zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft
3 März 2017
Bachs Matthäuspassion
Zwischen Überhöhung und Abgrund
Foto: Bernd Uhlig
Foto: Bernd Uhlig

Überhöhung und Abgrund

Die Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach gehört zu den  berühmtesten Werken der Musikgeschichte. Viele Menschen weltweit lieben und verehren das Werk, zahlreiche Künstler wurden von ihm inspiriert und arbeiteten sich immer wieder an ihm ab – zum Beispiel der italienische Regisseur Romeo Castellucci 2016 in Hamburg. Zunehmend aber mehren sich Stimmen, die auf den Antijudaismus in und im Zusammenhang mit Bachs „großer Passion“ hinweisen. Kann man die Matthäuspassion heute noch „einfach so“ aufführen?

Foto: privat
Foto: privat
Christa Kirschbaum

Mehr Mut zum Denken

Gespräch mit der Kirchenmusikerin Christa Kirschbaum aus Frankfurt/Main über die Faszination der Musik Bachs und die Herausforderung, sie heute redlich aufzuführen

Foto: Bernd Uhlig
Foto: Bernd Uhlig
Reinhard Mawick

Von Ferne braust das Meer

Annäherungen an Johann Sebastian Bachs grandiose Matthäuspassion

Sie ist eines der bedeutendsten Musikwerke überhaupt, Bachs Matthäuspassion. 1727 erstmals aufgeführt und 1829 von Felix Mendelssohn wiederentdeckt, wurde sie in knapp 200 Jahren zum Mythos. Über Vorgeschichte, Anatomie und Wirkung eines singulären Werkes und die neue Diskussion über die judenfeindliche Wirkungsgeschichte.

Foto: Bachfest Leipzig/ Gert Mothes
Foto: Bachfest Leipzig/ Gert Mothes
Meinrad Walter

„Das gehet meiner Seele nah“

Die Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach im Spiegel ihrer Deutungen

Kaum ein musikalisches Werk hat ein ähnlich vielstimmiges Echo hervorgerufen, wie Bachs „große Passion“. Theologen und Komponisten, Literaten und Philosophen, Dirigenten und Choreographen zeigen sich durch die Jahrhunderte fasziniert. Der Theologe, Kirchenmusiker und renommierte Bachforscher Meinrad Walter aus Freiburg im Breisgau ist einigen Zeugnissen berühmter Menschen nachgegangen.

Foto: Bach-Archiv Leipzig
Foto: Bach-Archiv Leipzig
Johann Michael Schmidt

„…über uns und unsere Kinder“


Judenfeindliche Wahrnehmung und Wirkung in Johann Sebastian Bachs Matthäuspassion


Die Aufführungs- und Wirkungsgeschichte der Matthäuspassion Johann Sebastian Bachs seit dem 19. Jahrhundert ist voller judenfeindlicher Begleitklänge, denn sie geschah in einer Zeit, als sich Nationalismus und Antisemitismus einander durchdringend ausbreiteten. Dies bedürfe heutiger Reflexion, meint der Alttestamentler Johann Michael Schmidt, der an der Universität Köln Bibelwissenschaft lehrte.

Foto: Michael Triegel
Foto: Michael Triegel
Thomas Erne

Der beleidigte Gott

Wie der Philosoph Hans Blumenberg die Matthäuspassion hörte

1988 veröffentlicht der Philosoph Hans Blumenberg ein Buch unter dem Titel „Matthäuspassion“. Darin sieht der Philosoph in der Musik Bachs eine, ja eigentlich die einzige Möglichkeit für nachchristliche Hörer, den existenziellen Wert des christlichen Passionsgeschehens zu ermessen. Thomas Erne, Professor für Praktische Theologie in Marburg, stellt Hauptgedanken des Werkes vor.

 
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Foto: dpa
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Foto: Michael Uhlmann
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Foto: epd
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