein. Bislang scheiterte die Einführung an der Uneinigkeit der Vertreter des Islam.


Seiteneinsteiger ins Pfarramt

Angesichts des drohenden Pfarrermangels hat der evangelisch-theologische Fakultätentag Eckpunkte für ein berufsbegleitendes Theologiestudium verabschiedet. Es wäre ein alternativer Weg zum Pfarramt für diejenigen, die sich erst nach einigen Jahren in anderen Berufen zum Theologiestudium entscheiden, sagte der neue Vorsitzende des Fakultätentags, der Bonner Kirchenhistoriker Wolfram Kinzig. Bislang gibt es einen derartigen Studiengang nur in Marburg.

Foto: dpa
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Dänische Königin kommt nach Wittenberg

Dänemarks Königin Margrethe II. übergibt der Wittenberger Schlosskirche am 2. Oktober 2016 einen Altarbehang. Er zeigt die Rose, die Martin Luther als Briefsiegel verwendete. Dänemark schloss sich 1536 der Reformation an. Der dänische Monarch muss der evangelisch-lutherischen Volkskirche angehören. Er ernennt die Geistlichen, nachdem sie von kirchlichen Gremien gewählt worden sind.

USA: Konstanter Gottesglaube, aber Wertewandel

Die Zahl der Amerikaner, die an Gott glauben, ist zwischen 2007 und 2014 nur leicht zurückgegangen, von 92 auf 89 Prozent. Das hat eine Studie des renommierten Washingtoner Pew Centers ergeben. Von den Evangelikalen glauben 80 Prozent an einen persönlichen und nur 14 Prozent an einen unpersönlichen Gott. Bei den Mitgliedern der klassischen protestantischen Kirchen, der mainline churches, beträgt das Verhältnis 63 zu 27 und bei den römischen Katholiken 61 zu 30. Beim Gottesdienstbesuch sind große Unterschiede zwischen den Generationen zu beobachten. Bei den Jahrgängen 1928 bis 1945 besuchen 51 Prozent jede Woche den Gottesdienst, bei den zwischen 1990 und 1996 tun das nur 28 Prozent. In der ersten Gruppe halten 67 Prozent ihren Glauben für wichtig, bei der zweiten Gruppe 38 Prozent. Stark zugenommen hat unter US-Christen zwischen 2007 bis 2014 die Akzeptanz von Homosexualität, bei römischen Katholiken von 58 auf 70 Prozent, bei Mainlineprotestanten von 56 auf 66 und bei Evangelikalen von 26 auf 36 Prozent. Während die Kirchen Mitglieder verloren, wuchs die Zahl der Konfessionslosen zwischen 2007 und 2014 von 16,1 auf 22,8 Prozent.

Berlin: Beamte ohne religiöse Symbole

In Berlin dürfen Lehrer, Polizisten und Juristen im Dienst auch in Zukunft keine religiösen Symbole tragen. Der Senat billigte die Entscheidung von Innensenator Frank Henkel, das Berliner Neutralitätsgesetz nicht zu ändern. Der Christdemokrat hatte das Gesetz nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Kopftuchverbot prüfen lassen. Bei einer Abstimmung zum Wahlprogramm der SPD, an der sich 45 Prozent der Mitglieder beteiligten, sprachen sich Anfang November 81 Prozent für die Beibehaltung des Neutralitätsgesetzes aus.


 

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