zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft

Notizen

Aus Religion und Gesellschaft

Zentralrat lobt EKD-Synode

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat die Verabschiedung der Erklärung der EKD-Synode zur Judenmission begrüßt (siehe Seite 45). „Diese eindeutige Abkehr von der Judenmission bedeutet der jüdischen Gemeinschaft sehr viel“, erklärte der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, in einer Pressemitteilung am 9. November. Er hoffe, dass die Erklärung „nun auch von jenen Gemeinden, die bisher einen anderen Weg eingeschlagen haben“ in die Praxis umgesetzt werde. Schuster: „Das gilt auch für die sogenannten messianischen Juden, die keine Juden sind.“

Popmusik für Kirchenmusiker

An der Hochschule für Kirchenmusik in Witten gibt es einen neuen Studiengang „Kirchenmusik Popular“. Er führt wie die klassische Ausbildung nach acht Semestern zum Bachelor und damit zur Anstellungsfähigkeit als Kirchenmusiker.

Bund fördert Islamzentrum

Das Zentrum für Islamische Theologie der Universität Münster wird vom Bund in den kommenden fünf Jahren mit 2,9 Millionen Euro gefördert. Die vor fünf Jahren eröffnete Einrichtung bildet gemeinsam mit der Universität Osnabrück islamische Theologen aus. Derzeit zählt sie 900 Studenten.

 

Bad Grönenbach ist eine reformierte Enklave im katholischen Allgäu. Foto: Wilfried Bahnmüller
Bad Grönenbach ist eine reformierte Enklave im katholischen Allgäu. Foto: Wilfried Bahnmüller

Reformierte unterzeichnen „Gemeinsame Erklärung“

Die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WRK) will im Juli 2017 in Wittenberg der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ beitreten, die der Vatikan und der Lutherische Weltbund 1999 in Augsburg unterschrieben haben. Damit solle gezeigt werden, dass die Unterschiede zwischen der römisch-katholischen und der evangelisch-reformierten Kirche ihre „kirchentrennende Bedeutung verloren haben“, sagte Hanns Lessing, der Koordinator der Generalversammlung der WRK, dem Evangelischen Pressedienst (epd). In einer Assoziierungserklärung, die derzeit weltweit diskutiert wird, wollen die Reformierten den besonderen Zusammenhang zwischen Rechtfertigung und Gerechtigkeit hervorheben und betonen, dass die Gerechtigkeit Gottes ein Impuls zum Engagement in der Welt ist.

Die reformierten Kirchen stehen in der Tradition der Schweizer Reformatoren Ulrich Zwingli und Johannes Calvin. Weltweit gibt es rund 80 Millionen reformierte Protestanten. Von den 20 Mitgliedskirchen der EKD sind zwei reformiert, die Evangelisch-Reformierte Kirche, deren Gemeinden vor allem entlang der niedersächsisch-niederländischen Grenze liegen, und die Lippische Kirche. Reformierte Kirchengemeinden gibt es aber auch in unierten Kirchen und im Bereich lutherischer Landeskirchen.

Der Gemeinsamen Erklärung hatte sich vor zehn Jahren schon die Evangelisch-Methodistische Kirche angeschlossen.

Sächsische Landeskirche ermöglicht Segnung homosexueller Paare

Die Leitung der sächsischen Landeskirche hat beschlossen, dass Segnungsgottesdienste für Schwule und Lesben in eingetragener Partnerschaft erlaubt sind. Voraussetzung ist, dass sich ein Pfarrer dazu bereiterklärt. Auch muss er zuvor „die Beratung im Kirchenvorstand“ suchen. Die „Liturgische Handreichung“ für den Gottesdienst ist verpflichtend. Um die Segnung von einer Trauung zu unterscheiden, wird sie nicht wie andere Amtshandlungen im Kirchenbuch vermerkt, sondern in einem eigenen Register der Gemeinde.

Getraut werden gleichgeschlechtliche Paare im Bereich der EKD in den Landeskirchen Baden, Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Hessen-Nassau und Rheinland.

 

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