Religion, Kirche & Theologie
Ausgabe 2 Februar 2012
Zweierlei Logik
Milieus und Kirchenreform: Richtige Analyse, falsche Strategie?
In welcher Weise können Milieustudien zur Reform der Kirche beitragen? Franz Grubauer, Leiter des Referats Sozialforschung und Statistik im Kirchenamt der hessen-nassauischen Landeskirche, zeigt, dass man aus ihren Ergebnissen ganz unterschiedliche Folgerungen ziehen kann.
Zweierlei Freiheit
Reformatorisches und neuzeitliches Verständnis: eine notwendige Unterscheidung
Dürfen wir heute - als aufgeklärte Christen - die "Freiheit eines Christenmenschen" mit der Freiheit, die dem Menschen in der Welt potenziell eignet, gleichsetzen? Oswald Bayer, Professor em. für Systematische Theologie an der Universität Tübingen, begründet, weshalb einer solchen Annahme ein fundamentaler Irrtum zu Grunde liegt.
Predigt, Gebet oder Erbauung?
Warum der Gemeindegesang für den Protestantismus wichtig ist
Durch die Reformation in Wittenberg und Genf, Konstanz und Straßburg hat sich das volkssprachliche Gemeindelied verbreitet. Der Theologe Michael Heymel zeigt, worin sich die Reformatoren unterschieden.
Ohne Erlaubnis
Wie und warum die Orgel in die Kirchen kam
Durch ihren Klang und ihr oftmals prachtvolles Äußeres fasziniert die Orgel viele Menschen. Doch wie kam dieses Instrument in die Kirchen? Der Musikwissenschaftler und Orgelhistoriker Roland Eberlein gibt die Antwort.
Strahlende Zuversicht
Warum die Posaunenarbeit in der evangelischen Kirche typisch und verbreitet ist
Der Posaunenchor bildet im deutschen Protestantismus eine feste Institution: Mehr als jede dritte evangelische Gemeinde hat einen Posaunenchor. Die irdischen Heerscharen der Blechbläser bilden eine der größten Laienbewegungen innerhalb der evangelischen Kirchen, wie Reinhard Lassek beschreibt. Er selbst bläst seit 50 Jahren Trompete, Flügelhorn und Kornett. Und er ist - wie zuvor auch schon sein Vater und Großvater - Posaunenchorleiter.
Süchtig nach Singen
Sechs Porträts: Kirchenmusik lockt sehr unterschiedliche Menschen an
Mehr Vielfalt
Anregend für Pfarrer
Eine Studie zum Gesang im Gottesdienst wird ergänzt durch verschiedene Diskussionsbeiträge.
Standardwerk
Differenziertes Islambild
Die achte Auflage des Longsellers, eines Unternehmens, das insgesamt als geglückt erscheint. Das Buch hat in jeder Hinsicht an Format gewonnen.
Guter Überblick
Geschichte des Protestantismus
Sechs Kapitel zur Entstehung, Entwicklung und Ausbreitung des Protestantismus.
Vereinnahmung
Neue Bonhoeffer-Biographie
Ein Bestseller aus den USA sorgt unter Bonhoeffer-Forschern für Entrüstung.
Feinsinnig
Gedanken zur Friedensethik
Wenn es Krieg gibt, heißt es, stirbt die Wahrheit zuerst. Für Ulrich Finckh beginnt der Verlust der Wahrheit jedoch viel früher.
Notizen
Aus Religion & Gesellschaft
Personen
Aus Religion & Gesellschaft
Veranstaltungen
aus Religion und Gesellschaft
Ausgabe 1 Januar 2012
Früchte des Zorns
Der wachsende Maisanbau sorgt für Streit in ländlichen Kirchengemeinden
Immer mehr Landwirte setzen auf die Produktion von Biogas aus Maispflanzen. Das sorgt für sichere Einnahmen und stets verfügbaren Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Gleichzeitig drohen aber riesige Monokulturen, die die Artenvielfalt bedrohen und die Pachtpreise in die Höhe treiben.
Adel verpflichtet
Patronatskirchen: Relikt des Feudalismus oder gegenwartstauglich?
In einigen Teilen Deutschlands gibt es noch heute Patronatspfarreien - Kirchengemeinden, die unter der "Schirmherrschaft" von Adligen stehen. Diese haben seit Jahrhunderten festgelegte Rechte und Pflichten gegenüber Pfarrer und Gemeinde.
Treffen an der Tafel
Lutherdekade: Frauen diskutieren über die Zukunft der Kirche
In zehn Städten haben sich in den vergangenen Monaten Frauen zu so genannten Frauenmählern getroffen. Sie diskutieren beim Essen über die Zukunft von Kirche und Religion. Eine Idee, die immer mehr Nachahmerinnen findet.
Das Kreuz mit der Geldanlage
Was die evangelischen Kirchen in Deutschland mit ihrem Vermögen machen
Geld gewinnbringend anzulegen ist in wirtschaftlich unwägbaren Zeiten ein schwieriges Geschäft. Die evangelische Kirche will ihr Kapital zudem in Einklang mit ethischen Standards und Kriterien für Nachhaltigkeit vermehren. Kann das gelingen?
Göttlicher Geldfluss
Vom Nutzen und Nachteil des Mammons für die Christenmenschen
Der Umgang mit dem Geld wird an vielen Stellen im Neuen Testament thematisiert. Neben einer grundsätzlichen Aversion und Skepsis gegen den "ungerechten Mammon" in den Gleichnissen Jesu finden sich auch Stellen, die den Nutzen des Geldes für die frühen christlichen Gemeinden beschreiben.
Brisant
Eine neue Sicht der Bibel
Frank Crüsemann hat ein überaus wichtiges und lesenswertes Buch verfasst, dem eine breite Rezeption zu wünschen ist.
Im Konflikt
Kirchliches Arbeitsrecht
Das kirchliche Arbeitsrecht wird derzeit kontrovers diskutiert. Der Sozialwissenschaftler Hermann Lührs hat nun eine Studie zum Thema vorgelegt.
Entgrenzt
Spiritualität der Hoffnung
Wer zum ersten Mal mit Boff Bekanntschaft macht, kann in diesem schmalen Bändchen in kondensierter Form Stil und Themen seiner Theologie kennen lernen.
Neues Judentum
Heimkehr der Unerwünschten
Ein Buch, durch das man mehr über das Nachkriegsdeutschland lernt als über seine jüdische Minderheit.
Notizen
Aus Religion & Gesellschaft
Personen
Aus Religion & Gesellschaft
Lob der Vielfalt
Ein Mann und eine Frau an der Spitze der vereinigten lutherischen Kirche
Gemeinsam mit der EKD-Synode tagte in Magdeburg die Synode der Vereinigten-Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). Außer der Wahl des Leitenden Bischofs und seiner Stellvertreterin ging es auch um die Beziehungen zur römisch-katholischen Kirche.
Die Sache mit Gott
EKD-Synode: Warum es nötig ist, missionarische Impulse verständlich zu formulieren
Während ihrer Tagung in Magdeburg beschäftigte sich die EKD-Synode im Schwerpunkt mit dem Thema Mission. Eine "Kundgebung" wurde verabschiedet. Aber ob sie in der Öffentlichkeit aufgenommen wird, bleibt fraglich.
Licht in der Finsternis
"Da wird keine Nacht mehr sein." Biblische Reflexionen
Fast überall in der Bibel ist die Nacht negativ konnotiert, und sei es auch nur, weil "niemand in ihr wirken kann", wie Jesus selbst bemerkt. Doch sie ist auch ein Ort der Gottesbegegnung.
Gott ist nicht gut
Gegen die Sprachsklerose
Dieses Hörbuch ist eine Zumutung und keine leichte Kost - aber nahrhaft für die Seele.
Schwestern
Die Anfänge des Christentums
Micha Brumlik hat eine beachtliche Darstellung der Geschichte des antiken Christentums vorgelegt.
Freizeitanimateur?
Von Beruf Pfarrer
Der Schweizer Theologe Herbert Pachmann hat sich das schwierige Thema von Identität und Rolle des Pfarrers in heutiger Zeit vorgenommen.
Beziehungsfronten
Berliner Weihnachtsbuch
Miniaturen zwischen Verzweiflung und Hoffnung: Ein "weihnachtlicher Stadtspaziergang".
Herzensbildung
Vater-Tochter-Gespräch
Ein Vater lädt seine Tochter zu einer am Ende über ein Jahr dauernden E-Mail-Korrespondenz über Gott ein.
Notizen
Aus Religion & Gesellschaft
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Aus Religion & Gesellschaft
Ausgabe 11 November 2011
Also, ich jetzt auch
Katharina Zell, Predigerin und Kirchenmutter der Reformationszeit
Eine unerschrockene Frau und fast schon eine feministische Theologin: Katharina Zell hielt nicht viel von dem Verdikt des Paulus, Frauen sollten in der Gemeinde schweigen. Konventionen ignorierte sie, wo sie sie für falsch hielt, und den Mund ließ sie sich erst recht nicht verbieten: Sonja Domröse über eine eindrucksvolle Frauengestalt aus der Reformationszeit.
Aus Feinden wurden Freunde
Zwanzig Jahre Meißen: Nicht am Ziel, aber mitten in einer lebendigen Ökumene
Vor zwanzig Jahren wurde in Meißen eine gemeinsame Erklärung der Kirche von England und den damals noch nicht wieder vereinigten evangelischen Kirchen in der Bundesrepublik und der ddr unterzeichnet. Michael Weinrich, Professor für Systematische Theologie an der Ruhruniversität Bochum und Mitherausgeber von zeitzeichen, würdigt sie.
Verantwortung für das Ganze
Zu den blinden Flecken der EKD-Schrift über "Verantwortungseliten"
Bischofsdinner, Spiritual Coaching oder Kloster auf Zeit - mit solchen Angeboten sollten Pfarrer, Gemeinden und Kirchenleitungen auf die Evan gelischen in der gesellschaft lichen Elite zugehen. Das schlägt zumindest das EKD-Impulspapier "Evangelische Verantwortungseliten" vor. Der Theologe Christoph Fleischmann hat das Papier gelesen und einiges Kritikwürdige gefunden.
"Die leychen alle zu pulver"
Warum sich die Friedhofs- und Bestattungskultur dramatisch wandelt
Der Reformator Martin Luther hat vor fast 500 Jahren die Grundlagen für den Wandel in der Bestattungskultur gelegt. Die Jenaer Kulturwissenschaftlerin Barbara Happe gibt einen Überblick.
Öffentlich und nicht geheim
Theologische Anmerkungen zur evangelischen Bestattungskultur
Die Bestattungskultur wandelt sich. Und Pfarrerinnen und Pfarrer müssen bei ihren Amtshandlungen darauf reagieren. Was eine evangelische Bestattung ausmacht, erläutert Reiner Sörries, Theologe und Direktor des Museums für Sepulkralkultur in Kassel.
Mit der Chipkarte an die Urnenwand
Warum Menschen heute wieder in Kirchen bestattet werden
Anknüpfend an eine alte Tradition setzt man heute wieder Menschen in Kirchen bei. Kolumbarien heißen diese Urnenkirchen, die seit 2006 in Deutschland entstehen. Der Journalist Thomas Krüger beschreibt warum.
Reisebegleiter
Rom zur Zeit Luthers
Gemeinsam mit dem Reformator durch die Heilige Stadt
Ethos der Mitte
Alltagsethik für die Zukunft
Die Goldene Regel als Weltkulturerbe und Pointe der Globalisierung
Gemeinsam beten?
Verschiedene Gottesbilder
Eine strukturierte und verständlich geschriebenen Darstellung des interreligiösen Dialoges.
Aktuelle Fragen
Der Modernist Alfred Loisy
Endlich ist Evangelium und Kirche von Alfred Loisy wieder in deutscher Übersetzung erschienen.
Mehr Demokratie
Visionen eines Katholiken
Hermann Häring Buch ist mehr als eine Papstkritik.
Notizen
Aus Religion & Gesellschaft
Personen
Aus Religion & Gesellschaft
Ausgabe 10 Oktober 2011
Leserbriefe zum Gesangbuchstreit
zu Gerhard Isermann " Ich singe nicht mehr alles mit" (zz 8/2011)
In der Augustausgabe von "Zeitzeichen" beschrieb der Publizist Gerhard Isermann seinen Unmut über verschiedene Lieder des Evangelischen Gesangbuches und forderte dessen Überarbeitung. Viele Leser reagierten darauf und schickten Leserbriefe an die Redaktion.
Schönster Job in Niedersachsen
Der Klosterkammer Hannover hat einen neuen Präsidenten
Die Klosterkammer Hannover ist eine bundesweit einmalige Einrichtung. Michael Grau stellt sie und ihren neuen Chef, Hans-Christian Biallas, vor.
Diskretes Christentum
Die Volkskirche ermöglicht ihren Mitgliedern Distanz und Eigensinn
Auch in einer postsäkularen Gesellschaft hat die Volkskirche viele Aufgaben. Kristian Fechtner, der an der Universität Mainz Praktische Theologie lehrt, zeigt warum.
Laien beteiligen oder sterben
Die Reform der Volkskirche muss mit einem Systemwechsel verbunden werden
Die Volkskirche muss einer Beteiligungskirche weichen, meint Klaus Douglass, Referent für missionarisches Handeln und geistliche Gemeindeentwicklung der hessen-nassauischen Landeskirche.
Wo die Leute sind
Volkskirche muss mehr sein als eine Ansammlung von Ortsgemeinden
Der Weg in die Freikirche wäre für die Landeskirchen ein Holzweg, meint Roland Beat Diethelm, Pfarrer in Zürich und Landessynodaler.
Schwacher Spielball?
Wie gesellschaftliche Megatrends bis 2030 die Gestalt der Kirche beeinflussen (könnten)
Um Kirchenleute anzuregen, über die Zukunft nachzudenken hat der Schweizer Zukunftsforscher Andreas Walker gemeinsam mit Kollegen vier Szenarien entworfen.
Praxisnähe
Von Bestattung bis Trauung
Kristian Fechtners Hauptinteresse gilt der Deutung von Lebenswelt und -geschichte.
Geistliches Profil
Dimensionen kirchlichen Leitens
Weniger ein Handbuch für Praktiker als ein fundierten Überblick über Grundanforderungen im leitenden Handeln in der Kirche.
Großer Mann
Großartige Biographie
Dietz Langes Buch über Nathan Söderblom liefert Einblicke in die Religionswissenschaft, die Theologie, die Schwedische Kirche und eine wichtige Periode der Ökumene.
Notizen
Aus Religion & Gesellschaft
Personen
Aus Religion & Gesellschaft
Ausgabe 9 September 2011
Traum von einem Wunder
Papst Benedikt XVI. besucht Deutschland. Und was bringt er mit?
Ab 22. September reist der Papst durch die Heimat Martin Luthers. Der Chefredakteur der Frankfurter Rundschau Joachim Frank verknüpft den Ausblick auf den Staatsbesuch mit einer Analyse von Benedikts Einstellung zur Ökumene.
Was die Reformer des Gesangbuchs uns vorenthalten
In zz 8/11 forderte Gerhard Isermann eine Überarbeitung des Evangelischen Gesangbuchs. Das hat Tobias Kaspari, promovierter Theologe und Pfarrer im Saarland, provoziert.
Glück des Glaubens
Wie der Widerstandskämpfer Helmuth James von Moltke die Bibel entdeckte
In den Abschiedsbriefen des 1945 von den Nazis ermordeten Widerstandskämpfers Helmuth James von Moltke und seiner Frau Freya, die vor einiger Zeit wieder aufgelegt wurden, spielt die Bibel eine wichtige Rolle. Wie der Jurist von Moltke die Bibel liest und auslegt, ist nicht nur berührend, sondern auch theologisch anregend.
Erstmal ins Meer
Eine Konfirmandenfahrt nach Kreta, gefördert von der EU
Eine Woche hielt sich eine Konfirmandengruppe der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche auf Kreta auf und begegnete dort der schwierigen deutsch-kretischen Geschichte.
Radikal originell
Thomas Ruster: Was ist wirklich?
Diese Darstellung des christlichen Glaubens kommt steil von oben: Wenn es Gott gibt, dann wird nur der den Tatsachen gerecht, der sich dieser Wirklichkeit stellt.
Leibhaftiger Diskurs
Pirchers "Theater des Ritus"
Hannes Benedetto Pircher ist ein Verfechter eines leibhaftigen Diskurses, auch auf dem Papier. Die Dialoge in seinem neuen Buch zeugen davon.
Lob der Linken
Abschied vom kirchlichen Widerstandsmythos
Ist es nur eine Lücke in der traditionellen Kirchengeschichtsschreibung oder ein wissenschaftlicher Skandal? Ein Buch über die Geringschätzung des linken Protestantismus in der Kirchengeschichte.
Egbert Höflichs ungewöhnliche Theologie
Das Buch stellt eine erste Hauptfrage: Wie kann man glauben, ohne die Vernunft zu verraten? Zur Antwort geht der Autor einen langen ideologiekritischen Weg.
Glück ist Erleben
Unterhaltsame Phänomenologie
Dieses Buch beantwortet unter anderem, wie sich zwei Thesen zueinander verhalten: Das Glück wird verfehlt, wenn es als Handlungsziel angesteuert wird; und zweitens: Alle Menschen streben nach Glück.
Notizen
Aus Religion & Gesellschaft
Personen
Aus Religion & Gesellschaft
Ausgabe 8 August 2011
Ich singe nicht mehr alles mit
Es ist an der Zeit, dass die Kirchen das Evangelische Gesangbuch überarbeiten
Gerhard Isermann ist Pastor im Ruhestand und war lange Jahre Pressedirektor der hannoverschen Landeskirche. Sonntags besucht der Achtzigjährige in verschiedenen Gemeinden den Gottesdienst - was er da aber an Liedern aus dem Evangelischen Gesangbuch singen soll, geht ihm zunehmend gegen den Strich.
Ost-West-Liebe
Wie zwei evangelische Pfarrer im Süden Berlins zusammenleben
In manchen deutschen Landeskirchen wird noch heftig darüber diskutiert, ob homosexuelle Geistliche mit ihren Partnerinnen oder Partnern zusammenleben dürfen. In der berlin-brandenburgischen Landeskirche ist das ganz normal, hat die Frankfurter Journalistin Barbara Schneider festgestellt.
Vom Kult der Leistung befreit
Wie eine Bildung aussieht, die Luthers Freiheitsbotschaft ernst nimmt
Der Erfurter Propst Heino Falcke, geboren 1929, war einer der profiliertesten Kirchenmänner der DDR. Unvergessen ist sein Hauptvortrag "Christus befreit - darum Kirche für andere", den er bei der Synode des DDR-Kirchenbundes 1972 in Dresden hielt, in der er von der Hoffnung auf einen verbesserlichen Sozialismus sprach. Hier meldet er sich mit einem Plädoyer für eine Bildung aus dem Geist der Reformation zu Wort.
Frau statt Mann
Geht es bei der Geschichte Sodoms um Homosexualität?
Wie jüdische Theologen die biblische Geschichte ausgelegt haben, in der die Männer Sodoms Lots männliche Gäste vergewaltigen wollen und Lot seine beiden Töchter als Ersatz anbietet, zeigt Admiel Kosman, Professor für Jüdische Studien an der Universität Potsdam und akademischer Leiter des dortigen Abraham-Geiger-Kollegs.
Hinausgeleiten in Weltenweiten
Die anthroposophische Grabaltar-Kapelle in der Schlosskirche zu Ostrau
In einem Schlosspark in Sachsen-Anhalt findet sich eine merkwürdige Kuriosität: eine Kapelle, die der letzte Schlossherr im Sinne der anthroposophischen Lehre gestaltet hat.
Jenseits des Meeres
Wo sich die Geister scheiden - Inseln im Alten und Neuen Testament
Welche Rolle spielen Inseln und Inselerlebnisse in der Bibel? Gibt es ein biblisches Elysion? Diesen Fragen geht der Bozener Pfarrer Marcus A. Friedrich nach. Erfahrungen im Pfarramt sammelte der evangelische Theologe auch auf Amrum.
Provokation
Über das Katholischsein
Matthias Matussek hat keinen Abenteuerroman geschrieben, sondern ein Missionsbuch.
Religionskritik
Ein Lehrbuch der klaren Art
Wer sich "janz dumm" stellt, wird bei der Lektüre dieses Lehrbuches bald abgehängt. Gerade deshalb lohnt sie sich.
Mit Gott fertig
Religion in Ostdeutschland
Der Kampf gegen die Kirchen zählt zu den "erfolgreichsten Projekten" der DDR. Aber wieso wirkte die Entchristlichung hier so nachhaltig?
Seelenbefreiung
Krankmachendes Gottesbild
Die Therapie einer traumatisierten Pfarrerstochter im Protokoll: Das ist lehrreich - auch mit Blick auf den Therapeuten.
Ohne Angst
Differenzierte Sicht auf den Islam
Michael Lüders zerlegt in seinem Buch über den Islam das gängige Drohbild in seine Einzelteile.
Notizen
Aus Religion & Gesellschaft
Personen
Aus Religion & Gesellschaft
Ausgabe 7 Juli 2011
Heiße Eisen gemieden
Trotz vieler Mängel: Die Friedenskonvokation des Weltkirchenrates in Kingston setzte ein paar neue Akzente
Mit einer "Friedenskonvokation" hat der Weltkirchenrat (ÖRK) seine "Dekade zur Überwindung von Gewalt" beendet. Rund tausend Teilnehmer aus den 349 Mitgliedskirchen des ÖRK waren in die jamaikanische Hauptstadt Kingston gekommen.
"Uns fehlt nichts"
Schwieriges Gespräch mit Konfessionslosen und anderen Kirchenkritikern
Auf dem Kirchentag gab es Podiumsdiskussionen, die sonst selten stattfinden, zwischen Christen und Atheisten/Laizisten. Der Dialog mit ihnen dürfte in Zukunft noch wichtiger werden.
Junge Alte und die Kirche
Kirchliche Seniorenarbeit vor der Herausforderung
Wie in vielen Ländern Europas geht auch in Deutschland der Bevölkerungsrückgang einher mit einer Überalterung der Gesellschaft. Und diese macht auch vor den Kirchengemeinden nicht halt.
Harmonie als Vergewisserung
Längst vertraut: Kirche und Demokratie geben sich als natürliche Verbündete
Fast klang es in Dresden, als könne die Demokratie partout nicht ohne die Kirche auskommen.
Firma mit zwei Chefs
Von der Freiheit Schweizer Katholiken können die deutschen nur träumen
In den meisten Schweizer Kantonen existieren rechtlich zwei miteinander verbundene römisch-katholische Kirchen. Sie bestehen aus dem Bischof und den Pfarrern auf der einen Seite und auf der anderen aus einer demokratisch organisierten "Landeskirche". Dass diese Doppelstruktur zu viel Streit führt, schildert der St.Galler Journalist Daniel Klingenberg.
Kirchen ohne Kirchensteuer
In Italien müssen alle Bürgerinnen und Bürger die Religionsgemeinschaften finanzieren
Das italienische Modell der Kirchenfinanzierung vermeide einige Probleme der deutschen Kirchensteuer, schaffe dafür aber andere, meint Thorsten Maruschke, der sich in einer theologischen Doktorarbeit mit der Kirchenfinanzierung durch Steuern beschäftigt.
Jede Stunde neu anfangen
Der Schweizer Theologe Karl Barth erfährt in den USA eine erstaunliche Renaissance
Vor 125 Jahren wurde Karl Barth in Basel geboren. Er gehört zu den bedeutendsten Theologen des 20. Jahrhunderts. Was amerikanische Theologen heute an Barth fasziniert, schildert Matthias Gockel, der an der Theologischen Fakultät der Universität Jena wirkt.
Ein Staat wie kein anderer
Die Verbindung des Volkes Israel mit dem Land Israel ist biblisch begründet
Inwiefern der Staat Israel für Christen eine theologische Bedeutung hat, erläutert Klaus Wengst, Professor em. für Neues Testament an der Universität Bochum.
Trollinger statt Karmelwein
Der Staat Israel hat theologisch keine besondere Bedeutung
Für einige Landeskirchen wie die rheinische ist der Staat Israel ein "Zeichen der Treue Gottes". So kann man es sehen, aber das ist problematisch.
Und sie lebt
Volkskirche der Zukunft
Volkskirche ist eine offene Kirche, die als Freiraum verstanden wird und dem Priestertum aller Gläubigen Rechnung trägt.
Gezündet
Konziliarer Prozess und die DDR
Nirgends auf der Welt hat der Aufruf zu einem Konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung durch den Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) seinerzeit derart gezündet wie in der DDR.
Die Sache mit Jesus
Theologie aufregend literarisch
Wer schreibt, der bleibt. Jörg Zinks Bücher sind Legion. Jörg Zink kann reden. Niemand hat dem "Wort zum Sonntag" so sehr den Qualitätsstempel aufgedrückt wie er, der knapp neunzigjährige Stuttgarter Medienprofi.
Ermutigend
Perspektivwechsel im Islam
Das Buch von Benjamin Idriz ist ein mutiges und zugleich ermutigendes Buch zu einem Dialog, der vielerorts erst am Anfang steht.
Praxis der Liebe
Lessing und das Weltethos
Den denkerischen und künstlerischen Höhepunkt in der Darstellung des Konflikts zwischen religiösen Überzeugungen und zugleich eines Lösungsversuchs stellt zweifellos Gotthold Ephraim Lessings berühmte Ringparabel aus dem Drama Nathan der Weise von 1779 dar.
Skurrile Sinnsucher
Die Kinder des Finøer Pfarrers
Alles in allem beweist Peter Høeg Sinn für Humor und Skurrilität. Und doch geht es ihm um mehr: Sein Thema ist nichts weniger als die Sehnsucht nach einem glücklichen Leben.
Ausgabe 6 Juni 2011
Wollt Ihr nicht reinkommen?
Der Evangelische Kirchentag zu Gast in Dresden
Grund genug, die Residenz des Stammlandes der Reformation näher kennen zu lernen, denn Dresden hat weit mehr zu bieten als die Frauenkirche und eine bezaubernde Flusslandschaft.
Helfen hilft - auch den Helfenden
Ehrenamtliches Engagement - ein gutes Leben
Der Ruhestand trifft viele Menschen unvorbereitet - sie müssen mit Mühe ein als sinnvoll empfundenes Leben zurückgewinnen: Matthias Hoof, Diplompsychologe und Theologe in Hattingen, über Sinn und doppelten Nutzen des Ehrenamtes im Europäischen Jahr der Freiwilligendienste 2011.
Das Ende der Windstille
Die evangelische Kirche braucht eine neue Debatte um das Verhältnis zu den Muslimen
Das Gespräch mit dem Islam muss aus der Enge von Missionsansinnen und institutionell geregeltem Dialog heraus in eine gesellschaftliche Weite geführt werden - denn am Zusammenleben mit Muslimen führt kein Weg vorbei. Wie es auf einen guten Weg geführt werden kann, darüber macht sich Ellen Ueberschär, Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages, Gedanken.
Ich als ein Mensch
Konturen eines galiläischen Juden: Jesus von Nazareth
Wer ist wichtiger: der Jesus, der im Neuen Testament bezeugt wird oder der Jesus der historischen Forschung? Das ist nur auf den ersten Blick eine kuriose Frage. Lange bestimmte sie die theologische Debatte und ist auch heute noch nicht erledigt.
Weiß ich aber, was ich glaube
Der Geist Jesu Christi legt die Bibel aus
Luther meinte, man solle in der Bibel nach dem suchen "was Christum treibet". Aber wie soll man das beurteilen? Handelt es sich um einen Freibrief für grenzenlose Subjektivität, oder wie lässt sich dieser Grundsatz begreifen? Walter Sparn, Professor für Systematische Theologie an der Universität Erlangen, über Luthers Rat, der als Regel taugt, nicht aber zur dogmatischen Rechenformel.
Mein jüdischer Bruder
Seit dem 19. Jahrhundert haben Juden versucht Jesus heimzuholen
Jesus war Jude, nicht Christ. Dies sich klar vor Augen zu führen und zu akzeptieren war nicht nur für Christen, sondern auch für Juden nicht ganz leicht: Walter Homolka, Rabbiner und Rektor des Abraham-Geiger-Kollegs an der Universität Potsdam, über den Blick auf Jesus in der Geschichte des Judentums.
Was mir Jesus bedeutet
Lauter Meinungen und Lehrmeinungen
Jesus: Sohn Gottes, wahrer Gott, wahrer Mensch, Opfer für unsere Sünden, gestorben für unser Heil, auferstanden am dritten Tage, als Christus sitzend zur Rechten Gottes, und Jesus, der vorbildhafte Mensch, dem man nachfolgen darf.
Selbstverständnis
Der Jesus des Papstes
Vier Jahre nach dem ersten Band spannt Papst Benedikt XVI. nun den Bogen "vom Einzug in Jerusalem bis zur Auferstehung". Wie der erste ist auch dieser Band ein lesbares und auch lesenswertes Buch, das an das Neue Testament heranführt.
Engagiert
Ein Buch voller Merksätze
Natürlich war zu erwarten, dass der streitbare Wittenberger Pfarrer Friedrich Schorlemmer keine herzförmige Sonntagstorte anbietet, sondern "altmärkisches Schwarzbrot".
Was menschlich ist
Bibel und Korantexte
In fünf Kapiteln werden die wichtigsten anthropologisch relevanten Themen abgedeckt. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe betonen die Gemeinsamkeiten der Religionen und lehnen jede Form von Exklusivität und absolutem Wahrheitsanspruch ab.
Notizen
Aus Religion & Gesellschaft
Personen
Aus Religion & Gesellschaft
Nicht gottgegeben
Homosexuelle im Pfarrhaus sind ökumenisch nicht vermittelbar
In einem "Offenen Brief" wandten sich im Januar 2011 acht evangelische Altbischöfe gegen die kirchlich-offizielle Duldung und Anerkennung homosexueller Partnerschaften im Pfarrhaus. Darauf entspann sich eine heftige öffentliche Debatte. Gerhard Müller, 81, einer der acht, Altbischof von Braunschweig und emeritierter Professor für Historische Theologie, nimmt Stellung.
Nicht trennend
Die biblische Ablehnung der Homosexualität meint etwas anderes.
In einem "Offenen Brief" wandten sich im Januar 2011 acht evangelische Altbischöfe gegen die kirchlich-offizielle Duldung und Anerkennung homosexueller Partnerschaften im Pfarrhaus. Darauf entspann sich eine heftige öffentliche Debatte. Manfred Kock, 74, Altpräses der Rheinischen Kirche und ehemaliger Ratsvorsitzender der EKD - Pro.
Ausgabe 5 Mai 2011
Wunsch: Kind
Über die Fortpflanzung in Zeiten der Reproduktionsmedizin
Wie ist ungewollte Kinderlosigkeit medizinisch zu bewerten, und lässt sich die extrakorporale Befruchtung grundsätzlich als Methode zur Behandlung ungewollter Kinderlosigkeit ethisch gutheißen? Ulrich H. J. Körtner, Professor für Systematische Theologie an der Universität Wien, antwortet auf Fragen, die auch in der evangelischen Kirche umstritten sind.
Mitten im Leben
Der Evangelische Erwachsenenkatechismus wurde neu bearbeitet und aufgelegt
Wer wissen will, was Protestanten glauben, ist mit dem Erwachsenenkatechismus gut beraten. Denn der verkündet nicht nur christliche Wahrheiten wie das früher Katechismen taten, sondern liefert Argumente, hat der Hannoveraner Theologieprofessor Joachim Track festgestellt.
Enttäuschend
Ist die Kirche noch zu retten?
Die katholische Kirche wäre eine noch traurigere, wenn es nicht Leute wie Hans Küng gäbe. Doch sein neues Buch ist eine Enttäuschung
Gegenakzent
Gesprächsangebot für Theologen
Gerd Scobel weiß seine Leser gekonnt durch die gegenwärtigen philosophischen, soziologischen und theologischen Religionsdebatten zu führen.
Geistesblitze
Erfindergeist unter Theologen
Wer die Geschichte von Theologie und Naturwissenschaften verstehen will, stößt auf mehr Verwandtschaften, als erwartet.
Schizophren
Jesus und sein Bruder Christus
Phillip Pullmans märchenhafte Erzählung hat ihren Reiz. Doch die Figuren geraten zu schablonenhaft, der Ton ist unangenehm altklug.
Vergebung
Starke Kraftquelle
Wer denkt, Vergebung von Massenmord, Vergewaltigung und Töten von Kindern sei unmöglich, wird von diesem Buch überwältigt.
Notizen
Aus Religion & Gesellschaft
Personen
Aus Religion & Gesellschaft
Ausgabe 4 April 2011
Seelsorge auf Konzernkosten
Antje Schröcke arbeitet für die Kirche. Das Geld dafür kommt von Vattenfall
Seit einem Jahr ist Antje Schröcke im Kirchenkreis Niederschlesische Oberlausitz angestellt. Dort begleitet sie die Menschen, die wegen des Braunkohletagebaus Haus und Hof verlassen müssen. Finanziert wird ihre Stelle vom Energieriesen Vattenfall, der den Tagebau betreibt. Kann das gut gehen?
Auf die Täter fixiert
Die Diskussion über das Sühnopfer Christi entspringt einer Salon- und Kanzleitheologie
In der evangelischen Kirche wird heftig diskutiert, ob der Kreuzestod Jesu als Sühnopfer zu verstehen ist. Dabei begehen beide Seiten denselben Fehler, kritisiert Rainer Stuhlmann, der lange Zeit den theologischen Ausschuss der rheinischen Landessynode leitete.
Sorgenkind Gottesdienst
Konfirmandenunterricht - eine Pfarrerin vergleicht Theorie und Praxis
Praktische Konsequenzen aus einer bundesweiten Studie zur Konfirmandenarbeit in Deutschland kündigt der Sammelband Konfirmandenarbeit gestalten an. Die Berliner Pfarrerin Jutta Schreur prüft seine Aussagen auf ihre Alltagstauglichkeit.
Langlebiger als gedacht
Seit dem 19. Jahrhundert entschädigen manche Bundesländer die Kirchen für Enteignungen
Die Staatsleistungen sind wieder in der politischen Debatte. FDP-Politiker fordern, die Zahlungen des Staates an die Kirchen zu kürzen. Schon seit 1919 sollen sie abgelöst werden. Doch das würde den Staat Milliarden kosten.
Reform ist möglich!
Überlegungen eines Bischofs zu einer Theologie des Reformprozesses
"Reformmüdigkeit oder gar ein Reform-Moratorium können wir uns nicht leisten." Auf dem Weg weiter voran aber gelte es, sich auf das evangelische Kirchenverständnis zu besinnen.
Argumente, nicht blinder Glaube
Wie liberale Christen die Auferweckung Jesu und die Auferstehung der Toten verstehen
Die Auferweckung Jesu ist für liberale Christen schon deshalb ein Problem, weil sie sich die Anfragen ernsthaft suchender und zweifelnder Menschen zu eigen machen wollen, meint Andreas Rössler. Der promovierte Theologe ist führendes Mitglied des Bundes für Freies Christentum, eines Zusammenschlusses liberaler Protestanten.
Wiederentdeckte Wurzeln
Wie die evangelische Theologie des 20. Jahrhunderts die Auferstehung Jesu verstanden hat
Die "Systematische Theologie" fragt: Was bedeutet das, was die Bibel und die kirchliche Tradition über Gott und Jesus aussagen, heute? Wie Systematische Theologen des vergangenen Jahrhunderts die Auferstehung Jesu und aller Toten interpretiert haben, zeigt Wilfried Härle, der dieses Fach lange an der Universität Heidelberg lehrte.
Jenseits ohne Gott
Die Frage, was nach dem Tod geschieht, beantworten die Deutschen sehr unterschiedlich
Reinhard Hempelmann, Leiter der Evangelischen Zentrale für Weltanschauungsfragen, schildert die Jenseitsvorstellungen der Deutschen und zeigt, wie sich diese zur christlichen Auferstehungshoffnung verhalten.
Auf Krawall
Zwiespältige Kirchenkritik
Wie jede Polemik ist auch Grafs erfrischend und maßlos und unfair, mitunter hämisch und verletzend.
Auf den Punkt
Stichworte des Glaubens
In knappen, jeweils nur wenige Seiten umfassenden Kapiteln beschäftigt
sich Traugott Schächtele mit den Grundfragen des christlichen Glaubens.
Parforceritt
Geschichte des Protestantismus
Martin Greschat hat kirchliches Agieren, Taktieren und Diskutieren in den jeweiligen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Kontext eingebettet und damit einmal mehr die gesellschaftliche Verwobenheit und Bedingtheit der verfassten evangelischen Kirche und ihrer Gemeinden verdeutlicht.
Bei Pinochet
Erinnerung eines Lutheraners
Wie viele seiner Kollegen weigerte sich der frühere deutsche Propst und Kirchenpräsident der Lutheraner, Helmut Frenz jedoch, der organisierten Gewalt gegen politisch Andersdenkende tatenlos zuzusehen.
Freiwillig
Ehrenamt in der Kirche
"Ehrenamt, freiwilliges Engagement, bürgerschaftliches Engagement" - allein die Begrifflichkeit für das, was früher Ehrenamt genannt wurde, zeigt den gesellschaftlichen Wandel; die Wortwahl ist schon Teil der neuen Ehrenamtsdiskussion.
Nicht vertuschen
Missbrauch in der Kirche
"Spirituelle Macht ist wohl die gefährlichste, verleiht sie doch die Befugnis, sogar über das ewige Schicksal eines anderen Menschen zu entscheiden", stellt Bischof Geoffrey Robinson fest und bestimmt damit einen wesentlichen Unterschied zwischen den Verbrechen von Geistlichen und denen anderer Täter.
Der Weg nach Innen
Hilfe bei der spirituellen Suche
Brian Draper, Dozent am London Institute for Contemporary Christianity, hat mit seinem Buch seine Ansichten in der Lebenshilfe dargelegt: Sie sind nicht nur gut recherchiert, sondern auch praktisch fundiert.
Notizen
Aus Religion & Gesellschaft
Personen
Aus Religion & Gesellschaft
Ausgabe 3 März 2011
Die Grenzen des Selbstverständlichen
Pfarrinnen und Pfarrer in der EKD sind gleichgestellt. Doch werden sie auch gleich geschätzt?
Eine Pfarrerin auf der Kanzel ist keine Ausnahme mehr. Jede dritte Pfarrstelle wird mittlerweile von einer Frau besetzt, zwei Drittel der Theologie studierenden sind weiblich. Und doch wäre es verfrüht, die Genderthematik in der evangelischen Kirche als erledigt zu betrachten, meint Ulrike Wagner-Rau, Theologieprofessorin an der Philipps-Universität in Marburg.
Aufs Spiel gesetzt
Chancen und Gefahren von Gottesdiensten nach Unglücksfällen und Naturkatastrophen
Nach dem Unglück bei der Loveparade in Duisburg, den Amokläufen in Erfurt und Winnenden und dem Tsunami in Thailand strömten Hinterbliebene, andere Betroffene und Politiker in Gottesdienste.
Nicht ohne Verbindlichkeit
Antwort auf Alexander Graus Plädoyer für einen neoliberalen Protestantismus
Der Streit zwischen konservativer und liberaler Theologie lässt sich bis in die Antike verfolgen. Das ändert für Werner Thiede, Professor für Systematische Theologe an der Universität Erlangen-Nürnberg, nichts daran, dass auch die neueste Variante des Liberalismus nur eine Abkehr von aller Verbindlichkeit ist, die sich letzten Endes als haltlos erweist.
Steigerungsfähig
Eine kritische Begleitung des Reformprozesses bedarf der kommunikativen Offenheit
In zz 2/2011 konnten Sie eine Entgegnung der Bochumer Theologieprofessorin Isolde Karle auf die von Wolfgang Huber geäußerte Kritik (zz 1/2011) an ihrem Buch Kirche im Reformstress lesen. Hier noch einmal eine Replik
Vordenker
Erinnerung an einen Aufklärer
Ein gewichtiger Band über Daniel Ernst Jablonski, dem Vermittler in schwierigen Zeiten des Umbruchs.
Weite des Herzens
Der weibliche Weg zur Freiheit
In einem weiten Bogen durch die Jahrhunderte stellt Ingrid Riedel weibliche Mystikerinnen vor.
Für alle Leute
Blicke in die anglikanische Kirche
"Sind die Anglikaner eigentlich Protestanten oder Katholiken?"
Schustertheologie
Böhmes weite Wirkungskreise
Eine Fülle namhafter Philosophen, Theologen, Psychologen und Dichter haben sich von Jakob Böhme inspirieren lassen.
Schlaue Jungs
Die Geschichte der Jesuiten
Die Mißbrauchsfälle in einigen ihrer Schulen brachten die Jesuiten in jüngster Zeit in Verruf. Ein Anlass, sich mit der Geschichte des Ordens zu beschäftigen.
Personen
Aus Religion & Gesellschaft
Notizen
Aus Religion & Gesellschaft
Ausgabe 2 Februar 2011
Reformen mit Besonnenheit
Die Zukunft der "Kirche der Freiheit" hängt vor allem daran, dass sie Kirche bleibt
Die derzeit angestrebten Reformbemühungen werden den kirchlichen Erosionsprozess beschleunigen, weil sie an wichtigen Punkten von falschen Annahmen ausgehen und deshalb falsche Lösungen für falsch diagnostizierte Probleme vorschlagen.
Eine eigene Provinz im Gemüte
Was ist und zu welchem Ende treiben wir Ästhetische Theologie?
Steht Ästhetische Theologie im Gegensatz zur Ethik oder wendet sie sich gemeinsam mit ihr verbunden gegen die alte dogmatische Theologie?
Mein Herz in der Nacht
Wie Schuld vergeben werden kann und Versöhnung möglich wird
Vier Schritte sind nötig, damit sich Täter und Opfer miteinander versöhnen können.
Religiöse Banausen
Ethik heute
Anstatt die christliche Religion immer mehr aus dem öffentlichen Leben ins Private zu verdrängen, plädiert Schreiber für eine religiöse Bildungsoffensive.
Erlösung
Das Jenseits in den Weltreligionen
Eine ebenso wissenschaftliche wie kurzweilige Annäherung an das Thema "Paradies und Jenseits in den fünf Weltreligionen".
Vision und Praxis
Ein Leben in der Ökumene
Die Linie eines Lebens als Lernprozess erweist sich als ein Exerzitium der Glaubenserfahrung in einer offenen, zugleich säkularen und religiösen Welt.
Beichte im Internet
Blick ins Netz
Es könnte ja sein, dass Sie tatsächlich denken, dass es irgendwie sinnvoll sei, im Internet seine Verfehlungen zu bekennen. Diesen Gedanken können Sie bedenkenlos streichen.
Personen
Aus Religion & Gesellschaft
Notizen
Aus Religion & Gesellschaft
Ausgabe 1 Januar 2011
Ein klares Nein
Gewalt in der Erziehung lässt sich nicht mit der Bibel rechtfertigen
In der Nachkriegszeit war Gewalt in der Erziehung in Schulen, Heimen und christlichen Elternhäusern an der Tagesordnung. Doch auch heute noch schlagen Eltern ihre Kinder.
Schon hier und jetzt
Es geht um Tod und Leben, Sterben und Auferstehen: Die Taufe
Die Taufe die Bedingungen verwandelt dieses irdische Leben nicht endgültig. Aber sie sagt den darin wirksamen Kräften gegen Gottes Heilswirken erfolgreich den Kampf an.
Drei Jahre Zeit
Diakonisches Werk: Mit neuem Präsidenten aus der Krise
Das Diakonische Werk der EKD ist unter Verdacht eines leichtfertigen Umgangs mit den Finanzen geraten. Präsident Klaus-Dieter K. Kottnik nahm seinen Hut. Sein Nachfolger, Johannes Stockmeier, soll es nun richten.
Reformen nicht verweigern
Gute Traditionen wahren und sich erneuern - beides Aufgabe der Kirche
"Kirche im Reformstress" hat die Theologieprofessorin Isolde Karle ihr neues Buch genannt. Sie geht darin mit dem EKD-Reformprozess "Kirche der Freiheit" ins Gericht. Der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber, Mitinitiator des Prozesses, hat gegen ihre Kritik einiges vorzubringen.
Mindestens sieben Siegel
Aus seinen Finanzen macht der Vatikan ein Geheimnis und befeuert damit die Gerüchteküche
Was der Vatikan einnimmt und was er ausgibt, ist nicht leicht zu durchschauen. Dabei spielt die Vatikanbank zuweilen eine dubiose Rolle.
Dritter Weg
Zwischen zwei Gefahren
Mit dem Plädoyer für den Zweifel sollen Glauben und Gesellschaft vor zwei Gefahren bewahrt werden: Dem Relativismus und dem Fundamentalismus.
Zwiespältig
Ein Buch, drei Autoren
Erstaunt nimmt man zur Kenntnis, dass Zimmerling selbst nur die Hälfte des Buchs geschrieben hat. Wichtige Kapitel stammen von Dietrich Meyer und Peter Vogt. Durchaus störend ist es, dass Zimmerlings Aussagen mit ihren nicht immer übereinstimmt.
Ohne Dogmen?
Originelle Theologie
Fundamentalismus und Dogmatismus sind am Ende sind, das Christentum tritt in eine neue Phase, in dem deutlich wird: Glauben bedeutet vertrauen, nicht etwas für wahr halten.
Lust an Luther
Der Reformator heute
Dieser Band hat seinen Schwerpunkt in einer philosophisch geprägten Perspektive und macht in dieser die Fruchtbarkeit des Denkens Martin Luthers auch für gegenwärtige Diskurse offenkundig.
Ja zur Taufe
Blick ins Netz
Im Rahmen der so genannten "Lutherdekade" (2008 bis 2017) ist jedes Jahr einem anderen reformatorischen Thema gewidmet. Das neue Jahr 2011 steht unter dem Titel "Reformation und Freiheit". Der Taufe kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu.
Personen
Aus Religion & Gesellschaft
Notizen
Aus Religion & Gesellschaft
Ausgabe 12 Dezember 2010
Barmen und Erbarmen
Der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider ergreift Partei
Eine Kirchenkarriere war dem Arbeitersohn aus einer atheistischen Ruhrgebietsfamilie nicht in die Wiege gelegt. Wohl aber das Herz für die kleinen Leute, das er sich bis in die höchsten Kirchenämter bewahrt hat. Im November ist Nikolaus Schneider als Nachfolger von Margot Käßmann in das Amt des EKD-Ratsvorsitzenden gewählt worden.
Energisch voran
Die Kirchen in Baden-Württemberg setzen auf umweltfreundlichen Strom
Unabhängig, nicht gewinnorientiert, nachhaltig: So beschreibt die KSE - die Gesellschaft zur Energieversorgung der kirchlichen und sozialen Einrichtungen - ihr Profil. Gesellschafter sind die beiden großen Kirchen in Baden-Württemberg.
Wahrheit im Gespräch
Philipp Melanchthon: eine Tragik liegt über dem Wirken des Reformators
Kommunikation, das Miteinander-Reden, war für Philipp Melanchthon die Grundbestimmung des Menschen. Dem entspricht seine Theologie, nach der Gott ein hörender Gott ist.
Radikale Forderung
EKD-Synode: Bildungsgerechtigkeit gehört zum evangelischen Selbstverständnis
"Niemand darf verloren gehen!" Unter diesem Motto verabschiedete die
EKD-Synode, die vom 7. bis 10. November in Hannover tagte, ein "Evangelisches Plädoyer für mehr Bildungsgerechtigkeit".
Erheitert durch den Vatikan
Lutheraner diskutieren über die Ökumene und den Pfarrer des 21. Jahrhunderts
Die Beziehung zur römisch-katholischen Kirche und die Zukunft des Gemeindepfarramtes beschäftigte in Hannover die Synode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). Sie tagte in Verbindung mit der EKD-Synode.
Keine abstrakte Idee
Reden von einem personalen Gott
Viele Zeitgenossen tun sich schwer, Gott als Person zu verstehen. Die Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen (UEK) hat dazu das Papier "Mit Gott reden - von Gott reden" vorgelegt.
Menschliches Machwerk
Gottesbilder, Bilderverbot und die Verantwortung des Menschen
Ein barmherziger Vater oder eine gütige Mutter, ein
allmächtiger Schöpfer - Rede, Begriffe und Bilder von Gott sind vielfältig und unterschiedlich.
Irritierendes Lichtgeflacker
Ein psychologischer Widerspruch: Warum die Seele Gottesbilder braucht
Zur Kommunikation und Kontaktpflege benötigt die menschliche Seele innere Bilder vom Gegenüber. Doch die Erfahrung zahlreicher Gottsucher lehrt hingegen, dass man sich der göttlichen Allmacht nur bildlos annähern kann.
Weder Mann noch Frau
Warum Gottesbilder nicht absolut gesetzt werden dürfen
Die aktuelle feministische Perspektive auf Gottesbilder in der Bibel entdeckt in der Rede vom Göttlichen neben den männlichen auch weibliche Züge, wie zum Beispiel die Barmherzigkeit Gottes, ihre "Mutterschößigkeit".
Nicht mit Gott verwechseln
Theologische Reflexion in der Moderne führte allzu oft zur Ideologieproduktion
Aus den klaren Fronten deutscher Theologie in den Fünfzigerjahren entwickelten sich bis heute immer wieder neue theologische Ansätze bis hin zu den "Genitiv-Theologien". Doch niemand sollte sein eigenes Gottesbild mit Gott verwechseln.
Rufer sucht Wüste
Noch mehr "Rückkehr der Religion"
Das Buch ist ein flammender Appell: Religion sei dringend nötig, weil sonst das Leben unwiederbringlich verkümmere - eine endzeitgestimmte Dramatisierung.
Ein Kyniker?
Jesus, jüdischer Prophet und hellenistischer Philosoph
LangS These: Jesus habe sich bewusst auf den Propheten Elia und auf die griechischen Kyniker bezogen. Der Prophet vertrete dabei die jüdische ehrwürdige Tradition, der Philosoph den Fortschritt.
Zwiespältig
Islamfeindlichkeit und berechtigte Kritik
Es ist ohne Zweifel ein Gewinn, sich in diesen Band zu vertiefen, denn der Leser findet hier einen Spiegel zur Selbstprüfung.
Personen
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Notizen
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