zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft
Foto: picture alliance
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Ausgabe 6 Juni 2019

China

Die dynamische Diktatur

In diesen Tagen jährt sich das Massaker auf dem Tian’anmen-Platz in Peking zum dreißigsten Mal. Seitdem lautet die staatliche Devise an das Volk: Werdet reich, aber zweifelt nie an der Partei! Unter dem neuen Staatspräsidenten Xi Jinping verschärft sich die Diktatur noch einmal - mit den digitalen Mitteln des 21. Jahrhunderts.

Geschichte und Politik
Barbara Schneider

Mit Ethik rechnen

Wie moralische Prinzipien die Macht der Algorithmen begrenzen sollen

Foto: dpa/Uli Deck
Foto: dpa/Uli Deck

Vom Google-Eintrag bis zur medizinischen Diagnose sind wir umgeben von selbstlernenden Algorithmen. Je mehr Raum wir diesen automatisierten Rechenvorgängen und Handlungsanweisungen geben, desto wichtiger wird die Frage der ethischen Kriterien, nach denen wir sie einsetzen. In der Forschung sucht man derzeit nach Prinzipien, die die Macht der Algorithmen begrenzen. Die Journalistin Barbara Schneider beschreibt die Lage.

Geschichte und Politik
Michael Germann

Grundrecht, nicht Sonderrolle

Das kirchliche Arbeitsrecht ist Ausdruck bürgerlicher Freiheit

Foto: epd-bild/Jens-Ulrich Koch
Foto: epd-bild/Jens-Ulrich Koch

Zwei europäische Gerichtsurteile haben die Diskussion um das kirchliche Arbeitsrecht angefacht. Der Hallenser Staats- und Kirchenrechtler Michael Germann ist dagegen, die kirchliche Selbstbestimmung auf diesem Feld ganz der ökonomischen Logik des Arbeitsrechts zu unterwerfen. Allerdings müssten die Kirchen besser plausibel machen, worauf es ihnen für den kirchlichen Dienst ankommt.

Kultur
Wilhelm Hüffmeier

Der barmherzige Skeptiker

Wie Theodor Fontane es mit der Religion hielt

Foto: akg-images
Foto: akg-images

Die bekanntesten Romane von Theodor Fontane wie „Effi Briest“ oder „Der Stechlin“ berühren immer wieder religiöse Themen. Der Frage, wie es Fontane mit der Religion hielt, geht Wilhelm Hüffmeier, Theologe und Fontaneexperte, nach. Er schaut zum 200. Geburtstag auf seine Theaterkritiken und seine brieflichen „Bekenntnisse“.

Religion und Kirche
Peter Scherle

Gottes Design

Anknüpfung an Karl Barths Theologie im 21. Jahrhundert

Foto: Karl-Barth-Archiv, Basel
Foto: Karl-Barth-Archiv, Basel

Die aktuellen Jubiläen von Friedrich Schleiermacher und Karl Barth haben gezeigt, dass alte theologische Frontlinien noch immer vorhanden sind. Der Theologe Peter Scherle, Leiter des Predigerseminars der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, möchte Barths Denken für die heutige Theologie fruchtbar machen, denn ihm erscheint es mehr denn je fragwürdig, Gotteserkenntnis aus der Natur, der Geschichte oder dem Menschen zu gewinnen.  

Reportage
Andrea Jeska (Text und Fotos)

Erinnern tut weh

In einem Flüchtlingslager im nordirakischen Kurdistan

Die ganze Welt kennt das Schicksal der Jesiden, Millionen wurden für den Wiederaufbau ihrer Städte und Dörfer gespendet. Doch vier Jahre nach ihrer Vertreibung leben noch immer 320.000 Jesiden in Flüchtlingslagern im Irak. Und an Rückkehr in ihre Heimat ist nicht zu denken.

Interview
Philipp Gessler

„Eine metaphysische Obdachlosigkeit“

Ein Gespräch mit Stephan Thome

Foto: privat
Foto: privat

Der Schriftsteller, Philosoph und Sinologe spricht über die Ferne und Nähe der chinesischen Kultur, die Schatten der gemeinsamen Geschichte und das Lachen beim Quellenstudium

 

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