zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft

Personen

Aus Religion und Gesellschaft

Foto: Rolf Zöllner
Foto: Rolf Zöllner

Gewürdigt und gefeuert

Das Potsdamer Abraham-Geiger-Kolleg, das liberale Rabbiner ausbildet, hat den Studenten Armin Langer von der Kandidatenliste gestrichen. Er hatte im November in der tageszeitung (taz) den Zentralrat der Juden als „Zentralrat der rassistischen Juden“ bezeichnet. Langer bezog sich auf Zentralratspräsident Josef Schuster, der sich in der Welt für eine langfristige Begrenzung des Flüchtlingszuzugs nach Deutschland ausgesprochen und darauf hingewiesen hatte, viele Flüchtlinge seien mit einer „Israel-feindlichkeit aufgewachsen“. Nach einem Bericht des Berliner Tagesspiegel begründete der Leiter des Geigerkollegs, Walter Homolka, Langers Disziplinierung damit, dieser müsse „als künftiger geistlicher Repräsentant des Judentums seine Wortwahl so gestalten, dass sich die jüdische Gemeinschaft auch von ihm vertreten lassen möchte“. Aufgrund seiner Entschuldigung bei Schuster habe der 25-Jährige aber eine Bewährungszeit von einem Jahr bekommen. Der liberale Wiener Rabbiner Walter Rothschild, der früher in Berlin tätig war, warf dem Geigerkolleg in einem Interview mit der taz eine „Überreaktion“ vor. Vor zwei Jahren hatte Bundespräsident Joachim Gauck Langer und seine Mitstreiter in der von ihm gegründeten Berliner Gruppe „Salaam Schalom“ im Schloss Bellevue empfangen. Gauck würdigte deren Engagement für den jüdisch-muslimischen Dialog als Vorbild dafür, wie in der Gesellschaft ein friedliches Miteinander zwischen den Religionen gelingen kann. Zeitzeichen porträtierte im April 2014 das Abraham-Geiger-Kolleg und Armin Langer.

Neue Leitung beim Weißen Kreuz

Martin Leupold, ist Vorsitzender des evangelikalen Verbandes für Sexualethik und Seelsorge „Weißes Kreuz“. Er leitete das Gnadauer Theologische Seminar in Uchtenhagen, das im vergangenen Jahr geschlossen wurde. Der 56-Jährige ist Nachfolger von Rolf Trauernicht (65). Das Weiße Kreuz gehört zum Gnadauer Verband.

Foto: dpa/ Stefano Spaziani
Foto: dpa/ Stefano Spaziani

Preis für Gründer von Sant' Egidio

Der Gründer der römisch-katholischen Organisation Sant’ Egidio, Andrea Riccardi, hat den Humanismuspreis des Deutschen Altphilologenverbandes erhalten. Aus einer Initiative zur Unterstützung Bedürftiger sei ein „soziales Netzwerk“ geworden, hieß es in der Begründung. Die Laudatio hielt Kurienkardinal Walter Kasper.

Sant´Egidio engagiert sich für soziale Belange, den Frieden, die Abschaffung der Todesstrafe, die Ökumene und den interreligiösen Dialog.

Wechsel bei der Bahnhofsmission

Christian Baron, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholischer Bahnhofsmissionen, hat turnusmäßig den Vorsitz der ökumenischen Konferenz für kirchliche Bahnhofsmissionen übernommen. Der 64-Jährige ist Nachfolger von Ute Volz, der Vorsitzenden der Evangelischen Bahnhofsmissionen.

Baron versprach, die Arbeit an der Gründung gemeinsamer Vereinsstrukturen fortzusetzen. Bahnhofsmissionen bestehen in Deutschland seit 122 Jahren. Heute sind sie an 103 Bahnhöfen vertreten.

EKD-Preis für Doktorarbeit

Ulrike Witten (33), Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Halle-Wittenberg, erhält den mit 5.000 Euro dotierten Hanna-Jursch-Preis der EKD. Dies würdigt ihre Doktorarbeit über Lehre und Wirken Elisabeths von Thüringen (1207–1231), Florence Nightingales (1820–1910) und Mutter Teresas (1910–1997). Die Namensgeberin des Preises, die Jenaer Kirchenhistorikerin Hanna Jursch (1902–1972), habilitierte sich 1934 als erste Frau an einer Theologischen Fakultät in Deutschland.

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Anschriften

In der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) sind acht Mitgliedskirchen der EKD zusammengeschlossen. Zu ihr gehören eine Dienststelle im EKD-Kirchenamt und viele andere Einrichtungen und Organisationen, nicht zu vergessen das Gemeindekolleg in Neudietendorf. Wer wo was ist, findet sich im aktuellen deutsch/englischen Adressverzeichnis, das runtergeladen werden kann.

 

 

Neuer Leiter für Pastoralkolleg

Frank Zelinsky, Pfarrer an der Augsburger Barfüßerkirche, wird am 1. November Leiter des Pastoralkollegs der bayerischen Landeskirche im mittelfränkischen Neuendettelsau. Der 54-Jährige folgt Karl-Heinz Röhlin (64) nach, der in den Ruhestand tritt. Zelinsky leitete sieben Jahre lang das Theologisch-Pädagogische Institut im mecklenburgischen Ludwigslust.

 

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