zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft
2 Februar 2016
Sexualität
Rausch, Respekt, Religion
Max Klinger, Die Sirene, 1895. Foto: akg
Max Klinger, Die Sirene, 1895. Foto: akg

Die sexuelle Liberalisierung, die seit den späten Sechzigerjahren eine Befreiung des sexuellen Verhaltens, Erlebens und Denkens mit sich gebracht hat, hält an. Im Zentrum steht Selbstbestimmung: Wer was wann mit wem macht, regeln die Individuen einvernehmlich miteinander. Das war nicht immer so. Seit der Antike versuchen Religionen, Regeln für den Sex aufzustellen. Doch was sind heute die Leitmotive, die eine gute und lebbare Sexualität ausmachen?

Foto: privat
Foto: privat

Die Liebe obsiegt

Gespräch mit dem Merseburger Sexualwissenschaftler Konrad Weller über sexuelle Liberalisierung, sexuelle Erfahrungen und die Folgen

Jungen und Mädchen kommen heutzutage durch das Internet früh in Kontakt mit Sexualität und Pornografie. Und trotzdem erlebt die Mehrheit von ihnen ihr erstes Mal in einer festen Beziehung, wie der Merseburger Sexualwissenschaftler Konrad Weller in einer Studie herausgefunden hat. Beziehungsloser Gelegenheitssex hat also nicht zugenommen.

Foto: Saba Laudanna
Foto: Saba Laudanna
Peter Dabrock

Freiheit als Markenkern

Worin sich eine evangelische Sexualethik von der offiziell katholischen unterscheidet

 Anders als die römisch-katholische Kirche kennen die evangelischen Kirchen kein verbindliches sexualethisches Normengefüge. Und trotzdem plädiert eine evangelische Sexualethik nicht einfach für Beliebigkeit, sondern orientiert sich an einer verbindlich verstandenen Freiheit, erläutert Peter Dabrock, Professor für Systematische Theologie an der Universität Erlangen-Nürnberg.

Foto: hpf
Foto: hpf
Adelheid Herrmann-Pfandt

Durch das Ohr der Maria

Über die Konkurrenz von Sexualität und Spiritualität

Das Verhältnis der Weltreligionen zu Sexualität ist ambivalent: Spiritualität und Erotik können sowohl in enger Verbindung miteinander erfahren werden als auch in Konkurrenz zueinander. Das zeigt die Marburger Religionswissenschaftlerin Adelheid Herrmann-Pfandt.

Foto: akg-images/ Erich Lessing
Foto: akg-images/ Erich Lessing
Silke Petersen

An den Grenzen der Schrift

Von der Schwierigkeit, Sexualnormen biblisch zu begründen

Wer die biblischen Texte genau liest, stößt auf ihre Zeitbedingtheit. Deshalb können bestimmte Gebote heute nicht mehr als Grundlage moralischen Handelns dienen, erläutert die Hamburger Neutestamentlerin Silke Petersen.

Fotos: Andrea Enderlein
Fotos: Andrea Enderlein
Reinhard Mawick

Wider die Tabuzone

Beratung zu Sexualität und geistiger Behinderung in Mainz

Sexualität und Partnerschaft bei Menschen mit geistiger Behinderung gehört zu den Themen, über die nur ungern gesprochen wird. Die kürzlich gegründete Beratungsstelle „Liebelle“ in Mainz möchte die Tabuisierung dieser existenziellen Fragen aufbrechen und konkret helfen.

 
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