zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft
4 April 2014
Brasilien
Auf ewig Land der Zukunft?
Foto: dpa/Nelson Antoine
Foto: dpa/Nelson Antoine

Seit dem Ende der Militärdiktatur in den Achtzigerjahren scheint es mit Brasilien stets aufwärts zu gehen. Die Armut nimmt ab, der Einfluss in der Welt steigt. Erfüllt sich nun der Glaube an Wohlstand und Fortschritt, von dem auch die Fahne des Landes zeugt? Wird aus dem Land der Zukunft das Vorbild der Gegenwart? Was bedeutet das für den anderen Glauben, den an die Götter der Afrikaner und der Ureinwohner? Und wie wird die lutherische Kirche diese Entwicklung überstehen?

Foto: Deutsche Bank
Foto: Deutsche Bank
Interview
Caio Koch-Weser

Durch den Urwald zur Schule geritten

Gespräch mit dem Finanzexperten Caio Koch-Weser über Deutsche in Brasilien und die wirtschaftliche Entwicklung des Landes

Caio Koch-Weser hat an verschiedenen Orten der Welt als Wirtschafts- und Finanzexperte gearbeitet: In Washington im Vorstand der Weltbank, in Berlin als Finanzstaatssekretär der Regierung Schröder. Derzeit arbeitet er unter anderem in London und Berlin als Vice-Chairman für die Deutsche Bank. Seine Kindheit und Jugend verbrachte der Deutsch-Brasilianer aber in Rolândia, einer Siedlung von deutschen Emigranten im brasilianischen Urwald, die sein Großvater mit gegründet hat.

Foto: dpa/AP/Andre Penner
Foto: dpa/AP/Andre Penner
Geschichte, Politik & Gesellschaft
Martin Curi

Eine Nation dank Fußball

Wenn die "Seleção" spielt, geht es auch um die Identität Brasiliens

Alle vier Jahre gönnt sich Brasilien einen Nationalfeiermonat: Die Fußballweltmeisterschaft. Sie ist immer auch Anlass, die Identität des Landes neu zu bestimmen. Dabei war fast immer heilig, was dem Fußball diente. Das ist vorbei, seit Bürger gegen soziale Kollateralschäden und das Diktat der FIFA demonstrieren. Der in Brasilien lebende Autor Martin Curi erklärt, warum die Fußballgeschichte des Landes auch eine politische ist.

Foto: dpa/Marcus Brandt
Foto: dpa/Marcus Brandt
Geschichte, Politik & Gesellschaft
Andreas Behn

Raus aus der Armut

Mit Sozialprogrammen wie "Bolsa Família" hat Brasiliens Arbeiterpartei eine neue Mittelschicht geschaffen

Brasilien gilt als einer der großen Hoffnungsträger für die Weltwirtschaft. Das größte Land Südamerikas erlebte in den vergangenen Jahren eine erstaunliche Wachstums-phase. Dass dieser Aufschwung 36 Millionen Menschen aus der extremen Armut geholt hat, ist der Umverteilung und Sozialpolitik der linken Regierung zuzuschreiben. Andreas Behn, epd-Korrespondent in Rio de Janeiro, beschreibt ihre Erfolge, aber auch die Aufgaben, die es noch zu lösen gilt.

Foto: dpa/Jan Sochor
Foto: dpa/Jan Sochor
Religion & Kirche
Franz Höllinger

Mit allen Sinnen und vielen Geistern

Vielfalt prägt auch die religiöse Landschaft Brasiliens

Die religiöse Vielfalt Brasiliens entspricht dem Charakter des Landes als Schmelztiegel unterschiedlicher Ethnien. Es ist durchaus üblich, dass Anhänger afro-brasilianischer Religionen an christlichen Gottesdiensten teilnehmen oder praktizierende Katholiken sich einem spiritistischen Heilungsritual unterziehen. Franz Höllinger, Soziologieprofessor an der Universität Graz mit dem Arbeitsschwerpunkt Religionssoziologie, beschreibt die bunte religiöse Landschaft.

Foto: epd/Anja Kessler
Foto: epd/Anja Kessler
Religion & Kirche
Hans Zeller

Luthers Kirche und die anderen

Wider dumme Religion und dummen Zweifel: Zeit für eine neue Reformation

Neben der großen katholischen Kirche und der kleinen lutherischen Kirche sind in den vergangenen 30 Jahren zahlreiche Pfingstkirchen in Brasilien entstanden, die bei der Bevölkerung sehr beliebt sind. Wie die Lutheraner auf diese Herausforderungen reagieren, erläutert Hans Zeller, Lateinamerikareferent beim Centrum "Mission EineWelt" der bayerischen Landeskirche.  

Foto: privat
Foto: privat
Meinung
Annette Kurschus

Nicht wegducken

Glaube ist keine peinliche Privatangelegenheit

Wie kann es gelingen, dass kirchlicher Protest gegen ungerechte Verhältnisse als unmittelbarer Ausdruck unseres persönlichen Glaubens erkennbar wird?

Kultur & Naturwissenschaft
Stephan Kosch

Leuchtende Augen

Stefan Zweigs Brasilien

Warum man dieses Buch hören sollte? Weil man dabei mindestens so viel über den Autoren und seine Geschichte lernt, wie über das Land.

Angelika Hornig

Brasilien, Brasilien

Walfänger und Missionare

Erfolgreich zu sein, heißt in Brasilien, ein Weißer zu sein.

 
Frühere Schwerpunkte
zeitzeichen 3/2014

Deutsche Kultur

Bald nur noch im Retro-Modus zu haben?

zeitzeichen 2/2014

Inklusion

Schluss mit den getrennten Welten

zeitzeichen 1/2014

Kirche und Politik

Ein konfliktträchtiges Verhältnis

zeitzeichen 12/2013

Flüchtlinge

Wie Europa mit ihnen umgeht

zeitzeichen 11/2013

Trauer

Vom Weg zurück ins Leben

zeitzeichen 10/2013

Gemeinde unter Druck

Die Kirche vor Ort muss sich ändern

zeitzeichen 9/2013

Konversion

Warum Menschen ihre Religion wechseln

zeitzeichen 8/2013

Ein Schluck Himmel

Der Wein - Reben, Rausch und Religion

zeitzeichen 7/2013

Sterbehilfe

Wie weit darf sie gehen?

 

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