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Zeitgeschehen
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(Foto: akg-images/Rabatti – Domingie)

Mit Engeln durch das Jahr

Ruhe und Trost, Geborgenheit und Kraft - viele Menschen fühlen sich von Engeln behütet und beschützt. Wer sich von den Himmelsboten durch das Jahr begleiten lassen möchte, sollte einen Blick in das Programm des Harenberg-Verlags werfen.

Ein Wochenkalender mit Zitaten von Dichtern und Theologen zeigt zum Beispiel Bilder von Engelstatuen und Gemälden (Euro 9,99). Der Kalender "Engel 2011" präsentiert Woche für Woche stimmungsvolle Bilder, die sich zudem als Postkarten (Euro 14,95) nutzen lassen. Großformatige Bilder der Flügelwesen hat der Fotograf Clemens Zahn aufgenommen. In Kirchen und Museen, in Gärten und Parks hat er sich auf die Suche nach Engelskulpturen begeben und daraus einen prachtvollen Kalender gestaltet (Euro 24,95). Alle Kalender sind über den Buchhandel erhältlich.

Konfirmandenunterricht für Erwachsene

Die evangelische Kirche will ab Januar 2011 mit einer großangelegten Initiative Erwachsenen zentrale Inhalte des christlichen Glaubens näher bringen. An der Glau­bens­aktion beteiligen sich zunächst sechs der 22 Mitgliedskirchen der EKD. Die Kurse sollen so selbstverständlich sein wie der Konfirmandenunterricht: "Niemand soll in Deutschland zukünftig mehr als 25 Kilometer fahren müssen, um an einem Glaubenskurs teilnehmen zu können", erklären die Initiatoren.

Durch das Projekt "Erwachsen Glauben" sollen ab 2011 voraussichtlich zehn überregional verbreitete Kurse verschiedener Frömmigkeitsprägung den Gemeinden zur Verfügung gestellt werden. Die Kurse zum Glauben sind kostenfrei und wenden sich an Erwachsene jeden Alters und Geschlechts. Geplant sind vier bis etwa zehn Kurstermine. Die EKD startet das Pro­jekt am 16. Januar 2011 mit einem zentralen Gottesdienst in Karlsruhe.

www.kurse-zum-glauben.org

Umweltbewusst

Die Präses der EKD-Synode, Katrin Göring-Eckardt, hat die evangelischen Christen und Kirchengemeinden auf­gerufen, umweltbewusst einzukaufen. Eine Studie der For­schungs­stätte der Evangelischen Studiengemeinschaft habe er­geben, dass die Kir­chen­ge­meinden bei Kaffee und Papier auf ökologische Standards und fairen Handel achteten. Doch sollten die Gemeinden auch bei der Anschaffung von Computern und Autos auf Nach­­haltigkeit achten. "Was wir predigen, sollten wir auch in praktisches Handeln um­setzen", so Göring-Eckardt.

Literaturzentrum

Das Geburtshaus der westfälischen Dichterin Annette von Droste- Hülshoff (1797-1848), die Burg Hülshoff bei Münster, soll als Denkmal erhalten werden. Für Erhalt und Ausbau der Burganlage ist zum Jahresende die Grün­dung einer Stiftung geplant, teilte der Land­schaftsverband in Münster mit. Erwogen wird auch die Einrichtung eines Literaturzentrums auf der Burg. Dros­te-Hülshoff wurde 1797 auf dem Wasserschloss ge­boren. Dort wie auch in dem unweit gelegenen Haus Rüschhaus hat sie einen Großteil ihres Lebens verbracht.

Modernes Museum im Eisenacher Lutherhaus

Das Lutherhaus Eisenach soll bis zum 500. Reformationsjubiläum 2017 zu einem modernen Museum ausgebaut werden. An den Gesamtkosten von 2,4 Millionen Euro beteiligt sich die mitteldeutsche Landeskirche mit 600.000 Euro. Neben einem Erweiterungsbau mit Vortragssaal, Flächen für Sonderausstellungen, Museums­shop und Café ist im historischen Gebäude auch eine neue Ausstellung geplant.

Das über 500 Jahre alte Gebäude wurde über Jahrhunderte von Ratsherren, Handwerkern und Hofbediensteten bewohnt. Der Überlieferung zufolge lebte Martin Luther (1483-1546) dort, während seiner Schulzeit von 1498 bis 1501.

www.lutherhaus-eisenach.de

(Foto: Gerhard Seifert)
(Foto: Gerhard Seifert)

Viele Besucher

Rund 140. 000 Menschen haben in diesem Jahr anlässlich des tausendjährigen Bestehens die St. Michaeliskirche in Hildesheim besucht. Als herausragende Ereignisse des Jubiläumsjahres unter dem Motto "Gottes Engel weichen nie" nannten die Initiatoren unter anderem ein Konzert mit dem aus Hildesheim stammenden Bassbariton Thomas Quasthoff und ein Treffen mit Vertretern von euro­päischen Michaelis- Kirchen aus zehn Nationen im Juni.

www.michaelis2010.de

(Foto: Museum für Musikinstrumente)
(Foto: Museum für Musikinstrumente)

Posaunenausstellung "Ein guter Zug"

Das Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig widmet der Posaune eine eigene Ausstellung. Unter dem Motto "Ein guter Zug. Die deutsche Posaune - ein Leipziger Welterfolg" zeigt die umfangreiche Präsentation bis zum Juli 2011 die Geschichte der Posaune anhand wertvoller, seltener und bisweilen kurioser Objekte.

Im Zentrum der Ausstellung, die von Birgit Heise kuratiert wurde, steht die historische Werkstatt eines Posaunenmachers. Besonders bemerkenswert: Zwei Filme, von Studierenden der Medientechnik gedreht, zeigen die Posaunenherstellung. Sie können im Rahmen der Ausstellung angeschaut werden; ein umfassender Begleitkatalog präsentiert herausragende Posaunenhersteller des 19. und 20. Jahrhunderts in Mitteldeutschland sowie Fundiertes zum Thema Posaune.

Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Führungen sind zu buchen unter 03 41/9 73 07 59 oder per E-Mail. Museen im GRASSI, Johannisplatz 5-11, 04103 Leipzig.

musik.museum@uni-leipzig.de

Kirche wird zur Urnenstädte

Statt lebendiger Gottesdienste gibt es in der evangelischen Johanniskirche in Hückeswagen (Bergisches Land) nun einen Ort für Tote: Als eine der ersten Kirchengemeinden im Rheinland soll das Gotteshaus in ein Kolumbarium umgewandelt werden. Bis zu 400 Urnen sollen dort beigesetzt werden können. Das hat das Pres­byterium der Gemeinde beschlossen.

74 Voranmeldungen liegen bereits vor. Die ersten Urnen sollen im kommenden Sommer beigesetzt werden. Ferner soll die Kirche für Trauerfeiern zur Verfügung stehen. In der Evangelischen Kirche im Rheinland gibt es bislang zwei Kirchengebäude, die als Kolumbarien genutzt werden. Die Evangelische Kirche von Westfalen bietet in Soest ein Kolumbarium in einem Kirchengebäude an.

www.kolumbarium-hueckeswagen.de

Erfolgsgeschichte

Seit der Eröffnung vor fünf Jahren haben rund 1,1 Millionen Gäste das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven besucht - jährlich 50.000 mehr als erwartet. Das privatwirtschaftlich betriebene Haus ist das einzige Museum seiner Art in Deutschland. Es erläutert multimedial und interaktiv Hintergründe und persönliche Motive zu Auswanderung und Migration.

www.dah-bremerhaven.de

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