Im Weltkirchenrat, auch Ökumenischer Rat der Kirchen (ÖRK) genannt, sind 350 papstunabhängige Kirchen zusammengeschlossen. In den Siebzigerjahren machte ihn sein umstrittenes Antirassismusprogramm außerhalb der Kirche bekannt. Seither ist es um den ÖRK ruhig geworden. Und im Vorfeld seiner Vollversammlung, die Anfang November in Südkorea stattfindet, wird wieder die Frage nach seiner Zukunft gestellt.
Starker Fürsprecher auf der Weltebene
Gespräch mit Generalsekretär Olav Fykse Tveit über Probleme und Perspektiven des Weltkirchenrates und seinen 350 Mitgliedskirchen
Von Anfang an engagierten sich Deutschlands Protestanten stark im Weltkirchenrat, finanziell und personell. Aber in den vergangenen Jahren hat beides nachgelassen. Wie sieht das der Generalsekretär? Und was erwartet er vom Reformationsjahr 2017?
Viele Baustellen
Der Weltkirchenrat steht nicht nur vor finanziellen Herausforderungen
Der Schweizer Franken und die schlechte Zahlungsmoral vieler Mitgliedskirchen machen dem Weltkirchenrat genauso zu schaffen, wie das Problem, sich in der Weltöffentlichkeit zu behaupten, zeigt Jan Dirk Herbermann, epd-Korrespondent in Genf.
Im Schatten der Kriege
In den ersten Jahren galt der Weltkirchenrat im Osten als Institution der Amerikaner
Die Schrecken des Ersten Weltkrieges beförderten die Zusammenarbeit der Kirchen. Sie mündete 1948, verzögert durch den Zweiten Weltkrieg, in die Gründung des Weltkirchenrates (ÖRK). Gehörten ihm damals 147 Kirchen an, sind es heute 350. Der Münsteraner Kirchenhistoriker Martin Greschat beschreibt die Gründungsgeschichte des Kirchenbundes.
Abwärts oder vorwärts
Anfang November entscheidet sich, wie es mit dem Weltkirchenrat weitergeht
Welche Rolle der Weltkirchenrat in Zukunft spielen sollte, skizziert Karl-Heinz Dejung, von 1995 bis 2004 Leiter des Ökumenezentrums der hessen-nassauischen Landeskirche und heute Lehrbeauftragter an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Mainz.
Ökumene ist ein Teil von mir
Superintendent Frank Schürer-Behrmann engagiert sich im Weltkirchenrat
Frank Schürer-Behrmann, Superintendent des Kirchenkreises Fürstenwalde-Strausberg bei Berlin, gehört dem Zentralausschuss des Weltkirchenrates an. Katharina Lübke erzählte er, was er in der Ökumene erlebt, wie sie ihn geprägt hat und was er vom Weltkirchenrat erwartet.
Glühender Backofen
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Sitten notieren schwächer, Gewalt legt zu. So scheint's.
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