zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft
3 März 2015
Strafe
Wie weit darf sie gehen?
Foto: akg-images/Christian Rohlfs: Vertreibung aus Paradies
Foto: akg-images/Christian Rohlfs: Vertreibung aus Paradies

Eine Gesellschaft braucht Regeln, und wer sie verletzt, muss mit Sanktionen rechnen. Das gilt für den Staat ebenso wie für Familien und Religionsgemeinschaften. Doch in einer Zeit, in der die Freiheit des Einzelnen so viel gilt wie heute, sind Strafen umstritten. Und in der Pädagogik und der christlichen Theologie sind sie verpönt. Muss Strafe denn noch sein? Und wie ist sie zu begründen? Wo liegen ihre Grenzen?

Foto: dpa/Karlheinz Schindler
Foto: dpa/Karlheinz Schindler
Interview
Michael Germann

Ein Angebot zur Sühne

Gespräch mit dem Strafrechtler und Rechtsphilosophen Reinhard Merkel über den Sinn der Strafe und ihre Grenzen

Strafe spielt im Rechtssystem eines Staates eine wichtige Rolle, damit eine gebrochene Norm verteidigt wird. Doch dieser Mechanismus stößt immer wieder an Grenzen. Diese beschreibt Reinhard Merkel, Professor für Strafrecht und Rechtsphilosophie in Hamburg.

Foto: dpa/Claus Schunk
Foto: dpa/Claus Schunk
Geschichte, Politik & Gesellschaft
Kai Schlieter

Verrohung hinter Gittern

Warum Haftstrafen die Gesellschaft nicht sicherer machen

Derzeit sitzen 62.000 Menschen in Deutschland hinter Gittern. Vergewaltiger, Totschläger und Mörder, doch vor allem Schwarzfahrer, Gepfändete, Drogenabhängige, Kleinkriminelle, Steuerbetrüger, Einbrecher oder Heiratsschwindler. Werden sie im Gefängnis zu ehrlicheren Menschen? Der Journalist Kai Schlieter hat sich intensiv mit dem deutschen Strafvollzug beschäftigt und kommt zu dem Schluss: Mit weniger Häftlingen wäre Deutschland sicherer.

Foto: dpa/Christian Ohde
Foto: dpa/Christian Ohde
Geschichte, Politik & Gesellschaft
Urs Fuhrer

Zwischen Konsequenz und Strafe

Kinder müssen lernen, dass ihr Verhalten Folgen hat

Strafe als Mittel der Erziehung ist verpönt. Gleichzeitig fordern Pädagogen, dass Kindern und Jugendlichen immer wieder Grenzen gesetzt werden müssen. Urs Fuhrer, Professor für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie der Universität Magdeburg, beschreibt das Verhältnis von Konsequenz und Strafe.

Fotos: dpa/Marechal Aurore
Fotos: dpa/Marechal Aurore
Religion & Kirche
Klaas Huizing

Satire statt Strafe

Der gecoachte Gott hat seine Zornesfalten geglättet

Was wurde aus dem Gott, dessen jugendlicher Zorn den Menschen die strafende Sintflut brachte? Er schulte um und setzte auf Satire. Nach der Ermordung der Journalisten von Charlie Hebdo blickt Klaas Huizing, Schriftsteller und Professor für Systematische Theologie und theologische Gegenwartsfragen an der Universität Würzburg, aus ungewohnter Perspektive auf Gott und seine Propheten.

Foto: akg-images
Foto: akg-images
Religion & Kirche
Hannes Bezzel

Von Bildern und Zerrbildern

Der "strafende Gott" im Alten Testament

Der Gott des Alten Testaments war ein strafender und bisweilen zorniger Richter, der des Neuen Testaments hingegen voller Gnade. Diese Denkfigur hat in der christlichen Theologie eine lange Geschichte. Doch das Bild ist verzerrt, sagt Hannes Bezzel, Juniorprofessor für Altes Testament an der Universität Jena. Er stellt stattdessen den Begriff Gerechtigkeit ins Zentrum seiner Beschreibung des alttestamentlichen Gottes.

Rezensionen
Stephan Kosch

Henkersehre

Das Leben des Frantz Schmidt

Wer Freude an der Schilderung brutaler Folter- und Tötungsmethoden hegt, kommt hier auf seine Kosten.

 
Frühere Schwerpunkte
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Schnöder Mammon oder Gabe Gottes?

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Die Reformation und die Bilder

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Fluch und Segen eines Gefühls

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... Frieden muss noch werden

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Sakrale Architektur im 21. Jahrhundert

 

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