zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft
11 November 2014
Tanz und Religion
Suche nach der verschollenen Sprache
Fotos: dpa/Ahmed Gomaa
Fotos: dpa/Ahmed Gomaa

Während in vielen Religionen der Welt der Tanz Teil des rituellen Lebens ist, kommt er im Christentum nur am Rande vor. Dabei lassen sich auch im zeitgenössischen Tanz enge Verbindungen zur Religion entdecken. Und immer mehr Christen sehen im Tanz die Möglichkeit, eine verschollene Sprache wiederzuentdecken. Ist die Zeit reif für mehr Tanz in der Kirche?

Foto: Sandstein-Verlag
Foto: Sandstein-Verlag
Kultur & Naturwissenschaft
Alexander Schwan

Heilige Bewegungen

Religion und Spiritualität im zeitgenössischen Tanz

Der zeitgenössische Tanz beschäftigt sich nur selten mit explizit religiösen Themen. Dennoch gibt es eine enge Verbindung zwischen Tanz und Spiritualität, auch scheinbar profane Bewegungen können in die Transzendenz führen. Alexander Schwan, Tanzwissenschaftler und evangelischer Theologe, erläutert aus diesem Blickwinkel das Geschehen in der zeitgenössischen Tanzszene.

Foto: dpa/Philippe Lissac
Foto: dpa/Philippe Lissac
Religion & Kirche
Adelheid Herrmann-Pfandt

Lebensfreude, Trance, Herrschertum

Der heilige Tanz hat in den meisten Religionen der Welt seinen festen Platz

Bis ins 20. Jahrhundert hinein spielte der Tanz als Ausdruck religiöser Hingabe im Christentum so gut wie keine Rolle. Doch in anderen Religionen gehört der "Gottesdienst mit dem Körper" sehr wohl zum rituellen Leben dazu. Adelheid Herrmann-Pfandt, Professorin für Religionswissenschaft an der Universität Marburg, gibt einen Überblick.

Foto: dpa/Fine Art Images
Foto: dpa/Fine Art Images
Religion & Kirche
Harald Schroeter-Wittke

Tanz und Teufel zusammengedacht

In der christlichen Welt wurde über viele Jahrhunderte hinweg vor dem Tanz gewarnt

Friedrich Nietzsche wollte nur an einen Gott glauben, "der zu tanzen verstünde". Dass er diesen in der christlichen Lehre nicht fand, war Resultat einer jahrhundertealten Skepsis gegenüber dem Tanz, die sich nur langsam verflüchtigt. Harald Schroeter-Wittke, Professor für Didaktik der evangelischen Religionslehre mit Kirchengeschichte an der Universität Paderborn, zieht den Bogen vom Alten Testament bis zu den Liturgischen Nächten des Kirchentages.

Foto: privat
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Meinung
Siegfried Macht

Gotteslob und Emanzipation

Tanz gehört als intensive Ausdrucksmöglichkeit in den Gottesdienst

Der biblisch viel bezeugte Tanz ist uns abhandengekommen. Doch das sollte nicht so bleiben, findet Siegfried Macht.  

Foto: privat
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Meinung
Benjamin Lassiwe

Neuerliche Selbstinfantilisierung

Alles was peinlich wirken könnte, hat im Gottesdienst nichts zu suchen

Eine 500 Jahre alte liturgische Tradition sollte nicht gedankenlos geopfert werden, meint Benjamin Lassiwe.  

Foto: privat
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Interview
Volker Lang

Tanz ist eine verschollene Sprache

Gespräch mit dem Theologen und Tanztherapeuten Volker Lang über Tanz, Trance und heilige Momente

Viele Christen lehnen es ab, im Gottesdienst zu tanzen. Das müsse man respektieren, sagt Volker Lang, Seelsorger an der Psychiatrischen Klinik in Emmendingen, der selbst viele Jahre Gemeindepfarrer war. Wie es dem begeisterten Tänzer dennoch gelang, Gemeindemitglieder in Bewegung zu bringen, und was das Tanzen mit Menschen macht, beschreibt er im Gespräch mit zeitzeichen.  

Rezensionen
Stephan Kosch

Zwischenfigur

Das Leben der Gret Palucca

Sie tanzte durch vier politische Systeme und gesellschaftliche Welten. Sie eckte überall an und wurde doch hofiert.

 
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