zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft

Notizen

Aus Religion und Gesellschaft

Kredit für Garnisonkirche

Kredite in Höhe von fünf Millionen Euro stellt die evangelische Kirche für den Wiederaufbau des Turmes der Garnisonkirche in Potsdam zur Verfügung. Der Kirchenkreis Potsdam bewilligte ein zinsloses 250?000-Euro-Darlehen. Zuvor hatten die berlin-brandenburgische Landeskirche und die EKD 4,75 Millionen Euro Kredite für die Garnisonkirche beschlossen. Mit den Darlehen sollen Finanzierungslücken geschlossen werden, um die Freigabe von zwölf Millionen Euro Bundesmittel zu erreichen.

Präses wird nicht Bischöfin

Die Präses der westfälischen Landeskirche Annette Kurschus wird vorerst nicht den Titel „Bischöfin“ tragen. 18 der 28 Kirchenkreise hatten einen entsprechenden Vorschlag aus der Landessynode abgelehnt. Nach deren Willen soll sich jetzt die Kirchenleitung damit befassen und in einem Jahr wieder die Synode. Die Befürworter argumentieren, „Bischof“ werde in der Öffentlichkeit besser verstanden als „Präses“. Aber der Bischofstitel passt nicht zur Verfassung der westfälischen Landeskirche. Dort ist der leitende Geistliche zugleich Präsident (Präses) der Landessynode. In den Kirchen, deren leitende Geistliche den Titel Bischof tragen, sind beide Funktionen getrennt. Ihre Synoden werden anders als in Westfalen und im Rheinland von Laien geleitet.

Priesterweihe im Petersdom. Foto: kna/ Cristian Gennari
Priesterweihe im Petersdom. Foto: kna/ Cristian Gennari

Vatikan bekräftigt: Schwule dürfen nicht Pfarrer werden

Homosexuelle dürfen nicht römisch-katholische Priester werden, weil sie ihre „Situation in schwerwiegender Weise daran hindert, korrekte Beziehungen zu Männern und Frauen aufzubauen“. Das erklären die neuen Richtlinien zur Priesterausbildung, die die Kleruskongregation des Vatikan im vergangenen Monat veröffentlicht hat. Die Kirche könne „jene nicht für das Priesterseminar und zu den heiligen Weihen zulassen, die Homo-sexualität praktizieren, tiefsitzende homosexuelle Tendenzen haben oder eine sogenannte ‚homosexuelle Kultur‘ unterstützen“. Eine Ausnahme hält der Vatikan nur für möglich, wenn es sich „um homosexuelle Tendenzen handelt, die bloß Ausdruck eines vorübergehenden Problems, wie etwa einer noch nicht abgeschlossenen Adoleszenz sind“. In dem Fall müssten „die Probleme“ aber „wenigstens drei Jahre vor der Diakonenweihe eindeutig überwunden sein“. Die Richtlinien mit dem Titel „Das Geschenk der Berufung zum Priestertum“ (www.clerus.va) stützen sich vor allem auf ein Dokument Papst Benedikts xvi. aus dem Jahr 2005.

Reformationslastwagen: Von Genf nach Wittenberg

Ein 16 Meter langer Reformationslastwagen ist am 3. November in Genf gestartet, wo im 16. Jahrhundert der Reformator Johannes Calvin wirkte und heute der Weltkirchenrat und der Lutherische Weltbund ihren Sitz haben. Der Lastwagen, der auf das Reformationsjubiläum aufmerksam machen soll, wird auf einem „Europäischen Stationenweg“ 67 Städte in 19 Ländern angefahren haben (siehe Seite 72), wenn er am 20. Mai in Wittenberg die „Tore der Freiheit“ der „Weltausstellung Reformation“ erreicht.

Die nördlichste Station ist das finnische Turku, die südlichste Rom, die westlichste Dublin und die östlichste Hermannstadt in Rumänien . Die 15 Ehrenamtlichen, die auf dem LKW mitfahren, wollen an den Stationen Reformationsgeschichten aus fünf Jahrhunderten einsammeln. Das Unternehmen wird von EKD, Schweizerischem Evangelischem Kirchenbund und der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa getragen.

 

 

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