zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft
7 Juli 2015
Wut tut gut
Über ein tabuisiertes Gefühl
Foto: akg-images
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Die Auseinandersetzung mit Wut und Zorn reicht bis in die Antike. Jeder Mensch ist bisweilen wütend. Trotzdem gestehen sich das viele Menschen nicht ein. Wut tritt dann auf, wenn eigene Grenzen von anderen überschritten werden. Was uns unterscheidet ist, wie wir mit der eigenen Wut umgehen, ihr Ausdruck verleihen. Auch die Bibel weiß, dass Wut und Zorn zum Menschsein gehören. Und der neue Wutbürger? Er hegt ein starkes Misstrauen gegen die traditionelle Politik.

Foto: privat
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Interview
Heidi Kastner

Der Wille zum Leben

Gespräch mit der Chefärztin der forensischen Abteilung der Landesnervenklinik in Linz, Heidi Kastner, über Wut und warum sie nicht unterdrückt werden sollte

Wut ist eine sehr persönliche Emotion. Im Zusammenleben gilt es als Tugend, sie nicht zu zeigen oder gar zu unterdrücken. Doch wenn sie tabuisiert wird, verliert sie ihre Funktion - mit manchmal schlimmen Folgen, wie die Gerichtspsychiaterin Heidi Kastner erklärt.  

Foto: dpa/Tobias Hase
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Geschichte, Politik & Gesellschaft
Felix Butzlaff

Gefühl einer Krise

Wut und Protest - wie sich die Voraussetzungen der Demokratie ändern

Das Wort "Wutbürger" wurde von der Gesellschaft für deutsche Sprache zum Wort des Jahres 2010 gekürt. Doch was steckt dahinter? Es geht im Kern um eine neue Balance in Politik, Demokratie und Gesellschaft und um die Frage nach der Stellung des Bürgers in ihr, meint Felix Butzlaff, Politikwissenschaftler am Göttinger Institut für Demokratieforschung.  

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Geschichte, Politik & Gesellschaft
Kathrin Weber

Zornmütiger Seelenbestandteil

Wut und Zorn: Ein Streifzug von durch die Jahrhunderte

Europäische Denker und Wissenschaftler entwarfen schon in der Antike verschiedene Bilder von Wut und Zorn, die auf eine moralische oder eine ästhetische Bewertung zielten. Einen Überblick über die Jahrhunderte liefert die Bielefelder Romanistin Kathrin Weber.

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Kultur
Helmut Kremers

Losgebundene Furien

Über die Wut wird viel nachgedacht, gedichtet und gelacht. Der Stoff dazu geht nicht aus

Wut ist menschlich, jeder kennt sie aus eigenem Erleben. So kann es nicht ausbleiben, dass sie Schriftsteller, Philosophen, Künstler und Wissenschaftler zu Vielerlei, von Klugem bis zu Albernem, anregt. Hier die flüchtige Begehung eines weiten Feldes.  

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Religion & Kirche
Frank Crüsemann

Zur Nachahmung empfohlen

Von der Notwendigkeit des göttlichen Zorns für die Gerechtigkeit

Das Unrecht, das Gottes berechtigten Zorn hervorruft, wird durch Gottes rettende Gerechtigkeit überwunden. Beide Seiten, die für Menschen oft auseinanderzufallen scheinen, gehören bei Gott untrennbar zusammen, erläutert der Alttestamentler Frank Crüsemann mit einem Blick auf das Alte Testament.

 
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