Oh, Josef ...

Ein Punktum
Die römisch-katholische Kirche eine Männerbastion? Das ist nur Tarnung...

Die römisch-katholische Kirche eine Männerbastion? Das ist nur Tarnung - und Desinformation der Lügenpresse. Die Wahrheit enthüllt hat jüngst Kardinal Raymond Burke auf der US-Webseite www.newevangelization.com. "Der radikale Feminismus" hat "die Kirche überfallen" (assaulted), und so muss Burke mitansehen: "Vom Priester abgesehen ist der Altarbereich voller Frauen". Und "sogar die Liturgie" wird von ihnen "beeinflusst". Die Zulassung von Ministrantinnen 1983 hat dazu geführt, dass Jungen ihren Altardienst "aufgegeben" haben. Denn dass die kleineren unter ihnen nicht gemeinsam mit Mädchen ministrieren wollen, ist "natürlich", weiß Burke. Und nachdem Männern so die Erfahrung als Ministranten vorenthalten wird, ist es "kein Wunder", dass die Zahl der Priesteramtskandidaten "dramatisch gefallen" ist.

Aber eigentlich müsste doch gerade "der radikale Feminismus" die Attraktivität des Priesterberufes erhöht haben. Schließlich gestanden junge Männer Burke, sie hätten "Angst vor einer Heirat", weil eine Ehe wegen der "ständigen und unnachgiebigen Forderung von Frauenrechten" gar nicht glücken könne.

Für diese heiratswilligen Männer war der Zölibat offenbar keine Alternative. Stattdessen, erinnert sich Burke, traten Männer in die Priesterseminare ein, "die effeminiert und unsicher über ihre Sexualität" waren.

Im Prinzip hat für ihn die ganze Malaise "nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil" begonnen: Denn dann wurde die Auffassung propagiert, es gebe "keine ernsthaften Sünden". Und das ist "tödlich für Männer" (lethal), besonders für junge, die "mit der Selbstbefriedigung beginnen", weiß Burke. Ihm haben Männer Schreckliches berichtet. Als sie in ihren Jugendjahren beichten wollten, dass sie masturbieren, habe der Beichtvater gemeint, dass täte jeder und müsse "nicht gebeichtet" werden. Dabei ist und bleibt es "sündiges Tun".

Letztlich kann nur noch Josef helfen. Nicht Ratzinger, der täte es sicher gern, ist aber im Ruhestand. Nein, der Mann der Jungfrau Maria. Die traditionelle Verehrung Josefs, erinnert sich Burke, hob noch "die Männlichkeit des Mannes" hervor, der "sein Leben für seine Familie opfert", "ritterlich Frau und Kinder verteidigt" und "arbeitet, um für den Lebensunterhalt der Familie zu sorgen". Aber "das Hochhalten der heroischen Natur des Mannes ist in der heutigen Kirche verloren gegangen".

Papst Johannes Paul II. berief Raymond Burke zum Bischof und Erzbischof. Benedikt XVI . erhob ihn zum Kardinal. Aber Franziskus hat den 66-Jährigen als Leiter des Obersten Gerichtshofes der römischen Kirche abgesägt. Der ist doch Jesuit! Und auch Freimaurer? Oder gar Mitglied der Illuminati? Die Zeit ist reif für Pegefa: "Patriotische Europäer gegen eine Feminisierung des Abendlandes".

Jürgen Wandel

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