zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft

Notizen

Aus Religion und Gesellschaft

Barmer Bekenntnis für Bayern?

Bayerns Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel möchten, dass die Barmer Theologische Erklärung der Bekennenden Kirche von 1934 in die Kirchenverfassung aufgenommen wird. In einem breiten Beteiligungsprozess sollen sich die 1.540 Gemeinden der Landeskirche mit dem Barmer Bekenntnis befassen. Einer Aufnahme in die Kirchenverfassung muss die Landessynode mit einer Zweidrittelmehrheit zustimmen. Die Barmer Erklärung von 1934 lege das christliche Bekenntnis authentisch für die heutige Zeit aus, sagte Bedford-Strohm dem Evangelischen Pressedienst. Wie die Erklärung deutlich mache, gebe es für Christen keinen Lebensbereich, sei es die Wirtschaft oder Politik, in dem sie ihren „Glauben an der Garderobe abgeben können“, sagte der Bischof. Er und Synodalpräsidentin Preidel betonten, die Aufnahme des Barmer Bekenntnisses in die Kirchenverfassung könne Impulse für eine geistliche Erneuerung und ein theologisches Fundament für die anstehenden Strukturprozesse der Landeskirche liefern.

Zweidrittel in der Kirche

In den Regierungen des Bundes und der Länder gehören zwei Drittel der Minister (118) einer Kirche an. Dies ergab eine Erhebung des epd. 40 sind konfessionslos und 19 machten keine Angaben.

Der Magdeburger Dom ist die Bischofskirche der Evangelischen Kirche in Mitteldeutsch- land, die die Bundesländer Sachsen-Anhalt und Thüringen umfasst. Foto: epd
Der Magdeburger Dom ist die Bischofskirche der Evangelischen Kirche in Mitteldeutsch- land, die die Bundesländer Sachsen-Anhalt und Thüringen umfasst. Foto: epd

 

 

Kirchenmitglieder: Kräftiges Minus in Sachsen-Anhalt

2015 sind rund 210.000 Protestanten aus den zwanzig evangelischen Landeskirchen Deutschlands ausgetreten. Das sind etwa 60.000 weniger als im Vorjahr (siehe dazu den Kommentar auf Seite 11). Ebenfalls rückläufig ist aber auch die Zahl der Aufnahmen. Sie sank von 27.000 auf 25.000. Und die Zahl der Taufen verringerte sich um 3.000 auf jetzt 175.000. Während die Zahl der landeskirchlichen Protestanten um 1,6 Prozent auf knapp 22,3 Millionen sank, verlor die römisch-katholische Kirche 0,7 Prozent und bleibt mit 23,8 Millionen Mitgliedern die größte Religionsgemeinschaft Deutschlands.
Spitzenreiter bei den Mitgliederverlusten sind die Landeskirchen Anhalt mit minus 5,2 Prozent und Mitteldeutschland mit minus 2,5 Prozent. Am wenigsten Mitglieder verlor die Evangelisch-Reformierte Kirche mit minus 1,0 Prozent, die ihren Schwerpunkt an der niedersächsich-niederländischen Grenze hat. Knapp dahinter folgen Bayern und Oldenburg mit einem Minus von je 1,1 Prozent.

 

 

Woher das Wort „evangelisch“ kommt

Das Wort „evangelisch“ gehört zu den Begriffen, die Martin Luther eigens geschaffen hat, um das Neue an seiner Theologie herauszustreichen. Diese Auffassung vertrat der Rostocker Professor für deutsche Sprach- und Literaturgeschichte des Spätmittelalters Franz-Josef Holznagel, in der Zeitschrift Bibelreport. Sie wird von der evangelischen Deutschen Bibelgesellschaft in Stuttgart herausgegeben.
Auch die Worte „Buße“ und „Rechtfertigung“ gehören nach Holznagel zu den von Luther eingeführten Begriffen.

Neukirchener Verlag ohne Theologie

Die Neukirchener Verlagsgesellschaft hat ihr wissenschaftlich-theologisches Programm „Neukirchener Theologie“ an den Göttinger Verlag Vandenhoeck & Ruprecht verkauft. Die Sparte „Neukirchener Aussaat“, in der christliche Belletristik erscheint, und der Neukirchener Kalenderverlag sind von der Übernahme nicht betroffen.

 

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