Wie Franziskus

Ein dritter Papstkrimi
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"Hosianna" ist kein blutrünstiger Thriller. Es geht um die Frage, wer der Mörder ist.

Ein junger gut aussehender spanischer Priester ist verschwunden, seine Wohnung in einem römischen Palazzo verwüstet und blutverschmiert. Und das nimmt Papst Petrus wieder zum Anlass, sich als Detektiv zu betätigen. Man könnte meinen, die Autoren, ein Ehepaar, hätten sich von Papst Franziskus inspirieren lassen. Doch ihren ersten Papstkrimi schrieben sie drei Jahre vor dessen Wahl. Papst Petrus ist ein Mensch aus Fleisch und Blut. Wie viele Italiener mag er Fußball, liest zum Frühstück die "Gazetta dello Sport" und nimmt dabei einen Espresso und ein Cornetto con crema zu sich. Und er fährt schon mal in die Stadt, um einen Mordfall aufzuklären. Unterstützt wird er dabei von seinem Sekretär, dem jungen Franziskaner Francesco, und Pressesprecherin Giulia, die sich mit einem undurchsichtigen Mann eingelassen hat. Schwester Immaculata, die Haushälterin des Papstes, missbilligt dagegen nicht nur die kriminalistische Leidenschaft ihres Chefs, sondern auch dessen Lebensfreude und Volksnähe. Der Leser sieht dabei die Kritiker des amtierenden Papstes vor sich.

"Hosianna" ist kein blutrünstiger Thriller. Es geht um die Frage, wer der Mörder ist. Und angereichert wird die Geschichte durch das Flair Roms und seiner Küche. Leider hat Papst Petrus kein geistliches Profil, wie es angelsächsische Pfarrdetektive oft haben. Trotzdem lohnt sich die Lektüre dieses Krimis. Man ist gespannt und entspannt, schmunzelt immer wieder und fühlt sich gut.

Johanna Alba & Jan Chorin: Hosianna! Ein Papstkrimi. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 2014, 352 Seiten, Euro 9,99.

Jürgen Wandel

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