Im Lutherischen Weltbund (LWB) sind 140 Kirchen mit rund 70 Millionen Mitgliedern zusammengeschlossen. Vom 20. bis zum 27. Juli tagt seine Vollversammlung in Stuttgart. Lange Zeit dominierten ihn lange Zeit Deutsche, Skandinavier und Nordamerikaner. Doch mittlerweile haben die Kirchen der Dritten Welt an Gewicht gewonnen.
Lesen Sie mehr in unserem Schwerpunkt:
Von Rom enttäuscht
Der LWB, Papst Benedikt XVI. und die Ökumene
Die Lutheraner sehen sich als "Brückenkirche" zwischen den Katholiken und Reformierten, doch der Ökumene-Prozess ist ins Stocken geraten. Auch innerhalb des LWB gibt es Konflikte wie zum Beispiel um Homosexualität, die zur Zerreißprobe werden könnten.
Jeder sein eigener Priester
Warum ich gern lutherisch bin
Die lutherische Spielart des Protestantismus: Eine große Weite, Offenheit gegenüber den Zeitgenossen und gleichzeitige Pflege liturgischer Traditionen.
Lutherischer Weltbung: eine Erfolgsgeschichte
Doch nun könnte eine verdeckte Tagesordnung zum Streitpunkt werden
Die Lutheraner wollen in Stuttgart vor allem die Ernährungskrise diskutieren. Daneben aber gibt es so etwas wie eine verdeckte Tagesordnung.
Blei am Fuß
71 Prozent der Schweden sind Lutheraner - aber ihre Zahl sinkt stetig
"Belonging without believing", lautet ein Satz von Religionssoziologen: Man gehört der Kirche an, aber der christliche Glaube ist für viele nebulös. Ein klassisches Beispiel dafür ist die evangelisch-lutherische Kirche Schwedens.
Hirte und Bischof
Die lutherische Kirche Äthiopiens wächst rasant
"Mekane Yesus" heißt: Der Ort, wo Jesus wohnt. Die äthiopische Mekane-Yesus-Kirche ist die zweitgrößte lutherische Kirche der Welt.
Eingekeilt
Brasiliens Lutheraner müssen sich gegen Katholiken und Pfingstler behaupten
Aus der Einwandererkirche ist ein einheimisches Gewächs geworden. Aber sie bleibt eine Minderheit im Land.
Mild lutherisch
Sieben Irrtümer über die Württemberger und ihre evangelische Landeskirche
Der Schwabe spricht nicht nur Dialekt, er denkt auch dialektisch.
Trotz alledem
Luther für die Gegenwart
Bemerkenswert ist die ökumenische Perspektive dieses Bandes: Indem die römisch-katholische oder orthodoxe Sichtweise ständig mit im Spiel sind, konturiert sich die lutherische umso klarer.

