zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft

Personen

Aus Religion und Gesellschaft

Foto: dpa/ Friso Gentsch
Foto: dpa/ Friso Gentsch

Erste Rabbinerin in Nordrhein-Westfalen

Die Ukrainerin Natalia Verzhbovska, die am liberalen Abraham-Geiger-Kolleg an der Universität Potsdam ausgebildet wurde, ist die erste Rabbinerin Nordrhein-Westfalens. Die 48-Jährige ist für die liberalen jüdischen Gemeinden Köln, Oberhausen und Unna zuständig. Diese haben rund 400 Mitglieder. Das Geiger-Kolleg führt die Tradition der 1942 von den Nazis geschlossenen Berliner Hochschule für die Wissenschaft des Judentums fort.

 

DFB hat Wolfgang Huber berufen

Der ehemalige Ratsvorsitzende der EKD Wolfgang Huber ist vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) in die Jury des Julius-Hirsch-Preises berufen worden. Weitere Mitglieder des Gremiums unter Vorsitz von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sind die Altpräsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch, Altbundesinnenminister Otto Schily und Andreas Hirsch, ein Enkel des Namensgebers. Der Preis geht an Personen, Initiativen und Vereine, die für Demokratie und Menschenrechte eintreten und sich gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus einsetzen. Benannt ist er nach dem 1892 im mittelbadischen Achern geborenen Fußballspieler Julius Hirsch, der als Stürmer zwischen 1911 und 1913 sieben Mal in der deutsche Nationalmannschaft spielte. Bis 1925 war er im Karlsruher Fußballverein aktiv. 1933 wurde er als Jude ausgeschlossen, 1943 nach Auschwitz deportiert. Sein Todesdatum ist unbekannt.

Foto: dpa/ Claudio Peri
Foto: dpa/ Claudio Peri

Aachener Friedenspreis verliehen

Der römisch-katholische Erzbischof Dieudonne Nzapalainga (Foto) und der islamische Geistliche Oumar Kobine Layama aus der Zentralafrikanischen Republik sowie Rakotonirina Mandimbihery Anjaralova, Lumbela Azarias Zacarias und Balorbey Theophilius Oklu aus Marokko, haben den Aachener Friedenspreis erhalten. Die beiden Geistlichen engagieren sich für den Friedensprozess in ihrem Land, in dem Bürgerkrieg herrscht. Die Marokkaner helfen mit dem "Comite d'Entraide International" Flüchtlingen, die in der Stadt Oujda gestrandet sind.

Wechsel bei Liturgievereinigung

Martin Stuflesser, der an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Würzburg Liturgiewissenschaft lehrt, ist neuer Präsident der internationalen ökumenischen Gesellschaft für Liturgiewissenschaft "Societas Liturgica". Der 45-Jährige folgt der anglikanischen Theologin Lizette Larson-Miller nach. Vizepräsident ist der römisch-katholische Theologe Joris Geldhof aus dem belgischen Löwen. Die Vereinigung, die Sekretariate in Würzburg (für Europa) und Louisville (für die USA) unterhält, hat weltweit rund 400 Mitglieder.

ANGEZEIGT

Gemeinde

Wie gehen die Verbesserung der Organisation einer Gemeinde und ihre spirituelle Entwicklung zusammen? Antworten auf diese Frage finden sich im Septemberheft der EKD-Zeitschrift für Organisationsentwicklung und Gemeindeberatung, das den Titel "inspiriert" trägt. Ein Heft kostet 10 Euro, ab fünf Exemplaren 8 Euro pro Heft.

Bestellanschrift: Förderverein für Organisationsentwicklung und Gemeindeberatung, Kaiserstr.2, 61169 Friedberg, Telefon: 06031/162970, Fax: 06031/162971.

Papst empfängt abgesetzten Bischof

Papst Franziskus hat den französischen Bischof Jacques Gaillot (80) zu einem 45-minütigen Privatgespräch empfangen. Der Pariser Pfarrer Daniel Duigou, der Gaillot begleitete, sagte der französischen Tageszeitung Le Figaro, der Papst habe ihn durch "Nähe, Authentizität und Einfachheit" beeindruckt. Mit Blick auf die Segnung wiederverheirateter Geschiedener und homosexueller Paare habe der Papst gelächelt und gesagt: "Der Segen Gottes ist für alle da." Papst Johannes Paul II. hatte Gaillot 1995 als Bischof von Evreux abgesetzt, weil er eine vom kirchlichen Lehramt abweichende Haltung zu Zölibat, Empfängnisverhütung und Homosexualität vertrat. Der Bonner Kirchenrechtler Norbert Lüdecke sagte der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA), der Vatikan habe nie eine gesetzliche Grundlage für Gaillots Amtsenthebung genannt. Als "handelnde Autorität" sei die römische Bischofskongregation aufgetreten, die sich auf ein Mandat Johannes Pauls II. berufen habe.

Von Hildesheim nach Hannover

Der Hildesheimer Superintendent Helmut Aßmann wird am 1. Januar 2016 Dezernent für Aus-, Fort- und Weiterbildung im Kirchenamt der hannoverschen Landeskirche. Der 57-Jährige folgt Michael Wöller (65) nach, der in den Ruhestand tritt.

 

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