Film- und Fernsehtipps

(Foto: pixelio/wrw)
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Jerusalem, die heilige Stadt

Verehrt und immer wieder erobert, zerstört und wieder aufgebaut: Wohl kaum eine Stadt auf der Welt hat eine so wechselhafte und dramatische Geschichte erlebt wie Jerusalem. Die "Heilige Stadt" ist ein Kreuzpunkt der drei abrahami­tischen Religionen Judentum, Christen­tum und Islam. Der Film zeigt die unter­schiedlichen Glaubenswelten, die in Jerusalem aufeinanderprallen.

Dienstag, 7. Dezember

SWR, 7.45 bis 8.00 Uhr

Planet Wissen: Die Staufer

Von Grafen in Schwaben zu Herrschern der Welt. Magazin, Deutschland 2010.

Die Staufer gelten als die mächtigsten Herren des Hochmittelalters. Aus einfachen Grafen wurden sie durch kluge Heiratspolitik zu schwäbischen Herzögen. Die Fürsten des Reiches wählten sie zu deutschen Königen, und vom Papst wurden sie schließlich zu römischen Kaisern gekrönt.

Zusammen mit dem Historiker Stefan Weinfurter aus Heidelberg unternimmt "Planet Wissen" eine Zeitreise in die Blütezeit des Mittelalters, klärt, wie es den Staufern gelang, zu der führenden Kraft des christlichen Abendlandes aufzu­steigen, was das Besondere an ihrer Regierung war und wie sie ihre Zeit prägten: vor allem ihre beiden berühmtesten Herrscher Friedrich I. Barbarossa und sein Enkel Friedrich II.

"Planet Wissen" zeigt aber auch, was von den Staufern heute noch geblieben ist, ­bereist berühmte Burgen und besucht die große Staufer-Ausstel­lung in Mannheim, die mit der Skulptur des sitzenden Königs ein Expo­nat präsentiert, das noch nie zuvor in Europa zu sehen war.

Dienstag, 7. Dezember BFS, 12.30 bis 13.30 Uhr

Samstag, 6. September SWR, 7.15 bis 7.45 Uhr

Die Juden: Geschichte eines Volkes

2. Teil: Fall des Tempels.

"Die Juden - Geschichte eines Volkes" ist eine faszinierende Expedition in die über 3000-jährige Geschichte einer der ältesten Weltreligionen. Die Sendungen behan­deln die Geschichte des Judentums chronologisch von den Anfängen bis zur heutigen Zeit - mithilfe von historischen Auf­nahmen, Originaltönen, Spielszenen und Computeranimationen.

Nach der Er­oberung Jerusalems durch die Römer und der Zerstörung des Tempels ist für die Juden nichts mehr wie es war: Sie werden in alle Welt, in die Diaspora, zerstreut. Das Leben in der Fremde ist stets abhängig vom guten Willen und der Toleranz der jeweiligen Machthaber und der Bevölke­rung.

Doch auch die Juden haben großen Einfluss auf andere Kulturen. Als Volk ohne Land und religiöses Zentrum müs­sen die Juden neue Säulen für ihren Glauben finden. Sie werden zum Volk der Schrift. Neben der Tora entstehen Mischna und Talmud, die das Leben in der Diaspora regeln. Diese Schriften geben dem jüdischen Volk Zusammenhalt als religiöse Gemeinschaft für die nächsten Jahrhun­derte.

Freitag, 17. Dezember bfs, 6.30 bis 7.00 Uhr

Matchmaker

Auf der Suche nach dem koscheren Mann. Dokumentarfilm von Gabrielle Antosie­wicz, Schweiz 2006.

Weiblich, ledig, jung sucht koscheren Mann: Für eine 30-jährige jüdische Singlefrau in der Schweiz ist es nicht gerade einfach, einen Partner zu finden. Denn unter den rund 9000 männlichen Schweizer Juden gibt es gerade einmal ein paar Dutzend heiratswillige Kandidaten in ihrem Alter. Und die sind so vielfältig wie das Judentum. - Ein dokumentierter Selbstversuch von Gabrielle Antosiewicz.

Sonntag, 5. Dezember3sat, 21.45 bis 22.55 Uhr

Kirchenfenster erzählen Geschichten

In dieser Sendereihe werden zu hohen kirchlichen Feiertagen die biblischen Geschichten zum Festtag nacherzählt und vorsichtig interpretiert. Illustriert werden diese biblischen Kurzgeschichten durch Nahaufnahmen von Kirchenfenstern.

An Allerheiligen gedenken die Christen aller Heiligen, Märtyrer und Verstor­be­nen. Die Kirchenfenster der Katharinenkirche zeigen vier heilige Frauen, die sterben mussten, weil sie an ihrem christlichen Glauben festhielten. Sie sehen schön, selbstbewusst und würdevoll aus. Sie, die zum Opfer brutaler Gewalt werden, haben die Ausstrahlung von Königinnen.

Dienstag, 7. Dezember

SWR, 7.30 bis 7.45 Uhr

Kino: Ich sehe den Mann deiner Träume

Altmodische Taxis und plüschige Restaurants liefern in Woody Allens neuem Film den Rahmen für eine launige Komödie um eine aus der Spur geratene Londoner Familie. Alfie (Anthony Hopkins) ist entschlossen, ein paar existenzielle Grundtatsachen zu ignorieren: zum Beispiel die, dass man älter wird. Der wohlhabende Silver Ager rüstet sich mit Selbstbräuner und Viagra aus - und trennt sich von seiner Frau Helena (Gemma Jones). Die wiederum sucht Trost bei einer Wahrsagerin. Die gemeinsame Tochter Sally (Naomi Watts) hadert derweil mit ihrem Mann, einem erfolglosen Schriftsteller (Josh Brolin), der aus Frustration fremdgeht.

Start: 28.10. Länge: 129 Min. Argentinien/Spanien 2009 Regie: Juan José Campanella

empfohlen von epd Film

Kino: Home for Christmas

24. Dezember. In der kleinen norwe­gi­schen Stadt Skogli bereiten sich die Menschen auf den Heiligen Abend vor. Der Regisseur Bent Hamer, bekannt geworden durch Kitchen Stories und O'Horten, erzählt ihre Geschichten mit dem ihm eigenen lakonischen Humor. Da trifft ein Obdachloser eine frühere Freundin wieder, ein Vater verkleidet sich als Weihnachtsmann, um seine getrennt lebenden Kinder zu sehen, die Geliebte eines verheirateten Mannes beendet die Affäre, und ein Flüchtlingspaar bekommt in einer einsamen Hütte ein Baby. Wie in allen Weihnachtsfilmen wird auch in Home For Christmas eine kalte Welt ein bisschen wärmer und menschlicher.

Start: 2.12. Länge: 79 Min. Norwegen 2010Regie: Bent Hamer

(empfohlen von epd Film)

Kino: Von Menschen und Göttern

An den Hängen des algerischen Atlasgebirges führen neun französische Trappistenmönche ein stilles, asketisches Leben. Die Männer haben in der rauen Gegend eine Heimat gefunden; die Menschen aus den umliegenden Dörfern finden bei ihnen Hilfe, vor allem medizinische. Als in der Nähe eine Gruppe von Gastarbeitern brutal ermordet wird, ge­rät das Kloster in den Konflikt zwi­schen Regierungstruppen und islamistischen Rebellen. In eindrucksvollen Bil­dern, die dem Rhythmus der Liturgie folgen, und mit Schauspielern wie Lambert Wilson und Michael Lonsdale, erzählt der Film vom Ringen um Toleranz und Gewalt­freiheit. Film des Monats Dezember der Jury der Evangelischen Filmarbeit.

Start: 16.12. Länge: 120 Min. Frankreich 2010 Regie: Xavier Beauvois

(empfohlen von epd Film)

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