zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft
1 Januar 2019
Strittiger Schutz
Der neue Kampf ums Kirchenasyl
Foto: dpa/ Kitty Kleist-Heinrich
Foto: dpa/ Kitty Kleist-Heinrich
Jürgen Quandt

„Es war vollkommen chaotisch“

Er hat sich seine Aufgabe nicht gesucht – sie hat ihn gefunden

Pfarrer Jürgen Quandt aus Berlin-Kreuzberg hat die Tradition des modernen Kirchenasyls in Deutschland gegründet

Foto: bpk
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Uta Heil

Eine christliche Errungenschaft

Der Kampf zwischen Kirche und Politikum das Kirchenasyl ist uralt

Schon Kirchenvater Augustinus befasste sich ausführlich mit dem Kirchenasyl – und war offenbar stolz auf dieses Recht. Dennoch wurde es Jahrhunderte lang immer wieder im christlichen Abendland diskutiert und verändert. Schon im Jahr 343 ähnelte die Lage der heutigen: Der Aufenthalt im kirchlichen Asyl bedeutete nur einen Aufschub, bis die Rechtslage geklärt wurde, erläutert Uta Heil, Professorin am Institut für Kirchengeschichte der Universität Wien.

Foto: dpa/ Armin Weigel
Foto: dpa/ Armin Weigel
Reiner Anselm

Wir Frommen und das Politische

Widerstreit von Grundsätzen: theologisch-ethische Überlegungen zum Kirchenasyl

Es ist die Kombination des individuellen Hilfehandelns mit der politischen Botschaft, die die besondere Situation des Kirchenasyls ausmacht – aber auch ihre besondere Schwierigkeit, meint Reiner Anselm, Professor für Systematische Theologie und Ethik an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität München.

Foto: KNA
Foto: KNA
Simon Bieda

Machen sich Pfarrer strafbar?

Ein Überblick zu den gegenwärtigen Rechtsfragen zum Kirchenasyl

Durch das europarechtlich verbindliche „Dublin“-System ist Deutschland fast nie für das Asylverfahren der Flüchtlinge zuständig, die es in die Bundesrepublik schaffen. Hier greift das Kirchenasyl, das der Staat in Ausnahmefällen toleriert. Die rechtliche Problematik analysiert der Jurist Simon Bieda, der derzeit am Kirchenrechtlichen Institut der EKD in Göttingen zum Thema Kirchenasyl promoviert.

Foto: Rolf Zöllner
Foto: Rolf Zöllner
Philipp Gessler

„Ein Geschenk von Gott“

Kirchenasyl ist in Deutschland etwas Normales geworden. Aber nur scheinbar

In Berlin-Pankow hat man schon viel Erfahrung mit Menschen, denen die Gemeinde der Hoffnungskirche Asyl gewährt. Dort geht es immer wieder um Schicksale, die scheitern können, obwohl die evangelischen Christinnen und Christen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Das hat auch mit der Geschichte dieser besonderen Gemeinde zu tun.

 

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